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„Nehmet hin und esset, das ist Mein Leib für euch in den Tod gegeben!“

120. – 22. Juni 1879 "Zum Abendmahl" "Nehmet hin und esset, das ist Mein Leib für euch in den Tod gegeben!" usw..
 
Liebe Kinder!
Diese Worte sagte Ich zu Meinen Jüngern einige Zeit vor Meinem Tode, beim Einsetzen des Abendmahls, als ihnen so bange war, was ihnen die Zukunft in nächster Zeit bringen werde, weil überall Zeichen waren, wie sehr Ich verfolgt wurde.
 
Sie waren deshalb betrübt, und Ich mußte sie ganz besonders stärken, was nun durch das Liebesmahl geschah, welches sie mit Bereitwilligkeit und Dank annahmen; Meine Liebe sollte dadurch auch ihren Leib durchströmen, gleichwie Mein Leib von der Liebe durchdrungen war, und daher verklärt wurde.
 
Darum ist die Liebe, welche Mich nicht verlieren will, sondern bei dem Gedanken des Verlustes sich tief betrübt, würdig Mich zu empfahen; Ich werde das Mahl mit Solchen halten, und ihre Seele wird durch Mich gestärkt und mehr zu Mir gezogen werden.
 
Solch herzliches Verlangen und Sehnen nach Mir findet nicht immer gleich statt; daher Ich das Abendmahl als Erinnerungszeichen in der Christenheit einsetzte, um von Außen her und durch die Gemeinschaft dasselbe Verlangen je und je wieder hervorzurufen, damit Ich immer wieder aufs Neue in die Herzen einziehen kann.
 
Darum auch bis auf die Jetztzeit durch Meine Fürsorge das Abendmahl als ein Akt heiliger Handlung betrachtet wird, und dasselbe als ein offenes Bekenntnis für Mich gilt, und daher einem Jeden der es genießt auch Segen bringt.
 
Es ist recht nötig den Menschen durch äußere Handlung immer wieder aufzufordern zu einer Übergabe an Mich; er muß von seinen Mitmenschen öfters dazu angeregt werden, weil er so gerne sich damit entschuldigt, daß auch Andere gleichzeitig dahinleben; darum Ich gerade in dem Abendmahl Meinen Einfluß verstärke, und oft manchen gleichgültigen Menschen dabei erfasse mit Meiner Liebe, daß er zu Mir gezogen wird, und Ich ihm Mein Leiden und Sterben ins Gedächtnis rufe.
 
So hat Meine große Erbarmung schon damals bei der Einsetzung des heiligen Mahles dafür gesorgt – nicht ganz von euch vergessen zu werden, sondern bittend euch die Labung gereicht – Meiner zu gedenken, und Mein ganzes Wesen in euch aufzunehmen.
 
Es wird das Abendmahl nach Meinem Willen, (als ein Andenken an die Zeit, wo Ich auf Erden wandelte, und den Meinigen in dieser Handlung Meine große Liebe bewiesen habe), in der Kirche nicht ausgerottet werden können, sondern immer als ein Akt zu Meiner Verehrung und Meinem Gedächtnisse fortbestehen; alle sonstigen Anordnungen können umgestoßen werden, nicht aber das Abendmahl. Dieses muß, obgleich auf verschiedene Art, doch stets Mich Selbst repräsentieren.
 
Darum ist es nötig, (obgleich ihr glaubt Mich als Vater ganz zu besitzen), auch in eurer Gemeinschaft das Liebesmahl zu genießen, da Ich mitten unter euch weilen will. Amen!

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