Kapitel 3
„Wo er nur bleibt?“ Der Fabrikant geht im Zimmer auf und ab. Das Frühstück ist gerichtet. Roberto hat sich nie verspätet. Es ist höchste Zeit, ins Werk zu fahren. Da — das Telefon. Er hebt den Hörer ab, lauscht verblüfft, dann verärgert. „Was? Betrunken? Das gibt es nicht! Was ist geschehen?“
„Sie können ganz beruhigt sein“, meldet sich ein Polizist. „In einer Stunde ist Ihr Sohn zu Hause. Er ist jung, da kann auch ein Solidester — daß man den Wein — Wie ich vernahm, kam er gegen zwei Uhr aus der Meeresmuschel, sein Freund führte ihn. Ein Arzt nahm ihn dann mit, und bei diesem ist er bestens aufgehoben, wie wir uns selber überzeugten.“
„Welcher Arzt?“ Der Beamte stockt. Man vergaß zu fragen, wie der Fremde hieß. „Ein Ausländer ist‘s, er bringt Ihren Sohn nach Hause, sobald er wieder auf den Beinen ist. Unbesorgt“, lacht der Beamte heiter, „alles ist in bester Ordnung. Ich selber komme mit zu Ihnen hin, gegen sieben Uhr.“
„Das Früchtchen werde ich mir kaufen! So eine Lumperei!“ Er legt auf, weckt seine Frau und zankt laut. Die Mutter lacht. „Alter, sei gescheit. Immer ist Robert fleißig, und du hast ihn ja mit Geld gespickt, er solle auch mal lustig sein. Nun war er es und du tust nichts anderes, als schimpfen. Geh, sei nicht so arg und mach‘ es unserm Jungen nicht zu schwer. Wie ich ihn kenne, wird er sich sehr schämen. Und ist‘s denn eine Sünde, wenn ein junges Blut mal aus den Strängen schlägt?
Sicher will man an den Kindern Freude haben. Aber du warst auch mal jung.“ „Na ja ja; allein, darum geht es weniger. Mag er seinen Rausch nach Hause bringen. Ich sorge mich, das ist‘s.“ „Warum? Die Polizei weiß ihn in guten Händen. Du weißt, wie wir bei den Ämtern angeschrieben sind.“
„Auch das ist‘s nicht!“ Verstohlen drückt er eine Hand ans Herz. Da wummert es ganz schön. „Er ging mit Vilpart fort; dem traue ich nicht übern Weg.“ „Gut ist er nicht“, gibt die Mutter zu, „aber seine Eltern stehen sauber da. Also wird ihr Einziger nicht völlig aus der Art geschlagen sein.“
„Wie der Bursche wirklich ist, weiß ich genau, Juanita. Neulich klagte mir der Mann sein Leid. Man sollte freilich nicht gleich an das Trübste denken.“ „Eben! Warten wir, bis unser Braver käseweiß nach Hause kommt.“ Es soll lustig klingen, während eine Angst ihr auch im Nacken sitzt. Eine Vorahnung — — ?
Endlich! Es ist sieben Uhr. Ein großer Wagen hält am Portal. Ihm entsteigen in Zivil zwei Polizisten, ein großer schlanker Mann, der ihrem etwas blassen Sohne aus dem Auto hilft und ihn stützt. Der Fremde führt ihn achtsam an der Hand und hilft ihm auch, die Stufen hochzusteigen.
Die Eltern starren ihren Jungen an. Der schlägt die Augen nieder und ein wenig taumelt er. Der Fremde sagt: „Ich möchte Ihren Sohn erst betten; er braucht noch Pflege. Dann vor allem Ruhe und keine Aufregung. Hernach stehe ich zu Diensten und werde Ihnen sagen, was in dieser Nacht geschah.“
„Ich weiß, mein Sohn —“ „Nicht erregen!“ Der Fremde legt eine Hand auf Beocanas Schulter und sieht ihn an mit einem Blick, dem schwer zu widerstehen ist. Trotzdem stehen Falten auf des Vaters Stirn. Welche Schande, wenn Fremde seinen Sohn nach Hause bringen müssen, wenn — —
Ruhig sagt der Arzt: „Er hatte was getrunken, was ihm eben nicht bekommen ist. Schädlich war es nicht.“ „Heraus mit der Wahrheit! Beocana mäßigt sich nur mühsam. „Sie werden hören, doch Sie müssen sich zusammennehmen. Ihr Herz ist nicht in Ordnung.“ Mein Mann ist ganz gesund“, mischt sich Frau Beocana hastig ein. „Er hat noch nie geklagt, daß ihm etwas fehlt.“
„Das hat er sicher nicht.“ Der Fremde lächelt. „Gestatten Sie, daß ich als Arzt es sehen muß, ob Ihr Mann ein Leiden hat. Er sucht es zu verbergen, Sie sollen sich nicht ängstigen. Angst brauchen Sie auch nicht zu haben, verehrte Dame. Wenn Ihr Mann gestattet, könnte ich ihm helfen.“
„An was wollen Sie das sehen? Herzkrank bin ich nicht, es hat bloß . . .“ „. . . manchesmal gezerrt nicht wahr?“ Perplex setzt sich der Fabrikant auf einen Stuhl. Wie kann denn jener wissen, was er schon seit einem Jahre spürt und sich in letzter Zeit verstärkte? „Ich will Ihnen erst berichten, Ihre Polizei wird den Sachverhalt bestätigen.“ Sagt einer rasch: „Wenn dieser Helfer nicht gewesen wäre, dann —
„Wir fallen nicht gleich mit der Tür in Haus“, wehrt der Fremde ab. „Der Sohn ist wohlbehalten heimgekehrt.“ „Gebracht worden!“ grollt der Hausherr wie ein abziehendes Gewitter. Wieder lacht der Arzt: „Dabei ist ein Unterschied, Herr Beocana. Hauptsache, es ist nichts passiert.
Zuerst mein Name. Ich heiß Wanger, ‚von‘ Wanger, lege auf den Adel aber keinen Wert, bin Deutschbalte, studierte in Deutschland, zuerst Theologie, was mir eine echte Herzenssache war. Bei meinen Gängen zu den Kranken und an Sterbebetten wuchs der Wunsch, Arzt zu werden. Ich wurde es. Mit dreiunddreißig Jahren meldete ich mich zur Äußeren Mission. Man nahm mich an. Die letzten Jahre verbrachte ich in Afrika. Wenn Sie mehr über mich erfahren wollen, steht die Mission Ihnen zur Verfügung.“
Er berichtet nunmehr von dem ersten Treffen mit Roberto und daß er dessen Freund durchschaute. Die erste Nacht behält er aber noch für sich. Die Mutter sitzt am Lager ihres Sohnes, streichelt immer seine Hände, und erstmals wirklich, daß um ihn ein starkes mütterliches Bangen sie befällt. Sie hat die Kinder lieb, hat sich bloß nicht allzu sehr um sie gekümmert. Jetzt nimmt sie sich vor, allein für ihre Lieben da zu sein. „Sei unbesorgt“, flüstert sie Roberto zu, „es wird alles gut.“ Noch weiß er nicht, was wirklich in der Nacht geschah.
Scheinbar ruhig hört Herr Beocana zu. Aber dieser Lump, dieser Vilpart, der — Haben denn die Eltern ganz versagt? Natürlich; wie wäre möglich, daß aus einem guten Hause ein Verbrecher kommt? Daß er vorher anders sprach, bedenkt er eben nicht. Er steht wieder auf und rennt hin und her, er hat keinen Ruhepunkt in seiner Seele. Oh, weltlich ist er gut. Jedoch ohne Gottesglaube — wie soll er da zum Frieden kommen — —
„Dieser Schuft! Gut, daß er festgenommen worden ist“, wendet er sich an die Offiziere. „Ich könnte ihn erwürgen!“ „Sagen Sie das nicht!“ Ein Beamter drückt den Ruhelosen freundlich auf den Stuhl. „Drohung häuft ein Unglück auf das andere. Wegen Ihrer Sorge, die Sie bedrängt, haben wir die Drohung nicht gehört, Herr Beocana. Die Übeltäter sind bereits gesichert. Der eine hat gestanden, Vilpart leugnet noch. Das hilft ihm aber nichts. Ich rate Ihnen, nichts zu unternehmen und . . .“ „Darf ich unterbrechen?“ fragt der Arzt. Man gewährt es gern.
„Denken Sie, Herr Beocana, an den verirrten Sünder, so lassen Sie die Eltern nichts entgelten. Oft wohnt gut und böse eng beisammen. Kein Teil ist für den anderen verantwortlich, nur dann, wenn Eltern ihren Kindern nichts Gutes mit auf deren Lebensgasse gaben, daraus sie hätten lernen können.
Ich glaube, Vilparts Eltern haben nichts versäumt. Daher trifft die Schuld allein den Sohn. Man muß aber mit ihm Mitleid haben, was nicht besagt, daß er nicht zu strafen wäre. Nein! Gerecht gewählte Strafe kann ein armes ganz verirrtes Menschenkind auf eine gute Gasse bringen. Und wir wollen hoffen, um der Eltern willen, daß es bei diesem Vilpart noch gelingt.“
„So reden Priester!“ Der Fabrikant beruhigt sich noch nicht. Er denkt an seine viele Mühe, die er zeit seines Lebens aufgewendet hat. Er sieht sein Werk gefährdet. Wird Vilpart allzu früh durch falsche Milde freigesprochen, wer garantiert ihm denn, daß dieser seinen Sohn nicht doch verderben will? Gedanken eines Menschen, der nicht die Dinge kennt, die weit wichtiger als aller Weltkram sind. Der Arzt unterbricht das Sinnen.
„Ich möchte gern mit Ihrem Sohn zu einer guten Stunde sprechen, Herr Beocana. Dann wird er auf mich hören, wie er sich verhalten soll. Mit Ihnen möchte ich noch heute über Ihre Krankheit reden. Ich denke, Sie verstehen mich. Lassen Sie Roberto noch zu Hause, es ist besser so.“ „Natürlich!“ Und die Frau ruft rasch: „Er darf gar nicht ins Werk, er sieht so kränklich aus, so — — “ Hilfesuchend sieht sie auf den Arzt.
„Er ist nicht krank, Frau Beocana, bloß müde, vor allem seelisch. Ich weiß wohl“, er lächelt fein, weil die Eltern hüsteln, „daß Sie nicht ahnen, wie jemand, der obendrein ein schweres Traumerleben überwinden muß, stärker von Gefühlen, die er nicht zu regulieren weiß, beeindruckt, hin- und hergerissen wird als von Dingen, die er täglich sieht, die er gar nicht anders kennt und also für ihn selbstverständlich sind.
Vielleicht ergibt es sich“, ein warmer Blick tastet die Gesichter ab, „daß Sie etwas hören wollen. Es hängt damit zusammen“, fügt er vorsichtig an, er mag die elterlichen Rechte nicht beschneiden, „ob wir für Roberto, der mir lieb geworden ist, nicht vorübergehend einen Weg bedenken, der ihn — sagen wir für einige Zeit — aus der Gefahrenzone zieht.“
„Wo besteht denn die Gefahr, wenn die — die — — “ Der Offizier der in wenigen Stunden durch den Arzt so vieles lernte, wie nie in seinem Dienst, ahnt es, was der Helfer will und sekundiert: „Herr Beocana, da das Verbrechen zwar gewollt aber nicht gelungen war, so wird das Strafmaß nicht sehr hoch bemessen, für den Anstifter vielleicht drei Jahre, für den Kumpel weniger. Herr von Wanger will für Sie das Beste.“
„Gewiß“, gibt jener zu. Bisher galt bei ihm allein das Tägliche; jetzt zieht anderes an seinem inneren Blick vorbei. Die Sorge um den Sohn, um sein Lebenswerk, zeigt ihm einen neuen Weg. Noch steht er ganz am Anfang da, noch weiß und ahnt er nicht, ob ihm das Neue eine Basis bietet. Ihm drängt sich aber auf, es müßte etwas anders werden — irgendwie — —
An Glauben denkt er dabei nicht, bloß daß es ‚Einen‘ gibt oder geben müßte, weil — Er verirrt sich in Gedanken; er scheucht mit Gewalt die Bilder fort. Realistik ist der Boden, worauf man seine Füße stellen muß. Da kann man keinen Schiffbruch leiden. Oder etwa doch — ? Was wäre denn geworden, wenn das Verbrechen ihm Roberto raubte?, wenn — —
Niemand stört den Gedankengang des Mannes, und Frau Beocana ist mit ihrem Sohn beschäftigt. Herr von Wanger prüft den Puls und die Augen und entnimmt seiner Tasche eine Medizin. Er hat extra eine Flüssigkeit bei sich, in die er ein paar Pillen mengt. „Nun wird er erst mal ruhig schlafen“, sagt er zuversichtlich. „Später komme ich zurück, wenn Sie erlauben; es wäre gut, wenn ich beim Erwachen Ihres Sohnes selbst zugegen bin.“
„Ich bitte Sie sogar darum, Herr von Wanger“, sagt der Fabrikant. „Ich werde mich erkenntlich zeigen, setzen Sie die Rechnung auf.“ O ja, ein Weltling denkt zuerst ans Geld; Rechnung und dergleichen mehr; die innere Verbindung spielt da keine Rolle. Es ist abermals ein feiner Zug, der des Arztes schönen Mund umspielt. Freundlich winkt er ab.
„In einem Urlaub gibt es keine Rechnung, da geht alles über die Mission. Wollen Sie ob der Errettung Ihres Sohnes etwas spenden, so sind wir Ihnen dankbar, weil wir unsern schwarzen Brüdern, von uns Weißen oftmals ausgestoßen und verfolgt, damit helfen können. Trotz vieler Unterstützung gibt‘s noch manche große Not, die gelindert werden muß.“
„Das tue ich noch heute! Von was leben aber Sie?, von Luft und Liebe?“ versucht der Fabrikant zu scherzen. „Es geht im Busch wohl einfach zu, Geld kostet aber alles.“ „Ich bin nicht arm“, erwidert Herr von Wanger, „und denken Sie ja nicht, wir hätten nichts als wilde Tiere und die Blätterhütten.
Mit pekuniärer Hilfe stellte ich Betriebe her. Wir haben unsere Mühle, Sägerei und ein Geschäft. Zwei wenn auch kleine Werke sind verschiedene Webereien. Meine Anbefohlenen sind gern bereit, viel zu lernen; zudem sind sie fleißig und gewissenhaft. Wie sind sie traurig, wenn ihnen Fehler unterlaufen; da muß ich trösten, statt zu zanken.“
Wanger ist ein feiner Menschenkenner. Im Gesicht des Fabrikanten ist zu lesen, was er nie verraten würde. Bei Fehlern wird er sehr oft ungerecht. Ein gutes Wort, ein freundliches Übersehen gibt es bei ihm nicht. Selbst seine Sekretärin schnauzt er bei geringsten Dingen an und hat sich nie entschuldigt, wenn er unrecht hatte. Er hätte die Bemerkung früher nie auf sich bezogen; nun spürt er, daß der fremde Mann ihn meint, geht aber drüberweg und interessiert sich für Wangers Arbeitsplatz.
„Sie kommen wirklich mit den Negern aus? Können die schon lesen oder schreiben?“ „Nicht alle“, erwidert Wanger, „doch wir haben eine Schule und zwei Lehrer, für ältere Leute und für die Kinder. Was meinen Sie, wie sich ein jeder Mühe gibt. Stolz sind sie, wenn wieder was im Kopfe sitzt.
Man darf sie nicht belächeln, wie leider dumme Weiße tun. Lernt man die Mentalität der Neger kennen, dann ist es kein Problem, sie aus ihrem Stand herauszuheben. Nicht ihr Gebiet gemeint. Überdies haben sie entgegen von uns Weißen viel naturverbundenes Wissen, was weit wichtiger als manches Wissen unseres Abendlandes ist. Ich habe viel gelernt, Dinge aus der Urzeit unserer Weltbevölkerung, die wir Modernen ganz verloren haben.
Wohl starb nach Umbruchzeiten mancher Grundbegriff. Aber manche Völker hinterließen viel von ihrem Wissen, obwohl sie keine Autos hatten, keine Mondraketen und — keine fürchterlichen Kriegsgeräte, die die gesamte Menschheit schier an einem Tag vernichten können. Ob das wirklich ein kultureller Fortschritt ist, kann jeder selbst erkennen, der nicht vergaß, was die letzten Weltenkriege mit sich brachten. Oder nicht?“
Eine ernste Mahnung an die Lebenslage aller Menschen. Das greift ans Gemüt. Recht hat der Weiße aus dem schwarzen Land. Aber ach — nichts ist mehr daran zu ändern. Die Technik steilt bergauf, die Menschheit sinkt bergab, sehr rasch sogar. Wer hält den Bergrutsch auf? Das fragt ein Polizist.
„Heute keiner mehr“, erwidert Herr von Wanger. „Wenn überhaupt, so kommt erst die Besinnung, wenn das große ‚Mene tekel ufarsin‘ zur Wirkung kommt. Es steht schon angeschrieben an den Wänden unserer Welt, auch nicht erst seit vorgestern. Wenn die Welt verdunkelt, die Menschen meine ich, und des Wortes Blitze niederflammen, dann vielleicht — gibt‘s noch eine Gnadenspanne, um zu retten, was zu retten ist — die innerlichen Werte.
Sie sind moderne Menschen“, zeigt der Arzt rundum, „Ihnen ist das Äußerliche wichtig mit dem Auf und Ab, mit der Mühe sich emporzuschrauben. Soweit ordentlich, wenn ein guter Sinn vorhanden ist. Ob das für des Menschen unsterbliches Sein genügt, über das man nicht so ohne weiteres verfügen kann — ? Vielleicht kommt das Bedürfnis, über diese Dinge einmal nachzudenken, die außerhalb des Alltags stehn.“ Er prüft den Zustand des Patienten, bietet Herrn und Frau Beocana seine Hand zum Gruß und sagt:
„Er braucht keine Pflege mehr. Wenn er erwacht, ehe ich zugegen bin, dann kann er wieder essen, was er will.“ „Soll er dann noch ruhen?“ fragt Frau Beocana, deren Sorge jetzt verschwunden ist und dem Gespräch des Priesterarztes folgte, mehr berührt davon als die drei Männer. „Nicht nötig, nur zu Hause soll Roberto bleiben, bis ich komme.“
„Würden Sie die Freundlichkeit besitzen, mich noch zu begleiten?“ Etwas unsicher klingt des Hausherrn Bitte. Daß der Priester darauf wartete, ahnte Beocana nicht. Erstmalig ist‘s, daß er sich kleiner als der andere fühlt. Das kam mal früher in der Jugend vor, seinem Vater gegenüber.
Seitdem er nach des Vaters Tod die Werke übernahm und daraus ein Großbetrieb geworden ist, hat er niemand über sich gestellt. Er war König seines Arbeitsreiches, war sein eigener Beamter, aber auch der erste Diener, stets einer von den Ersten, der den Ort der Tätigkeit betrat; und Roberto folgt ihm auf dem Fuße nach. Nun sieht er zu dem Manne heimlich auf, der ihm und seinem Sohn geholfen hat, der viel Sonderbares weiß.
„Sehr gern“, nickt Herr von Wanger. Im Beisein von Robertos Mutter mochte er nicht alles sagen, vor allem das Ereignis von der ersten bösen Nacht hat er zunächst verschwiegen. Die Offiziere bitten, ob sie an einem Abend zu ihm kommen dürften. Man verläßt die Villa, die Polizisten fahren in ihr Dienstgebäude, während Beocana sich vom Hausmann fahren läßt. Er setzt sich neben Herrn von Wanger in den Fond.
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