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Zahn – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Die Zähne bedeuten im Wort das unterste Natürliche, im echten Sinne die Wahrheiten desselben, und im entgegengesetzten Sinne die Falschheiten desselben; diesen entsprechen auch die Zähne. <HG 4424>

“Und die Zähne weiß von Milch” bedeutet, das göttlich Natürliche sei nichts als das Gute vom Wahren. Dies erhellt aus der Bedeutung von weiß, insofern es vom Wahren gesagt wird; aus der Bedeutung der Zähne, insofern sie im eigentlichen Sinn das Natürliche bezeichnen, denn was hart ist beim Menschen, wie die Zähne, die Knochen, die Knorpel, entspricht dem Wahren und dem Guten im untersten Natürlichen; und aus der Bedeutung der Milch, insofern sie das himmlisch Geistige bezeichnet, oder was dasselbe ist, das Gute des Wahren. Das göttlich Natürliche des Herrn wird das Gute des Wahren genannt in Beziehung auf die Menschen, die im Glauben und in der Liebe zum Herrn sind; denn die der äußeren Kirche angehören, können ihr Denken nicht höher erheben als zum göttlich Natürlichen des Herrn; die dagegen, die der inneren Kirche angehören, erheben es über das Natürliche zum Inneren; denn ein jeder, der im Glauben an den Herrn ist, macht sich über Ihn eine Vorstellung gemäß der Fähigkeit, seine Gedanken zu erheben. Diejenigen nämlich, die wissen, was das Innere ist, können eine Vorstellung vom Inneren haben; die aber nicht wissen, was das Innere ist,

haben nur eine Vorstellung vom Äußeren. Daher kommt es, daß das göttlich Natürliche des Herrn das Gute des Wahren heißt, während doch Sein ganzes Menschliche das göttlich Gute der göttlichen Liebe ist. <HG 6380>

Weil der Herr Sein ganzes Menschliches verherrlicht, d.h. göttlich gemacht hat, darum wird von Ihm gesagt: “Rot an den Augen vom Wein, und weiß an den Zähnen von Milch”: 1.Mose 49/12; durch rot an Augen vom Wein wird bezeichnet, daß Sein Verständiges das göttlich Wahre aus dem göttlich Guten war, und durch weiß an Zähnen von Milch wird bezeichnet, daß Sein Sinnliches ebenso das göttlich Wahre aus dem göttlich Guten war; denn unter Schilo wird dort der Herr verstanden. Weil die Zähne dem Letzten des verständigen Lebens, welches das Sinnliche genannt wird, entsprechen, darum erfreuen sich die guten Geister und Engel ebenso der Zähne, wie die Menschen, aber bei ihnen entsprechen sie den Wahrheiten im letzten Sinnlichen, denn das Sinnliche bei ihnen ist nicht getrennt von dem Wahren des inwendigeren Verstandes, welches das Geistige genannt wird. Weil die Zähne bei den Bösen dem Falschen entsprechen, das bei ihnen im Letzten des verständigen Lebens sich findet, welches das sinnlich Körperliche genannt wird, deshalb erscheinen die so gearteten Geister mit einem häßlichen Angesicht, das großenteils die Zähne bilden, die reihenweise weit auseinander stehen in einem aufgesperrten Rachen, und zwar, weil ein solcher Zähnerachen der Liebe und Begierde, für das Falsche gegen das Wahre zu kämpfen entspricht. Weil die Zähne dem Letzten des verständigen Leben des Menschen entsprechen, welches das Sinnliche genannt wird, und dieses im Falschen des Bösen ist, wenn es getrennt ist von den Wahrheiten des inwendigeren Verstandes, dagegen ebendieselben den Wahrheiten des Guten im Sinnlichen, wenn es nicht getrennt ist, entsprechen, darum bedeuten die Zähne im Wort auch das letzte Wahre. <EKO 556>

Der Mensch soll erkennen, daß all seine eigene Weisheit und Einsicht, und soll sie zu den Füßen des Herrn legen. ... Der Herr: Siehe, es geht mit dieser Sache des Geistes beinahe gerade also wie mit den Zähnen, die so ganz eigentlich das Symbol der Weisheit sind: Die Milchzähne, die das Kind mit Schmerzen überkam, müssen wieder etwas schmerzlich vertilgt werden, wenn die starken Manneszähne kommen; denn sie waren nur Wegmacher für die Manneszähne. Also muß aber auch alle deine (Lamech) frühere Weisheit aus dir, bis du dann erst die Meinige, ewig mächtige in dir aufnehmen kannst. <HHGT III,66/12-14>

Der Herr: Wie wollt ihr einst speisen an der großen Tafel Abrahams, so alle eure Zähne (Weisheit aus dem Glauben des Wortes) hohl geworden sind von den Weltfüßigkeiten und somit unfähig, euer tägliches Brot zu verkauen, um welches ihr doch täglich in Meinem Gebote bittet. <HIGA I,S.30/1: Das vornehmste Gebot>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 224 →

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