Sehet, wie die aufgehende Sonne
mit ihrem Lichte alles durchdringt und aus den sie umgebenden lichten Wölklein gleichsam eine „neue Erde“ bildet! Was wohl stellen jene lichten Wölklein dar? Es sind das Vereine von lauter solchen Menschen, die von der göttlichen Wahrheit durchleuchtet sind. — Und sehet, nun rücken diese Vereine enger und enger zusammen und bilden so einen großen Verein, und sehet, das ist eben die neue Erde, über der sich ein neuer Himmel ausbreitet voll Licht und Klarheit! (Ev 8, Kap. 48, 1 f.)
Eine neue geistige Erde
Ihr müßt aber dabei nicht etwa der Meinung sein, als würde dann diese natürliche Erde vergehen und in eine neue umgewandelt werden, sondern nur die Menschen werden durch die Vollaufnahme der göttlichen Wahrheit in ihre Herzen als wahre Brüder und Schwestern in Meinem Namen unter sich eine neue geistige Erde schaffen. — Auf dieser neuen Erde werde Ich Selbst dann sein und herrschen unter den Meinen. Und sie werden mit Mir Umgang pflegen und Mich nimmerdar aus ihren Augen verlieren. (Ev 8, Kap. 48, 3 f.)
Kämpfe auf der alten Erde
Aber betrachtet nun auch die alte Erde! — Sehet, wie aus der neuen Erde in stets dichteren Strömen Lichter hinab auf die alte Erde schweben und diese so entzünden, daß sie wie in vollen Flammen zu stehen scheint! Da sehet ihr gar viele Tote wie aus den Gräbern hervor ans Licht gehen, und wie sie auch bald bekleidet werden mit dem Gewande der Wahrheit und dann auch aufwärtsschweben in das Reich der neuen Erde. — Aber zugleich merket ihr auch, wie noch ein gar großer, finsterer Teil sich auch bestrebt, das Gewand des Lichtes über sein schwarzes anzuziehen und aus Eigennutz und Herrschsucht abermals ein neues widerchristliches Heidentum zu schaffen. Aber Ich Selbst lasse Meinen Zorn über sie hereinbrechen, das ist das Feuer Meiner Wahrheit, und Meine Engel der neuen Erde fallen wie mit flammenden Schwertern über sie her und schlagen jede weitere finstere Bestrebung in die Flucht und in den Abgrund der gänzlichen Vernichtung. — Dies ist dann das allerletzte und größte Gericht um tausend Jahre später. Diese [ganze] Zeit wird genannt werden Mein Tausendjähriges Reich auf Erden, das durch dies allerletzte Gericht auf eine ganz kurze Zeit noch einmal eine kriegerische Unterbrechung haben wird; aber der Sieg wird ein baldiger und für alle künftigen Zeiten ein gänzlicher sein. Von da an wird aus den Himmeln und aus der Erde ein Hirt und eine Herde werden. Der Hirt werde, wie allzeit, Ich sein, und die Herde werden die Menschen auf Erden im vollen Vereine mit den Seligen in Meinen Himmeln ausmachen. — Denn diese Letztgenannten werden wieder so, wie es in den Urzeiten der Menschen auf dieser Erde war, sichtbar mit den Menschen auf der Erde verkehren. Aber bevor das geschehen wird, wird auch die natürliche Erde ganz mächtige Umgestaltungen erleiden. Große Länder und Reiche, die jetzt noch das große und tiefe Meer bedeckt, werden zum fruchtbarsten Boden emporgehoben werden. Und gar viele jetzt noch sehr hohe Berge werden erniedrigt und mit ihren zerbröckelten Spitzen gar viele tiefe Gräben und Täler ausgefüllt werden und ein fruchtbares Land bilden. (Ev 8, Kap. 48, 5 ff.)
Alle Meine Worte und Lehren,
die Ich je den Menschen durch den Mund der Urväter, der Propheten und Seher und nun Selbst gegeben habe, werden in vielen Teiloffenbarungen ihrem inneren, geistigen Sinne nach enthüllt werden. Aus solchen vielen Teilenthüllungen des innern, geistigen Sinnes des Wortes Gottes wird sich dann erst eine wahre und große Licht- und Lebenslehre zusammenformen, und diese Lehre wird dann das große und neue Jerusalem sein, das aus den Himmeln zu den Menschen herniederkommen wird. Und die in der neuen Lehre sein und leben werden, die werden wandeln im neuen Jerusalem und werden darin ewig wohnen, und ihrer Seligkeiten über Seligkeiten wird ohne Maß und Ziel nimmer ein Ende sein. Denn Ich Selbst werde bei ihnen sein, und sie werden schauen alle die zahllosen Herrlichkeiten Meiner Liebe, Weisheit und Allmacht. (Ev 7, Kap. 54, 4 f.)
Besiegung des Antichrist
Es wird aber vom Untergange dieser alten Stadt Jerusalem an bis in die Zeit der neuen Stadt Gottes auf Erden wenig Licht unter den Menschen auf Erden geben. Denn es werden sich nur zu bald eine Menge falscher Propheten und Priester in Meinem Namen erheben und werden falsche Wunder wirken und die Menschen betören und blind machen, ja der Antichrist wird solche Dinge mit Hilfe der Könige der Erde tun, daß sogar Meine Auserwählten, so Ich es zuließe, verlockt werden könnten, ihre Knie vor dem neuen Baal zu beugen. Aber Ich werde dann wieder eine große Drangsal unter die Menschen kommen lassen, wie sie noch nicht war unter der Sonne. Da wird der Baal gleich der Hure Babels gestürzt werden, und das Licht des lebendigen Wortes in den Herzen vieler Menschen wird dann kommen und die Bedrängten und Gebeugten aufrichten und erlösen, und sie werden sich alle in dem neuen Lichte freuen und Meinen Namen lobpreisen. — In jener Zeit werden die Menschen vielfach Umgang haben mit den reinen Geistern Meines Himmels, und diese werden ihre Lehrer sein und sie in allen Geheimnissen des ewigen Lebens in Gott unterweisen. (Ev 7, Kap. 54, 6 ff.)
Den Juden
wird die Gnade genommen und den Heiden verliehen werden. Sehet nach dem Weltteile Europa! Dorthin wird die Gnade verpflanzt werden. (Drtg, Kap. 26, 4 f.)
Auch das Land von Palästina bis zum Euphrat
wird einst wieder grünen und den Menschen, die eines guten Willens sind in Meinem Namen, eine gesegnete Wohnstätte abgeben. Jahr, Tag und Stunde, wann das geschieht, das hängt vom Wandel der Menschen ab, wann sie sich wieder von ihren Weltkönigen lostrennen und sich unter Meine Herrschaft wie zu den Zeiten Mosis und der Richter begeben werden. Das sage Ich dir aber als etwas Bestimmtes, daß bis dahin nicht viel über zweitausend Erdjahre vergehen werden. — Doch in dem jetzt noch sehr wüsten Erdteile, den ihr Europa nennet, wird der glückliche Zustand eher erfolgen. Denn in dem alten Weltteile Asien gibt es noch eine große Menge sehr harter Steine, die sich nicht so bald und so leicht in ein fruchtbares Land werden umgestalten lassen. Die harten Steine aber entsprechen den harten Herzen der Menschen, die schwer zu fruchtbaren Aeckern zur Aufnahme Meines Wortes umgewandelt werden können. — Ich sage dir: Eher, als ein Zehntel der Menschen dieses alten, großen Erdteiles sich im Vollsegen Meiner Lehre befinden, wird der schlechteste Teil von Europa in Meiner Lehre gesegneter sein als in diesem alten Erdteile der kleinste und beste. Denn da wird es noch viel Feuers benötigen, bis die übervielen Menschen dieses Erdteiles sich wirksam in den Strahlen Meiner Lebenssonne befinden und zum ewigen Leben erwärmen werden. — In Mir ist die geistige Sonne für euch [Bewohner Asiens] zuerst und am frühesten aufgegangen; aber dafür wird sie auch für euch am frühesten untergehen. Wenn sie aber wieder aufgehen wird, so wird sie zu euch nicht etwa vom Westen her aufgehen, sondern abermals von einem von hier aus sehr tief gelegenen Osten. Denn bei Mir geschieht alles in einer gewissen Ordnung, und wider diese Ordnung geschieht nichts, weder materiell, noch geistig. (Ev 10, Kap. 158, 6 ff.)
Es wird eine Zeit kommen,
in der sich das leidenschaftliche Wesen der Menschheit in ein ruhiges und fruchtbares Erdreich umgestalten wird, und dann erst wird es völlig helle und wonniglich unter den Menschen werden! Doch wird es aber der wahrhaft guten und reinen Menschen stets eine geringere Anzahl geben als derjenigen, die sich noch immer von ihren Weltleidenschaften mehr oder weniger werden beherrschen lassen. Solch eine bessere Zeit wird tausend und noch etliche Jahre währen und der gegenwärtigen Gestalt dieser Erde gleichen, die nun, von nur wenigen Stürmen heimgesucht, in einer gewissen Ruhe und Ordnung voll üppiger und fruchtreicher Fluren ist, aber daneben dennoch bei weitem mehr unfruchtbare und sehr stürmische Wüsten zählt als ruhige und fruchtbare Lande. (Ev 6, Kap. 207, 5 f.)
Das letzte Feuergericht
Aber nach solcher über tausendjährigen Zeit wird die Erde abermals eine große Feuerprobe zu bestehen bekommen. In solcher Zeit werden die Berge auf dieser Erde zu einem ebenen und fruchtbaren Lande werden. Und das Meer wird das tote Land, das noch in seinen Tiefen begraben liegt, vielfach hergeben müssen, und die besseren Menschen werden es in Besitz nehmen und es bald in ein Eden umgestalten. Da wird dann für immerhin, bis zur völligen Auflösung der ganzen Erde, der wahre Friede herrschen und der Tod sein Recht nicht und nimmerdar haben. — Aber wie die Berge der Erde einst dem ebenen Lande gleichgemacht werden, also werden auch die Menschen ihren Hochmut durch harte Prüfungen gänzlich ablegen müssen, ansonst es auf der Erde unter den Menschen nimmerdar zu einem wahren, inneren Frieden käme. Denn den Krieg gebiert nur der Hochmut der Menschen; hört der Hochmut auf, dann hören auch Mißgunst, Neid, Geiz, Haß, Unfriede und mit ihm aller Zank, Hader, Streit und Krieg auf. (Ev 6, Kap. 207, 7 ff.)
Zu Ende der Weltmenschenzeit
[d. h. wenn das Ende allen Weltgeistes herannaht] werden die Menschen zwar keine Berge bis zu ihren tiefsten Grundlagen abgraben, wie es die Gold und Edelsteine suchenden Hanochiten getan haben, auch werden sie keine Römer mehr in Harnisch zu bringen vermögen; aber sie werden durch allerlei Maschinen, durch Feuerkraft getrieben, anfangen, mittels unglaublich tiefer Schächte und Löcher ins Innere der Erde zu dringen, durch die die höchst brennbaren Gase [brennbaren Luftarten] in großen Massen auf die Oberfläche der Erde dringen werden. Und wird einmal die atmosphärische Luft mit solchen Gasen zu sehr gesättigt sein, so werden sich diese beinahe um die ganze Erde entzünden und alles zu Asche verbrennen. Nur wenige Menschen werden dabei am Leben bleiben. Doch die da bleiben werden, die werden dann auch Menschen von echtem Schrot und Korne sein. Diese werden dann wahrhaft eine ganz erneute Erde bewohnen, und ihr und viele, die nach euch in Meinem Namen kommen und erweckt werden, werden ihre Lehrer und Führer sein. — Von da an erst wird Mein Reich auf dieser Erde vollkommen ausgebreitet sein, und die Menschen der Sonne werden mit Meinen Kindern dieser erneuten Erde in eine vollste und gleichberechtigte Gemeinschaft treten und in der Liebe Meiner vollwahren Kinder großwachsen. (Ev 6, Kap. 207, 12 f.; vergl. Offbg. Joh., Kap. 20, 7—9).
Wer erweckt wird durch die Posaune,
der wird nicht erweckt zum Tode, sondern zum Leben. Wer aber den Schall der Posaune nicht wird hören wollen, der wird auch nicht erweckt werden, sondern verbleiben in der Nacht seines Grabes und in der Gefangenschaft des Meeres bis zur Zeit, in der diese ganze Erde aufgelöst wird durchs Feuer. Denn wie zu der Zeit Noahs werden sie freien und sich freien lassen und werden sich gar nicht kümmern um die Stimme Meiner Erweckten. Diese [die Gottesmenschen] werde Ich aber dann gleich in einem Augenblicke von dieser Erde entrücken, und jene [die hartnäckigen Weltmenschen] mit allen ihren Lieblingen dem alles zerstörenden Feuer preisgeben, zu dessen Entstehung die derzeitigen unbußfertigen Weltmenschen selbst das allermeiste beitragen werden. — Und sehet, das wird ein letztes Gericht auf dieser Erde sein, zu dem kleine Anfänge bald nach euch werden gemacht werden. Zudem aber müsset ihr freilich nicht denken, daß solch ein Feuer sogleich an allen Orten und Punkten der Erde zugleich hervorbrechen wird, sondern gleich nur so nach und nach, auf daß den Menschen noch immer zur Besserung Zeit und Raum gegeben wird. (Ev 10, Kap. 156, 5 f.)
Wie zu Noahs Zeiten,
so wird es auch dann sein: Die Liebe wird abnehmen und völlig erkalten. Der Glaube an eine aus den Himmeln an die Menschen geoffenbarte reine Lebenslehre und Gotteserkenntnis wird in einen finstersten toten Aberglauben voll Lug und Trug verwandelt werden. Und die Machthaber werden sich der Menschen abermals wie der Tiere bedienen und werden sie ganz kaltblütig und gewissenlosest hinschlachten lassen, so sie sich nicht ohne alle Widerrede dem Willen der glänzenden Macht fügen werden! Die Mächtigen werden die Armen plagen mit allerlei Druck und werden jeden freieren Geist mit allen Mitteln verfolgen und unterdrücken, und dadurch wird eine Trübsal unter die Menschen kommen, wie auf der Erde noch nie eine war! — Aber dann werden die Tage verkürzt werden der vielen Auserwählten wegen, die unter den Armen sich vorfinden werden; denn wo dies nicht geschähe, könnten sogar die Auserwählten zugrunde gehen. — Es werden aber dahin von nun an noch tausend und nicht noch einmal wieder tausend Jahre vergehen! Alsdann aber werde Ich dieselben Engel, so wie ihr sie nun hier sehet, mit großen Aufrufsposaunen unter die armen Menschen senden! Diese werden die im Geiste totgemachten Menschen der Erde gleichsam aus den Gräbern ihrer Nacht erwecken; und wie eine Feuersäule sich wälzt von einem Ende der Welt zum andern hin, werden diese vielen Millionen Geweckten sich hinstürzen über alle die Weltmächte, und niemand wird ihnen mehr einen Widerstand zu leisten vermögen! — Von da an wird die Erde wieder zum Paradiese werden. Und Ich werde leiten Meine Kinder rechten Weges immerdar. — Aber von da an nach einem Verlaufe von tausend Jahren wird der Fürst der Nacht einmal auf eine nur sehr kurze Zeit von sieben Jahren und etlichen Monden und Tagen der Zeit nach frei seiner selbst willen, entweder zum gänzlichen Falle oder zur möglichen Wiederkehr. — Im ersten Falle wird dann die Erde zu einem ewigen Kerker ihrem innersten Teile nach umgewandelt werden; aber die Außenerde wird ein Paradies verbleiben. Im zweiten Falle aber würde die Erde zum Himmel umgestaltet werden, und der Tod des Fleisches und der Seele würde für ewig verschwinden! — Wie aber das, und ob?! Das darf voraushin auch nicht einmal der erste Engel der Himmel wissen; das weiß allein der Vater! (Ev 1, Kap. 72, 2 ff.)
Textgrundlage: bereitgestellte historische Ausgabe. Originalscan · PDF-Seite 18 →
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