Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Hie und da wird im Worte gelesen: “bis auf diesen Tag”, oder “bis heute”: “Dieser ist der Vater Moabs bis auf diesen Tag, und der Vater Ammons bis auf diesen Tag”; und nachher: “Der Name der Stadt Beerscheba bis auf diesen Tag”; ferner: “Nicht essen die Söhne Israels die Spannader, die auf dem Gelenk der Hüfte ist, bis auf diesen Tag”; wie auch: “dieses ist das Grabmal Rachels bis auf den Tag”; “Joseph machte es zur Satzung bis auf diesen Tag”: dieses bezieht sich im historischen Sinn auf die Zeit, wo Moses lebte, aber im inneren Sinn wird durch “diesen Tag” und durch “heute” das Fortwährende und Ewige des Zustandes bezeichnet. Der Tag bezeichnet Zustand; so auch “heute”, das die gegenwärtige Zeit ist. Was der Zeit in der Welt angehört, das ist ewig im Himmel; um dies zu bezeichnen, wurde hinzugesetzt “heute” oder “bis auf diesen Tag”; obwohl es denjenigen, die im historischen Sinn sind, erscheint, als ob es nichts sonst in sich schlösse. <HG 2838, 4316>
“Am morgenden Tag” bedeutet in Ewigkeit. Dies erhellt aus der Bedeutung des morgenden Tages. Wenn im Wort genannt wird gestern, heute oder morgen, dann wird im höchsten Sinn bezeichnet das Ewige, gestern bedeutet von Ewigkeit, heute ewig, und morgen in Ewigkeit. Daß heute ewig ist, sehe man HG 2838; denn die Zeiten im Wort bedeuten Zustände, wie Jahrhunderte, Jahre, Monate, Wochen, Tage, Stunden, was öfter gezeigt worden. Hingegen beim Herrn sind es nicht Zustände, sondern alles ist da ewig und unendlich. Hieraus wird klar, daß durch den morgenden Tag bezeichnet wird in Ewigkeit. <HG 3998>
Ps.7/12: “Von dem Beschlossenen will Ich Kunde geben. Jehovah hat gesagt: Mein Sohn bist Du, Ich habe Dich heute gezeugt”: Es wird hier nicht ein Sohn von Ewigkeit, sondern ein in der Welt geborener Sohn verstanden; denn es ist eine Weissagung vom Kommen des Herrn, weshalb sie auch ein Beschluß heißt, von dem Jehovah dem David Kunde gab. Heute heißt nicht von Ewigkeit, sondern in der Zeit. <4HL/LH 19>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 111 →
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