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Das Herz, das Gemüt – Leseteil 2 – Teil II E – Zulassung und Prüfung

Teil II E – Zulassung und Prüfung

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34. Lbl I, 227—228 „Denke im Herzen und handle nach dieser Denkungsart,“ damit der Verstand nicht die Wahrheit verunheilige und das Geistige mit dem Materiellen vermengt! „Erhalte das Geistige rein, so wird auch der Gedanke klar verbleiben! .. Im Herzen entspringt der Gedanke, von wo aus er erst in die Gehirntäfelchen aufsteigt und aufgezeichnet wird . . . Wie die Gedanken, so auch das Herz! Lasset es aber fleißig von der Liebe durchwärmen, auf daß jeder unreine Gedanke zunichte wird vom Feuer der Liebe!“ Wenn dann nur Ein Gedanke und Gefühl für Gott übrig bleibt, „findet ihr das Himmelreich in eurem Herzen, … dann leget eurem Herzen zu Mir keine Zügel an, damit ihr mit Mir Eins werden könnet!“

35. H 2, 316, 6)—14) Der Dank mit dem Munde, wenn auch auf Grund des Liebebrandes im Herzen, ist eine scheinbare Genugtuung für die empfangene Wohltat. Nach solcher Dankentledigung wird Einem leichter und ruhiger im Herzen, aber es fragt sich, ob das Herz nach solcher Entledigung nicht liebefeuerloser, kühler und somit auch für die Zukunft weniger dankbar wird. Diejenigen Kinder, die dem leiblichen Vater fast für jedes Wort danken, sind im Herzen die am wenigsten dankbaren, aber durch's Feuer gehen die Kinder für den Vater, die bei der Gabe zwar stumm bleiben, aber denen Dank⸗, Freude⸗ und Lobtränen in die Augen treten, diese behalten den ewigen Dank im Herzen. So sollen wir auch Gott danken!

36. H 2, 78, 2) „So sehr auch immer du deine Zunge mit deinem Herzen in die volle Uebereinstimmung zu bringen vermagst, so kannst du aber doch von Mir aus vollkommenst versichert sein, daß Mir dessen ungeachtet die alleinige Sprache deines Herzens viel lieber und angenehmer ist, als wenn sie durch der Zunge natürliche Rauheit vieles verliert an ihrer lebendigen Anmut, wenn auch der Wahrheit unbeschadet.“

37. H 1, 209, 21)—25) Das Gebot der Liebe ist schon jedem Kinde tief in's Herz geschrieben.

38. Lbl II, 32 „Betet recht oft und viel, daß ihr euer Herzenskämmerlein recht erwärmt!“

39. Lbl I, 46 „Vom Innern des Lebens muß die Flamme des Lebens entzündet werden, damit sie nach außen hin durchglühe den Menschen, so daß er mit der Zeit von der Liebe zu Mir ganz durchglüht ist und so aus seiner Liebeglut handelt und wandelt als ein Kind Gottes.“

40. Lbl II, 70 Nur die Tat hat Wert, welche aus dem Herzen kommt. „Das seelische Bedürfnis ist es, was einer Handlung vor Mir ihren Wert oder Unwert verleiht.“

41. Lbl I, 116—117 „Entzündet euer Herz in der brüderlich sehnsüchtigen Liebe zu Mir täglich, stündlich, in jedem Augenblick! Ich verlange ja nicht zu viel, wenn Ich das wünsche, denn eine Braut tut solches ja als ganz selbstverständlich und also auch unaufgefordert, wenn sie ihren Bräutigam wahrhaft liebt.“

42. Vb 1, 15 „Ich will jetzt den wahren Grund in euer Herz legen, d. i. die Liebe, die mit allem, was ihr vorkommt, zufrieden ist und auch nur Liebe darin erblickt.“

43. R Bl II, 334 „Lasse dein Herz vor Liebe zerbersten, dann wird dadurch dein Geist frei werden, der nun noch in deinem Herzen eingeengt ist!“

44. G S II, 50 S. 211 „Die Erkenntnis des Herrn ist die mächtige Triebfeder, welche die Funken im Herzen zusammenzieht und dann durch dieselben das ganze Herz in eine helle Flamme versetzt.“

45. Ev 3, 110, 17)—19) Jeder Sinn hat seine eigentümliche Einrichtung, „ebenso hat das Herz, das mit Gott zunächst verwandt ist, allein die Bestimmung, Gott zu suchen und auch zu finden und dann aus dem gefundenen Gott zu nehmen ein neues unverwüstliches Leben; wer aber Gott mit einem andern Sinne suchet, der kann Ihn ebensowenig finden als ein Mensch, der sich die Augen fest verbindet, mit dem Ohre, der Nase und mit den Augen die Sonne finden und schauen kann. Der rechte und lebendige Sinn des Herzens aber ist die Liebe; wer demnach diesen innersten Lebenssinn recht entwickelt und mit ihm Gott zu suchen beginnt, der muß Gott auch ebenso bestimmt und beschaulich finden, als ein jeder Mensch, so er nicht völlig blind ist, mit seinen Augen die Sonne sogleich schauen muß und ihre Lichtgestalt.“

46. H 1, 324, 16) „Es ist jedem besser, Mich wesentlich nicht zu schauen, als nur durch die Liebe im eignen Herzen; denn Meine Sichtbarkeit ist euch eine Nötigung, Meine Unsichtbarkeit aber eures Lebens Freiheit; es kann aber durch die Nötigung Niemand zum ewigen Leben gelangen, sondern allein durch die Freiheit, welche da ist die reine Liebe zu Mir.“

47. Lbl II, 197—198 „Meine Worte werden euer Herz vergeistigen und werden ihm sein ursprüngliches Wesen wiedergeben als eines Instrumentes, dessen berührte Saiten es in der allerhimmlischsten, allerreinsten und unendlichsten Freude erklingen lassen.“ Gott ist das reinste Instrument, dessen Saiten in der Natur ein Echo von längst vorausgeahnten Melodien erwecken, ein himmlisches Echo, welches das ganze Universum beseligt. Unser Herz soll die Schwingungen der höheren Sphären nachempfinden, dann werden wir uns über die Materie erhaben fühlen, in der himmlischen Tonwelt weilen, wo das Gefühl der reinsten Liebe die Saiten des ewigen Instrumentes mächtig anschlägt.

48. Ev 10, 69, 9) „Seid darum nüchtern, in allem Guten und Wahren eifrig und in aller Liebe und Geduld tätig, daß Mein Geist in euch erwache und erstehe und euch zeige in klarstem Lichte die innere Gotteswelt in eurer Seele Herzen! Denn in dem ist eine für die Außenmenschen unentdeckte selbstkeitsvollste Unendlichkeit verborgen, und Niemand außer Mir kennt den Weg dahin!“

49. Lbl III, 152 „Wo die Welt nicht zertrümmert zu euren Füßen liegt, wo nicht das Haus, das Herz des Menschen ganz gereinigt, ganz frei und leer weit offen für Mich steht, da kann Ich nimmermehr die Bitte euch erfüllen: „Dein Reich komme!“

50. Lbl III, 218 „Wer bei Mir in rechter Liebe anklopft, dem will Ich auftun, d. h. Ich will ihn einführen in das eigene Herz, was sich dann als eine Fundgrube des wahren Glückes erweisen wird. Darum bitte auch du . . . daß Ich dein Herz erleuchte!“

51. Ev 3, 111, 4)—7) „Wer im Herzen bei Mir ist, um den bin Ich immer, und darin liegt eigentlich die Hauptsache.“

52. Lbl II, 149 „In eines jeden Menschen Herzen ist ein Lebenspunkt von kleinem Umfange, so daß derselbe von keines Menschen Auge zu erkennen ist. Doch in diesen kleinen Raum ist der Lebensgeist eingelegt, der das ganze geistige Leben in sich schließt.“ Wer Einblicke in das darin waltende Leben getan hat, wird nicht leugnen, daß die darin wirkende Kraft doch nur Gotteskraft ist. (S. „Wegweiser“ Teil 1 „Seele und Geist“, d. Vf.)

53. Vb 1, 69—70 Bei Seinem jetzigen Kommen wirkt der Geist Gottes in erhöhtem Maße ein, und Er legt Seinen Kindern, die Sein Kommen herbeisehnen, die Worte in's Herz: „Siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende, so ihr Mich nur wollt in eurem Herzen wohnen lassen! Jede Seele kann davon Zeugnis ablegen, welche Mich mit Ernst zu erfassen sucht; sie wird eine Kraft in sich fühlen, die allen äußeren Stürmen zu trotzen vermag, wie auch dem Einfluß der finstern Mächte ihr Ohr verschließt, weil sie jeden Augenblick braucht, um mit Mir zu reden, und darin nicht unterbrochen sein will.“

54. Ev 3, 209, 7) „Wie schwer Ich aber auch für so Manchen zu finden bin, so bin Ich aber als einmal gefunden noch um vieles schwerer zu verlieren. Die Mich in ihrem Herzen ergriffen haben, die werden auch von Mir ergriffen. Der aber Mich ergriffen hat, kann Mich wohl wieder auslassen, aber er wird von Mir dennoch nie wieder ausgelassen werden, denn Meine Liebe währet nicht etwa nur eine Zeit lang, sondern ewig und der sie in sein Herz aufgenommen hat, der kann von Mir ewig nimmer los werden, denn Meine Liebe hält ihn für ewig fest im Zaume, auf daß er sich ewig nimmer ganz von Mir verirren kann.“

55. Lbl III, 234 „Laß schweigen die laute Stimme des Tages und horche den leisen Tönen Meiner Stimme! Wie in stillem Wehen der Nachtwind durch die Bäume geht, so will Mein sanftes Liebewort den Garten deiner Seele durchziehen. Horche, lausche diesen Lauten! Von Liebe, von hoher, heilger Liebe wollen sie dir sagen, daß du durchglüht werdest von ihrem stillen reinen Feuer! . . . Oeffne die Tür deines Herzens Tag und Nacht, daß Meine Liebe drin Wohnung nehmen kann, dann hast du alles! Himmel und Erde werden dir eine wohl vernehmbare Sprache sprechen, und Seligkeiten wirst du bergen, die eure Sprache nicht kennt. Oeffne, öffne dein Herz der Liebe! Ich klopfe stündlich ja immer an, und du gehst dahin wie im Traume. Sei wachsam und erwarte Meinen Einzug! Wie habe Ich dich begnadet, und du glaubst Mich in weiten Fernen, wo Ich doch stets warte, um dich zu stärken mit Meinem Geiste! So erwache denn endlich einmal ganz, denn der Tag des Lichtes bricht an!“

56. Pr 17 „Euer Trachten soll sein, im Geiste wiedergeboren zu werden; dann werdet ihr nicht, wie einst die zwei Jünger des Johannes, zu fragen brauchen: „Rabbi, wo ist Deine Herberge?“ denn dann ist Meine Herberge in eurem Herzen, dort berget ihr dann den Herrn, Der vom Anfang als Urgrund das Wort, das Licht, die Liebe und das Leben war, und Der das Alles denen verleihen wird, die sich mit geistigem Wasser taufen lassen und dadurch Seine Kinder werden wollen.“

Textgrundlage: bereitgestellte historische Ausgabe. Originalscan · PDF-Seite 25 →

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