Von der Heiligen Schrift oder dem Wort

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249. Der Mensch kann ohne Offenbarung aus dem Göttlichen nichts wissen von dem ewigen Leben, nicht einmahl etwas von Gott, und noch weniger von der Liebe zu Ihm und dem Glauben an Ihn; denn der Mensch wird in lautere Unwissenheit geboren, und muß hernach aus den weltlichen Dingen alles das lernen, aus dem er seinen Verstand zu bilden hat; er wird auch in Folge des Anererbten in alles Böse geboren, das aus der Liebe zu sich und zur Welt kommt; die von daher stammenden Lustreize herrschen fortwährend, und geben Dinge ein, die schnurstracks wider das Göttliche sind: daher kommt denn, daß der Mensch nichts vom ewigen Leben weiß: darum muß nothwendig eine Offenbarung sein, aus der er es kennen lernen kann.

Druckseiten 218–219 im Original

250. Daß das Böse der Liebe zu sich und zur Welt eine solche Unwissenheit in Beziehung auf die Dinge des ewigen Lebens mit sich bringt, stellt sich deutlich heraus an denen innerhalb der christlichen Kirche, welche, obgleich sie aus der Offenbarung wissen, daß ein Gott ist, daß ein Himmel und eine Hölle sind, daß ein ewiges Leben ist, und daß man dieses Leben sich erwerben muß durch das Gute der Liebe und des Glaubens, dennoch in die Läugnung aller dieser Dinge verfallen, sowohl Gebildete, als Ungebildete. Daraus erhellt wieder, wie groß die Unwissenheit wäre, wenn es keine Offenbarung gäbe.

Druckseite 219 im Original

251. Da also der Mensch nach dem Tode lebt, und zwar dann in Ewigkeit fort, und seiner ein Leben gemäß seiner Liebe und seines Glaubens wartet, so folgt, daß das Göttliche aus Liebe zum menschlichen Geschlecht Solches geoffenbart hat, was zu diesem Leben führen, und zu seinem Heile dienen soll. Was das Göttliche geoffenbart hat, ist bei uns das Wort.

Druckseite 219 im Original

252. Das Wort ist, weil es die Offenbarung aus dem Göttlichen ist, göttlich in Allem und Jedem, denn was von dem Göttlichen ist, kann nicht anders sein. Was aus dem Göttlichen ist, das steigt durch die Himmel herab bis zum Menschen; weßhalb es in den Himmeln der Weisheit der Engel, welche dort sind, angepaßt, und auf Erden angepaßt ist der Fassungskraft der Menschen, die auf ihr sind: daher im Worte ein Innerer Sinn, welcher geistig ist, für die Engel, und ein Aeußerer Sinn, welcher natürlich, für die Menschen ist; woher denn kommt, daß eine Verbindung des Himmels mit dem Menschen Statt hat durch das Wort.

Druckseite 219 im Original

253. Den echten Sinn des Wortes verstehen nur die, welche erleuchtet sind; und erleuchtet werden nur die, welche in der Liebe zu dem und im Glauben an den Herrn sind; denn ihr Inwendiges wird vom Herrn in das Licht des Himmels erhoben.

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254. Das Wort im Buchstaben kann nur gefaßt werden mittelst der Lehre aus dem Wort, die durch einen Erleuchteten gemacht worden; sein Buchstabensinn ist angepaßt der Fassungskraft der Menschen, auch der Einfältigen; weßhalb die Lehre aus dem Wort ihnen zur Leuchte dienen soll.

Aus den Himmlischen Geheimnissen.

Druckseite 220 im Original

255. Von des Wortes Nothwendigkeit und Vortrefflichkeit. Aus dem Licht der Natur weiß man nichts vom Herrn, von dem Himmel und der Hölle, von dem Leben des Menschen nach dem Tod, und von den Göttlichen Wahrheiten, durch welche dem Menschen geistiges und ewiges Leben kommt, N. 8944. 10318. 10319. 10320. Dies kann daraus erhellen, daß Viele, und unter ihnen auch wissenschaftlich Gebildete, nicht daran glauben, obgleich sie geboren sind, wo das Wort ist, und durch dieses darin unterrichtet wurden, N. 10319. Darum war nothwendig, daß es eine Offenbarung aus dem Himmel gab, weil der Mensch zum Himmel geboren ist, N. 1775. Darum gab es zu jeder Zeit eine Offenbarung, N. 2895. Von den verschiedenen Arten der Offenbarung auf diesem Weltkörper in aufeinanderfolgender Ordnung, N. 10355. 10632. Die Urmenschen [Antiquissimi], die vor der Sündflut lebten, deren Zeit das goldene Zeitalter genannt wurde, hatten eine unmittelbare Offenbarung, und in Folge dessen war das Göttliche Wahre ihren Herzen eingeschrieben, N. 2896. In den Alten Kirchen, welche nach der Sündflut bestanden, war sowohl ein geschichtliches, als ein prophetisches Wort, N. 2686. 2897. über welche Kirchen man oben nachsehe N. 247. Die geschichtlichen Theile desselben hießen die Kriege Jehovah's, und die prophetischen die Sprüche [Enuntiata], N. 2897. Dieses Wort war dem unsrigen ähnlich in Rücksicht der Inspiration, N. 2897. Dasselbe wurde von Moses erwähnt, N. 2686. 2897. Dieses Wort gieng aber verloren, N. 2897. Prophetische Offenbarungen waren auch bei Andern, wie dies aus den Weissagungen Bileams erhellt, N. 2898.

Das Wort ist göttlich in Allem und Jedem, N. 639. 680. 10321. 10637. Das Wort ist göttlich und heilig bis auf jedes Jota und Häkchen herab, aus Erfahrung, N. 9349. Wie man dies heut zu Tage erklärt, daß das Wort bis auf jedes Jota und Häkchen herab inspirirt ist, N. 1886.

Die Kirche im Besondern ist da, wo das Wort ist, und durch dasselbe der Herr bekannt ist, und die göttlichen Wahrheiten geoffenbart sind, N. 3857. 10761. Deshalb aber gehören noch nicht zur Kirche die, welche geboren sind wo das Wort ist, und durch dieses der Herr bekannt ist, sondern diejenigen, welche durch die Wahrheiten aus dem Wort vom Herrn wiedergeboren werden, und dies sind die, welche nach den Wahrheiten in demselben leben, mithin die, welche ein Leben der Liebe und des Glaubens leben, N. 6637. 10143. 10153. 10578. 10645. 10829.

Druckseiten 220–221 im Original

256. Das Wort wird nur von Erleuchteten verstanden. Die menschliche Vernunft kann, wofern sie nicht vom Herrn erleuchtet wird, die göttlichen Dinge nicht fassen, ja nicht einmahl die geistigen, N. 2196. 2203. 2209. 2654. Somit fassen nur Erleuchtete das Wort, N. 10323. Der Herr verleiht denen, welche erleuchtet werden, das Wort zu verstehen, und auszugleichen, was im Worte sich zu widersprechen scheint, N. 9382. 10659. Das Wort im Buchstabensinn ist sich nicht gleich, und scheint sich zuweilen zu widersprechen, N. 9025. und kann daher von Nichterleuchteten gedeutet und gedreht werden, jegliche Meinung und Irrlehre zu begründen, und jeder weltlichen und fleischlichen Liebe Vorschub zu leisten, N. 4785. 10330. 10400. Erleuchtet werden aus dem Worte diejenigen, welche es aus Liebe zum Wahren und Guten lesen, nicht aber die [es lesen] aus Liebe zum guten Ruf, zum Gewinn, zur Ehre, somit aus Liebe zu sich, N. 9382. 10548. 10549. 10551. Erleuchtet werden die, welche im Guten des Lebens, und in Folge dessen in der Neigung zum Wahren sind, N. 8694. Erleuchtet werden die, welchen das Innere aufgeschlossen ist, somit die, welche ihrem Innern Menschen nach in's Licht des Himmels erhoben werden können, N. 10400. 10402. 10691. 10694. Die Erleuchtung ist eine wirkliche Aufschließung, und auch Erhebung in's Licht des Himmels, N. 10330. Das Heilige fließt, ohne daß sie es wissen, vom Innern, das heißt, durch das Innere vom Herrn her ein bei denen, welche das Wort heilig halten, N. 6789. Es werden erleuchtet und sehen im Worte die Wahrheiten diejenigen, welche vom Herrn, nicht aber die, welche von sich selbst geführt werden, N. 10658. Vom Herrn werden diejenigen geführt, welche das Wahre lieben, weil es wahr ist, und dies sind die, welche nach den Göttlichen Wahrheiten zu leben lieben, N. 10578. 10640. 10829. Das Wort wird bei dem Menschen belebt je nach dem Leben seiner Liebe und seines Glaubens, N. 1776. Was aus der eigenen Verständigkeit stammt, hat kein Leben in sich, weil aus dem Eigenen des Menschen nichts Gutes kommt, N. 8941. 8944. Erleuchtet können nicht werden Solche, die sich in einer falschen Lehre sehr bestärkt haben, N. 10640.

Der Verstand ist es, welcher erleuchtet wird, N. 6608. 9300. weil der Verstand das Aufnehmende des Wahren ist, N. 6222. 6608. 10659. In Beziehung auf jede Lehre der Kirche giebt es Begriffe, nach welchen sich das Verständniß der Sache bestimmt, N. 3310. 3825. Die Begriffe [ideae] des Menschen sind, so lang er in der Welt lebt, natürlich, weil er alsdann im Natürlichen denkt, dennoch aber sind geistige Begriffe in ihnen verborgen bei denen, welche in der Neigung zum Wahren um des Wahren willen sind, N. 10237. 10240. 10551. Ohne Begriffe giebt es bei keinem Gegenstand ein Erkennen [perceptio], N. 3825. Die Begriffe von den Dingen des Glaubens werden im andern Leben herausgestellt und dort von den Engeln gesehen, wie sie beschaffen sind, N. 1869. 3310. 5510. [6200.] 6201. 8885. Darum wird das Wort nur von dem vernünftigen Menschen verstanden; denn etwas glauben ohne einen Begriff von der Sache und ohne Vernunftanschauung, heißt bloß ein alles Lebens der Wahrnehmung und Neigung beraubtes Wort gedächtnißmäßig behalten, und das heißt nicht glauben, N. 2553. Der buchstäbliche Sinn des Wortes ist es, welcher beleuchtet wird, N. 3619. 9824. 9905. 10548.

Druckseiten 221–223 im Original

257. Das Wort wird nur durch den Lehrbegriff aus dem Worte verstanden. Die Lehre der Kirche soll aus dem Worte sein, N. 3464. 5402. 6832. 10763. 10765. Das Wort wird ohne Lehre nicht verstanden, N. 9025. 9409. 9424. 9430. 10324. 10431. 10582. Die wahre Lehre ist eine Leuchte für die, welche das Wort lesen, N. 10400. Die echte Lehre soll von denen gegeben werden, die in der Erleuchtung vom Herrn sind, N. 2510. 2516. 2519. 9424. 10105. Das Wort wird durch die von einem Erleuchteten gemachte Lehre verstanden, N. 10324. Die, welche in der Erleuchtung sind, machen sich aus dem Wort eine Lehre, N. 9382. 10659. Welcher Unterschied sei zwischen denen, welche aus der Lehre der Kirche lehren und lernen, und denen, die bloß aus dem Sinn des Buchstabens, N. 9025. Die, welche im Buchstabensinn ohne Lehre sind, kommen zu keinem Verständniß der göttlichen Wahrheiten, N. 9409. 9410. 10582. Sie fallen in viele Irrthümer, N. 10451. Die, welche in der Neigung zum Wahren um des Wahren willen sind, bleiben, wenn sie in's erwachsene Alter kommen, und aus ihrem Verstande sehen können, nicht ohne Weiteres in den Lehrbestimmungen ihrer Kirche, sondern prüfen sie nach dem Wort, ob sie wahr sind, N. 5402. 5432. 6047. Sonst käme Jedem das Wahre von einem Andern und von seinem Heimathsboden, sei er nun als Jude, oder als Grieche geboren, N. 6047. Dennoch aber soll das, was Sache des Glaubens geworden ist aus dem buchstäblichen Sinne des Wortes, nicht eher abgethan werden, als nach vollständiger Anschauung, N. 9039.

Die wahre Lehre der Kirche ist die Lehre der Liebethätigkeit und des Glaubens, N. 2417. 4766. 10763. 10765. Die Lehre des Glaubens macht nicht die Kirche, sondern das Leben des Glaubens, welches thätige Liebe ist, N. 809. 1798. 1799. 1834. 4468. 4677. 4766. 5826. 6637. Die Lehrbestimmungen sind nichts, wenn man nicht nach denselben lebt, N. 1515. 2049. 2116. Heut zu Tag ist in den Kirchen eine Lehre des Glaubens, und nicht der Liebethätigkeit, und die Lehre der Liebethätigkeit ist verwiesen in eine Wissenschaft, welche die Moraltheologie genannt wird, N. 2417. Die Kirche wäre Eine, wenn man als Mensch der Kirche anerkannt würde auf den Grund des Lebens, somit der Liebethätigkeit, N. 1285. 1316. 2982. 3267. 3445. 3451. 3452. Wie viel mehr Werth die Lehre von der Liebethätigkeit hat, als die Lehre des von der Liebethätigkeit getrennten Glaubens, N. 4844. In Unwissenheit in Betreff der himmlischen Dinge sind die, welche nichts von der Liebethätigkeit wissen, N. 2435. In wie viele Irrthümer diejenigen verfallen, welche bloß die Lehre des Glaubens, und nicht zugleich die von der Liebethätigkeit haben, N. 2417. 2383. 3146. 3325. 3412. 3413. 3416. 3773. 4672. 4730. 4783. 4925. 5351. 7623 bis 7627. 7752 bis 7762. 7790. 8094. 8315. 8530. 8765. 9186. 9224. 10555. Die, welche bloß in der Lehre des Glaubens, und nicht im Leben des Glaubens sind, welches die thätige Liebe ist, wurden ehemahls Unbeschnittene oder Philister genannt, N. 3412. 3415. 8093. Bei den Alten war die Lehre der Liebe zum Herrn und der Liebethätigkeit gegen den Nächsten, und die Lehre des Glaubens diente dieser, N. 2417. 5419. 4844. 4955.

Die durch einen Erleuchteten gemachte Lehre kann nachher durch Vernunftwahrheiten begründet werden, und wird so völliger verstanden, und auch verstärkt, N. 2553. 2719. 2720. 3052. 3310. 6047. Mehr hierüber sehe man oben N. 51. Die, welche in dem von der Liebethätigkeit getrennten Glauben sind, wollen daß die Lehren der Kirche einfältig geglaubt werden ohne irgendwelche Vernunftanschauung, N. 3394.

Eine Lehrbestimmung begründen, ist nicht [ein Kennzeichen] des Weisen, sondern sehen, ob sie wahr ist, bevor man sie begründet, und dies geschieht bei denen, die in der Erleuchtung sind, N. 1017. 4741. 7012. 7680. 7950. Das Licht der Bestärkung ist ein natürliches, nicht ein geistiges Licht, und kann sich nur bei Bösen finden, N. 8780. Es kann alles, auch das Falsche, begründet werden, so daß es zuletzt wie Wahres erscheint, N. 2482. 2490. 5033. 6865. 8521.

Druckseiten 223–225 im Original

258. Im Wort ist ein geistiger Sinn, welcher der innere Sinn genannt wird. Niemand kann wissen, was der Innere Sinn des Wortes ist, wenn er nicht weiß was Entsprechung ist, N. 2895. 4322. Alle und jede Dinge, bis zu den einzelnsten herab, die in der natürlichen Welt sind, entsprechen geistigen Dingen, und bezeichnen sie daher, N. 1886 bis 1889. 2987 bis 3003. 3213 bis 3227. Die geistigen Dinge, welchen natürliche entsprechen, erscheinen im Natürlichen in anderer Gestalt, so daß man sie nicht als solche erkennen kann, N. 1887. 2395. 8920. Kaum weiß heut zu Tage jemand, wo das Göttliche im Wort ist, während es doch in dessen innerem oder geistigen Sinn liegt, von dessen Dasein man heut zu Tage nichts weiß, N. 2899. 4989. Das Mystische des Wortes ist nichts Anderes, als was dessen innerer oder geistiger Sinn enthält, in welchem gehandelt wird vom Herrn, von Seinem Reich, und von der Kirche, und nicht von den natürlichen Dingen, die in der Welt sind, N. 4923. Die prophetischen Theile werden in den meisten Stellen nicht verstanden, und sind somit von keinem Nutzen ohne den innern Sinn, an Beispielen [gezeigt], N. 2608. 8020. 8398. wie z. B. was bezeichnet wird durch das weiße Pferd in der Offenbarung, N. 2760 folg. was durch die dem Petrus gegebenen Schlüssel des Himmelreichs, Vorwort zu Kap. 22. der Genes. N. 9410. was durch Fleisch, Blut, Brot und Wein im Heiligen Abendmahl, und somit warum es vom Herrn eingesetzt wurde, N. 8682. was durch die Weissagungen Jakobs von seinen Söhnen, Kap. 49. der Genes. N. 6306. 6333 bis 6465. was durch mehrere Weissagungen über Jehudah und Israel, welche nicht auf dieses Volk passen, und auch nicht zusammenstimmen nach dem Sinn des Buchstabens, N. 6333. 6361. 6415. 6438. 6444. außer unzähligen andern [Beispielen], N. 2608.

Von dem innern oder geistigen Sinn des Wortes überhaupt, N. 1767 bis 1777. 1869 bis 1879. In Allem und Jedem des Wortes ist ein innerer Sinn, N. 1143. 1984. 2135. 2333. 2395. 2495. 2619. Jene Dinge erscheinen nicht im Buchstaben, sind aber gleichwol inwendig in demselben, N. 4442.

Druckseiten 225–226 im Original

259. Der innere Sinn ist besonders für die Engel, ist aber auch für die Menschen. Damit man wisse, was der innere Sinn, wie er beschaffen ist, und woher er stammt, muß hier im Allgemeinen etwas von ihm gesagt werden. Man spricht und denkt im Himmel anders, als in der Welt, im Himmel geistig, in der Welt natürlich, wenn daher der Mensch das Wort liest, so verstehen die Engel, die bei'm Menschen sind, es geistig, während der Mensch es natürlich [versteht]; daher sind die Engel im innern Sinn, während die Menschen im äußern sind; dennoch aber machen sie Eins aus durch Entsprechung.

Das Wort wird anders verstanden von den Engeln in den Himmeln, als von den Menschen auf Erden, und für sie ist der innere oder geistige Sinn, für diese aber der äußere oder natürliche, N. 1887. 2395. Die Engel verstehen das Wort im innern Sinn, und nicht im äußern, aus der Erfahrung derer, die mit mir aus dem Himmel sprachen, während ich das Wort las, N. 1769. 1770. 1771. 1772. Die Vorstellungen [ideae] und auch die Reden der Engel sind geistig, die menschlichen Vorstellungen und Reden aber natürlich, daher der innere Sinn, welcher geistig ist, für die Engel ist, beleuchtet durch Erfahrung, N. 2333. Dennoch aber dient der Buchstabensinn den geistigen Ideen der Engel zu Mitteln, vergleichungsweise wie die Wörter der Sprache dem Sinn der Sache bei dem Menschen dazu dienen, N. 2143. Die Dinge des innern Sinnes des Wortes fallen in Dinge, welche Gegenstände des Lichtes des Himmels sind, somit in die engelische Wahrnehmung, N. 2618. 2619. 2629. 3086. Die Dinge, welche die Engel aus dem Worte wahrnehmen, sind daher köstlich für sie, N. 2540. 2541. 2545. 2551. Die Engel verstehen auch nicht Ein Wort des Buchstabensinnes des Wortes, N. 64. 65. 1434. 1929. Auch wissen sie nicht um die Personen- und Orts-Namen, die im Worte vorkommen, N. 1454. 1888 4442. 4480. Die Namen können nicht eingehen in den Himmel, noch daselbst ausgesprochen werden, N. 1876. 1888. Alle Namen im Worte bedeuten Sachen, und werden im Himmel in Sachvorstellungen umgesetzt, N. 768. 1888. 4310. 4442 5225. 5287. 10329. Auch denken die Engel in Abgezogenheit von den Personen [abstracte a personis], N. 6613. 8343. 8985. 9007. Wie schön der innere Sinn des Wortes ist, selbst da, wo bloße Namen stehen, an Beispielen aus dem Worte [gezeigt], N. 1224. 1888. 2395. Auch drücken viele Namen im Zusammenhang im innern Sinn Eine Sache aus, N. 5095. Auch alle Zahlen im Worte bezeichnen Sachen, N. 482. 487. 647. 648. 755. 813. 1963. 1988. 2075. 2252. 3252. 4264. 6175. 9488. 9659. 10217. 10253. Auch die Geister verstehen das Wort im innern Sinn, je nachdem ihr Inwendiges in den Himmel hinein aufgeschlossen ist, N. 1771. Der Buchstabensinn des Wortes, welcher natürlich ist, wird bei den Engeln augenblicklich in den geistigen verwandelt, weil Entsprechung besteht, N. 5648. und zwar dies ohne [vorgängiges] Hören und Erkennen, was im buchstäblichen oder äußern Sinn ist, N. 10215. Somit ist der buchstäbliche oder äußere Sinn bloß bei dem Menschen, und geht nicht weiter, N. 2015.

Es giebt einen innern Sinn des Wortes, und auch einen innersten oder obersten Sinn, wovon N. 9407. 10604. 10614. 10627. Die geistigen Engel, das heißt, die, welche aus dem geistigen Reiche des Herrn sind, verstehen das Wort im innern Sinn, und die himmlischen Engel, das heißt, die, welche aus dem himmlischen Reiche des Herrn sind, verstehen das Wort im innersten Sinn, N. 2157. 2275.

Das Wort ist für die Menschen, und auch für die Engel, beiden angepaßt, N. 7381. 8862. 10322. Das Wort ist das den Himmel und die Erde Vereinigende, N. 2310. 2495. 9212. 9216. 9357. Es findet eine Verbindung des Himmels mit dem Menschen Statt durch das Wort, N. 9396. 9400 9401. 10452. Das Wort heißt darum ein Bund, N. 9396. weil der Bund die Verbindung bedeutet, N. 665. 666. 1023. 1038. 1864. 1996. 2003. 2021. 6804. 8767. 8778. 9396. 10652. Ein innerer Sinn ist im Worte, weil das Wort vom Herrn aus durch die drei Himmel herabstieg bis zum Menschen, N. 2310. [6397.] 6597. und so angepaßt wurde den Engeln der drei Himmel, und auch den Menschen, N. 7381. 8862. Daher kommt es, daß das Wort göttlich ist, N. [2899.] 2900. 4989. und daß es heilig ist, N. 10276. und daß es geistig ist, N. 4480. und daß das Wort vom Göttlichen inspirirt ist, N. 9094. Dies ist die Inspiration, N. 9094.

Auch ein Mensch, der wiedergeboren ist, ist wirklich, ohne daß er es weiß, im innern Sinn des Wortes, weil ihm der Innere Mensch aufgethan ist, der eine geistige Wahrnehmung [perceptio] hat, N. 10400. Allein bei ihm fließt das Geistige des Wortes ein in die natürlichen Vorstellungen, und wird so in natürlicher Weise dargestellt, weil er, so lang er in der Welt lebt, im Natürlichen denkt, N. 5614. Daher kommt das Licht des Wahren bei denen, welche erleuchtet werden, von ihrem Innern, das heißt, durch das Innere vom Herrn her, N. 10691. 10694. Auch fließt auf diesem Wege Heiliges ein bei denen, welche das Wort heilig halten, N. 6789. Weil der wiedergeborne Mensch wirklich im innern Sinne des Wortes ist, und zwar dies in seinem Heiligen [et id in sancto ejus], obgleich er es nicht weiß, darum kommt er nach seinem Tode von selbst in denselben, und ist nicht mehr im Buchstabensinn, N. 3226. 3342. 3343.

Druckseiten 226–229 im Original

260. Im innern oder geistigen Sinn sind unzählige Geheimnisse. Das Wort enthält im innern Sinn Unzähliges, was die menschliche Fassungskraft übersteigt, N. 3085. 3086. auch Unerklärbares, N. 1965. was bloß den Engeln dargestellt, und von ihnen verstanden wird, N. 167. Der innere Sinn des Wortes enthält die Geheimnisse des Himmels, welche den Herrn und Sein Reich in den Himmeln und auf Erden betreffen, N. 1. 2. 3. 4. 937. Diese Geheimnisse erscheinen nicht im Buchstabensinn, N. 937. 1502. 2161. Vieles, was bei den Propheten steht, erscheint als unzusammenhängend [sparsa], was im innern Sinn in schöner Reihenfolge stetig zusammenhängt, N. 7153. 9022. Nicht ein einziges Wort, ja nicht einmahl ein Jota kann im Buchstabensinn des Wortes wegbleiben, ohne daß der innere Sinn zerrissen würde, und darum ist durch eine Fügung der göttlichen Vorsehung des Herrn das Wort so unversehrt [integrum] erhalten worden bis auf jedes Wort und jedes Häkchen herab, N. 7955. Unzählige Dinge liegen in den Einzelnheiten des Wortes, N. 6617. 6620. 8920. und in jedem Wort, N. 1889. Unzähliges liegt im Gebete des Herrn, und in dessen Einzelnem, N. 6619. und in den zehn Geboten, in deren äußerem Sinne jedoch auch Einiges ist, was jedem Volk ohne Offenbarung bekannt ist, N. 8867. 8900.

Im Worte, besonders dem prophetischen Theil, kommen zweierlei Ausdrücke, gleichsam als Bezeichnungen derselben Sache vor, allein der eine bezieht sich auf das Gute, der andere auf das Wahre, somit [der eine] auf das Geistige, und [der andere] auf das Himmlische, N. 683. 707. 2516. 8339. Im Wort ist Wahres und Gutes wunderbar verbunden, und diese Verbindung ist nur dem sichtbar, der den innern Sinn kennt, N. 10554. und so ist im Wort und in dessen Einzelntheilen die göttliche Ehe und die himmlische Ehe, N. 683. 793. 801. 2173. 2516. 2712. 5138. 7022. Die göttliche Ehe, welche ist die Ehe des Göttlich Guten und des Göttlich Wahren, somit der Herr, in Welchem Allein diese Ehe ist, N. 3004. 3005. 3009. 5138. 5194. 5502. 6343. 7945. 8339. 9263. 9514. Durch Jesus wird das Göttlich Gute und durch Christus das Göttlich Wahre bezeichnet, und durch beide die Göttliche Ehe im Himmel, welche die Ehe des Göttlich Guten und des Göttlich Wahren ist, N. 3004. 3005. 3009. Diese Ehe ist im Einzelnen des Wortes in dessen innerem Sinn, somit der Herr in Rücksicht des Göttlich Guten und des Göttlich Wahren, N. 5502. Die Ehe des Guten und Wahren vom Herrn im Himmel und in der Kirche ist was die himmlische Ehe heißt, N. 2508. 2618. 2803. 3004. 3211. 3952. 6179. In dieser Beziehung ist das Wort gleichsam der Himmel, N. 2173. 10126. Der Himmel wird im Wort einer Ehe verglichen, in Folge der Ehe des Guten und Wahren in ihm, N. 2758. 3132. 4434. 4835.

Der innere Sinn ist die eigentliche Lehre der Kirche, N. 9025. 9430. 10400. Die, welche das Wort nach dem innern Sinne verstehen, kennen die eigentliche wahre Lehre der Kirche, weil der innere Sinn diese enthält, N. 9025. 9430. 10400. Das Innere des Wortes ist auch das Innere der Kirche, wie auch das Innere des Gottesdienstes, N. 10460. Das Wort ist die Lehre der Liebe zum Herrn und der Liebethätigkeit gegen den Nächsten, N. 3419. 3420.

Das Wort im Buchstaben ist wie eine Wolke, und im innern Sinn ist die Herrlichkeit, Vorw. zu Kap. 18. der Genes. N. 5922. 6343. wo erklärt wird, daß der Herr kommen wollte in den Wolken des Himmels mit Herrlichkeit. Wirklich bezeichnet auch im Wort die Wolke das Wort im Buchstabensinn, und die Herrlichkeit das Wort im innern Sinn, Vorw. zu Kap. 18. der Genes. N. 4060. 4391. 5922. 6343. 6752. 8106. 8781. 9430. 10551. 10574. Die Dinge, welche im Buchstabensinn sind, verhalten sich zu denen, welche im innern Sinn sind, wie die formlos hingeworfenen Dinge um einen geschliffenen optischen Cylinder her, aus welchem jedoch im Cylinder das schöne Bild eines Menschen dargestellt wird, N. 1871. Es wurden im andern Leben Solche, welche bloß den Buchstabensinn des Wortes wollen und anerkennen, durch ein häßliches altes Weib im Bilde dargestellt, diejenigen hingegen, welche zugleich auch den innern Sinn [anerkennen], durch eine geschmackvoll gekleidete Jungfrau, N. 1774. Das Wort in seinem ganzen Umfang ist ein Bild des Himmels, weil das Wort das Göttliche Wahre ist, und das Göttliche Wahre den Himmel macht, und weil der Himmel Einen Menschen vorstellt, so ist das Wort in dieser Beziehung wie ein Menschenbild, N. 1871. Daß der Himmel in Einer Zusammenfassung Einen Menschen darstellt, sehe man in dem Werke von dem Himmel und der Hölle, N. 59 bis 67. und daß das vom Herrn ausgehende Göttliche Wahre den Himmel macht, N. 126 bis 140. 200 bis 212. Das Wort stellt sich schön und lieblich dar vor den Engeln, N. 1767. 1768. Der Buchstabensinn ist gleichsam der Leib, und der innere Sinn ist gleichsam die Seele dieses Leibes, N. 8943. Daher hat das Wort Leben aus dem innern Sinn, N. 1405. 4857. Das Wort ist rein im innern Sinn, und erscheint nicht so im Buchstabensinn, N. 2362. 2595. Das, was im Buchstabensinn des Wortes liegt, ist rein vom Innern her, N. 10126. 10728.

In den historischen Theilen des Wortes ist auch ein innerer Sinn, aber inwendig in ihnen, N. 4989. Die geschichtlichen Theile des Wortes enthalten also eben so wohl, als die prophetischen, Geheimnisse des Himmels, N. 755. 1659. 1709. 2310. 2333. Die Engel verstehen sie nicht historisch, sondern geistig, N. 6884. Die inwendigen Geheimnisse, welche in den geschichtlichen Theilen sind, liegen dem Menschen weniger offen zu Tage, als in den prophetischen, Ursache hievon, N. 2176. 6597.

Wie der innere Sinn des Wortes weiter beschaffen ist, gezeigt, N. 1756. 1984. 2004. 2663. 3035. 7089. 10604. 10614. beleuchtet durch Vergleichungen, N. 1875.

Druckseiten 229–233 im Original

261. Das Wort ist in Entsprechungen, und so in Vorbildendem geschrieben. Das Wort ist seinem Buchstabensinn nach in bloßen Entsprechungen geschrieben, somit in Solchem, was die geistigen Dinge, welche die des Himmels und der Kirche sind, vorbildet und bezeichnet, N. 1404. 1408. 1409. 1540. 1619. 1659. 1709. 1783. 2179. 2763. 2899. Dies ist um des innern Sinns im Einzelnen willen geschehen, N. 2899. somit um des Himmels willen, weil die, welche im Himmel sind, das Wort nicht nach seinem Buchstabensinn, welcher natürlich, sondern nach dem innern Sinne verstehen, welcher geistig ist, N. 2899. Der Herr sprach in Entsprechungen, Vorbildungen und sinnbildlichen Bezeichnungen, weil aus dem Göttlichen, N. 9048. 9063. 9086. 10126. 10728. Der Herr sprach so vor der Welt und vor dem Himmel, N. 2553. 4807. 9048. 9063. 9086. Die Dinge, welche der Herr sprach, erfüllten den ganzen Himmel, N. 4657. Die historischen Theile des Wortes sind Vorbildungen, die Worte sinnbildliche Bezeichnungen, N. 1540. 1659. 1709. 1785. 2686. Das Wort konnte in keinem andern Styl geschrieben werden, wenn durch dasselbe eine Gemeinschaft und Verbindung mit dem Himmel sein sollte, N. 2899. 6943. 9481. In großem Irrthum sind die, welche das Wort seines einfältigen und scheinbar ungebildeten Styles wegen verachten, und denken, sie würden es annehmen, wenn es in anderem Styl geschrieben wäre, N. 8763. Auch die Schreibweise und der Styl der Urmenschen war die durch Vorbildungen und sinnbildliche Bezeichnungen, N. 605. 1756. 9942. Die alten Weisen hatten ihre Freude am Wort, weil in ihm Vorbildungen und sinnbildliche Bezeichnungen sind, aus Erfahrung, N. 2592. 2593. Wenn der Mensch der ältesten Kirche das Wort gelesen hätte, so würde er die im innern Sinn enthaltenen Dinge in Klarheit, und nur dunkel die im äußern Sinn enthaltenen gesehen haben, N. 4493. Die Söhne Jakobs wurden in das Land Kanaan hingeführt, weil in diesem Land alle Oerter von den ältesten Zeiten her zu vorbildenden geworden waren, N. 1585. 3686. 4447. 5136. 6516. und so zu dem Zweck, daß das Wort daselbst niedergeschrieben würde, in welchem die Oerter zu nennen waren um des innern Sinnes willen, N. 3686. 4447. 5136. 6516. Dennoch aber wurde das Wort dem äußern Sinne nach abgeändert dieses Volkes wegen, nicht aber dem innern Sinne nach, N. 10453. 10461. 10603. Damit man wisse, was und welcher Art die Entsprechungen und welcher Art die Vorbildungen im Worte sind, soll auch darüber noch etwas gesagt werden.

Alle Dinge, welche entsprechend sind, sind auch vorbildend und daher sinnbildlich bezeichnend, so daß die Entsprechungen und die Vorbildungen Eins sind, N. [2179.] 2896. 2897. 2973. 2987. 2989. 2990. 3002. 3225. Was Entsprechungen und Vorbildungen seien, aus Erfahrung und an Beispielen, N. 2763. 2987 bis 3002. 3213 bis 3226. 3337 bis 3352. 3472 bis 3485. 4218 bis 4428. 9280. Die Wissenschaft der Entsprechungen war die Hauptwissenschaft bei den Alten, N. 3021. 3419. 4280. 4749. 4844. 4964. 4966. 6004. 7729. 10252. besonders bei den Orientalen, N. 5702. 6692. 7097. 7779. 9391. 10252. 10407. in Aegypten noch mehr als bei andern, N. 5702. 6692. 7097. 7779. 9391. 10407. aber auch bei den Heiden, wie in Griechenland und anderwärts, N. 2762. 7729. Allein heut zu Tage zählt sie zu den verloren gegangenen Wissenschaften, besonders in Europa, N. 2894. 2896. 2994. 3630. 3632. 3747. 3748. 3749. 4581. 4966. 10252. Dennoch aber steht diese Wissenschaft über allen andern Wissenschaften, weil ohne sie das Wort nicht verstanden wird, und man ohne sie nicht weiß, was die Ritualien in der jüdischen Kirche bedeuten, von welchen im Worte gehandelt wird, noch weiß, wie der Himmel beschaffen ist, noch was das Geistige ist, noch wie es sich verhält mit dem geistigen Einfluß in das Natürliche, und so vieles Andere, N. 4280. und in den oben angeführten Stellen. Alle Dinge, welche bei den Engeln und Geistern erscheinen, sind Vorbildungen gemäß den Entsprechungen solcher Dinge, welche Gegenstände der Liebe und des Glaubens sind, N. 1971. 3213 bis 3226. 3475. 3485. 9481. 9574. 9576. 9577. Die Himmel sind voll von Vorbildungen, N. 1524. 1532. 1619. Die Vorbildungen sind um so schöner und vollkommener, je inwendiger sie in den Himmeln sind, N. 5475. Die Vorbildungen sind dort reelle Erscheinungen, weil sie von dem Lichte des Himmels herkommen, welches das Göttliche Wahre ist, und dieses ist das eigentlich Wesentliche der Existenz aller Dinge, N. 3485.

Die Ursache davon, daß Alles und Jedes, was in der geistigen Welt ist, in der natürlichen vorgebildet wird, ist die, daß das Innere sich mit Uebereinstimmendem bekleidet im Aeußern, durch das es sich sichtbar darstellt und erscheint, N. 6275. 6284. 6299. So bekleidet sich der Endzweck mit Uebereinstimmendem, um sich sichtbar darzustellen als Ursache in einer niedrigeren Sphäre, und hernach sich als Wirkung darzustellen in einer noch niedrigeren Sphäre; und wenn der Endzweck durch die Ursache zur Wirkung wird, dann wird er sichtbar oder erscheint vor den Augen, N. 5711. Dies wurde beleuchtet durch den Einfluß der Seele in den Leib, sofern nämlich die Seele mit Solchem im Leibe bekleidet wird, durch das alles, was sie denkt und will, erscheinen und sichtbar dargestellt werden kann; weßhalb das Denken, wenn es herabfließt in den Leib, dargestellt wird durch solche Geberden und Regungen, welche entsprechen, N. 2988. Deutlich stellen sich die Gefühle, die im Gemüthe sind, im Angesicht dar durch dessen verschiedene Mienen, so daß man sie in diesen sieht, N. 4791 bis 4805. 5695. Daraus geht offenbar hervor, daß in Allem und Jedem der Natur inwendig ein Endzweck und eine Ursache aus der geistigen Welt verborgen liegt, N. 3562. 5711. weil die Dinge, die in der Natur sind, die letzten Wirkungen sind, in welchen das Frühere liegt, N. 4240. 4959. 5051. 6275. 6284. 6299. 9216. Das Innere ist das, was vorgebildet wird, und das Aeußere das, was vorbildet, N. 4292.

Weil alle Dinge in der Natur Vorbildungen geistiger und himmlischer Dinge sind, so gab es in den Alten Zeiten Kirchen, in welchen alle äußern Dinge, nämlich die Ritualien, Vorbildungen waren; weßhalb diese Kirchen vorbildliche Kirchen genannt wurden, N. 519. 521. 2896. Die bei den Kindern Israels errichtete Kirche war eine vorbildliche Kirche, N. 1003. 2179. 10149. Alle Ritualien in ihr waren Aeußeres, durch welches das Innere, das zum Himmel und zur Kirche gehörte, vorgebildet wurde, N. 4288. 4874. Die Vorbildungen der Kirche und des Gottesdienstes hörten auf, als der Herr in die Welt kam, weil der Herr das Innere der Kirche aufschloß, und weil alle äußern Dinge der Kirche im höchsten Sinne sich auf Ihn bezogen, N. 4832.

Druckseiten 233–236 im Original

262. Vom buchstäblichen oder äußern Sinn des Wortes. Der Buchstabensinn des Wortes ist den Erscheinungen in der Welt gemäß, N. 589. 926. 2719. 2720. 1832. 1874. 2242. 2520. 2533. und nach der Fassungskraft der Einfältigen [eingerichtet], N. 2533. 9048. 9063. 9086. Das Wort im Buchstabensinn ist natürlich, N. 8783. und dies darum, weil das Natürliche das Letzte ist, in welches die geistigen und himmlischen Dinge sich endigen, und auf dem sie, wie ein Haus auf seinem Grunde, aufstehen; widrigen Falls wäre der innere Sinn ohne den äußern wie ein Haus ohne Grundlage, N. 9360. 9430. 9824. 9433. 10034. 10456. Weil das Wort ein solches ist, schließt es einen geistigen und einen himmlischen Sinn in sich, N. 9407. Und weil es von dieser Art ist, ist heilig Göttliches im Buchstabensinn nach Allem und Jedem in ihm, bis zu jedem Jota herab, N. 639. 680. 1869. 1870. 9198. 10321. 10657. Die für die Kinder Israels gegebenen Gesetze sind, obgleich abgeschafft, dennoch heiliges Wort, wegen des innern Sinnes in ihnen, N. 9211. 9259. 9349. Von den für die Israelitische und Jüdische Kirche, welche eine vorbildliche Kirche war, gegebenen Gesetzen, Rechten und Satzungen giebt es solche, welche noch in beiderlei Sinn, im Aeußern und Innern, Geltung haben; solche, welche nach dem äußern Sinn durchaus noch zu beobachten sind; solche, welche, wenn man will, noch in Anwendung gebracht werden können, und solche, welche ganz abgeschafft sind, wovon N. 9349. Das Wort ist Göttlich auch in Betreff der Dinge, welche abgeschafft sind, N. 10637.

Wie das Wort im Buchstabensinn beschaffen ist, wenn es nicht zugleich verstanden wird nach dem innern Sinne, oder, was dasselbe ist, nach der wahren Lehre aus dem Wort, N. 10402. Aus dem Buchstabensinn ohne den innern Sinn, oder ohne die echte Lehre aus dem Wort entspringen unzählige Irrthümer, N. 10400. Die, welche im Aeußern ohne das Innere sind, ertragen das Inwendige des Wortes nicht, N. 10694. Die Juden waren von dieser Art, und sind es auch heut zu Tage, N. 301. 302. 303. 3479. 4429. 4433. 4680. 4844. 4847. 10396. 10401. 10407. 10694. 10701. 10707.

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263. Der Herr ist das Wort. Im innersten Sinn des Wortes wird einzig vom Herrn gehandelt, und werden beschrieben alle Zustände der Verherrlichung Seines Menschlichen, das heißt, der Vereinigung mit dem Göttlichen selbst, und auch alle Zustände der Unterjochung der Höllen, und des Ordnens aller Dinge in denselben und in in den Himmeln, N. 2249. 7014. Sonach wird in diesem Sinn das ganze Leben des Herrn in der Welt beschrieben, und findet dadurch eine fortwährende Gegenwart des Herrn bei den Engeln Statt, N. 2523. Mithin ist Allein der Herr in dem Innersten des Wortes; und von daher stammt das Göttliche und Heilige des Wortes, N. 1873. 9357. Wenn der Herr sagt, die Schrift in Beziehung auf Ihn sei erfüllt, so bedeutet dies, daß alles, was im innersten Sinn ist, [erfüllt sei], N. 7933.

Das Wort bedeutet das Göttliche Wahre, N. 4692. 5075. 9987. Der Herr ist das Wort, weil Er das Göttliche Wahre ist, N. 2553. Der Herr ist das Wort, auch weil das Wort von Ihm ist, und von Ihm handelt, N. 2859. und zwar im innersten Sinn vom Herrn allein, somit der Herr selbst darin ist, N. 1873. 9357. und weil in Allem und Jedem des Wortes eine Ehe des Göttlichen Guten und des Göttlichen Wahren ist, N. 3004. 5502. Jesus ist das Göttliche Gute, und Christus das Göttliche Wahre, N. 3004. 3005. 3009. Das Göttliche Wahre ist das einzige Reale, und dasjenige, in dem es ist, welches aus dem Göttlichen ist, ist das einzige Substanzielle, N. 5272. 6880. 7004. 8200. Und weil das aus dem Herrn hervorgehende Göttliche Wahre das Licht im Himmel ist, und das Göttliche Gute die Wärme im Himmel ist, und weil aus diesen alles daselbst existirt, und weil durch den Himmel oder durch die geistige Welt die natürliche Welt existirt, so ist offenbar, daß alles, was erschaffen ist, aus dem Göttlich-Wahren, somit aus dem Wort erschaffen ist, nach jenen Worten bei Johannes: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort, und durch dasselbe ist alles gemacht, was gemacht ist: und das Wort ward Fleisch,“ [1, 1. 2. 3. 14.] N. 2803. 2894. 5272. 6880. Weiteres über die Schöpfung aller Dinge von dem Göttlichen Wahren, somit vom Herrn, sehe man im Werke von dem Himmel und der Hölle, N. 137. und noch vollständiger in den beiden Abschnitten desselben, N. 116 bis 125. und N. 126 bis 140.

Es geschieht eine Verbindung des Herrn mit dem Menschen durch das Wort, mittelst des innern Sinnes, N. 10375. Durch Alles und Jedes im Worte geschieht eine Verbindung, und in Folge dessen hat das Wort etwas Wunderbares vor jeder Schrift voraus, N. 10632. 10633. 10634. Seitdem das Wort geschrieben ist, redet der Herr durch dasselbe mit den Menschen, N. 10290.

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264. Von denen, welche gegen das Wort sind. Von denen, welche das Wort verachten, verhöhnen, lästern, und entweihen, N. 1878. Wie sie im andern Leben beschaffen sind, N. 1761. 9222. Sie stellen das Zähe [viscosa] im Blute dar, N. 5719. Wie große Gefahr mit der Entweihung des Wortes verbunden ist, N. 571. 582. Wie sehr es schadet, wenn Principien des Falschen, besonders solche, welche der Selbst- und der Weltliebe Vorschub leisten, durch das Wort begründet werden, N. 589. Die, welche in keiner Neigung zum Wahren um des Wahren willen sind, verwerfen den innern Sinn des Wortes ganz und gar, und haben Ekel vor demselben, aus Erfahrung, N. 5702. Von Einigen im andern Leben, welche das Inwendige des Wortes verworfen hatten, daß sie der Vernünftigkeit beraubt sind, N. 1879.

Druckseite 239 im Original

265. Weiteres von dem Worte. Das Wort bedeutet in der hebräischen Sprache mancherlei Dinge, nämlich die Rede, den Gedanken des Gemüthes, jegliches Ding, das wirklich existirt, dann auch Etwas, N. 9987. Das Wort bedeutet das Göttliche Wahre und den Herrn, N. 4692. 5075. 9987. Die Worte bedeuten Wahrheiten, N. 4692. 5075. Sie bedeuten Lehren, N. 1288. Die zehn Worte bedeuten alle Göttlichen Wahrheiten, N. 10688. Sie bedeuten Dinge, welche wirklich existiren, N. 1785. 5075. 5272.

Es giebt im Worte, besonders im Prophetischen, zwei Ausdrücke für dieselbe Sache, und zwar bezieht sich der eine auf das Gute, und der andere auf das Wahre, welche so verbunden werden, N. 683. 707. 2516. 8339. Welcher Ausdruck sich auf das Gute beziehe, und welcher auf das Wahre, kann man nur aus dem innern Sinn des Wortes wissen, weil es eigene Wörter giebt, durch welche die Dinge des Guten, und eigene, durch welche die Dinge des Wahren ausgedrückt werden, N. 795, 801. was so sehr der Fall ist, daß man schon allein an der Prädicatbeziehung erkennt, ob vom Guten, oder vom Wahren gehandelt wird, N. 2722. Zuweilen schließt auch der eine Ausdruck das Allgemeine in sich, und der andere eine Bestimmung des Allgemeinen, N. 2212. Es giebt auch eine Art von Reciprocation im Wort, wovon N. 2240. a. E. Die meisten Dinge im Worte haben auch einen entgegengesetzten Sinn, N. 4816. Der innere Sinn folgt in der Weise des Prädicats seinem Subject, N. 4502.

Die, welche ihre Freude am Worte hatten, empfangen im andern Leben eine Wärme des Himmels, der die himmlische Liebe innewohnt, je nach der Qualität und Quantität der aus der Liebe stammenden Freude, N. 1773.

Druckseiten 239–240 im Original

266. Welche sind die Bücher des Wortes? Bücher des Wortes sind alle die, welche einen innern Sinn haben; die aber, welche keinen haben, sind nicht Wort. Die Bücher des Wortes im Alten Testamente sind: die fünf Bücher Mosis, das Buch Josua's, das Buch der Richter, die zwei Bücher Samuel's, die zwei Bücher der Könige, die Psalmen Davids, die Propheten, Jesajas, Jeremias, die Klaglieder, Ezechiel, Daniel, Hosea, Joel, Amos, Obadia, Jona, Micha, Nahum, Habakuk, Zephania, Haggai, Zacharias, Malachias, und im Neuen Testament: die vier Evangelisten, Matthäus, Marcus, Lucas, Johannes; und die Apokalypse. Die übrigen haben keinen innern Sinn, N. 10325.

Druckseiten 240–241 im Original