Die Kinder der Erde sind Mir am nächsten,
weil Ich sie dort [als Jesus] persönlich zu Meinen ersten Kindern gemacht habe. Und sie sind demnach als Vollendete in den Himmeln diejenigen, welche mit Mir beherrschen und ordnen die Unendlichkeit und alle zahllosen Schöpfungen in ihr. Und die Kinder aus den andern Gestirnen stehen ihnen dabei also zu Diensten, wie die Glieder eines Leibes dem Willen des Geistes. Daher bilden diese Sternengeister mit einem Meiner Kinder der Liebetätigkeit nach in großem Maßstabe gleichsam einen Menschen, versehen mit allen zum Bedarfe seines Willens notwendigen Gliedern. — So ist ein vollendetes Erdenkind ein vollkommener Wille von zahllosen Geistern aus andern Gestirnen. Die Sternengeister haben zwar an und für sich auch ein jeder seinen eigenen Willen und können tun nach ihrer freien, wonnigen Lust, was sie wollen. Dennoch aber geht im Falle des Liebewirkens der Wille Meiner Hauptkinder in sie alle ein und aus. Und dann sind sie zu Milliarden wie ein Mensch, dessen wirkender Willensgeist eines Meiner vollendeten Erdenkinder ist. (GS 2, Kap. 2, S. 7)
Mein Sohn und Meine Tochter.
Wer Mich suchen, finden, erkennen und dann über alles lieben wird und seinen Nächsten mit aller Geduld wie sich selbst, schon hier oder zum mindesten doch jenseits, aus allen Kräften, der wird Mein Kind, also Mein Sohn und Meine Tochter sein! Wer aber Mich nicht suchen, nicht finden, nicht erkennen und somit auch nicht lieben wird und ist auch voll Lieblosigkeit gegen seine Nebenmenschen, der wird ewig nie zu Meiner Kindschaft gelangen! Denn Meine Kinder müssen also vollkommen sein, wie Ich als ihr wahrer Vater Selbst vollkommen bin! — Die später möglicherweise geläuterten Weltkinder aber werden geistige Bewohner jener Weltkörper und jener ihnen entsprechenden Vereine verbleiben, auf und in denen sie geläutert wurden; aber in des ewigen Vaters Hause in des allerhöchsten Himmels Mitte werden sie nimmer aus- und eingehen gleich Meinen wahren Kindern, die mit Mir stets die ganze Unendlichkeit ordnen werden ewig fort und fort. (Ev 5, Kap. 111, 1 ff.)
Der Ort der wahren Glückseligkeit.
Nur auf dem engen Pfade und am engen Plätzchen ist jedes Menschen wahres Glück und wahre Seligkeit zu erreichen! Wer es auf den breiten Straßen sucht und der Meinung ist, daß die Seligkeit nur am großen Platze voll Glanzes zu finden sei, der findet das Gesuchte nimmer. Nur der Hochmut baut breite Straßen des Verderbens und errichtet große Plätze. Aber auf diesen Plätzen werden auch große Gerichtshäuser, Gefängnisse und Galgen neben den Palästen der Großen errichtet. Und derlei Einrichtungen bedingen wohl nicht das Glück der Menschen, weder materiell noch geistig. — Was macht denn so ganz eigentlich das größte Unglück aller Höllengeister aus? Es ist das Streben nach dem Unendlichen! Die Unendlichkeit aber hat keine Rückwand und somit keine Grenzen. Daher ist es denn auch sicher für jeden denkenden Geist klar ersichtlich und leicht begreiflich, daß so ein von der Hölle erfüllter Geist unmöglich zu einer Glückseligkeit gelangen kann. Wer die Seligkeit im Unendlichen sucht, der kann sie unmöglich je finden; denn je weiter er dringt, einen desto endloseren Abgrund ersieht er vor sich und eine Kluft, über die er ewig nicht gelangen wird. Mein Reich ist daher in eines jeden Menschen kleines Herz gelegt. Wer hineinkommen will, der muß also in sein eigen Herz eingehen und sich da ein Plätzchen der Ruhe gründen, das da heißet Demut, Liebe und Zufriedenheit. Ist er mit diesem Plätzchen in der Ordnung, so ist auch sein Glück für ewig gemacht. (RBl 2, Kap. 278, 1 ff.)
Ein Herz voll Liebe
zu Mir und zu den Brüdern und Schwestern und ein stets tätigkeitslustiger und tätigkeitsvoller Sinn, glaubet es Mir, das wird für jeden von euch die wahre, ewige Seligkeit begründen. So sollet ihr euch Meine Himmel auch nicht irgendwo als recht weit entfernt vorstellen, sondern ganz nahe. Der ganze Weg beträgt höchstens drei Spannen Maß. Es ist das die Entfernung vom Kopfe bis ins Zentrum des Herzens. Denket ja nicht, daß wir etwa eine Auffahrt über alle Sterne hinauf und hinaus machen werden; sondern denket euch, daß wir bloß eine Niederfahrt in unser Herz machen. Und da werden wir unsern Himmel und das wahre, ewige Leben finden! (RBl 2, Kap. 278, 5 ff.)
In eurer vollen Wiedergeburt
werdet auch ihr, die ihr Mir nachgefolgt seid, neben Mir sitzen auf „12 Stühlen“ und „richten die 12 Stämme Israels“ — was soviel sagen will als, daß ihr dereinst in Meinen Himmeln mit Mir zum ewigen Wohle aller Menschen dieser Erde und auch der anderen Welten stets Mir gleich tätig sein werdet, und daß ihr als den Erdenmenschen unsichtbare Schutzgeister eben diese Menschen hier und auch noch jenseits bewachen, leiten und führen werdet! Denn nur in einer stets sich mehrenden, wahren Liebetätigkeit besteht das wahre Himmelreich und dessen wachsende Seligkeit. (Ev 5, Kap. 259, 2)
Dienen heißt das große Losungswort.
Durch das Dienen wird die Demut am meisten geübt und gefördert. Je untergeordneter ein Dienst erscheint, desto tauglicher ist er oft für die wahre Ausbildung des Lebens. Im Hochmute dagegen hat alles Dienen ein Ende genommen und somit auch alle weitere Fort- und Ausbildung des Lebens. Wäre im hochmutsvollen Herrschen über die andern des Lebens Ausbildung bedungen, so würde von Mir sicher eine solche Ordnung getroffen sein, daß ein jeder Mensch irgendein unbeschränktes Recht zum Herrschen hätte. Da aber das Meiner ewigen Ordnung zuwider ist, so muß ein jeder Mensch und Engel zum Dienen sich bequemen und eben im ewigen, stets mehr und ausgebreiteteren Dienen die größte Wonne und Seligkeit finden. Ohne Dienen gibt es eigentlich gar kein Leben, keine haltbare Dauer desselben, kein Glück, keine Glückseligkeit und keine Liebe, keine Weisheit und keine Wonne des Lebens weder hier noch jenseits. Und wer sich einen Himmel voll Dienstlosigkeit, voll Trägheit und müßiger Schwelgerei denkt, der irrt sich groß! — Denn ebendarum bekommen die seligsten Geister der höchsten Himmel eine Mir nahe gleiche Kraft und Gewalt, um Mir und allen Wesen desto gediegenere Dienste leisten zu können. (Ev 4, Kap. 95, 1 ff.)
Des Herrn Ziel und Absicht.
Ich kam nicht darum zu euch, um aus euch Müßiggänger zu ziehen oder euch bloß für den Ackerbau, für die Viehzucht und dergleichen mehreres zu bilden, sondern um aus euch tüchtige Arbeiter für den großen Weinberg der Himmel zu erziehen. Meine Lehre an euch alle ist daher dahin abgezielt, um fürs erste euch selbst im Gebiete eures inneren Lebens wahrhaft zu vollenden, und fürs zweite, daß ihr dann selbst als Lebensvollendete Mir schon hier und ganz besonders einstens drüben in Meinem Reiche die tüchtigsten und kräftigsten Arbeiter abgeben sollet. — Ich will es, daß von nun an alle Meine Gedanken und Ideen durch euch, Meine Kindlein, ins vollste Werk gesetzt werden — hier schon für Seele, Herz und Geist eurer Brüder und Schwestern und jenseits in alle die großen Wirklichkeiten von ihrer innersten geistigen Entstehungssphäre bis zu ihrer alleräußersten materiellen Ausbildung und von da zur abermaligen Rückführung ins gemehrte, rein und selbständig geistige, vollendete Leben. — Und dazu, Freunde, wird unendlich viel Zeit, Geduld und eine große Tätigkeit erforderlich sein und eine ebenso große und allumfassende Liebe, Weisheit und Kraft! (Ev 4, Kap. 95, 5 ff.)
Himmelslohn.
Der Herr im Jenseits zu einem Vollendeten: „Ich sage dir, du bist von nun an ein Hauptpfeiler eines neuen [Himmelgeister-]Vereines. Das ist ein Lohn, der allen jenen zuteil wird, die auf der Welt aus einem redlichen und guten Grunde in Meinem Weinberge gearbeitet haben.“ — Einige Bischöfe sagen: „Herr! Wir haben ja doch auch in Deinem Weinberge gearbeitet. Sollen wir hier denn nicht auch irgendein Aemtchen bekommen?!“ — Der Herr entgegnet: „Ihr waret zwar auch Arbeiter; aber die Welt gab euch darum einen guten Lohn. Dieser aber arbeitete ohne weltlichen Lohn; für seine Mühe aber ward er von der Welt mit dem Tode bezahlt, und das macht einen großen Unterschied zwischen euch und ihm! — Er ist ein Märtyrer; seid ihr es auch? Er ist gefallen als ein Opfer seiner Liebe für die Brüder; seid es auch ihr?“ (RBl 2, Kap. 265, 20 ff.)
Je mehr der tätigen Liebe
ihr euch gegenseitig gemäß Meiner ewigen Ordnung erweiset, desto seliger werdet ihr sein. Alle Himmel mit allen ihren Seligkeiten gehen aus der gegenseitigen Nächstenliebe hervor — so wie im Gegenfalle auch alle Qualen und Martern der Hölle aus der Eigenliebe. (RBl 2, Kap. 266, 5 ff.)
Wo Ich bin,
da werden auch die sein, die Mich über alles lieben. (RBl 2, Kap. 285, 2)
Ein Fürst der Himmel.
Der Herr zu einem im Jenseits Vollendeten: „Du glaubtest auf der Erde zwar nicht, daß Jesus, zu Bethlehem geboren, von dir ‚der Weise aus Nazareth‘ genannt, Gott der Herr Selbst gewesen sei. Aber du liebtest diesen Weisen dennoch ganz besonders und sahest Seine Göttlichkeit in deinem Herzen wohl, obschon da dein Verstand mit deinem Herzen nicht übereinstimmen wollte. Und diese deine Liebe behielt dir Seine Liebe und Gnade, die dich nun zu einem großen Fürsten der Himmel macht.“ (RBl 2, Kap. 286, 5)
Vom Dienst der Vollendeten.
Der Herr spricht: Es gibt im obersten Himmel gar sehr verschiedene Aufgaben des Lebens — oft die großartigsten Besuche aus all den zahllosen Weltengebieten und sehr viele Sendungen in verschiedene Welten und Sonnen. Ebenso gibt es Sendungen in die zwei unermeßlichen unteren Himmel und sonderlich in ihre zahllosen Engelsvereine, sowie Sendungen in all die zahllosen Geisterregionen aller Art. . . . Alle Bewohner dieses Meines allerhöchsten Himmels haben die gleiche, große Bestimmung, in solcher Weise am Werke der Schöpfung und Erlösung mitzuwirken. Aber freilich haben die am meisten zu tun, die in Meiner nächsten Nähe in Meinem höchsteigenen Hause wohnen — gleichwie auch diejenigen Lebensnerven des Menschen fortwährend in größter Tätigkeit sind und sein müssen, die dem Herzen zunächst liegen . . . Es kommt hierher daher niemand, als wer seinen irdischen Weltwillen ganz aus sich hinausgeschafft und dafür für ewig den Meinen in sich und sein ganzes Leben vollkommen aufgenommen hat. (RBl 2, Kap. 287, 2 ff.)
Ein Seliger vor Jesus,
dem himmlischen Vater: Also du — du bist es!? — Du!? der ewige — Herr — über alles, was Zeit und Raum fassen, und über alles, was über alle Zeit und allen Raum erhaben in ewiger Freiheit lebt und mit vollendeten Augen in die ewigen Tiefen Deiner Wunderschöpfungen schaut!? — O Gott, o Gott, o Gott! — Ich — ein elender, von anderen Würmern zertretener Wurm, ein nichtigster Staub im Staube, stehe nun vor Dir, dem heiligen, ewigen Meister der endlosen Wunderwerke, die alle aus Deiner allmächtigen Hand geflossen sind, vor meinem Gott, vor meinem Schöpfer, Vater, vor meinem Heilande Jesus! — O höret es, alle Himmel! Und — oh, es ist kaum zu denken — dieser Gott ist wie ein Mensch einfach und schlicht und spricht, von der höchsteigenen Liebe geleitet, so herablassend milde und sanft mit mir, wie nur ein bester Bruder mit seinem einzigen, besten Bruder sprechen kann! — O Menschen, die ihr in allerlei Irrsalen auf der tückischen Erde wandelt und am oft traurigen Pilgerziele mit gesenktem Haupte stehet und nimmer wisset, wo aus und wo ein ihr euch wenden sollet — hierher kommet in euern Herzen und lernet Gott in Jesu, dem lieblichen Heilande, kennen, und ihr werdet für das kurze Probeleben auf der Erde mit euern großen und eitlen Plänen leicht fertig werden. — Die wahre und rechte Erkenntnis Gottes wird euch zeigen, wie wenig dazu gehört, um in Gott dem Herrn sich zurechtzufinden und dann über alle Begriffe glücklich zu sein! Streitet euch nicht wie elende Hunde und Katzen um irdische Dinge, die sehr vergänglich sind und vor Gott keinen Wert haben! Sondern bewerbet euch hauptsächlich um wahre und rechte Erkenntnis und Liebe Gottes! Und liebet euch um Gottes willen wie wahre Brüder und Schwestern als Kinder eines und desselben Vaters, der allzeit und ewig heilig und über alle eure Begriffe lieb, gut und sanft ist — so habt ihr in euern Herzen mehr, als was euch die ganze Welt je geben und verschaffen kann! (RBl 1, Kap. 146, 2 ff.)
Eine Selige an des Vaters Brust.
Jetzt ist es gut! — O Gott, o Gott! Welch eine süße Ruhe! — O du heiligste Brust! — Ja, ja, wer wahrhaft ruhen will, der ruhe in Gott! (RBl 2, Kap. 249, 9)
— Amen —
Textgrundlage: bereitgestellte historische Ausgabe. Originalscan · PDF-Seite 33 →
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