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Zur Erfüllung – Leseteil 4 – Der große Advent – Zur Wiederkunft Christi (1904)

Der große Advent – Zur Wiederkunft Christi (1904)

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„Ich werde bei Meiner zweiten Wiederkunft nicht mehr aus einem Weibe irgendwo wieder als Kind geboren werden; denn dieser Leib bleibet verklärt, so wie Ich als Geist in Ewigkeit, und so benötige Ich nimmerdar eines zweiten Leibes in der Art, wie du das gemeint hast. Ich aber werde zuerst unsichtbar kommen in den Wolken des Himmels, was so viel sagen will, als Ich werde vorerst Mich den Menschen zu nahen anfangen durch wahrhaftige Seher, Weise und neu erweckte Propheten, und es werden in jener Zeit auch Mägde weissagen, und die Jünglinge helle Träume haben, aus denen sie den Menschen Meine Ankunft verkünden werden, und es werden sie Viele anhören und sich bessern; aber die Welt wird sie für irrsinnige Schwärmer schelten und ihnen nicht glauben, wie das auch mit den Propheten der Fall war.“)

„Also werde Ich von Zeit zu Zeit Menschen erwecken, denen Ich alles Das, was jetzt bei dieser Meiner Gegenwart ist, geschieht und gesprochen wird, durch ihr Herz in die Feder sagen werde,“) und es wird dann das einfach Geschriebene auf eine eigene den derzeitigen Menschen wohlbekannte kunstvolle Art in einer ganz kurzen Zeit von einigen Wochen und Tagen in vielen Tausenden gleichlautenden Exemplaren können vervielfacht und also unter die Menschen gebracht werden; und die Menschen in jener Zeit, nahe durchgängig des Lesens und Schreibens wohl kundig, werden die neuen Bücher anch selbst wohl lesen und verstehen können. Und diese Art der Ausbreitung Meiner neu und rein wiedergegebenen Lehre aus den Himmeln wird dann um Vieles schneller und wirksamer zu allen Menschen auf der ganzen Erde können gebracht werden, denn also, wie jetzt durch die Boten in Meinem Namen von Munde zu Munde.

„Wenn auf diese Art Meine Lehre unter die Menschen, die eines guten Willens und tätigen Glaubens sein werden, wird gebracht sein, und zum wenigsten ein Dritteil der Menschen davon Kunde haben werden, so werde Ich denn auch hie und da persönlich und leibhaftig sichtbar zu Denen kommen, die Mich am meisten lieben und nach Meiner Wiederkunft die größte Sehnsucht und dafür auch den vollen und lebendigen Glauben haben werden; und Ich Selbst werde aus ihnen bilden Gemeinden, denen keine Macht der Welt mehr einen Trotz und Widerstand zu bieten vermögen wird; denn Ich werde ihr Heerführer und ihr ewig unüberwindlicher Held sein, und richten alle toten und blinden Weltmenschen; und also werde Ich die Erde reinigen von ihren alten Unflate.

*) siehe speziell Nr. 36 „Pfingstsegen.“ D. Osg.

*) wie dies nun in ganz besonders ausführlicher Weise seit 1840 der Fall ist. Man sehe das Verzeichnis dieser reichen Kundgaben in den neutheologischen Schriften. N D. Hsg.

„Zur Zeit der neuen Seher und Propheten aber wird eine große Trübsal und Bedrängnis unter den Meuschen sein, wie sie auf dieser Erde noch niemals da war; aber sie wird Meiner Ausgewählten wegen nur eine kurze Zeit dauern, auf daß diese an ihrer Seligwerdung nicht sollen einen Schaden erleiden. Doch in diesem Lande, wo Ich nun schon von einem Ort zum andern von den Juden des Tempels wie ein Verbrecher verfolgt werde, und das in jener Zeit von finsteren Heiden zertreten wird, werde Ich persönlich nicht wieder zuerst auftreten und lehren und trösten die Schwachen! Wohl aber in den Landen eines andern Weltteiles, die nun von den Heiden bewohnt werden, werde Ich ein neues Reich gründen, ein Reich des Friedens, der Eintracht, der Liebe und des fortwährend lebendigen Glaubens, und die Furcht vor dem Tode des Leibes wird nicht mehr sein unter den Menschen, die in Meinem Lichte wandeln und im beständigen Verkehr und Umgange stehen werden mit den Engeln des Himmels.“) Da hast du nun eine rechte Antwort auf deine Frage.“

Sagte der Schriftgelehrte: Asten, die alte Wiege der Menfchen und der vielen Segnungen Gottes, wird sonach nicht mehr das Glück haben, Dich in Deiner Wiederkunft auf diese Erde zu sehen und zu hören?! Das ist wahrlich keine freudige Kunde für diesen Weltteil.

Sagte Ich: „Die Erde ist allenthalben Mein, und Ich weiß, wo Orts Meine Wiederkunft für die ganze Erde am allerwirksamsten sein wird! In jener Zeit aber, in der sich die Menschen von einem Ende der Erde zum andern so schnell, wie da fährt ein Blitz aus der Wolke, werden verständigen und auf ehernen Straßen mit Benutzung der im Feuer und Wasser gebundenen Geister schneller die weitesten Strecken des Erdbodens überfahren können, als da der heftigste Sturm von einem Ende der Erde zum andern treibt, und auch die Schiffe mit Hilfe derselben Kräfte den ganzen Ozean in einer viel kürzeren Zeit überfahren werden, als jetzt die Römer von Rom aus bis nach Egypten; da wird die Kunde von Meiner perfönlichen Wiederkunft in einer ganz kurzen Zeit leicht über die ganze Erde verbreitet werden können, und also auch nach Asien. Aber es fragt sich da wieder: Wird die Kunde bei den blinden und tauben Heiden dieses Weltteils auch Glauben sinden? Ich meine und sage: Schwerlich eher, als bis es durch ein großes Weltgericht geläutert werden wird!

Es gibt aber ein großes Land im fernen Westen, das von allen Seiten vom großen Weltozeane umflossen ist, und nirgends über dem Meere mit der alten Welt zusammenhängt. Von diesem Land (Amerika?) ausgehend werden die Menschen zuerst große Dinge vernehmen (Spiritismus), und diese werden auch im Westen Europa's auftauchen, und es wird daraus ein helles Strahlen und Wiederstrahlen entstehen; die Lichter der Himmel werden sich begegnen, erkennen und sich unterstützen. Aus diesen Lichtern wird sich die Sonne des Lebens, also das neue vollkommene Jerufalem gestalten, und in dieser Sonne werde Ich auf diese Erde wiederkommen. Und mitn mehr denn zur Genüge von dem, was dereinst geschehen wird.“)

*) wie solches nun schon da und dort tatsächlich der Fall ist. D. Hsg. *) ist nicht der moderne Verkehr mit der Geisterwelt zuerst in Amerika, dann in Frankreich und England aufgekommen, und wie der Spiritismus und seine Folgen,

Hierauf machten Reine Jünger große Augen, und sagten unter sich: So klar und umständlich hat Er von Seiner einstmaligen Wiederkunft noch nicht geredet! Glücklich werden die Menschen sein, die in jener Zeit dort leben werden, wo Er wiederkommen wird in aller Fülle Seiner Gnade; aber überunglücklich jene, die an Ihn nicht glauben werden, und etwa, wie jetzt die Pharisäer, sich gegen Ihn erheben und Ihm nach dem Leben streben, sich wider Ihn setzen wollen und schützen ihr Heidentum, denen wird Er, wie Er das schon zu öftern Malen und auf dem Oelberge durch Zeichen am Himmel angezeigt hat, als unerbittlicher Richter entgegenkommen, und ihnen geben den Lohn der Hölle!

Sagte Ich: „Ja, ja, da habt ihr mun die Wahrheit geredet! Dieser fichtbare Himmel und diese Erde werden in der Länge der Zeiten vergehen, aber Meine Worte, die Ich zu euch geredet habe, werden nicht vergehen!“

10. N Aus Nr. 4, Nacheriunerungen zur geisligen Sonne, § geo, Über „Ich will euch nicht waisen lassen, Ich komme zu euch!“ Jobs. 16, 18.

Worin wird wohl in der angedeuteten Zeit irgend eine Wirkung des heiligen Geistes noch zu erkennen sein? Etwa in den bloß menschlich weisen Staatsund Kriegsgesetzen, oder gar in den scharfen mannigfachen kirchlichen Disziplinargesetzen? Fürwahr Ich finde sie nicht. Warum nicht? Weil in Allem dem nicht Ich, sondern nur weltliche Herrschvorteile der Grund sind. Alles will herrschen, der Kaiser, König, Fürst und von ihnen abwärts Alle mehr oder minder. Es muß ja wohl ein Kaiser sein, ein König, ein Fürst; aber des Herrschens wegen sollen sie nicht sein, sondern der Leitung wegen, daß die Völker durch ihre Leitung zu Mir geleitet würden, allein so werden sie nur vielfach von Mir abgeleitet und zur Welt gewendet, werden nicht stark, sondern nur schwach gemacht, auf daß sie dann in ihrer Schwäche desto leichter zu beherrschen sind. Frage: ist das Wirkung des heiligen Geistes, wenn der Herrscher in seinen Untertanen nichts als gewisserart Leibeigene erblickt, die sein Wort zu jeder Zeit vernichten kann, wenn er es nur ausspricht? Der Herrscher soll ein Leiter und ein Tröster seines Volkes sein, und soll ihm Gesetze geben, die nicht von den heidnischen, sondern von den Meinen erklärlich abgeleitet sind; dann wäre er ein rechter Regent, und der heilige Geist wirkete mit ihm, wie er mit David und noch andern würdigen Regenten gewirkt hat; aber in den Erfindungen von allerlei der armen Menschen Hände überflüssig machenden Maschinen, in der übermäßigen Beförderung der Industrie, in der Aufstellung großer Kriegsmächte ꝛc. ꝛc. wirkt der heilige Geist ewig nie! — Denn alles Dergleichen war auch vor der Sündflut zu Noa's Zeiten gäng und gäbe durch die Wirkung des Weltgeistes, welcher ist der Teufel in seiner Gesamtheit.“) — Also ging es auch zu in Sodoma und Gomorrha und in Babel.

so auch der Vegetarianismus? — ersterer besonders klärt sich, und der reinere Spiritualismus, sowie der geistige Vegetarianismus geht daraus hervor, das ist — die lautere Lehre Jesu. (Siehe Nr. 41 uns. Schriften.) D. Hsg.

) Man sehe das eingehend in Nr. 1, Haushaltung Gottes . D. Hsg.

Wer aber wird da behaupten wollen, als hätte Solches der heilige Geist gewirkt? Also folgte denn auch auf folche dem heiligen Geiste schnurgerade zuwiderlaufende Handlungsweise allezeit ein mächtiges Gericht, ein gleiches Ich auch jetzt schon in der Bereitschaft halte, um daraus zu zeigen, daß Mein heiliger Geist in der jetzigen Handlungsweise der Welt durchaus nirgends zugegen ist, daher all' diese Welt vollkommen als Waise dasteht.

Ich lasse sie aber noch einige Zeit steigen, bis sie die rechte Fallhöhe wird erreicht haben; und dann ein Blitz vom Aufgange bis zum Niedergange, und es wird sich in dessen Lichte zeigen, wie Viele in der Welt vorhanden find. Ja, wenn aber also, wo sind denn dann Diejenigen, die Ich nicht als Waisen hinterlassen will? Ich sage: Es gibt Deren schon auch hie und da; aber sie sind jetzt beinahe seltener und köstlicher geworden, als große Krondiamanten. Diese leben schlicht, von der Welt so viel als möglich abgezogen, und ihre Freude bin Ich, und der Gegenstand ihrer Gespräche bin auch Ich! Warum denn? Weil der Mund davon übergeht, weß das Herz voll ist. Also bin Ich auch der Gegenstand, mit dem sich ihr Herz beschäftigt, und alles Andere in der Welt ist ihnen um eine hohle Nuß feil. Diese sind fürwahr keine Waisen; denn Ich bin ja mitten unter ihnen, und lehre sie Selbst und ziehe sie Selbst. Diese hören allezeit Meine Stimme, und erkennen auch diese Stimme als die des rechten Hirten und nicht als die eines Mietlings, der sie nicht folgen, weil sie die Stimme eines feilen Mietlings ist. Die se also sind es denn auch, für die dies Mein Wort gestellt ist. Ich brauche sonach keine Weltgelehrten, Dichter, Bildner, Tonsetzer, keine Maschinenerfinder und keine Weltgesetzgeber, sondern nur demütige, Mich liebende Herzen. Wo Ich Das finde, da werde Ich auch schon alles Andere hinzufügen und das sicher in besserer Art, als es die Welt erfindet; und dann wird Alles eine Wirkung des heiligen Geistes sein, und es wird keine Waisen in der Welt geben. Aber also sind es derzeit nur sehr Wenige, deren Ohr für Meine Stimme empfänglich ist. — —

Ferner aus Nr. 6, der Mond, Vorwort zur 1. Aufl., über:

„Und alsdaun wird erscheinen das Feichen des Ueuschensohnes am Nimmel.“ Matth. 234, 3u.

Wißt ihr denn nicht, welcher Unterschied zwischen den Zeichen und zwischen dem Menscheusohne obwaltet; und wißt ihr nicht, was da verstanden wird unter dem Himmel? Wahrlich, ihr möget euch nichts Törichteres denken, als etwa am gestirnteu Himmel ein sogenanntes Kruzifix zu erblicken. Fraget euch nur selbst: Was würde das der Welt wohl nützen, wenn nicht nur ein, fondern eine ganze Legion Kruzisine am Himmel zu sehen wären? Würden die Menschen deshalb besser werden in ihren Herzen? O gewiß und wahrlich nicht! Würden nicht alsobald die Gelehrten bei der Hand sein, und alle diese Kruzifixe für Ausgeburten pfäffischer Trügereien erklären, und würden beweisen, daß alle die am Himmel schwebenden Kruzifixe keinen andern als einen abrostatischen Ursprung haben, und sind vermöge Verabredung von den Jesuiten-Kollegien aufgestiegen? Sehet diesen Effekt und noch manchen andern würde eine solche Erscheinung in der gelehrten Welt hervorbringen; ja, es möchten noch mathematisch Gelehrtere solche Erscheinungen sogar auf dem Wege der Optik zu erklären suchen. Was würde aber der gemeine Mann dazu sagen? Ich sage euch, der würde alsobald vor übermäßiger Angst tatlos verstummen; denn da wär's für ihn doch gewiß also, nach der irrig eingepflanzten Lehre, daß der jüngste Tag vor der Türe ist; und so würde diese Erscheinung für's Erste die Gelehrten töten, darum, weil sie durch ihre Meinung und Erklärung sie zuvor töteten; der gemeine Mann aber würde getötet werden in dem Augenblicke des ersten Auftretens in aller seiner stets tätig sein sollenden Freiheit. Das wäre hernach der Nutzen einer solchen Erscheinung. Daß sich die Sache so verhalten würde, könnet ihr aus dem entnehmen, so ihr nur mit einiger Aufmerksamkeit eure Blicke auf jene Zeitperioden hinwendet, für welche von gewissen weisheitskramenden Propheten schon mehrere Weltuntergänge vorherbestimmt worden sind; wie da die Menschen teilweise verzweifelten, teilweise lachten, und teilweise sich dem Vielfraße und anderartigen Schwelgereien preisgegeben haben. Wenn aber schon solche leere Prophezeiungen solche üble Erscheinungen hervorbrachten, num denket euch, was da ein riesenhaft großes Kreuz unter den Sternen schwebend hervorbringen würde? Ich brauche euch den tödlichen Effekt nicht näher zu beschreiben.

Es wird aber unter Himmel verstanden die gesamte Glaubenswahrheit ans dem Worte, welches ist die Kirche in ihrer Aechtheit. Das Zeichen des Menschensohnes aber ist die aus dieser Kirche wieder neu erwachte Liebe mit allen ihren himmlischen Attributen, als: Barmherzigkeit, Geduld, Sanstmut, Demut, Ergebung, Gehorsam und Duldung aller Veschwerden des Kreuzes. Sehet, dieses lebendige Zeichen des Menschensohnes wird am Himmel des inneren ewigen Lebens erscheinen, und wird nicht töten, sondern überaus beleben. Es werden bei solcher Gelegenheit freilich die weltsüchtigen Geschlechter der Erde heulen, jammern und

wehklagen, da aller ihr Höllentrug, der da in den zahllosen Kaufsund Verkaufsartikeln besteht, außer allen Kurs kommen wird; denn die Meines Zeichens werden mit den Weltkrämern, Mäcklern und Wechslern nicht mehr viel zu tun haben; denn sie werden ihre Augen nur dahin richten, da sie sehen werden des Meuschen Sohn auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit kommen, welcher ist das lebendige Wort in dem Herzen des Meuschen, welches ist Meine ewige Liebe im Vollbestande, und ist daher von großer Macht und Herrlichkeit, und sind die Wolken des Himmels die unendliche Weisheit Selbst in diesem lebendigen Worte. Sehet, das ist also das kurze Verständnis dieses Schrifttextes. Die Wolken aber werden jenseits euch selbst in Mein Reich aufnehmen, und werden eure Wohnung sein ewig, d. h. ihr werdet da erst in der höchsten Wonne die große Macht und Herrlichkeit des Menschensohnes anschaulich vollends erkennen.

Der geistige Frühling.

Was hier den Frühling anbelangt, so ist er in natürlicher Hinsicht nichts anderes, als was ein jeder Mensch am Morgen nach dem Erwachen ist, nämlich eine geweckte Tätigkeit aller Lebensgeister. Wenn diese durch das Licht und durch die zunehmende Wärme aus ihrem Schlafe geweckt werden, so beginnen sie ihre ordnungsmäßige Tätigkeit wieder von vorne an; alle Sinne erschließen sich; der Magen kündigt sein Bedürfnis nach Nahrung an, und alle Säfte des Körpers beginnen einen lebhafteren Kreislauf. Sehet, also ist es auch in der großen Natur; zahllose Aconen Geister werden durch das Licht und die Wärme der Sonne aus ihrem starren Winterschlafe geweckt, und beginnen ihre vegetative Tätigkeit von Neuem, und fangen an, allerlei Pflanzen, Kräuter, Sträucher und Bäume, wie auch zahllose Heere der kleinen Tierwelt zu bilden und zu entwickeln, und das Alles nach der festgesetzten Ordnung. Sehet, das ist der natürliche Frühling. Was kann man aber von diesem lernen? Ich fage euch: Sehr Vieles. Ihr wißt, wodurch er natürlicherweise entsteht, nämlich durch das wachsende Licht und durch die Wärme. Nun sehet, wenn ihr recht emsig treu Mein Wort anhöret oder selbst leset, so nähert sich da ebenfalls die große Geistersonne eurer irdisch oder weltlich noch kalten nördlichen Winterzone des Herzens. Dieses Sonnenlicht entbindet da auch nach und nach stets mehr und mehr Wärme, welche die Liebe zu Mir ist, zur wahren geistigen Lebenstätigkeit. Wenn nun folches vor sich zu gehen anfängt, dann ist bei dem Meuschen der geistige Frühling eingetreten. Wie es aber ist, daß der natürliche Frühling nebst vielen nützlichen Pflanzen und Tieren auch eben so viele giftige und schädliche ins Leben erweckt, also ist es auch mit dem geistigen Frühlinge, daß auch dadureh in dem Menschen die vielen giftigen und schädlichen bösen Geister geweckt werden, aus welcher Ursache dann auch die Versuchungen zur Sünde mächtiger werden, denn in dem leblos starren Winter, welcher ist die laue weltliche Gewöhnlichkeit des Menschen.“)

Daher muß der Mensch in diesem geistigen Frühlinge einem sorgfältigen Gärtner gleichen, der seine Bäumchen und Pflanzen sorgfältig von den schädlichen Raupen reinigt und alles Unkraut ausjätet, damit der edlen Bäume und Pflanzen Leben keinen Schaden leide. Wer nun auf diese Art feinen eigenen Lebensbaum von allen den bösen Begierden und Leidenschaften durch die kräftigen Werkzeuge, welche sind die Selbstverläugnung und die Demut, emsig reiniget, der wird dann gewiß auch im Sommer und Herbste seine Tätigkeit mit den herrlichsten reif gewordenen Früchten belohnt sehen. Diese Früchte aber sind keine anderen, als die Erscheinung des Zeichens des Menscheusohnes am Himmel. Die Geschlechter der Erde sind die hinausgeschafften bösen Begierden und Leidenschaften, und darauf das Kommen des Menschensohnes auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit! (zunächst im einzelnen Menscheuherzen, wie solches hier näher gezeigt ist, als Vorläufer der großen Wiederkunft des HErrn. D. Hsg.)

*) man lese die „Erlösung“ — im Passionsgärtlein Nr. 32 ff. D. Hsg.

Textgrundlage: bereitgestellte historische Ausgabe. Originalscan · PDF-Seite 42 →

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