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159. Wer selig werden will, muß seine Sünden bekennen, und Buße thun.
160. Die Sünden bekennen, heißt das Böse erkennen, es bei sich sehen, es anerkennen, sich für schuldig erklären, und deshalb sich verdammen: wenn dies vor Gott geschieht, so heißt es die Sünden bekennen.
161. Buße thun heißt, nachdem man so die Sünden bekannt, und aus demüthigem Herzen um Vergebung gebeten hat, von ihnen abstehen, und ein neues Leben nach den Geboten der Liebethätigkeit und des Glaubens führen.
162. Wer nur im Allgemeinen anerkennt, daß er ein Sünder sei, und sich für schuldig alles Bösen erklärt, ohne sich zu prüfen, das heißt, ohne seine Sünden zu sehen, thut zwar ein Bekenntniß, aber kein Bekenntniß der Buße; ein Solcher lebt, weil er sein Böses nicht kennt, nachher wie zuvor.
163. Wer ein Leben der Liebethätigkeit und des Glaubens lebt, der thut täglich Buße, er denkt über das Böse bei sich nach, erkennt es an, hütet sich vor demselben, und bittet den Herrn um Hülfe: denn von sich aus fällt der Mensch fortwährend, allein aus dem Herrn wird er fortwährend aufgerichtet, und zum Guten geführt; dies ist der Zustand derer, die im Guten sind: die aber im Bösen sind, fallen fortwährend, und werden auch fortwährend vom Herrn erhoben, aber bloß abgelenkt, damit sie nicht in das schwerste Böse fallen, zu dem sie aus sich mit aller Gewalt hinstreben.
164. Ein Mensch, der sich prüft, um Buße zu thun, muß seine Gedanken und die Absichten seines Willens erforschen, und in diesen, was er thun würde, wenn es ihm erlaubt wäre, das heißt, wenn er die Gesetze und den Verlust des guten Namens, der Ehre und des Gewinnes nicht zu fürchten hätte; in jenen ist das Böse des Menschen; das Böse, das der Mensch mit dem Leibe thut, stammt alles von daher: die, welche das Böse ihres Denkens und Wollens nicht erforschen, können nicht Buße thun, denn sie denken und wollen nachher wie zuvor; und doch ist das Böse wollen so viel als es thun, dies heißt sich prüfen.
Druckseiten 150–151 im Original
165. Die Buße des Mundes und nicht zugleich des Lebens ist keine Buße; in Folge der Buße des Mundes werden die Sünden nicht vergeben, sondern in Folge der Buße des Lebens; zwar werden dem Menschen die Sünden fortwährend vom Herrn vergeben; denn Er ist die Barmherzigkeit selbst, allein die Sünden hängen dem Menschen an, wie fest er auch glaubt, sie seien vergeben, und sie werden nicht von ihm entfernt, außer durch ein Leben gemäß den Geboten des wahren Glaubens; in wie weit er nach diesen lebt, in so weit werden sie entfernt, und in wie weit sie entfernt werden, in so weit werden sie vergeben.
166. Man glaubt, die Sünden werden, wenn sie vergeben werden, abgestreift, oder, wie die Unreinigkeiten mit Wasser abgewaschen; allein die Sünden werden nicht abgestreift, sondern entfernt, das heißt, der Mensch wird von ihnen abgehalten, wenn er vom Herrn im Guten gehalten wird, und wenn er im Guten gehalten wird, so scheint es, als ob er ohne sie sei, somit als wären sie abgestreift; und der Mensch kann in so weit im Guten gehalten werden, als er umgebildet wird: wie der Mensch umgebildet wird, soll im folgenden Lehrstück von der Wiedergeburt gesagt werden. Wer glaubt, daß die Sünden anders vergeben werden, ist in großem Irrthum.
167. Die Zeichen, daß die Sünden vergeben, das heißt, entfernt sind, sind folgende: man empfindet seine Lust darin, Gott zu verehren um Gottes, und dem Nächsten zu dienen um des Nächsten willen, somit das Gute zu thun um des Guten, und das Wahre zu reden um des Wahren willen; man will nicht verdienen durch irgend etwas von Liebethätigkeit und Glauben; man flieht und verabscheut das Böse, als da sind Feindschaft, Haß, Rache, Ehebruch, und schon die Gedanken daran mit der Richtung auf dergleichen. Die Zeichen hingegen, daß die Sünden nicht vergeben, das heißt, entfernt sind, sind folgende: man verehrt Gott nicht um Gottes, und dient dem Nächsten nicht um des Nächsten willen, thut also das Gute nicht um des Guten, und redet das Wahre nicht um des Wahren, sondern um seiner selbst und der Welt willen; durch seine Handlungen will man verdienen; man empfindet keine Unlust am Bösen, als an Feindschaft, an Haß, an Rache, an Ehebrüchen, und denkt von diesen aus völlig ungescheut über dergleichen.
Druckseiten 151–152 im Original
168. Die Buße, die im Zustand der Freiheit geschieht, hat Kraft, hingegen die, welche im Zustand des Zwanges geschieht, hat keine Kraft: Zustände des Zwanges sind die Zustände der Krankheit, der Zustand der Entmuthigung in Folge von Unglück, der Zustand des herannahenden Todes, dann auch jeder Zustand von Furcht, der den Gebrauch der Vernunft wegnimmt: wer böse ist, und im Zustand des Zwanges Buße gelobt, und auch Gutes thut, der kehrt, wenn er in den Zustand der Freiheit kommt, in das frühere Leben des Bösen zurück: anders der Gute.
169. Nachdem der Mensch sich geprüft, und seine Sünden anerkannt, und Buße gethan hat, soll er im Guten beständig verharren bis an's Ende seines Lebens; denn wenn er nachher wieder in das frühere Leben des Bösen zurückfällt, und dieses umfaßt, so entweiht er; denn alsdann verbindet sich Böses mit Gutem, und in Folge dessen wird sein späterer Zustand schlimmer als der frühere, nach den Worten des Herrn: „Wenn der unreine Geist vom Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe, aber findet sie nicht; da spricht er dann: Ich will zurückkehren in mein Haus, von dem ich ausgegangen bin; und wenn er nun kommt, so findet er es leer, und gefegt, und (für ihn) geschmückt; dann gehet er hin, und nimmt sieben andere Geister zu sich, noch schlimmer als er selbst, und sie fahren ein, und wohnen daselbst, und es wird das Letzte des Menschen schlimmer als das Erste,“ Matth. 12, 43. 44. 45. Was die Entweihung sei, sehe man in dem nun Folgenden.
Aus den Himmlischen Geheimnissen.
Druckseiten 152–153 im Original
170. Von der Sünde oder dem Bösen. Es giebt unzählige Gattungen des Bösen und Falschen, N. 1188. 1212. 4818. 4822. 7574. Es giebt Böses aus Falschem, es giebt Falsches aus Bösem, und wieder daraus Böses und Falsches, N. 1679. 2243. 4818. Was und wie beschaffen das Böse des Falschen sei, N. 2408. 4818. 7272. 8265. 8279. und was und wie beschaffen das Falsche des Bösen sei, N. 6359. 7272. 9304. 10302. Von dem selbstverschuldeten Bösen und von dem nicht selbstverschuldeten Bösen, N. 4171. 4172. Von dem Bösen aus dem Verstand, und von dem Bösen aus dem Willen, N. 9009. Die Pflichtverletzung [praevaricatio], die Unbilligkeit [iniquitas], und die Sünde, welcher Unterschied [zwischen denselben], N. 6563. 9156.
Alles Böse hängt dem Menschen an, N. 2116. Das Böse kann von dem Menschen nicht weggenommen, sondern der Mensch kann nur von demselben abgehalten, und im Guten gehalten werden, N. 865. 868. 887. 894. 1581. 4564. 8206. 8393. 8988. 9014. 9333. 9446. 9447. 9448. 9451. 10057. 10109. Das vom Bösen abgehalten werden und das im Guten gehalten werden wird allein vom Herrn bewirkt, N. 929. 2406. 8206. 10109. So werden denn das Böse und die Sünden bloß entfernt, und dies geschieht nach und nach, N. 9334. 9335. 9336. Dies geschieht vom Herrn durch die Wiedergeburt, N. 9445. 9452. 9453. 9454. 9938. Das Böse verschließt dem Herrn den Zutritt, N. 5696. Der Mensch muß vom Bösen abstehen, um das Gute vom Herrn aufnehmen zu können, N. 10109. Das Gute und das Wahre fließen in so weit ein, als man vom Bösen absteht, N. 2388. 2411. 10675. Das vom Bösen abgehalten und im Guten gehalten werden ist die Sündenvergebung, N. 8391. 8393. 9014. 9444 bis 9450. Die Zeichen, ob die Sünden vergeben sind, oder nicht, N. 9449. 9450. [Eigenschaft] der Sündenvergebung ist, [die Dinge] aus dem [Gesichtspunkte des] Guten und nicht aus dem [des] Bösen anzusehen, N. 7697.
Das Böse und die Sünde ist ein Sich Abtrennen und Abwenden vom Herrn, und dies ist es, was durch das Böse und die Sünde im Worte bezeichnet wird, N. 4997. 5229. 5474. 5746. 5841. 9346. Ferner ist es und wird dadurch bezeichnet eine Abtrennung und Abwendung vom Guten und Wahren, N. 7589. Es ist und bezeichnet das, was gegen die göttliche Ordnung ist, N. 4839. 5076. Das Böse ist Verdammniß und Hölle, N. 3513. 6279. 7155. Man weiß nicht, was die Hölle ist, wenn man nicht weiß, was das Böse ist, N. 7481. Das Böse ist gleichsam Schweres, und fällt von selbst in die Hölle, und auch das Falsche aus dem Bösen, N. 8279. 8298. Man weiß nicht, was das Böse ist, wenn man nicht weiß, was die Liebe zu sich und Liebe zur Welt ist, N. 4997. 7178. 8518. Aus diesen Liebearten stammt alles Böse, N. 1307. 1308. 1321. 1594. 1691. 3413. 7255. 7376. 7488. 7489. 8318. 9335. 9348. 10038. 10742.
Die Menschen, so viele ihrer sind, werden in Böses aller Art geboren, so sehr, daß ihr Eigenes nichts als Böses ist, N. 210. 215. 731. 874. 875. 876. 987. 1047. 2307. 2308. 3518. 3701. 3812. 8480. 8550. 10283. 10284. 10731. Der Mensch muß daher wiedergeboren oder wiedergezeugt werden, damit er das Leben des Guten in sich aufnehme, N. 3701.
Der Mensch wirft sich selbst in die Hölle, wenn er das Böse mit Zustimmung, hernach mit Vorsatz, und zuletzt mit Lust thut, N. 6205. Im Falschen ihres Bösen sind die, welche im Bösen des Lebens sind, mögen sie sich dessen bewußt sein, oder nicht, N. 7577. 8094. Dem Menschen würde das Böse nicht angeeignet werden, wenn er glaubte, wie sich die Sache wirklich verhält, daß nämlich alles Böse aus der Hölle kommt, und alles Gute vom Herrn, N. 6206. 4151. 6324. 6325. Im andern Leben wird das Böse von den Guten entfernt, und das Gute von den Bösen, N. 2256. Im andern Leben werden Alle in ihr Inwendiges zurückversetzt, somit die Bösen in ihr Böses, N. 8870.
Im andern Leben wohnt dem Bösen seine Strafe, und dem Guten seine Belohnung inne, N. 696. 967. 1857. 6559. 8214. 8223. 8226. 9049. Der Mensch bußt im andern Leben keine Strafe wegen des anererbten Bösen, weil er nicht daran schuld ist, sondern wegen seines wirklichen Bösen, N. 966. 2308. Das Inwendige des Bösen ist unrein und garstig, wie sehr es auch in der äußern Form anders erscheint, N. 7046.
Das Böse wird im Worte dem Herrn zugeschrieben, während doch von Ihm nichts als Gutes kommt, N. 2447. 6071. 6991. 6997. 7533. 7632. 7679. 7926. 8227. 8228. 8632. 9306. Ebenso Zorn, N. 5798. 6997. 8284. 8483. 9306. 10431. Warum im Worte so gesagt wird, N. 6071. 6991. 6997. 7643. 7632. 7679. 7710. 7926. 8282. 9010. 9128. Was durch „die Missethat tragen,“ wo vom Herrn die Rede ist, bezeichnet wird, N. 9937. 9965. Der Herr wendet das Böse zum Guten bei den Guten, die feindlich angegriffen und versucht werden, N. 8631. Dem Menschen überlassen, nach seiner Freiheit [auch] Böses zu thun, heißt zulassen, N. 10778. Das Böse und Falsche wird durch die Gesetze der Zulassung vom Herrn gelenkt, und wird zugelassen um der Ordnung willen, N. 7877, 8700. 10778. Die Zulassung des Bösen von Seiten des Herrn ist nicht die des Wollenden, sondern die des nicht Wollenden, wobei aber, weil der Endzweck drängt, nicht Hülfe geleistet werden kann, N. 7877.
Druckseiten 153–156 im Original
171. Vom Falschen. Es giebt unzählige Gattungen des Falschen, nämlich eben so viele als Böses, und das Böse und das Falsche verhalten sich gemäß den Entstehungsgründen, deren es viele giebt, N. 1188. 1212. 4729. 4822. 7574. Es giebt Falsches aus Bösem oder Falsches des Bösen, und es giebt Böses aus Falschem oder Böses des Falschen, und wieder Falsches daraus, N. 1679. 2243. Aus dem Falschen, das als Princip angenommen wird, fließt Falsches in langer Reihenfolge herab, N. 1510. 1511. 4717. 4721. Es giebt Falsches aus den Begierden der Selbst- und der Weltliebe; und es giebt Falsches aus den Täuschungen der Sinne, N. 1295. 4729. Es giebt Falsches der Religion; und es giebt Falsches der Unwissenheit, N. 4729. 8318. 9258. Es giebt Falsches, in dem Gutes ist, und Falsches, in dem nicht Gutes ist, N. 2863. 9304. 10109. 10302. Es giebt Verfälschtes, N. 7318. 7319. 10648.
Von dem Falschen des Bösen, wie es beschaffen sei, N. 6359. 7272. 9304. 10302. Von dem Bösen des Falschen, wie es beschaffen sei, N. 2408. 4818. 7272. 8265. 8279. Das Falsche aus dem Bösen erscheint wie Regenwolken, und wie unreine Wasser über den Höllen, N. 8217. 8158. 8148. Solche Wasser bedeuten auch wirklich Falsches, N. 739. 790. 7307. Die, welche in der Hölle sind, reden Falsches aus Bösem, N. 1695. 7351. 7352. 7357. 7592. 7699, Die, welche im Bösen sind, können, wenn aus sich, nichts als Falsches denken, N. 7437.
Es giebt Falsches der Religion, das mit dem Guten übereinstimmt, und es giebt solches, das nicht übereinstimmt, N. 9258. Das Falsche der Religion bringt, wenn es mit dem Guten nicht übereinstimmt, nur bei denjenigen Böses hervor, die im Bösen des Lebens sind, 8318. Das Falsche der Religion wird nicht zugerechnet denen, die im Guten sind, sondern denen, die im Bösen sind, N. 8051. 8149. Alles Falsche kann begründet werden, und wenn es begründet ist, erscheint es wie Wahres, N. 5033. 6865. 8521. 8780. Man muß sich hüten, das Falsche der Religion zu begründen, weil von daher hauptsächlich Befestigung im Falschen [persuasio falsi] kommt, N. 845. 8780. Wie verderblich die Selbstbestärkung im Falschen [persuasio falsi] ist, N. 794. 806. 5096. 7686. Die Selbstbestärkung im Falschen regt fortwährend Gründe für das Falsche [confirmantia falsi] auf, N. 1510. 1511. [1675.] 2477. Die, welche in der Selbstbestärkung für das Falsche sind, sind inwendig gebunden, N. 5096. Die, welche in starker Selbstberedung für das Falsche [in forti persuasivo falsi] sind, verschließen, wenn sie sich im andern Leben Andern nähern, ihre Vernunft, und ersticken sie gleichsam, N. 5895. 5128.
Die nicht echten Wahrheiten, und selbst Falsches, können den echten Wahrheiten beigesellt werden, Falsches jedoch, in welchem Gutes ist, nicht aber Falsches, in welchem Böses ist, N. 3470. 3471. 4551. 4552. 7344. 8149. 9298. Falsches, in welchem Gutes ist, wird vom Herrn als Wahres angenommen, N. 4736. 8149. Gutes, das seine Beschaffenheit vom Falschen her hat, wird vom Herrn angenommen, wenn Unkunde dabei ist, und in dieser Unschuld, und der Zweck ein guter ist, N. 7887.
Das Böse verfälscht das Wahre, und wendet das Wahre zum Bösen hin, und paßt es dem Bösen an, N. 8094. 8149. Verfälschtes Wahre heißt dasjenige, das durch Begründungen dem Bösen angepaßt ist, N. [8062.] 8602. Das verfälschte Wahre ist wider das Wahre und Gute, N. [8062.] 8602. Weiteres über die Verfälschungen des Wahren, N. 7318. 7319. 10648.
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172. Von dem Entweihten [Profano] und der Entweihung, wovon oben N. 169. in der Lehre. Die Entweihung ist eine Vermischung des Guten und Bösen, und dann auch des Wahren und Falschen bei dem Menschen, N. 6548. Das Gute und Wahre, oder die heiligen Dinge der Kirche und des Wortes können nur Solche entweihen, welche dieselben zuerst anerkennen, sie glauben, und noch mehr, wenn sie nach denselben leben, nachher aber vom Glauben abtreten, jene Dinge nicht glauben, und sich und der Welt leben, N. 593. 1008. 1010. 1059. 3398. 3399. 3898. 4289. 4601. [8394.] 10284. 10287. Wer in der ersten Jugend die Wahrheiten glaubt, und nachher nicht glaubt, der entweiht nur leicht; wer hingegen in den Wahrheiten nachher sich bestärkt, und hernach sie wieder läugnet, der entweiht schwer, N. 6959. 6963. 6971. Auch die entweihen, welche die Wahrheiten glauben, und böse leben; ferner die, welche die Wahrheiten nicht glauben, und heilig leben, N. 8882. Wenn der Mensch, nachdem er Buße des Herzens gethan hat, in sein früheres Böse zurückfällt, so entweiht er, und sein späterer Zustand ist dann schlimmer als der frühere, N. 8394. In der Christenheit entweihen die, welche die heiligen Dinge des Wortes durch unreine Gedanken und Reden verunreinigen, N. 4050. 5390. Es giebt verschiedene Gattungen von Entweihungen, N. 10287.
Die heiligen Dinge können nicht entweiht werden von denen, welche sie nicht anerkannt hatten, noch weniger von denen, welche sie nicht kennen, N. 1008. 1010. 1059. 9188. 10287. Die, welche innerhalb der Kirche sind, können die heiligen Dinge entweihen, nicht aber die, welche außerhalb derselben sind, N. 2051. Die Heiden können, weil sie außerhalb der Kirche sind, und das Wort nicht haben, nicht entweihen, N. 1327. 1328. 2051. 2056. Auch die Juden können die inwendigeren heiligen Dinge des Wortes und der Kirche nicht [entweihen], weil sie dieselben nicht anerkennen, N. 6963. Darum wurden den Juden die inwendigeren Wahrheiten auch nicht aufgedeckt; denn wenn sie aufgedeckt und anerkannt worden wären, so würden sie dieselben entweiht haben, N. 3398. 3489. 6963. Die Entweihung wird verstanden unter den oben N. 169. angeführten Worten des Herrn, nämlich: „Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausfährt, so durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe, aber findet sie nicht; da spricht er dann: Ich will zurückkehren in mein Haus, von dem ich ausgegangen bin; und wenn er nun kommt, und findet es leer, und gefegt, und für ihn geschmückt, so geht er hin und gesellt sich sieben andere Geister bei, noch schlimmer als er selbst, und sie treten ein, und wohnen darin; und es wird dann das Spätere des Menschen schlimmer als sein Erstes,“ Matth. 12, 43. 44. 45: unter dem, daß der unreine Geist von dem Menschen ausfährt, wird verstanden die Buße dessen, der im Bösen ist; unter dem, daß er dürre Stätten durchwandelt, und keine Ruhe findet, wird verstanden, daß das Leben des Guten ihm ein solches ist; unter dem Haus, in das er, weil er es leer und für sich geschmückt findet, zurückkehrt, wird verstanden der Mensch selbst und sein Wille, sofern er ohne Gutes ist; unter den sieben Geistern, die er sich beigesellt, und mit denen er zurückkehrt, wird verstanden das mit Gutem verbundene Böse; unter seinem Zustand, der nun schlimmer ist als der frühere, wird die Entweihung [profanatio] verstanden; dieser Sinn ist der innere Sinn jener Worte; denn der Herr sprach in Entsprechungen. Aehnliches wird verstanden unter den Worten des Herrn an den, welchen Er heilte im Teiche Bethesda: „Siehe, du bist gesund geworden, sündige nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre (als zuvor),“ Joh. 5, 14. ferner unter folgenden Worten: „Er hat ihre Augen verblendet, und ihre Herzen verhärtet, damit sie nicht mit den Augen sehen, noch mit dem Herzen verstehen, und sich bekehren, und Ich sie heile,“ Joh. 12, 40. Sich bekehren und geheilt werden, heißt entweihen, was geschieht, wenn das Wahre und Gute anerkannt, und hernach verworfen wird; so wäre es, wie oben gesagt worden, gewesen, wenn die Juden sich bekehrt hätten, und geheilt worden wären.
Das Loos der Entweiher [oder Entheiliger] im andern Leben ist das allerschlimmste, weil das Gute und Wahre, das sie anerkannt hatten, bleibt, und auch das Böse und Falsche, und, da diese zusammenhängen, eine Zerreißung des Lebens erfolgt, N. 571. 582. 6348. Darum wird vom Herrn die größte Vorsorge getroffen, daß keine Entweihung Statt habe, N. 2426. 10287. Der Mensch wird deshalb von der Anerkennung und dem Glauben zurückgehalten, wenn er nicht bis an's Ende des Lebens darin verbleiben kann, N. 3398. 3402. Darum wird der Mensch lieber in Unwissenheit und in äußerlichem Gottesdienst gehalten, N. 301. 302. 303. 1327. 1328. Auch verbirgt der Herr das Wahre und Gute, das der Mensch durch Anerkennung in sich aufgenommen hat, in dessen Inwendigem, N. 6595.
Die tieferen Wahrheiten werden, damit sie nicht entweiht werden, nicht früher geoffenbart, als bis die Kirche an ihrem Ende ist, N. 3398. 3399. weshalb auch der Herr erst alsdann in die Welt kam, und die tieferen Wahrheiten aufschloß, als die Kirche völlig verwüstet war, N. 3398. Man sehe, was hierüber in dem Werkchen vom Letzten Gericht und vom zerstörten Babylonien N. 73. 74. angeführt worden ist.
Durch Babel wird im Worte die Entweihung des Guten, und durch Chaldäa die Entweihung des Wahren bezeichnet, N. 1182. 1283. 1295. 1504. 1306. 1307. 1308. 1321. 1322. 1326. Den verbotenen Graden oder den abscheulichen Ehebrüchen, von welchen im Worte die Rede ist, entsprechen diese Entweihungen, N. 6348. Die Entweihung wurde in der Israelitischen und Jüdischen Kirche vorgebildet durch das Essen des Blutes; weshalb dieses auch so streng verboten war, N. 1005.
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