← Zurück zu „Vaterbriefe Band 2“

322.  Winke über die Zeit der Heimsuchungen

322.
************
14. Januar 1883

Liebe Kinder!

"Die Zeit der Heimsuchungen" hat sich auch durch die vielen Überflutungen (und andere Ereignisse) an manchen Stellen und Gegenden bemerklich gemacht; es ist solches ein starker Beweis Meiner Macht, die den Elementen gebietet, so daß Meine Gegner in Verlegenheit dabei kommen, ihre Erfindungen und Wissenschaften höher anzupreisen, als die göttliche Weltregierung, gegen welche sie doch viel zu ohnmächtig sind, etwas zu tun.
Ich muß um des armen Volkes willen also tun, damit ihr einfach kindliches Vertrauen zu Mir teils bewahrt bleibt, teils wieder mehr zunimmt; denn auch dieses wird nach und nach von den Gottesleugner verführt, und wegen seiner Herzenseinfalt verspottet.
Um den Menschen nun wieder mehr zu Mir zu ziehen, rufe Ich ihnen ein mächtiges Halt! zu, durch irgend ein Naturereignis, das ihnen beweist, daß alles was unter (und über) der Sonne ist, Mir gehört, und somit auch alle Menschen von Mir abhängig sind.
Wer vermag Sturm und Wellen zu gebieten außer Mir? Diese Frage ist an Solche gerichtet, die sich auf ihren Verstand und ihr eigenes Ich verlassen; aber auch die weitere Frage, wer vermag die Herzen zu lenken, daß durch ihre Liebe die Wunden wieder verbunden werden, die Ich schlagen mußte, um dann wieder mit größerem Segen unter Denen wirken zu können, die Ich heimsuchte, um sie auf ewig zu retten?
Wenige sind unter den Betroffenen, die nicht zu Mir um Hilfe rufen; fast alle, alle schreien sie zu Mir in ihrer Not um Erbarmung, und Ich erhöre ihr Seufzen und Jammern, und will aufs Neue Mich ihrer annehmen; denn Ich bin auch der Allwissende, und nur Ich allein kann die Rechnung machen, ob ihr Schaden wieder ausgeglichen wird.
Obgleich Ich aber jedes Menschen Herz kenne und wohl weiß, wie viele und welche noch durch den Stempel tätiger Liebe zu den Meinigen zählen, so habe Ich doch zum Troste Meiner Kinder noch eine Volkszählung (d.h. Meines Volkes) nach Meiner Art zugelassen, dadurch, daß durch viele Register und Zeitungen nachgewiesen wird die Zahl derjenigen, die noch durch Liebetaten Meinem Gebote nachkommen: "Du sollst Deinen Nächsten lieben – wie dich selbst!"
Aber diese Worte haben noch einen andern Inhalt für Solche, die bereit sind zu geben; sie können zugleich den Maßstab an ihr eigenes Herz anlegen, mit der Frage: in wie weit sie wohl mit ihrer Gabe Mein Gebot erfüllen? und Ich sage euch: Meine Gnade und Barmherzigkeit ist groß; denn wer nur den tausendsten Teil von diesem Gebote erfüllt, den will Ich ins Unendliche segnen; aber leider sind dies Wenige nur, und diese Wenigen sind sogar noch die Besseren! Sehet so steht es jetzt um Meine Nachfolger (unter den Christen)!
Warum also sollte Ich Mich da nicht aufmachen, um noch geistig zu retten was möglich ist, damit nicht die Seelen in der Flut der Sünde dem ewigen Tode anheimfallen?
Erkennet daher in dieser Zeit (der Heimsuchung) Meine großen Gnaden-Einwirkungen, und suchet dadurch euch dankbar zu beweisen, daß ihr dem Gebote der Nächstenliebe immer mehr nachkommet; betet aber auch für die Schwer-Betroffenen, daß sie den ihnen zugedachten geistigen Segen nicht durch Klagen und Murren verscherzen.
Ich will ihnen beweisen, daß Ich wohl schlagen, aber auch heilen kann, und daß Ich ihr treuer Gott und Vater bin und bleiben will!

Amen! Euer Vater in Jesu!

← Zurück zu „Vaterbriefe Band 2“