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Bewahret die Gnade, in Demut und Liebe!

Empfangen durch G. Mayerhofer, am 23. April 1870

Was soll Ich dir denn sagen, wenn du selbst nicht weißt, um was du fragen willst! Ob du deinen Brief recht geschrieben? Darauf kann Ich dir nur sagen: viel christliche Liebe hat aus dieser Antwort eben nicht herausgeschaut, doch wollte Ich es so haben, damit der Bruder endlich doch einsehe, dass nicht sein, sondern Mein Wille geschieht. Du wirst bald sehen wie willfährig er auf diese Antwort werden wird, weil du ihm die Zähne gezeigt hast!
Lasse nur Mich machen, Ich werde so alles am Ende noch zum Besten führen für ihn, für dich und Mich! Ich ließ es geschehen, dass Mein Wort einst in seinem Hause geschrieben wurde, im Hinblick auf kommende Bedürfnisse der Menschen; jetzt aber sind die Menschen soweit von Meinem Herzen abgekommen, dass sie sich selbst zu genügen glauben, und brauchen Meine Worte nicht mehr!? (Arme blinde Menschheit! D. Hsg.)
Doch Geduld! Bald werden Verhältnisse eintreten, wodurch auch dein Freund von Mir heimgesucht werden wird, wo Ich ihm haarklein beweisen werde, dass das so halbglauben, wie er es hat, zu gar keinem Ziele führt.
Seinem Sohne habe Ich schon längst die Eingebungen von Mir und Meinen Geistern genommen; auch sein Weib ist nicht mehr so hellsehend wie früher, wo sie die ganze Geisterwelt, ja manchmal Mich Selbst sehen und hören konnte. Alles dieses (große Gnadengeschenk) nahm Ich ihm aus seiner Familie wieder ab, weil er, wie auch andere dort, von dem von Mir bezeichneten Wege abzuweichen angefangen hat. Seine Plazierung zu L. habe Ich nicht gewollt, und so ist er jetzt auf gar Nichts angewiesen, er wird sich eine Zeit lang den Kopf zerbrechen, was er tun soll, tausend Pläne ergreifen und wieder verwerfen, bis endlich Ich ihm den rechten Weg zeigen werde, um zur geistigen Ruhe zu gelangen.
So muss es gehen, die Menschen müssen sich zuerst ihre Eigensinnshörner abstoßen, bis sie zu erkennen anfangen, dass Ich der Herr bin und kein anderer!
Während dieser Bruder von Mir abzufallen droht, werden andere Mir näher gebracht; so ersetze Ich Meinen Verlust immer wieder, dass Meine kleine Herde vollzählig wird; denn ihr wisset nicht, dass Ich durch euch eine kleine Gemeinde bilden will, die als Grundfeste dann eine Stütze zur weiteren Verbreitung dienen soll; auch dieser Bruder und seine Familie war zu diesem Zwecke ausersehen, aber ohne ihren freien Willen zu beeinträchtigen, konnte Ich sie nicht zwingen bei Mir zu verbleiben und so vielen sie ab, eines nach dem anderen, und dann um sie nicht alle ganz zu verlieren, nahm Ich sie von der Welt, um dort wieder noch zu retten, was auf dieser Erde ohne Zwang nicht möglich gewesen wäre.
Sorge dich nicht, was dir dein Bruder antworten wird, es wird doch alles nur so kommen, wie Ich es will, und eben was Ich will ist dann auch das Rechte.
Deswegen vertraue auf Mich! Liebe Mich von deinem ganzen Herzen! Fehle nicht so oft gegen deinen Nächsten und du wirst Meinen Segen nie entbehren! Amen!
Dies sagt dir dein Vater, der es mit euch allen so gut meint und euch nie mehr verlassen wird!
Amen, Amen, Amen!

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