oder von der persönlichen und sichtbaren Wiederkunft des Herrn, wann, wie und wo? Folgt nun zunächst wieder wie in der ersten Auflage ein sachgemäßer
Auszug aus der eingehenden Kundgabe der Borkommmisse, Lehren und Taten des HErrn als Jesus, während der Zeit Seines öffentlichen Lehramtes — wie solches in dem großen Evangelium Johannes zu finden ist, wo Er Sich auch schon öfter über das vorliegende Thema zu Seinen Jüngern wie folgt äußerte. —
Empfaugen durch Jakob Lorber.
Ich — der Herr — sage zu ihm (dem Römischen Obersten und Festungs-Kommandanten):
Gut so, Mein Freund; so du aber auf diese Weise zum Lichte gelangen wirst, so laß dies dein Licht auch deinen Brüdern leuchten, und du wirst dir damit einen Lohn im Himmel bereiten. Nun aber begeben wir uns nach Sichar, daselbst Ich auch noch Einiges zu verrichten habe. —
Es wird nun der Weg angetreten, und der Oberste samt dessen geheiltem Weibe und zweien feiner ersten Unterkommandanten begleiten Mich; der Oberste und dessen Weib aber nehmen den Jonael — Oberpriester in Sichar — in ihre Mitte und besprechen sich mit ihm, und befragen ihn über Verschiedenes der jüdischen Religion und was darin auf Mich Vezug hätte, und der im ersten Dörflein geheilte Gichtbrüchige nimmt einen alleraufmerksamsten Teil an solcher Unterredung. Ich aber gehe unter den sieben Töchtern Jongels und dessen Weibe. — Diese befragen Mich auch um so Manches, was da etwa in Kürze über die Welt, über Jerusalem und über Rom kommen werde? — Und Ich gebe ihnen Autwort, und zeige ihnen, wie in Kürze der geheime Fürst der Welt gerichtet werde, und kurz darauf Alles, was seines Anhanges ist. Zugleich zeige Ich ihnen auch das Ende der Welt“) und ein allgemeines Gericht gleich dem zu den Zeiten Noa's; und sie fragen Mich voll tiefen Staunens, wann und mie solches geschehen werde?! — Ich aber sage ihnen: Meine lieben Töchter! so wie es zu Noa's Zeiten war, so wird es auch dann sein; die Liebe wird abnehmen und völlig erkalten, der Glaube an eine aus den Himmeln an die Meuschen geoffenbarte reine Lebenslehre und Gotteserkenntnis wird in einen finstersten toten Aberglauben voll Lug und Trug verwandelt werden, die Machthaber werden sich der Menschen abermal wie der Tiere bedienen, und werden sie ganz kaltblütig und gewisfenlosest hinschlachten lassen, so sie sich nicht ohne alle Widerrede dem Willen der Glänzenden fügen werden. — Die Mächtigen werden die Armen plagen mit allerlei Druck und jeden freien Geist mit allen Mitteln verfolgen und unterdrücken, und dadurch wird eine Trübsal unter die Menschen kommen, wie auf der Erde noch nie eine war. Aber dann werden die Tage“) verkürzt werden der vielen Auserwählten wegen, die unter den Armen sich vorfinden werden; denn wo dies nicht geschähe, könuten sogar die Auserwählten zu Grunde gehen! — Es werden aber bis dahin von nun an noch tausend und nicht noch einmal wieder tausend Jahre vergehen! — Alsdann aber werde Ich dieselben Engel, so wie ihr sie nun hier sehet“ mit großen Ausrufsposaunen unter die armen Menschen fenden, diese werden die im Geiste tot gemachten Menschen der Erde gleichsam aus den Gräbern ihrer Nacht erwecken, und wie eine Feuersäule sich wälzet von einem Ende der Welt zum andern hin, werden diese viele Millionen Geweckten sich hinstürzen über all' die Weltmächte, und nicht wird ihnen Jemand mehr einen Widerstand zu leisten vermögen! — Von da an wird die Erde wieder zum Paradiese werden, und Ich werde leiten Meine Kinder rechten Weges immerdar. — Aber von da an nach einem Verlaufe von tausend Jahren wird der Fürst der Nacht einmal auf eine nur sehr kurze Zeit von sieben Jahren und etlichen Monden und Tageu der Zeit nach frei, feiner selbst willen, entweder zum gänzlichen Falle oder zur möglichen Wiederkehr. — — Im ersten Falle wird dann die Erde zu einem ewigen Kerker ihrem in nersten Teile
unter dem Ende der Welt wird hier nicht verstanden dus Zugrundegehen der Erde, sondern nur das Aukhören des llebergewichtes des Materialismus und dessen Herrschaft, als des Egoismus, der Herrschsucht ꝛc., und somit der Beginn des zur Geltung gelangenden Spiritualismus. d. h. einer positiv-geistigen Lebensanschauung, wie solche als Ideal in der reinen Lehre Jesu und Seinem Leben und Wirken gegeben ist. D. Hsg.
) bedeutet wohl — dit Entwicklungs-Phasen? —
) es waren Engel sichtbar anwesend, d. h. in vollkommener Menscheuform materialisirte vollendete höchste Geister, als z. B. Gabriel, Raphael, Zuriel und Anbere (siehe Johs. 1, 51, wahrlich sage Ich euch — von nun an werdet iör den Himmel offen und die Engel Gottes herab und hinauf fahren sehen u. s. w.) D. Hsg.
nach umwandelt werden, aber die Außenerde wird ein Paradies verbleiben; im zweiten Falle aber würde die Erde zum Himmel umstaltet werden und der Tod des Fleisches und der Seele für ewig verschwindeu! — Wie aber Das und ob?! — Das darf voraus hin auch nicht einmal der erste Engel der Himmel wissen; das weiß allein der Vater! — Was Ich euch nun aber veroffenbaret habe, das saget vorher Niemanden, als bis ihr nach ein paar von Erdjahren werdet vernommen haben, daß Ich von der Erde erhöhet worden sei. — Da fragten aber die Töchter, worin solche Erhöhung bestehen werde? — Ich aber sage zu ihnen: So ihr davon hören werdet, werden eure Herzen wohl sehr traurig werden! — Aber dann tröstet euch mit dem, daß Ich nach dreien Tagen wieder in eurer Mitte Mich befinden und euch Selbst überbringen werde die große Best qatigung des neuen Testamentes und die Schlüssel zu Meinem ewigen Reiche! — Sehet aber zu, daß Ich euch dann so rein, wie ihr jetzt seid, antreffe, ansonst ihr nicht Meine Bräute für ewig werden könntet! —
Auf das geloben Mir die Töchter samt ihrer Mutter Alles auf das Geuaueste zu beobachten, was Ich ihnen geboten und geraten habe. — Vei dieser Gelegenheit erreichen wir auch die Stadt, und zwar gerade das Haus der Irhael (des Tags zuvor am Brunnen Jakobs erschienenen Weibes) und nun auch des Arztes Joram (ihres nun mit ihr ehelich verbundenen Maunes). Jairuth und der Oberste, so wie dessen Weib und die beiden Unter-Kommandanten können sich nicht genug erstaunen über dessen neue Schönheit, und der genesene Gichtbrüchige verwundert sich auch über alle Maßen, und sagt am Ende ganz laut: So was ist mir Gott allein möglich! — Ich habe als Kuabe oft in den zumeist verfallenen Gemäuern dieses Schlosses oder Hauses, das Jakob seinem Sohne Joseph erbauen ließ, mutwilligerweise Eidexen gefangen, — und nun stehet es also vollendet da,
wie es sicher von Jakob nicht vollendeter erbauet ward! — O das bringt keine menschliche Macht über Nacht zuwege! — Ich weiß es nun schon, wie Ich daran bin, und weiß auch, was ich tun werde. — Mein Name
ist Johannes, ꝛc. — Es ist dies derselbe Johannes, den später eiumal Meine Apostel, als Ich sie im zweiten Jahre das Volk zu belehren aussandte, bedrohten, weil auch er ohne ein ausdrückliches Gebot von Mir, in Meinem Namen die Menschen heilte und die bösen Geister austrieb. —
ne u K. 2 „% Weitere Kundgabe darüber bei einer anderen Gelegenheit.
So es auf der Erde einmal gar viele Epikure“) geben wird, dann wird auch bald ein allgemeines Weltgericht über alle Menschen auf dieser Erde von Gott aus zugelassen, und wir dann wohl sehen werden, ob sich danach wieder irgend Menschen erheben möchten, die mit dem Maßstabe in der Hand zu ihren Nebenmenschen zu sagen sich getraueten: „Sieh“, dieses große Stück Landes habe ich ausgemessen, die Greuzsteine ausgestellt, und erkläre es als mein völlig unantastbares Eigentum; und wer sich erfrechen würde, mir da etwas streitig zu machen oder nur zu sagen: Freund! da hat ein Jeder aus uns dasselbe Recht, so er nur die Macht und die Mittel dazu besitzt, dein dir eingebildetes Recht aus den Händen zu reißen! Den be- 9) d. f. Lebe-Männer und -Weiber, d. 5. blose Genutzmeuichen.“ strafe ich mit dem Tode. — Ich sage es euch: Da wird es nimmer einen solchen Menschen geben! — Denn so Ich zum andern Male auf diese Erde kommen werde, um Gericht zu halten über solche „Epikuräer“, und aber auch, um den Lohn des Lebens zu geben Jedem, der viel Elend und Not aus Liebe zu Gott und zum Rächsten erduldet und ertragen hat, dann soll Mir die Erde mit keinem Maßstabe mehr zu Jemands alleinigem Nutzen vermessen werden, sondern da man stehen wird, da wird man auch ernten und seine Bedürfnisse befriedigen können; und die Meuschen werden einander wohl unterstützen; aber Keiner wird sagen: Siehe, das ist mein Eigentum, und ich bin darüber ein Herr! — Denn dann werden die Menschen einsehen, daß Ich allein der Herr bin, sie Alle aber find Brüder und Schwestern. Es sollte wohl auch jetzt also unter den Menschen sein; doch in dieser Mittelbildungsperiode der Menschen, die noch nicht durch das große Lebensfeuer gereiniget find, wird das zugelassen bleiben, doch von jetzt an nicht mehr volle 2000 Jahre. Darauf aber wird der Geist bei den Menschen das große Uebergewicht überkommen, und man wird auf der Erde kein gemessenes Mein und Dein mehr sehen, noch davon reden. Ihr als nun Meine Freunde habet einen euch zugemessenen großen Landteil der Erde; fraget euch selbst, wer ihn euch in euer gesetzliches Eigentum zugemessen hat? — Und die Antwort wird sein: die von den Menschen gemachten Gesetze, und euer Geld und andere Schätze, denen eben nur wieder die Menschen einen eitlen Wert erteilt haben! Von Gott aus gehört die ganze Erde, sowie das im Anfange der Fall war, allen Menschen gleich; die Weisen sollten sie einteilen nach dem Bedarf der Menschen und sollten sie lehren, dieselbe zu bebauen, und die Früchte sollten dann von den Weisen zum Teile verteilt und der Ueberfluß in den dazu errichteten Kammern und Speichern aufbewahrt werden, auf daß Niemand in der Gemeinde Not zu leiden habe! — Aber so irgend die Reichen und Mächtigen Alles an sich ziehen, so müssen dadurch ja auch gar Viele tiefst verarmen und in allem Elende und großer Not ihr Leben dahinbringen, weil Alles nur den wenigen Reichen und Mächtigen, den Armen aber Nichts gehört, außer was ihnen die Reichen und Mächtigen für die für sie verrichtete schwere Arbeit kärglichst geben wollen?! — c. ꝛc. .
Darauf erhob sich der Wirt, der Vater des Cad o, und sagte: O Herr und Meister! wie wird es denn in jener Zeit ansfehen, von der Du gesagt haft, daß in ihr die Meuschen vor Deiner abermaligen Ankunft durchs Feuer werden geläutert werden, und was für ein Feuer wird das wohl sein? —
Sagte Ich: Ja Freund, das Feuer wird heißen große und allgemeine Not, Elend und Trübsal, wie die Erde eine größere noch nie gesehen hat; der Glaube wird erlöschen und die Liebe erkalten, und alle armen Geschlechter werden klagen und verschmachten, aber die Großen und Mächtigen und die Könige diefer Welt werden den Bittenden dennoch nicht helfen, ob des zu großen Hochmutes und daraus a uch ob der zu großen Härte ihres Herzens! — Also wird auch ein Volk sich erheben wider das andere, und wird es bekriegen mit Feuerwaffen. — Dadurch werden die Herrscher in große nnerschwingbare Schulden geraten, und werden ihre Untertanen mit unerschwingbaren Steuern quälen; es wird dadurch entstehen eine übermäßige Teuerung, Hungersnot, viele böse Krankheiten, Seuchen und Pestilenz nuter den Menschen, Tieren und sogar Pflanzen. — Auch werden da sein
große Stürme auf dem trocknen Lande und auf dem Meere, und Erdbeben,
und das Meer wird an vielen Orten die Ufer überfluten, und da werden
die Menschen in große Furcht und Angst versetzt werden vor der Erwartung
der Dinge, die da über die Erde kommen werden! — Das Alles wird darum zugelassen werden, um die Menschen von ihrem Hoch mute, ihrer Selbstsucht und von ihrer Trägheit abzuwenden. — Die Großen und sich mächtig Dünkenden werden mit der Langweile gezüchtiget werden, und durch sie, um dieser Qual los zu werden, zur Tätigkeit sich anzuschicken genötiget sein. Und siehe, das ist die erste Gattung des Feuers, durch das die Menschen für Meine abermalige Zukunft werden geläntert werden. Ju derselben Zeit aber wird auch das natürliche Feuer einen gewaltigen Dienst zu versehen bekommen; das Feuer wird die Schiffe auf allen Meeren mit mehr deun der Schnelligkeit der Winde herumtreiben, — auch werden die Menschen durch ihren scharfen Verstand eherne Wagen und Straßen machen, und statt der Zugtiere vor dem Wagen Feuer einspannen und mit dessen Gewalt schnell wie ein abgeschossener Pfeil über die Erde weit hinfahren. — Also werden sie auch den Blitz (Elektrizität) zu bannen verstehen, unnd denselben zum schuellsten Ueberbringer ihrer Wünsche und ihres Willens von einem Ende der Erde bis zum andern machen; und so sie, die stolzen und habgierigen Könige, mit einander Krieg führen werden, so wird dabei das Feuer auch den entscheidendsten Dienst zu versehen bekommen; denn durch seine Gewalt werden eherne Massen in Kugel- (und Cylinder-) Gestalt von großer Schwere in Blitzesschnelle gegen den Feind, gegen die Städte und Festungen geschleudert werden und große Verheerungen anrichten, und die erfinderischen Menschen werden mit diesen Waffen es so weit treiben, daß dann bald kein Volk gegen das audere mehr einen Krieg wird ausangen können. Tenn werden zwei Völker mit solchen Waffen sich anfallen, so werden sie sich auch bald bis auf den letzten Mann aufreiben, was gewiß keinem Teile einen wahren Sieg und Gewinn bringen wird; die Könige und ihre Heerführer werden Solches auch bald einsehen, und daher lieber in Frieden und guter Freundschaft sich vertragen; und wird sich irgend ein höchst stolzer und ehrgeiziger Störenfried erheben und gegen seinen Nachbarn ziehen, so werden sich die Friedli ebenden vereinen und ihn züchtigen. — Und auf diese Weise wird denn dann auch nach und nach der alte Friede sich unter den Völkern der Erde einstellen und dauernd befestigen.
So man nach dieser Meiner Gegenwart Eintausend, Achthundert und nahe Neunzig Jahre zählen wird, da wird es nahe keinen Krieg auf der Erde mehr geben, und um diese Zeit herum wird
auch Meine geistig persönliche Ankunft auf dieser Erde statt haben und die größte Klärung der Menschen anfangen.“) —
Unter den noch mehr wilden Völkern der Erde werden wohl noch Kriege
4) Dies sprach der HErr Jesus in Seinem etwa 32sten Jahre, und würde also diese Zahl zu der obigen zu addieren sein. was ergäbe — etwa 1920; welche Zahl auch mit anderswo gegebenen Winken (in Predigt von der Zerstörung Jerusalems) übereinstimmt, wo der HErr anno 1872 sagte, in etwa 50 Jahren werde das neut Reich beginnen (also etwa um 1920). D. Hsg.
vorkommen; aber sie werden auch unter ihnen bald zur Unmöglichkeit werden. Ich werde sie durch Meine gerechten Könige und Heerführer zu Paaren treiben und unter sie Mein Licht ausschütten lassen, und sie werden dann auch zu friedlichen und lichtfreundlichen Völkern umwandelt werden. Und sieh! — das ist die zweite Art des Feuers, durch das die Menschen werden geläutert werden.
Eine dritte Art Feuers aber wird darin bestehen, daß Ich schon etliche Hundert Jahre vorher stets heller erleuchtete Seher und Propheten und Knechte erwecken werde“), die in Meinem Namen die Völler aller Orten eben so klar und wahr über Alles belehren werden und dadurch befreien von allerlei Wahn, Trug und Lüge, die sieh durch die falschen Propheten und Priester sogar in Meinem Namen den Weg bahnen werden zu ihrem Untergange, und damit den bösen Anfang in nicht gar zu langer Zeit beginnen werden und hie und da schon in dieser Meiner Zeit begonnen haben. — Diese werden falsche Zeichen und Wunder gleich den heidnischen Priestern tun, und werden viele Menschen verführen und sich dabei große irdische Schätze, Reichtümer, Macht und ein großes Ansehen bereiten; aber durch das dritte Feuer und se in hell— stes Licht werden sie um Alles kommen und völlig zu Grunde gerichtet werden, und die Könige und Fürsten, die ihnen werden helfen wollen, werden dabei um alle ihre Macht, um ihr Vermögen und um ihre Throne kommen; denn Ich werde da Meine Könige und Heerführer wider sie erwecken und ihnen den Sieg verleihen, und so wird die alte Nacht der Hölle und ihrer Boten auf der Erde unker den Menschen ein Ende nehmen. — Wie aber diese Nacht nun in der heidnischen, blinden und sinnlosen Ceremonie, die man „Gottesdienst- nennt, bestehet, so wird sie auch in jenen Zeiten bestehen, aber durch die dritte Art des Feuers aus den Himmeln gänzlich zerstört und vernichtet werden; denn die Lüge wird den Kampf mit dem Lichte der Wahrheit aus den Himmeln eben so wenig siegreich zu bestehen im Stande sein, als die natürliche Nacht der aufgehenden Sonne Trotz bieten kann! — Sie muß fliehen in ihre finsteren Höhlen und Tiefen; und die einmal im Lichte stehen, werden die Nacht nicht mehr aufsuchen gehen.
Ich habe dir nun die dritte Art des auf die Finsternis der Menschen höchst zerstörend einwirkenden Feuers gezeigt, und so will Ich dir denn auch noch eine vierte Art des Feuers zeigen, durch das die Erde und die Menschen und die gesamte Kreatur bei Meiner zweiten Ankunft geläutert werden sollen; und diese Art Feuers wird bestehen in großen natürlichen Erdrevolutionen aller Art und Gattung, und zwar namentlich an jeuen Punkten der Erde, auf denen sich die Menschen zu große und prachtvolle Städte werden erbauet haben, darinnen herrschen wird der größte Hochmut, die Lieblosigkeit, böse Sitten, falsche Gerichte, Macht, Ansehen, Trägheit, dabei die größte Armut, allerlei Not und Elend, herbeigeführt durch das zu hoch emporgeschwungene Epikuräertum der Großen und Mächtigen. — In solchen Städten werden aus übertriebener Gewinnsucht auch allerlei Fabriken im größten Maßstabe errichtet werden und in ihnen an Stelle der Menschenhände arbeiten Feuer und Wasser, im Verbande mit tausenderlei
*) z. B. die Reformatoren, Böhme, Swedenborg, und nun „das Nene Licht“, und dazu das Licht der Wissenschaft. — D. Hsg.
lunstvollen aus Erz angefertigten Maschinen. Die Feuerung wird mittels der uralten Erdkohlen bewerkstelligt werden, welche die derzeitigen Menschen
in übergroßen Massen aus den Tiesen der Erde sich verschaffen werden. —
Wenn solches Tun und Trriben durch die Gewalt des Feuers einmal seinen höchsten Punkt wird erreicht haben, da wird sich denn auf solchen Punkten die Erdluft auch zu mächtig mit den brennenden Aetherarten er- füllen, die sich dann bald da und dort entzünden und solche Städte und Gegenden in Schutt und Asche verwandeln werden samt vielen ihrer Bewohner; und das wird dann wohl auch eine große und wirksame Läuterung sein. — Was aber das auf diese Art bewirkte Feuer nicht erreichen wird, das werden andere große Erdstürme aller Art und Gattung erreichen, wo es eben selbstverständlich nötig sein wird; denn ohne Not wird da nichts verbrannt und zerstört werden. Dadurch aber wird dann auch die Erdluft von ihren bösen Dünsten und Naturgeistern befreit werden, was dann auf alle andere Kreatur der Erde einen f egensre ichen Einfluß ausüben und auch der natürlichen Gesundheit der Menschen dahin dienen wird, daß alle die vielen und die bösen Leibeskrankheiten aufhören und die Menschen ein gesundes, kräftiges und hohes Alter werden erreichen können. — Weil die also geläuterten Menschen in Mein em Lichte stehen und lebendig und wahr die Gebote der Liebe für immerdar beobachten werden, so wird der irdische Grundbesitz auch so verteilt sein unter den Menschen, daß da Jedermann so viel haben wird, daß er bei einem rechten Fleiße nie eine Not leidet; und die Vorsteher der Gemeinden, so wie die Könige werden als völlig unter Meinem Willen und Lichte stehend dafür forgen, daß in ihrem Laude bei einem Volke nie ein Mangel sei; und Ich selbst werde bald da und bald dort die Menschen besuchen, und sie stärken und aufrichten, wo immer sie die größte Sehnsucht nach und die größte Liebe zu Mir haben werden. — Und mit Dem hast Du denn nun auch eine für euch Griechen wohl verstäudliche Antwort anf deine Frage; sie ist freilich eine Weissagung für eine noch ziemlich ferne Zukunft, die aber nicht unerfüllt bleiben wird; denn Alles kann eher vergehen, selbst diese Erde und der ganze sichtbare Himmel, als daß eines Meiner Worte und Verheißungen unerfüllt bliebe! — Hast Du das nun wohl verstanden? — Sagte der alte Wirt: Ja Herr und Meister, das haben wir Alle sicher ganz wohl verstanden. — ꝛc. ze. Aber da Du nun schon so gnädig warst und hast uns für völlig bestimmt zum Voraus angezeigt, daß Du noch ein zweites Mal persönlich auf diese Erde zu den Menschen für bleibend kommen werdest, so könnteft Du uns ja auch noch hinzu sagen: wo Du auf diefe Erde zu den Menschen wiederkommen werdest; — wie wird das Land, der Ort und das glückliche Volk heißen? — Sagte Ich: „Freund! — auf diese deine Frage kann Ich dir nun wohl keine für euch verständliche Antwort erteilen; denn es werden in jener Zeit gar viele neue Orte, Länder und Völker eutstehen, die jetzt noch keinen Namen haben. — Daß Ich aber nur in einem solchen Orte wieder zur Erde kommen werde, wo unter den Menschen noch der meiste und kebendigste Glaube und die meiste und wahrste Liebe zu Gott und den Nächsten bestehen wird, das kaunst du als ganz sicher und vollwahr annehmen und glauben. — Doch so Ich kommen werde, da werde Ich nicht allein, sondern all' die Meinen,
Nr. 21. Wiederkunft Christi. 25 die schon lauge in Meinem Himmelreiche bei Mir sein werden, diese werden mit Mir in übergroßen Scharen kommen und stärken ihre noch auf der Erde im Fleische wandelnden Brüder, und es wird also eine wahre Gemeinschaft zwischen den schon seligsten Geistern der Himmel und den Menschen d ieser Erde bestehen, was den derzeitigen Menschen sicher zum größten Troste gereichen wird“). — Und nun wisset ihr Alles, was euch zu wissen nötig war. Tuet darnach, so werdet ihr das ewige Leben ärnten; denn Ich werde euch erwecken am jüngsten Tage!“ — Da sagte Cado: O Herr und Meister! — Das geschähe dann ja schon morgen? Denn ein jeder Tag ist für uns ein jüngster. Sagte Ich: „Ich meine da keinen diesirdischen Tag, sondern einen geistigen im Jenseits; wann du den Leib wirst verlassen haben und eintreten in das Reich der Geister, dann auch wird das dein jüngster Tag sein, und Ich werde dich aus dem Gerichte der Materie erlösen, und dies ist das Erwecken am jüngsten Tage“ — ꝛc.
Ein andermal gab der SeErr Folgendes seinen Jüngern kund:
Nach solcher Beratung aber wandten sich die Jünger au Mich und sagten: Herr und Meister! — Du hast uns schon zu öfteren Malen gesagt, daß es uns gegeben sein solle, die Geheinmisse des Reiches Gottes wohl zu verstehen, und Du hast uns auch schon so Vieles überklar enthüllt, daß wir im Geiste Deine unendliche Schöpfung und noch tausenderlei Anderes wohl erkennen, wovon sich kein Weltweiser je einen Begriff gemacht hat, und sich auch durch sein eigenes Forschen und Suchen nie einen vollklaren Vegriff wird machen können, darum denn auch bis auf uns alles menschliche Wissen ein Stückwerk ist. — Sage uns denn auch einmal über Deine abermalige Wiederkunft etwas Bestimmtes! — In welcher Zeit wirst Du wiederkommen? und wo und wie? Denn uns dünkt es, daß auch das zum Verstehen der Geheimnisse des Reiches Gottes gehört? — Sagte Ich: „Auch das habe Ich euch schon mehrere Male ganz umständlich gezeigt; aber weil auch ihr von Meinem Geiste noch nicht völlig durchdrungen seid, so verstehet ihr das denn auch noch nicht in der rechten Tiefe. — Das Jahr, den Tag und die Stunde kann ich euch darum nicht fest bestimmen, weil das ja Alles auf dieser Erde von dem vollkommen freien Willen der Menschen abhängt. — Darum weiß das denn auch kein Engel im Himmel, sondern allein nur der Vater, und der auch, dem Eres offenbaren will. — Zudem ist das allergenauest zum Voraus zu wissen zum Heil der Seele durchaus nicht unumgänglich notwendig. — Wäre es wohl gut für den Menschen, so er den Tag und die Stunde seines Ablebens ganz genau zum Voraus wüßte? — Für sehr wenige im Geiste völlig Wiedergeborne ja; aber für zahllos Viele wäre das wohl ein großes Uebel! Denn die herannahende Stunde ihres Ablebens würde sie derart mit aller Furcht, Angst und Verzüeiflung erfüllen, daß sie entweder so zu Feinden des Lebens würden, daß sie sich vor der Zeit das Leben nähmen, um dadurch der Todesangst zu entgehen, oder sie würden in eine derartige Lebens- *) wie gnadenreich hat der HErr diese Wahrheit uun schon zu erf ut acdcanen . Hsg.
Textgrundlage: bereitgestellte historische Ausgabe. Originalscan · PDF-Seite 30 →
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