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Die Kenntnis vom inneren Sinn des Wortes ist auch das Reich Gottes – Entsprechungslehre

Der innere Sinn – oder die Entsprechungen im göttlichen Wort

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Der buchstäbliche Sinn des Wortes dient den darin verborgenen Wahrheiten zur Wache

Der buchstäbliche Sinn des Wortes dient dem echten Wahren, das inwendig verborgen liegt, zur Wache. Und die Wache besteht darin, daß jener Sinn so oder anderes gedeutet und nach der Fassungskraft erklärt, und doch hierdurch das Innere nicht beschädigt noch verletzt werden kann. Denn es schadet nicht, daß der buchstäbliche Sinn des Wortes von dem einen anders als von dem anderen verstanden wird, wohl aber schadet es, wenn das göttlich Wahre, das inwendig verborgen liegt, verkehrt wird, denn dadurch wird dem Wort Gewalt angetan. Darüber, daß dies nicht geschehe, wacht der buchstäbliche Sinn, und wacht bei denjenigen, die aus Religion im Falschen sind, und sich in diesem Falschen nicht bestärken; denn diese tun demselben keine Gewalt an. Dies Wache wird durch die Cherube bezeichnet, und auch durch sie im Wort beschrieben. Sie werden angedeutet durch die Cherube, die, nachdem Adam mit seinem Weibe aus dem Garten Eden vertrieben war, an dessen Eingang gestellt wurden, und von denen 1.Mose 3/23,24 liest: “Als Jehovah Gott den Menschen hinausgetrieben hatte, stellte Er an den Garten Eden gegen Morgen Cherube mit flammendem und sich hin und her wendenden Schwerte, den Weg zum Baume des Lebens zu hüten”. Durch die Cherube wird die Wache angedeutet. Durch den Weg zum Baum des Lebens wird bezeichnet der Eingang zum Herrn, der den Menschen durch das Wort gegeben ist. Durch die Flamme des sich hin und her wendenden Schwertes wird das göttlich Wahre im Untersten bezeichnet, welches wie das Wort im buchstäblichen Sinne ist, der so gewendet (verschieden ausgelegt) werden kann. <4HL/HS 97>

Die Kenntnis vom inneren Sinn des Wortes ist auch das Reich Gottes

Der Herr zu einem Magier: Frage aber um Dinge, die eines rechten Menschen würdig sind! Denn um gar vieles sorgt und kümmert sich oft ein Mensch; doch eines ist nur, das ihm not tut, und dieses eine ist die Wahrheit. Wenn der Mensch alles besäße, und die Wahrheit fehlte ihm, so wäre er dennoch das ärmste Wesen der Welt. Der Mensch suche daher vor allem die Wahrheit, welche das wahre Reich Gottes auf Erden ist! Hat er das gefunden, so hat er damit auch schon alles gefunden. Darum frage du nach nichts anderem als nach der Wahrheit; denn die allein tut euch not. <JE VII,116/8,9>

Der Herr erklärt das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden und sagt anschließend: Das was Ich euch nun geoffenbart habe, ist auch Gottes Reich, das Ich euch wiederbringe samt seiner Gerechtigkeit. Wer das beherzigen und das zum Handeln dargeliehene Pfund treu und gewissenhaft verwalten wird, der wird auch den Lohn des Lebens finden. <JE IX,27/22>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 112 →

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