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Das Wort – Entsprechungslehre

Der innere Sinn – oder die Entsprechungen im göttlichen Wort

Der innere Sinn - oder die Entsprechungen im göttlichen Wort

Das Wort

Das Wort ist vom Herrn und enthält bis zum kleinsten Jota Geheimnisse des Himmels

Es wird allgemein gesagt, das Wort sei von Gott, es sei von Gott eingegeben, und daher heilig; dennoch aber weiß kaum jemand, wo in ihm das Göttliche liegt; denn das Wort erscheint im Buchstaben wie eine gewöhnliche Schrift, in einem fremdartigen Stil, der weder erhaben noch lichtvoll ist, wie dies dem Anschein nach die Schriften der Welt sind. Daher kommt, daß der Mensch, der die Natur für Gott, oder der sie mehr als Gott verehrt, und daher aus sich und seinem Eigenen, und nicht aus dem Himmel vom Herrn her denkt, leicht in Irrtum über das Wort und in Verachtung desselben verfällt, und, wenn er es liest, bei sich sagen kann: Was soll dies, was jenes, ist dies göttlich, kann Gott, Der unendliche Weisheit hat, so sprechen? Wo und woher anders ist sein Heiliges, als aus dem Aberglauben und somit aus der Überredung? Allein wer so denkt, überlegt nicht, daß Jehovah der Herr, Der der Gott des Himmels und der Erde ist, das Wort durch Moses und die Propheten gesprochen hat, und daß es daher nichts als das göttlich Wahre sein kann; denn was Jehovah, der Herr selbst spricht, das ist wahr. Auch bedenkt er nicht, daß der Herr, der Heiland, Der mit Jehovah Einer und derselbe ist, das Wort bei den Evangelisten aus Seinem Munde, und vieles aus dem Geist Seines Mundes, welcher der Heilige Geist ist, durch Seine zwölf Apostel gesprochen hat. Daher kommt, daß, wie Er selbst sagt, in Seinen Worten Geist und Leben ist, und daß Er das Licht ist, welches erleuchtet, und daß Er die Wahrheit ist. Allein der natürliche Mensch kann hierdurch doch nicht überzeugt werden, daß das Wort das göttlich Wahre selbst ist, in dem göttliche Weisheit und göttliches Leben ist; denn er beurteilt es nach dem Stil, und in diesem kann er das Göttliche nicht finden. Gleichwohl ist der Stil des Wortes der göttliche Stil selbst, mit dem kein anderer Stil, wie erhaben und vortrefflich er auch erscheint, verglichen werden kann. Der Stil des Wortes ist von der Art, daß es heilig ist in jedem Sinn, und in jedem Wort, ja hin und wieder selbst in den Buchstaben. Daher das Wort den Menschen mit dem Herrn verbindet, und den Himmel öffnet. Zwei Dinge sind es, die vom Herrn ausgehen: die göttliche Liebe und die göttliche Weisheit, oder was dasselbe ist, das göttlich Gute und das göttlich Wahre. Das Wort ist seinem Wesen nach beides, und weil es den Menschen mit dem Herrn verbindet, und den Himmel öffnet, so erfüllt das Wort den Menschen mit dem Guten der Liebe und mit den Wahrheiten der Weisheit; seinen Willen mit dem Guten der Liebe, und seinen Verstand mit den Wahrheiten der Weisheit, infolgedessen dem Menschen durch das Wort Leben zuteil wird.

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Doch ist wohl zu merken, daß nur denjenigen Leben aus dem Worte zuteil wird, die es in der Absicht lesen, die göttlichen Wahrheiten aus ihm als ihrer Quelle zu schöpfen, und zugleich auch in der Absicht, die daraus geschöpften Wahrheiten auf das Leben anzuwenden; - das Gegenteil geschieht bei denen, die das Wort nur in der Absicht lesen, Ehrenstellen zu erhaschen und die Welt zu gewinnen. <WCR 189-191>

Daß das Wort des Alten Testaments Geheimnisse des Himmels enthält, und daß alles und jedes in ihm eine Beziehung hat auf den Herrn, Seinen Himmel, die Kirche, den Glauben und das was zum Glauben gehört, ersieht kein Sterblicher aus dem Buchstaben; denn aus dem Buchstaben oder dem Sinne des Buchstabens sieht niemand etwas anderes, als daß es im allgemeinen sich beziehe auf das Äußere der jüdischen Kirche, während doch überall ein Inneres ist, das nirgends offen vorliegt im Äußeren, ausgenommen sehr weniges, das der Herr geoffenbart und den Aposteln erklärt hat; wie z.B. daß die Opfer den Herrn bedeuten; das Land Kanaan und Jerusalem den Himmel, daher dieser auch genannt wird das himmlische Kanaan und Jerusalem; desgleichen das Paradies. Daß aber alles und jedes, ja das allereinzelnste, bis zum kleinsten Jota, Geistiges und Himmlisches bezeichnet und in sich schließt, darüber ist die Christenheit noch in tiefer Unkunde, daher sie auch das Alte Testament wenig beachtet. Man könnte es jedoch wissen schon aus diesem einzigen Umstand, daß das Wort, weil es des Herrn und vom Herrn ist, überall nicht sich denken ließe, wenn es nicht innerlich solches enthielte, was des Himmels, was der Kirche und was des Glaubens ist, da es sonst nicht Wort des Herrn genannt und auch nicht gesagt werden könnte, daß ihm einiges Leben inwohne. Denn woher sollte das Leben kommen, wenn nicht von dem, was des Lebens ist, d.h., wenn nicht daher, daß alles und jedes sich bezieht auf den Herrn, Der das eigenste Leben ist; daher alles, was nicht inwendig auf Ihn abzielt, nicht lebt, ja welcher Ausdruck im Worte nicht Ihn in sich schließt, oder nach seiner Weise auf Ihn sich bezieht, der ist auch nicht göttlich. Ohne ein solches Leben ist das Wort in Ansehung des Buchstabens tot; es verhält sich nämlich mit dem Worte, wie mit dem Menschen, der, wie in der Christenheit bekannt ist, ein äußerer und ein innerer ist; der äußere Mensch getrennt vom inneren ist der Leib, und somit tot; der innere aber ist es, der lebt und dem äußeren Leben gibt. Der innere Mensch ist seine Seele: so ist das Wort, bloß dem Buchstaben nach genommen, wie ein Leib ohne Seele. Aus dem bloßen Buchstabensinne, wenn man bei ihm stehenbleibt, kann nie ersehen werden, daß er dergleichen enthält, wie z.B. das erste von der Genesis. Aus dem Buchstabensinn erkennt man durchaus nichts anderes, als daß gehandelt wird von der Schöpfung der Welt und vom Garten Eden, der das Paradies genannt wird, dann von Adam, als dem erstgeschaffenen Menschen. Wer ahnt wohl etwas anderes? Das erste Kapitel der Genesis, handelt im inneren Sinn von der neuen Schöpfung des Menschen oder von seiner Wiedergeburt im allgemeinen, von der Ältesten Kirche im besonderen und zwar so, daß nicht das Kleinste eines

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Wortes ist, das nicht etwas vorbilde, bezeichne und in sich schließe. <HG 1-4>

Weil ein jedes Wort in der Schrift vom Herrn ist, und somit Göttliches einem jeden innewohnt, so erhellt, daß nirgends ein Wort, nicht einmal ein Jota ist, das nicht etwas bezeichnet und in sich schließt; so auch wenn es hier heißt “drei” Weiber, dann Weiber “seiner” Söhne, wie auch “mit ihnen”. Was aber das einzelne in sich schließt zu erklären, wäre zu weitläufig, es genügt, bloß vom Allgemeinsten eine allgemeine Vorstellung zu geben. <HG 771>

Obwohl dies Namen derjenigen Völkerschaften waren, die zusammen die Alte Kirche ausmachten, so werden dennoch im inneren Sinn Sachen verstanden, nämlich die Gottesdienste selbst. Von Namen, Ländern, Völkerschaften und dergleichen, wissen die im Himmel nichts; von dergleichen hat man dort keine Vorstellung, sondern von den durch sie bezeichneten Dingen. Vom inneren Sinn her hat das Wort des Herrn sein Leben, er ist wie die Seele, und der äußere Sinn ist gleichsam deren Leib; und es verhält sich damit wie beim Menschen, wenn sein Leib stirbt, dann lebt die Seele, und wenn die Seele lebt, dann weiß er nicht mehr, was des Leibes ist, somit wenn er unter die Engel kommt, auch nicht was das Wort im Buchstabensinne, sondern was es in seiner Seele ist. Der Mensch der Ältesten Kirche war so geartet, daß er, wenn er heutzutage leben und das Wort lesen würde, gar nicht am Sinne des Buchstabens kleben würde, sondern es wäre, als ob er ihn nicht sähe, sondern nur den inneren Sinn abgezogen vom Buchstaben, und zwar als ob der Buchstabe nicht wäre, so wäre er im Leben oder in der Seele des Wortes. Gleiches ist der Fall überall im Wort, auch in den Geschichten, die ganz so sich verhalten, wie sie erzählt sind, dennoch aber ist in ihnen nicht einmal ein Wörtchen, das nicht im inneren Sinn Geheimnisse in sich schließt, die denen durchaus nie erscheinen, die nur auf den geschichtlichen Zusammenhang merken. So also werden 1.Mose 10. Kapitel durch die Namen bezeichnet, im buchstäblichen oder geschichtlichen Sinn, die Völker, die zusammen die Alte Kirche ausmachten, im inneren Sinn aber ihre Religionslehren. <HG 1143>

Das Wort ist so geschrieben, daß das einzelne darin bis auf das allerkleinste den Dingen entspricht, die im Himmel sind; dadurch hat das Wort göttliche Kraft, und verbindet den Himmel mit der Erde. Die Engel, die im Himmel sind, werden von dem Heiligen, das im inneren Sinn ist, angezogen, dies geschieht durch die Entsprechung der einzelnen Dinge in demselben. <HG 8615>

Wer da glaubt, daß das heilig Göttliche im Worte nicht tiefer verborgen liege, als in dem Sinn, der im Buchstaben erscheint, sieht in diesem und in den übrigen Aussprüchen des Wortes das Heilige aus keinem anderen Grunde, als aus dem Glauben, daß alles in demselben von Gott eingegeben sei, und daß unerklärliche Geheimnisse darin enthalten seien. Diejenigen aber, die diesen Glauben nicht

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haben, verachten das Wort schon deshalb, weil der Stil desselben viel weniger erhaben erscheint, als der Stil, der nach dem Geiste der Welt gebildet ist, wie er sich bei vielen alten und neueren Schriftstellern findet. Sie mögen aber wissen, daß heilig Göttliches in allem und jedem des Wortes verborgen liegt, welches aber darin besteht, daß alles und jedes vom Herrn, von Seinem Reich und Seiner Kirche handelt. Diese Dinge sind hochheilig, weil sie Göttliches sind vom Herrn, und in diesen ist ewiges Leben gemäß den Worten des Herrn: Joh.6/63: “Die Worte, die Ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben”. Diese hochheiligen göttlichen Dinge zeigen sich klar und deutlich vor den Engeln im Himmel, weil sie das Wort nicht natürlich nach dem Buchstabensinn, sondern geistig nach dem inneren Sinn auffassen. Nach diesem Sinn würden auch die Menschen das Wort auffassen, wenn sie ein engelmäßiges Leben führten, nämlich ein Leben des Glaubens und der Liebe. Was aber im inneren Sinn des Wortes enthalten ist, ist nichts anderes, als was die echte Lehre der Kirche lehrt. Die echte Kirchenlehre lehrt den Herrn, die Liebe zu Ihm und die Liebe zum Guten, das von Ihm stammt. Diese Liebe ist die Liebtätigkeit gegen den Nächsten. Die, welche dieses Leben führen, werden vom Herrn erleuchtet, und sehen das Heilige des Wortes; keineswegs aber die anderen. <HG 9086>

“Vor deinem ganzen Volk will Ich Wunderbares tun”, 2.Mose 34/10, bedeutet das Wort, das göttlich ist im ganzen und einzelnen für die Kirche. Dies erhellt aus der Bedeutung des Volkes Moses, sofern es da ist, wo die Kirche ist, weil bei ihm die Kirche errichtet werden sollte; und aus der Bedeutung des Wunderbaren, das Jehovah tun wollte, sofern es das Göttliche im ganzen und einzelnen des Wortes bezeichnet: Denn darinnen ist das Wort wunderbar, daß es göttlich ist in jedem Jota, weil ein jeder Ausdruck irgendeiner geistigen Sache entspricht, und man kann sagen, daß diese darin verborgen sei, weil das Geistige des Wortes bei den Engeln zutage kommt, wenn das Wort vom Menschen gelesen wird. Damit verhält es sich auf folgende Weise: Alles und jedes, was in der natürlichen Welt ist, hat seine Entsprechung mit den Dingen, die in der geistigen Welt sind, und zwar bis auf die einzelnen Worte hinaus. Das Wort aber ist so geschrieben, daß die darin enthaltenen Worte in ihrem Zusammenhang Reihenfolgen von geistigen Dingen in sich schließen, die dem Menschen nicht erscheinen, wenn er die Entsprechungen nicht weiß; darin liegt das Göttliche im Wort verborgen, und daher ist das Wort geistig, wie es auch genannt wird. Das ist es also, was hier durch das Wunderbare bezeichnet wird, weil es vom Wort handelt, das bei jenem Volk geschrieben werden sollte. <HG 10633>

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Das Wort wurde in Entsprechungen geschrieben

Weil das Wort in seinem Inneren geistig und himmlisch ist, so ist es in lauter Entsprechungen geschrieben, und was in lauter Entsprechungen geschrieben ist, das ist in seinem letzten Sinn (oder im buchstäblichen Sinn) in einer Schreibart geschrieben, dergleichen bei den Propheten und Evangelisten sich findet, die, ob sie gleich gewöhnlich erscheint, doch die göttliche Weisheit und alle Engelweisheit in sich verschließt. <4HL/HS 8>

Die, welche aus dem Sinnlichen des Leibes, und nicht aus dem Sinnlichen des Geistes denken, können gar nicht anders begreifen, als daß der Sinn des Wortes im Himmel so beschaffen sei, wie in der Welt, d.h., wie er im Buchstaben ist. Wenn man sagt, der Sinn des Wortes im Himmel sei so beschaffen, wie das Denken des inwendigen Menschen, der keine materiellen Vorstellungen hat, d.h. keine weltlichen, leiblichen und irdischen Vorstellungen, so würde dies heutzutage als eine widersinnige Behauptung erscheinen, mehr noch, wenn man sagt, der Sinn des Wortes im Himmel sei so verschieden von seinem Sinn in der Welt oder im Buchstaben, wie das himmlische Paradies von einem irdischen, oder wie himmlische Speise und Trank von irdischer Speise und Trank. Wie groß der Unterschied ist, erhellt daraus, daß das himmlische Paradies Einsicht und Weisheit ist, die himmlische Speise alles Gute der Liebe und Liebtätigkeit, und der himmlische Trank alles Wahre des Glaubens aus diesem Guten. Wer würde sich heutzutage nicht wundern, wenn er hörte, daß man im Himmel, wenn Paradies, Garten, Weinberg im Wort genannt werden, kein Paradies oder Garten oder Weinberg darunter versteht, sondern statt dessen solches, was der Einsicht und Weisheit aus dem Herrn angehört; und daß man, wenn Speise und Trank, z.B. Brot, Fleisch, Wein, Wasser genannt wird, statt derselben im Himmel solches versteht, was dem Guten der Liebe und dem Wahren des Glaubens vom Herrn angehört; und zwar nicht infolge von Erklärungen, auch nicht vergleichsweise, sondern kraft der Entsprechungen in voller Wirklichkeit. Weil das Himmlische, das der Weisheit, der Einsicht dem Guten der Liebe und dem Wahren des Glaubens angehört, jenen Dingen wirklich entspricht. Und für diese Entsprechung ist der inwendige Mensch geschaffen in Beziehung auf den äußeren, somit der Himmel, der im inwendigen Menschen ist, in Beziehung auf die Welt, die im äußeren Menschen ist, und ebenso im allgemeinen. Daß das Wort den Entsprechungen gemäß im Himmel verstanden und vernommen wird, ist im Vorhergehenden überall gezeigt worden. Wer das, was soeben gesagt wurde, begreift, kann auch wissen und einigermaßen innewerden, daß durch das Wort die Verbindung des Menschen mit dem Himmel, und durch den Himmel mit dem Herrn stattfindet, und daß ohne das Wort keine Verbindung bestünde. Man sehe, was hierüber HG 2143, 7153, 7381, 8920, 9094, 9212, 9216, 9357 und anderwärts öfter gezeigt worden ist. <HG 9396>

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In den ältesten Zeiten war die Entsprechung vollständig bekannt; denn für die, welche damals lebten, war die Wissenschaft der Entsprechungen die Wissenschaft der Wissenschaften, und so allgemein, daß alle ihre Schriften und Bücher in Entsprechungen geschrieben waren. Das Buch Hiob, welches ein Buch der Alten Kirche ist, ist voll von Entsprechungen. Die Hieroglyphen der Ägypter und auch die Mythen der Urmenschen waren nichts anderes. Alle alten Kirchen waren Geistiges vorbildende Kirchen: ihre Bräuche, nach denen ihr Gottesdienst eingerichtet war, bestanden aus lauter Entsprechungen, ebenso alle Satzungen und Rechtsverhältnisse, die ihren Gottesdienst und ihr Leben betrafen. Da sich also die göttlichen Dinge in der Welt in Entsprechungen darstellen, so ist auch das Wort in lauter Entsprechungen geschrieben worden, weshalb der Herr, weil Er aus dem Göttlichen sprach, in Entsprechungen sprach, denn was aus dem Göttlichen ist, das fällt in der Natur in Dinge, die den göttlichen Dingen entsprechen, und die dann die göttlichen Dinge, welche die himmlischen und geistigen heißen, in ihrem Schoß bergen. <WCR 201>

Ich (Swedenborg) bin unterrichtet worden, daß die Menschen der Ältesten Kirche, die vor der Sündflut bestand, von so himmlischer Art waren, daß sie mit den Engeln des Himmels redeten, und daß sie mit denselben reden konnten durch Entsprechungen; infolgedessen sie zu einer solchen Stufe der Weisheit gelangten, daß sie über alles, was sie auf Erden sahen, nicht bloß natürlich, sondern auch zugleich geistig, und so in Gemeinschaft mit den Engeln des Himmels, dachten. Noch weiter bin ich unterrichtet worden, daß Chanoch (1.Mose 5/21-24) mit seinen Genossen aus ihrem Munde die Entsprechungen gesammelt und deren Kenntnis auf die Nachkommen fortgepflanzt habe; was dann die Folge hatte, daß die Wissenschaft der Entsprechungen in vielen Reichen Asiens, besonders im Lande Kanaan, in Ägypten, Assyrien, Chaldäa, Syrien, Arabien, Tyrus, Sidon, Ninive, nicht nur bekannt, sondern auch ausgebildet war, und von da nach Griechenland verpflanzt, hier aber in Mythisches verkehrt wurde, wie dies aus den Schriften der dortigen Urbewohner erhellen kann. <WCR 202>

Weil die vorbildenden Bräuche der Kirche, die Entsprechungen waren, mit dem Fortgang der Zeit in Götzendienst, und auch in Magie verkehrt zu werden anfingen, so ging diese Wissenschaft infolge einer Fügung der göttlichen Vorsehung allmählich verloren, und kam beim israelitischen und jüdischen Volk gänzlich in Vergessenheit. Zwar bestand der Gottesdienst dieses Volkes aus lauter Entsprechungen, und war daher Vorbildung himmlischer Dinge, dennoch aber wußten sie nicht, welche Bedeutung dieses oder jenes hatte. Daß die Götzendienste der Heiden in den alten Zeiten aus der Wissenschaft der Entsprechungen entstanden, kam daher, daß alle Dinge, die auf der Erde erscheinen, entsprechen, somit nicht nur die Bäume, sondern auch die Landtiere und die Vögel aller Art, dann die Fische und das übrige.

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Die Alten, die in der Wissenschaft der Entsprechungen waren, machten sich Bilder, die den himmlischen Dingen entsprachen, und erfreuten sich an denselben, weil sie Zeichen von Dingen des Himmels und der Kirche waren, daher sie dieselben nicht nur in ihren Tempeln, sondern auch in ihren Häusern aufstellten, nicht um sie anzubeten, sondern um sich an die himmlischen Dinge zu erinnern, deren Zeichen sie waren. Als aber die Wissenschaft der Entsprechungen sich verlor, fingen sie an, die von den Alten aufgestellten Abbildungen und Standbilder, weil sie sich in den Tempeln und neben denselben befanden, als Heiligtümer und zuletzt als Gottheiten zu verehren. <WCR 204>

Es möchte hier wohl so mancher sagen: Solches alles hat ja nur einen tiefen, geistigen Sinn; - o ja, sage ich, den allertiefsten, weil es ein allerreinstes und unmittelbares Wort Gottes ist. Ich frage aber dabei: Warum sucht ihr das Gold nicht auf der Oberfläche der Erde, sondern grabet tiefe Schachte und weitlaufende Stollen? - Ihr saget: Wie ist solches zu verstehen? - Ich sage euch: Nichts leichter als das; wer zum Golde gelangen will, muß die äußere Erde nicht unbeachtet lassen, sondern muß dieselbe durchbrechen, und erst durch diese äußerste Erdkruste zu der inneren Goldlagerung gelangen. Also muß auch des göttlichen Wortes Buchstabensinn zuvor vollkommen beachtet werden, bevor man den geistigen überkommen kann, freilich wohl im rechten und zweckmäßigen Verstande. <GS I,40/14>

Der Herr: Ich meine nun, daß ihr das jetzt doch werdet begriffen haben, und so Ich fürderhin wieder einmal auf dieses Thema geraten sollte, da fraget Mich nicht mehr um den Sinn solcher Lehrbilder, die Ich ebendarum also verhüllt gebe, weil sie pur für die Seele gestellt sind, die nun bei jedem Menschen auf dieser Erde auch durch das Fleisch verhüllt ist vor dem Leibesauge! Denn es ist ein anderes um eine Lehre, die den ganzen Menschen betrifft, und ein anderes um die Lehre, die allein die Seele angeht. <JE V,245/12>

Ein Schriftgelehrter: Ja, Herr und Meister, das haben wir nun alle wohl so ganz verstanden, daß wir es nun einsehen, daß Josua mit seinem großartigsten Ausrufe unmöglich einen anderen Sinn hat verbinden können; aber warum verstanden wir das denn ehedem nicht? Der Herr: Weil von euch schon vor der babylonischen Gefangenschaft die alte innere Entsprechungswissenschaft gänzlich gewichen ist, denn diese Wissenschaft ist nur jenen Menschen zugänglich und eigen, die im wahren Glauben und Vertrauen an den einen, wahren Gott niemals wankend und schwach geworden sind, Ihn allzeit als den Vater über alles liebten und ihre Nächsten wie sich selbst. Denn die besagte Wissenschaft ist ja die innere Schrift und Sprache der Seele und des Geistes in der Seele. Wer diese Sprache verloren hat, der versteht die Schrift unmöglich, und ihre Sprache kommt ihm in seinem toten Weltlichte wie eine Torheit vor; denn die Lebensverhältnisse des Geistes und der Seele sind ganz anderer Art als die des Leibes.

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So ist denn auch des Hören, Sehen, Fühlen, Denken, Reden und die Schrift des Geistes anders beschaffen als hier unter den Menschen in der Naturwelt, und darum kann das, was ein Geist tut und spricht, nur auf dem Wege der alten Entsprechungswissenschaft dem Naturmenschen begreiflich gemacht werden. Haben die Menschen diese Wissenschaft durch ihre eigene Schuld verloren, so haben sie sich selbst außer Verkehr mit den Geistern aller Regionen und aller Himmel gestellt und können darum das Geistige in der Schrift nicht mehr fassen und begreifen. Sie lesen die geschriebenen Worte nach dem blind eingelernten Laute des toten Buchstabens und können nicht einmal das begreifen und dessen innewerden, daß der Buchstabe tot ist und niemanden beleben kann, sondern daß nur der innerlich verborgene Sinn es ist, der als selbst Leben alles lebendig macht. Wenn ihr nun das begreifet, so trachtet dann auch vor allem, daß das Reich Gottes in euch lebendig und vollauf tätig werde, so werdet ihr auch wieder in die besagte Wissenschaft der Entsprechungen zwischen Materie und Geist gelangen, ohne die ihr weder Moses, noch irgendeinen Propheten je in der Tiefe der lebendigen Wahrheit verstehen könnet und dadurch in euch selbst bemüßigt seid, in Unglauben, allerlei Zweifel und Sünden zu verfallen! Denn so ein Blinder auf einer Straße, auf der eine Menge Steine liegen, wandelt, wird er es wohl verhüten können, daß er beim Gehen an einen und den anderen Stein stößt und dabei gar oft fällt?! Und kommt auf des Weges Strecke irgendein Abgrund, wie wird er sich schützen, daß er nicht mit dem nächsten Tritte in denselben stürzt und darin den unvermeidlichen Tod findet?! Darum trachtet vor allem, daß ihr im Geiste ehest wiedergeboren und sehend werdet, sonst werdet ihr tausend Gefahren, die auf euch lauern und euch zu verschlingen drohen, nicht entgehen! <JE IX,93/1-7>

Es gibt im allgemeinen vier Stile im Wort

Es sind im allgemeinen vier verschiedene Stile im Wort: Der erste ist der, den die Älteste Kirche hatte; ihre Ausdrucksweise war von der Art, daß sie, wenn sie Irdisches und Weltliches nannten, sich das Geistige und Himmlische dabei dachten, das es vorbildete, daher sie es nicht nur durch Vorbildliches ausdrückten, sondern es auch in einen geschichtartigen Zusammenhang brachten, damit es lebendiger würde, woran sie überaus große Freude hatten. Dieser Stil war gemeint, als Channa weissagte und sprach: “Redet Hohes, Hohes, es gehe Altes aus von eurem Munde”: 1.Sam.2/3. Jene Vorbildungen werden bei David genannt Rätsel aus dem Altertum: Ps.78/2-4. Von den Nachkommen der Ältesten Kirche hatte Moses dieses von der Schöpfung, vom Garten Eden bis zu Abrahams Zeit. Der zweite Stil ist der Geschichtliche, der in den Büchern Mose von Abrams Zeit an und weiterhin, und in denen Josuas, der Richter, Samuels, und der Könige sich findet, in denen das Geschichtliche ganz so ist, wie es im Sinne des Buch-

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stabens erscheint, aber immerhin enthält alles und jedes ganz anderes im inneren Sinne. Der dritte ist der prophetische, der herstammt von dem Stil der Ältesten Kirche, den man hoch verehrte; allein er ist nicht stetig fortlaufend und geschichtartig, wie der Älteste war, sondern er ist abgerissen, kaum je verständlich, außer im inneren Sinne, in dem die tiefsten Geheimnisse liegen, die in schöner Ordnung unter sich verbunden einander folgen, und sich beziehen auf den äußeren und den inneren Menschen, auf die mehrfachen Zustände der Kirche, auf den Himmel selbst, und im Innersten auf den Herrn. Der vierte ist der der Psalmen Davids, der die Mitte hält zwischen dem prophetischen und der Sprache des gemeinen Lebens; es wird hier unter der Person Davids als König im inneren Sinne vom Herrn gehandelt. <HG 66>

Das Wort ist im Inneren unendlich

Hieraus kann nun erhellen, was das in diesem Vers Vorkommende im inneren Sinne bezeichnet, nämlich, daß der geistige Mensch eine heilige Ruhe ist, infolge des neuen intellektuellen Lichtes, das der Liebtätigkeit angehört. Dies wird mit wunderbarer Mannigfaltigkeit und in lieblicher Ordnung, so von den Engeln angeschaut, daß, wenn der Mensch nur in einer solchen Idee sein könnte, tausende und wieder tausende von Dingen in vielfacher Reihenfolge wären, die eingehen und anregen würden; und zwar solche, die gar nicht beschrieben werden könnten. Von solcher Beschaffenheit ist das Wort des Herrn überall im inneren Sinne, obwohl es im Buchstabensinne als ein rohes Geschichtliches erscheint, wie das, was die Bedeutung ist von dem, daß “ruhte der Kasten im siebenten Monat, und am siebzehnten Tage des Monats, auf den Bergen Ararat”. <HG 855>

Es sind im inneren Sinn nur sehr wenige Geheimnisse, die für menschliche Fassungskraft beschrieben werden können. Die aber, die darüber hinausgehen, und nicht beschrieben werden können, sind unzählig viele; denn je tiefer das Wort hineingeht, d.h. je inwendiger in den Himmel, desto unzähligere und auch unaussprechlichere sind sie nicht nur vor dem Menschen, sondern auch vor den Engeln des unteren Himmels, und wenn zum innersten Himmel, so werden die Engel dort inne, daß es unendlich viele und ihnen ganz unbegreifliche, weil göttliche Geheimnisse sind; von solcher Beschaffenheit ist das Wort. <HG 3509>

Durch das Wort ist der Himmel mit dem Menschengeschlecht verbunden

“Eilends nimm drei Seah Semmelmehl, knete, und mache Kuchen”, 1.Mose 18/6, daß dies das Himmlische Seiner Liebe in jenem Zustand bedeutet, erhellt aus der Bedeutung von Mehl, Semmel und Kuchen, wovon im gleich Folgenden.

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Daß dies darin eingeschlossen ist, kann gar nicht glauben, wer im buchstäblichen Sinn oder dem der Worte, und noch weniger wer in den durch diese dargestellten Geschichten seine Gedanken festhält, denn er denkt nicht allein an diese Zurichtung, sondern auch an die Männer, die zu Abraham kamen, nicht aber daran, daß sie tiefere Geheimnisse in sich schließen. Dies ist der Grund, warum er noch weniger glauben kann, daß in den einzelnen historischen Teilen des Wortes, ebenso wie in den prophetischen, Geheimnisse verborgen sind; denn das Historische zieht am meisten die Aufmerksamkeit auf sich, und verdunkelt das Inwendigere. Daß aber dennoch Geheimnisse, und zwar auch ganz verborgene darin sind, kann schon daraus erhellen, daß es das Wort des Herrn ist, geschrieben nicht allein für den Menschen, sondern auch zugleich für den Himmel, und zwar so, daß wenn der Mensch es liest, die Engel alsdann himmlische Vorstellungen davon bekommen, so daß durch das Wort der Himmel mit dem Menschengeschlecht verbunden ist. <HG 2176>

2310. Vom inneren Sinn des Wortes ist früher mehrmals gehandelt worden; ich weiß aber, daß wenige glauben können, daß ein solcher Sinn in den einzelnen Teilen des Wortes, nicht allein in den prophetischen, sondern auch in den historischen ist; daß ein solcher Sinn in den prophetischen Teilen ist, kann man leichter glauben, weil in ihnen keine solche Reihenfolge ist, und zugleich in ihnen fremdartige Ausdrücke vorkommen. Daher jeder auf die Vermutung kommen kann, daß sie ein Geheimnis in sich schließen, daß es sich aber mit den historischen Teilen ebenso verhält, zeigt sich nicht so leicht, sowohl weil es bisher niemanden in den Sinn kam, als auch, weil das Historische von der Art ist, daß es die Aufmerksamkeit an sich fesselt, und so das Gemüt nicht zu dem Gedanken kommen läßt, daß etwas Höheres darin verborgen sei. Sodann auch, weil es sich mit den historischen Dingen wirklich so verhält, wie es erzählt ist. Dennoch aber muß jeder auf den Schluß kommen, daß auch in ihnen inwendig Himmlisches und Göttliches ist, das nicht hervorleuchtet: 1. daraus, daß das Wort vom Herrn durch den Himmel zum Menschen herabgelassen worden ist, und daß es somit etwas anderes in seinem Ursprung ist, wie die Urform beschaffen, und daß diese vom buchstäblichen Sinn so verschieden und entfernt ist, daß es nicht einmal gesehen, folglich von denen, die bloß weltlich sind, nicht anerkannt wird, wird im Folgenden mit vielem gezeigt werden. 2. daraus, daß das Wort, weil es göttlich, nicht bloß geschrieben ist für den Menschen, sondern auch für die Engel beim Menschen, damit es nicht nur zum Gebrauch diene dem menschlichen Geschlecht, sondern auch zum Gebrauch dem Himmel; und daß das Wort das Mittel ist, das Himmel und Erde vereinigt. Die Vereinigung geschieht durch die Kirche, und zwar durch das Wort in der Kirche, das eben deshalb diese Beschaffenheit hat, und sich von jeder anderen Schrift unterscheidet. Was insbesondere die historischen Teile betrifft, so könnten sie, wenn sie nicht in Abgezogenheit vom Buchstaben gleicherweise Göttliches und Himmlisches enthielten, durchaus nicht von jemand, der weiter denkt, als ein, und zwar bis

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auf ein jedes Jota hinaus, eingegebenes Wort anerkannt werden. Würde wohl jemand sagen, daß im göttlichen Wort etwas erwähnt werden könnte von der Greueltat der Töchter Lots, von der am Ende dieses Kapitels die Rede ist? und von Jakob, daß er Stäbe abgeschält, und bis aufs Weiße entblößt und sie in die Wassertröge gelegt habe, damit die Herde bunte, punktierte und gefleckte Jungen gebären sollte, außer vielen anderen Dingen in den übrigen Büchern Moses, in denen Josuas, der Richter, Samuels und der Könige, die von keinem Belang wären, und in Rücksicht derer es gleichgültig wäre, ob man sie wüßte oder nicht wüßte, wenn sie nicht tiefer genommen ein göttliches Geheimnis in sich schlössen. Wo nicht, so würden sie sich in nichts von anderen Geschichten unterscheiden, die zuweilen so geschrieben sind, daß sie mehr Anregendes zu haben scheinen. Weil die bloß wissenschaftlich gebildete Welt nicht weiß, daß göttliche und himmlische Dinge auch in den historischen Teilen des Wortes inwendig verborgen liegen, so würden sie, wäre nicht eine heilige Verehrung dagegen, die ihnen von Kind auf für die Bücher des Wortes eingeprägt worden ist, auch leicht bei sich denken, daß das Wort nicht heilig sei außer allein von daher, während dasselbe es doch nicht von daher ist, sondern weil ein innerer Sinn, und zwar ein himmlischer und ein göttlicher, darin ist, der macht, daß es den Himmel mit der Erde, d.h., die engelischen Gemüter mit den menschlichen, und so diese mit dem Herrn vereinigt. 2311. Daß das Wort diese Eigenschaft hat, und so von jeder anderen Schrift unterschieden ist, kann auch daraus erhellen, daß nicht nur alle Namen Sachen bezeichnen, sondern auch alle Wörter einen geistigen Sinn haben, und daß sie somit etwas anderes im Himmel bedeuten, als auf Erden, und zwar ganz durchgängig sowohl in den prophetischen als in den historischen Teilen. Und wenn diese Namen und diese Wörter, ihrer im ganzen Wort feststehenden Bedeutung gemäß, in den himmlischen Sinn übertragen werden, so geht ein innerer Sinn hervor, der das Engelische Wort ist. Dieser doppelte Sinn des Wortes verhält sich wie Leib und Seele. Der buchstäbliche Sinn ist wie der Leib, und der innere Sinn ist wie die Seele, und gleichwie der Leib durch die Seele lebt, so der buchstäbliche Sinn durch den inneren; durch diesen fließt das Leben des Herrn in ihn ein, je nach der Stimmung dessen, der es liest. Hieraus erhellt, wie heilig das Wort ist, obwohl es vor weltlichen Gemütern nicht so erscheint. <HG 2310, 2311>

Das Wort ist gegeben, um den Himmel mit der Erde zu verbinden, oder die Engel mit den Menschen, und deswegen wurde es so geschrieben, daß es von den Engeln geistig aufgefaßt wird, wenn von den Menschen natürlich, und daß so durch die Engel das Heilige einfließen kann, durch das die Verbindung geschieht. Von solcher Art ist das Wort sowohl in den historischen, als in den prophetischen Teilen, doch erscheint der innere Sinn weniger deutlich in den historischen als in den prophetischen, weil das Historische in einem anderen Stil geschrieben wurde; dennoch aber durch lauter Sinnbildliches.

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Das Historische wurde deshalb gegeben, damit die Kinder und Knaben durch dasselbe in das Lesen des Wortes eingeleitet würden, denn es enthält ergötzliche Geschichten, die in ihrer Seele haften, und durch die ihnen eine Gemeinschaft mit den Himmeln zuteil wird, die lieblich ist, weil sich jene in dem Zustand der Unschuld und gegenseitigen Liebe befinden. Dies ist der Grund, weshalb es ein historisches Wort gibt. Das prophetische Wort ist aber deshalb, weil es, wenn es gelesen wird, von den Menschen nur dunkel verstanden wird; während es aber von dem Menschen, wie er heutigen Tages ist, dunkel verstanden wird, wird es von den Engeln deutlich erkannt, was mir aus vieler Erfahrung zu wissen gegeben wurde. <HG 6333>

Alle Dinge in der Welt, in ihren drei Reichen, waren Vorbildungen der geistigen und himmlischen Dinge des Reiches des Herrn: HG 1632, 1881, 2758, 2987-3003, 3213-3227, 3483, 3642-3649, 4939, 5116, 5427, 5428, 5477, 8211; Alles hat seine Entsprechungen: über die Vorbildungen und Entsprechungen: HG 2987-3003, 3213-3226, 3337- 3352; über die Vorbildungen und Entsprechungen hauptsächlich im Wort: 3472-3485; Von den Entsprechungen aller, sowohl der inneren als der äußeren Organe und Glieder des Menschen, mit dem Größten Menschen, welcher der Himmel ist: 3624-3649, 3741-3750, 3883-3896, 4039-4055, 4218-4228, 4318-4331, 4403-4420, 4523-4533, 4622-4634, 4652-4660, 4791-4806, 4931-4952, 5050-5062, 5171-5189, 5377-5396, 5552- 5573; Von den Entsprechungen der Krankheiten mit der geistigen Welt: 5711-5727.

Dieses wurde hier zusammengestellt, damit man daraus ersehen könne, wie nicht nur alle Tiere, sondern auch alle Dinge in der Welt entsprechen, und den Entsprechungen gemäß geistige und himmlische Dinge vorbilden und bezeichnen, und zwar im höchsten Sinn göttliche Dinge, die dem Herrn angehören; daher auch, von welcher Art die alten Kirchen waren, die vorbildliche Kirchen hießen; daß nämlich in allen ihren heiligen Gebräuchen vorgebildet wurde, was dem Herrn und Seinem Reich, somit was der Liebe und dem Glauben an Ihn angehört; und daß dann der Himmel mit dem Menschen der Kirche durch solches verbunden wurde; denn das Inwendige stellte sich im Himmel dar. Auch das Wort des Herrn wurde zu diesem Zweck gegeben, denn in ihm entspricht und bezeichnet alles und jedes bis auf das kleinste Jota hinaus. Daher findet durch das Wort allein ein Zusammenhang des Himmels mit dem Menschen statt. Daß es so ist, weiß heutzutage niemand. Wenn daher der natürliche Mensch das Wort liest und forscht, wo denn das Göttliche in demselben verborgen liege, und wenn er es dann im Buchstaben, wegen der gemeinen Schreibart nicht findet, so fängt er zuerst an, es gering zu schätzen und nachher zu leugnen, daß es von Gott selbst vorgesprochen und durch den Himmel zum Menschen herabgesandt worden sei; denn er weiß nicht, daß das Wort göttlich ist vermöge des geistigen Sinnes, der nicht im Buchstaben erscheint, aber dennoch im Buchstaben liegt,

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und daß dieser Sinn im Himmel sich darstellt, wenn der Mensch es andächtig liest, und daß in diesem Sinn vom Herrn und von Seinem Reich gehandelt wird. Dieses Göttliche ist es, vermöge dessen das Wort göttlich ist, und durch das die Heiligkeit durch den Himmel aus dem Herrn bis in den buchstäblichen Sinn und in den Buchstaben selbst einfließt. Aber solange der Mensch nicht weiß, was das Geistige ist, kann er auch nicht wissen, was der geistige Sinn, somit auch nicht, was Entsprechung ist. Und solange der Mensch die Welt mehr als den Himmel und sich selbst mehr als den Herrn liebt, will er es auch nicht wissen, noch begreifen; während doch die Alten von daher alle ihre Einsicht, und auch die Engel von daher ihre Weisheit hatten. Die mystischen Geheimnisse, die viele Grübler im Wort zu erforschen vergeblich sich abmühten, liegen eben hier im geistigen Sinn allein verborgen. <HG 9280>

“Und nahm das Buch des Bundes”, 2.Mose 24/7, bedeutet das Wort im Buchstaben, mit dem das Wort im Himmel verbunden ist. Dies erhellt aus der Bedeutung des Buches, sofern es das Wort in seinem ganzen Begriff ist, und aus der Bedeutung des Bundes, sofern er eine Verbindung bezeichnet. Durch das Buch des Bundes wird hier alles verstanden, was der Herr vom Berg Sinai herab geredet hat, denn 2.Mose 24/4 wird gesagt: “Und Mose schrieb alle Worte Jehovahs”; mithin wird durch das Buch des Bundes im engeren Sinn verstanden das Wort, das dem Mose auf dem Berg Sinai geoffenbart wurde, und im weiteren Sinn das Wort im ganzen Inbegriff, weil dieses das vom Herrn geoffenbarte göttlich Wahre ist; und weil durch dieses der Herr Sich mit dem Menschen der Kirche verbindet, darum ist es auch das Buch das Bundes, weil Bund eine Verbindung bedeutet. Aber von welcher Art die Verbindung des Herrn mit dem Menschen der Kirche durch das Wort sei, weiß man heutzutage nicht, und zwar deshalb, weil heutzutage der Himmel verschlossen ist, denn heutzutage redet kaum noch irgend jemand mit Engeln und Geistern, und weiß daher, wie sie das Wort auffassen, während dies doch den Alten, und hauptsächlich den Uralten bekannt war; denn mit Geistern und Engeln zu reden, war ihnen etwas Gewöhnliches. Der Grund davon war, weil die Menschen in den alten Zeiten und besonders in den ältesten, innerliche Menschen waren, denn sie dachten im Geiste, beinahe ganz abgezogen vom Leibe, die heutigen Menschen aber sind äußerlich, und denken im Leibe, beinahe abgezogen vom Geist. Daher kommt es, daß der Himmel vom Menschen gleichsam zurückgetreten ist, denn die Gemeinschaft des Himmels besteht mit dem inwendigen Menschen, wenn dieser vom Leib abgezogen werden kann, nicht aber mit dem äußeren unmittelbar. Deshalb weiß man heutzutage nicht, wie beschaffen die Verbindung des Herrn mit dem Menschen durch das Wort ist. Die, welche aus dem Sinnlichen des Leibes, und nicht aus dem Sinnlichen des Geistes denken, können gar nicht anders begreifen, als daß der Sinn des Wortes im Himmel so beschaffen sei, wie in der Welt, d.h., wie er im Buchstaben ist.

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Wenn man sagt, der Sinn des Wortes im Himmel sei so beschaffen, wie das Denken des inwendigen Menschen, der keine materiellen Vorstellungen hat, d.h. keine weltlichen, leiblichen und irdischen Vorstellungen, so würde dies heutzutage als eine widersinnige Behauptung erscheinen, mehr noch, wenn man sagt, der Sinn des Wortes im Himmel sei so verschieden von seinem Sinn in der Welt oder im Buchstaben, wie das himmlische Paradies von einem irdischen, oder wie himmlische Speise und Trank von irdischer Speise und Trank. Wie groß der Unterschied ist, erhellt daraus, daß das himmlische Paradies Einsicht und Weisheit ist, die himmlische Speise alles Gute der Liebe und Liebtätigkeit, und der himmlische Trank alles Wahre des Glaubens aus diesem Guten. Wer würde sich heutzutage nicht wundern, wenn er hörte, daß man im Himmel, wenn Paradies, Garten, Weinberg im Wort genannt werden, kein Paradies oder Garten oder Weinberg darunter versteht, sondern statt dessen solches, was der Einsicht und Weisheit aus dem Herrn angehört; und daß man, wenn Speise und Trank, z.B. Brot, Fleisch, Wein, Wasser genannt wird, statt derselben im Himmel solches versteht, was dem Guten der Liebe und dem Wahren des Glaubens vom Herrn angehört; und zwar nicht infolge von Erklärungen, auch nicht vergleichsweise, sondern kraft der Entsprechungen in voller Wirklichkeit. Weil das Himmlische, das der Weisheit, der Einsicht dem Guten der Liebe und dem Wahren des Glaubens angehört, jenen Dingen wirklich entspricht. Und für diese Entsprechung ist der inwendige Mensch geschaffen in Beziehung auf den äußeren, somit der Himmel, der im inwendigen Menschen ist, in Beziehung auf die Welt, die im äußeren Menschen ist, und ebenso im allgemeinen. Daß das Wort den Entsprechungen gemäß im Himmel verstanden und vernommen wird, ist im Vorhergehenden überall gezeigt worden. Wer das, was soeben gesagt wurde, begreift, kann auch wissen und einigermaßen innewerden, daß durch das Wort die Verbindung des Menschen mit dem Himmel, und durch den Himmel mit dem Herrn stattfindet, und daß ohne das Wort keine Verbindung bestünde. Man sehe, was hierüber HG 2143, 7153, 7381, 8920, 9094, 9212, 9216, 9357 und anderwärts öfter gezeigt worden ist. <HG 9396>

“Und die Wolke bedeckte ihn”, 2.Mose 24/16, bedeutet das Letzte des Wortes, das somit beziehungsweise dunkel ist. Dies erhellt aus der Bedeutung der Wolke, sofern sie das Letzte des Wortes oder den Buchstabensinn desselben bezeichnet. Dieser Sinn wird darum Wolke genannt, weil er im Dunkeln ist im Vergleich mit dem inneren Sinn, denn dieser ist im Licht des Himmels. Daß er im Dunkeln und einer Wolke gleich ist, kommt daher, weil er für den Menschen ist, während er in der Welt lebt. Der innere Sinn aber für den Menschen, wenn er in den Himmel kommt. Man muß aber wissen, daß der Mensch, während er in der Welt lebt, zugleich auch im inneren Sinn des Wortes ist, wenn in der echten Lehre der Kirche in Ansehung des Glaubens und in Ansehung des Lebens, denn durch diese Lehre wird alsdann der innere Sinn des Wortes sowohl seinem Verstand, als seinem Willen eingeschrieben; seinem Verstand durch den Glauben, und seinem Willen

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durch das Leben. Wenn ein solcher Mensch in den Himmel kommt, begreift er das Wort gar nicht anders, als nach seinem inneren Sinn, und weiß nichts von seinem äußeren Sinn; dieser erscheint ihm alsdann wie eine Wolke, welche die Strahlen seines Lichtes aufsaugt. Es wird gesagt, daß der Mensch alsdann das Wort nach seinem inneren Sinn begreife, und nicht nach seinem äußeren Sinn, daß es so ist kommt daher, weil alle, die im Himmel sind, vom Herrn belehrt werden aus dem göttlich Wahren, das im Menschen, und somit aus dem Wort ist. Der Grund ist, weil der Mensch im Letzten der Ordnung steht, und alles Innere in das Letzte ausläuft. Das Letzte ist gleichsam eine Stütze für das Innere, auf der dieses steht und ruht. Das Wort im Buchstaben ist das göttlich Wahre im Letzten der Ordnung, ebenso der Mensch der Kirche, bei dem das göttlich Wahre ist in Ansehung seines Natürlichen und Sinnlichen; in diesem, wie in jenem endigt sich und ruht das Innere. Es verhält sich damit, wie mit einem Hause und seinem Fundament. Das Haus selbst ist der Himmel, und in diesem ist das göttlich Wahre so, wie das Wort im inneren Sinne ist, und das Fundament ist die Welt, und in ihr ist das göttlich Wahre so, wie das Wort im äußeren Sinne ist. Wie das Haus auf seinem Fundament ruht, so ruht auch der Himmel auf der Kirche, mithin das göttlich Wahre im Himmel auf dem göttlich Wahren auf Erden; denn es besteht ein stetiger Zusammenhang vom Herrn aus durch den Himmel bis zum Menschen, mittelst des Wortes. Das ist der Grund, warum immer vom Herrn dafür gesorgt wird, daß auf Erden eine Kirche sei, wo das göttlich Wahre in seinem Letzten sein kann. Dieses Geheimnis ist es, das noch niemand weiß, und das verstanden wird durch das, was HG 9357 und 9360 angeführt worden ist. Es mögen sich also alle hüten, daß sie das Wort nicht in irgendeiner Weise verletzen, denn wer dieses verletzt, verletzt das Göttliche selbst. <HG 9430>

Wer verständig ist, kann aus diesem merken, daß das Wort höchst heilig ist, und daß sein buchstäblicher Sinn heilig ist wegen seines inneren Sinnes, daß aber der von diesem getrennte Sinn nicht heilig ist; denn der vom Inneren getrennte Sinn ist wie das von seinem Inwendigen getrennte Äußere des Menschen, das ein lebloses Bildnis ist, und wie die Schale eines Baumes, einer Blume, einer Frucht oder eines Samens ohne das Innere von diesen. Und wie eine Grundlage ohne Haus. Deshalb können diejenigen, die sich bloß an den Buchstabensinn des Wortes halten, und keine Lehre aus dem Wort haben, oder sich verschaffen, die mit seinem inneren Sinn übereinstimmt, in alle möglichen Irrlehren gezogen werden. Daher kommt es auch, daß das Wort wegen solcher ein Buch der Ketzereien genannt wird. Die eigentliche Lehre aus dem Wort muß immerdar vorleuchten und führen. Eben diese Lehre lehrt aber der innere Sinn, und wer diese Lehre kennt, hat den inneren Sinn des Wortes. Weil die jüdische Völkerschaft nichts Heiliges im Wort anerkannte, als in seinem Buchstabensinn allein, den sie ganz vom inneren Sinn trennte, darum fiel sie in solche Finsternis, daß sie den Herrn nicht erkannten, da Er in die Welt kam. Von solcher Art ist jene Völkerschaft noch heutzutage, und deshalb erkennt

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sie, obwohl sie unter den Christen lebt, dennoch den Herrn aus dem Wort noch nicht an. Daß jene Völkerschaft im Äußeren ohne das Innere von der ersten Zeit an war, darüber sehe man, was in den angeführten Stellen: HG 9320 und 9380 gezeigt wurde. Wenn daher der Herr nicht in die Welt gekommen wäre, und das Innere des Wortes geöffnet hätte, so wäre die Gemeinschaft mit den Himmeln durch das Wort unterbrochen gewesen; und infolge dieser Unterbrechung wäre das Menschengeschlecht auf dieser Erde zugrunde gegangen, denn der Mensch kann nichts Wahres denken, und nichts Gutes tun, wenn nicht aus dem Himmel, d.h. durch den Himmel vom Herrn. Das Wort ist es, was den Himmel öffnet. <HG 10276>

Das Wort ist in lauter Entsprechungen geschrieben, und daher so beschaffen, daß es den Himmel mit dem Menschen verbindet. Der Himmel ist im inneren Sinn des Wortes, und dem inneren Sinn entspricht der äußere Sinn. Wenn daher das Wort vom Menschen gelesen wird, so werden die Engel, die beim Menschen sind, dasselbe im geistigen Sinn inne, welches der innere Sinn ist, und dadurch fließt das Heilige von den Engeln her ein, wodurch eine Verbindung entsteht. Zu diesem Zweck ist ein solches Wort gegeben worden. <HG 10687>

Durch das Wort wird eine Verbindung mit dem Herrn bewirkt, weil das Wort von Ihm allein handelt, und durch dasselbe der Herr alles in allem ist, und Er das Wort heißt. Daß die Verbindung durch den buchstäblichen Sinn geschieht, ist deswegen, weil in diesem Sinne das Wort in seiner Fülle, in seinem Heiligtum und in seiner Macht ist. Die Verbindung wird dem Menschen nicht sichtbar, sondern liegt in der Neigung zum Wahren und in der Wahrnehmung desselben, also in seiner Liebe zum göttlich Wahren und in seinem Glauben daran. Daß durch den buchstäblichen Sinn eine Zusammengesellung mit den Engeln des Himmels bewirkt wird, rührt daher, daß in diesem Sinne der geistige und himmlische Sinn enthalten ist, und in diesen Sinnen die Engel sind. Die Engel des geistigen Reiches im geistigen Sinn des Wortes, und die Engel des himmlischen Reiches in seinem himmlischen Sinn. Diese Sinne entwickeln sich aus dem natürlichen Sinn des Wortes, welcher der Sinn des Buchstabens ist, während der wahrheitsliebende Mensch in diesem Sinne ist. Diese Entwicklung ist augenblicklich, mithin auch die Zusammengesellung. <4HL/HS 62>

Das Wort handelt vom Herrn, den Himmeln, der Kirche und einem jeden einzelnen Bewohner der Reiche, und von allem Himmlischen und Geistigen

Es ist zwar von der Ältesten Kirche die Rede, allein mit dem Inneren des Wortes verhält es sich so, daß alles, was gesagt wird von der Kirche, von einem jeden in der Kirche gilt; wenn dieser nicht eine Kirche wäre, so könnte er kein Teil der Kirche sein, wie der, welcher nicht ein Tempel des Herrn ist, auch nicht das

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sein kann, was durch den Tempel bezeichnet wird, welches ist die Kirche und der Himmel; deswegen wird denn auch die Älteste Kirche Mensch in der Einzahl genannt. <HG 82>

Dies nun ist der innere Sinn der Dinge in diesem Kapitel von Abram, Hagar, und Jischmael; aber wie gehaltvoll dieser Sinn sei, oder wie endlos vieles er enthalte, kann schon daraus erhellen, daß sie, wie alles und jedes im Wort, sich auf den Herrn beziehen, und vom Herrn handeln; (das Leben des Wortes, weil das Wort selbst, ist von daher,) und daß sie im inneren Sinn zugleich auch handeln vom Reich des Herrn in den Himmeln, sodann von Seinem Reich auf Erden, d.h. von der Kirche; ebenso von einem jeden, in dem das Reich des Herrn ist; und außerdem im allgemeinen von allem Himmlischen und Geistigen; denn aus dem Herrn stammt alles dies; daher kommt, daß durch Abram auch vorgebildet wird die himmlische Kirche, der himmlische Mensch, sodann das Himmlische selbst, und so fort, aber bis dahin die Erklärung ausdehnen, würde zu weit führen. <HG 1965>

Wenige können glauben, daß im Wort ein innerer Sinn ist, der gar nicht aus dem Buchstaben hervorleuchtet, und dies darum, weil er vom Buchstabensinn so weit entfernt ist, daß er gleichsam die Entfernung des Himmels von der Erde hat. Daß aber der Buchstabensinn dergleichen in sich enthält, und daß er Geheimnisse vorbildet und bezeichnet, die niemand sieht als der Herr, und die Engel durch den Herrn, erhellt aus dem, was im ersten Teil hin und wieder gesagt worden ist. Der Buchstabensinn verhält sich zum inneren Sinn, wie der Leib des Menschen zu seiner Seele. Solange der Mensch im Leib ist, und aus Leiblichem denkt, weiß er beinahe gar nichts von der Seele, denn die Tätigkeiten des Leibes sind andere als die der Seele, so sehr, daß die Tätigkeiten der Seele, wenn sie enthüllt würden, nicht als so beschaffen anerkannt werden würden. So verhält es sich auch mit dem Inneren des Wortes: in seinem Inneren ist seine Seele, das ist sein Leben. Dieses, nämlich das Innere, bezieht sich auf nichts anderes als auf den Herrn, Sein Reich, die Kirche, und dasjenige, was Sache Seines Reiches und Seiner Kirche beim Menschen ist. Sofern es auf dieses sein Absehen hat, ist es das Wort des Herrn, denn alsdann ist das Leben selbst darin. Daß es so sich verhält ist im ersten Teil mit vielem begründet, auch mir als gewiß zu wissen gegeben worden, denn es können gar keine Vorstellungen von leiblichen und weltlichen Dingen bis zu den Engeln dringen, sondern sie werden abgelegt und gänzlich entfernt schon auf der ersten Schwelle, wenn sie vom Menschen ausgehen, wie auf den Grund wirklicher Erfahrung ersehen werden kann im ersten Teil: HG 1769-1772 einschließlich, und was für eine Veränderung mit ihnen vorgeht: HG 1872-1876. Dies kann auch genugsam erhellen aus sehr vielen Stellen im Wort, die im Buchstabensinn ganz unverständlich sind, und die, wenn sie nicht eine solche Seele oder ein solches Leben in sich hätten, nicht als Wort es Herrn anerkannt werden, und niemanden, der nicht von Kind auf

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den Glauben einsog, daß das Wort eingegeben und so heilig sei, als göttlich erscheinen würden. <HG 1984>

Die im Buchstabensinn allein bleiben, glauben, unter Jakob werde im Wort jenes ganze Volk verstanden, das von Jakob herkommt, und deshalb schreiben sie jenem Volk alles das zu, was von Jakob sowohl historisch als prophetisch gesagt ist. Aber das Wort ist göttlich, in dem hauptsächlich, daß alles und jedes dort, nicht abzweckt auf eine einzige Völkerschaft oder ein einziges Volk, sondern auf das ganze Menschengeschlecht, nämlich das ist, das war, und das sein wird. Und auf etwas noch Umfassenderes, nämlich auf das Reich des Herrn in den Himmeln, und im höchsten Sinn auf den Herrn selbst. Weil es so ist, ist das Wort göttlich. Wenn es bloß auf eine einzige Völkerschaft sich bezöge, dann wäre es menschlich, und nichts Göttliches weiter darin, als bei jener Völkerschaft Heiliges des Gottesdienstes sein würde. Daß solches bei jenem Volk, das Jakob genannt wird, nicht war, kann jedem bekannt sein. <HG 3305>

Wer das Innere des Wortes vom Äußeren trennt, der trennt das heilige Göttliche davon

“Versammelte sich das Volk zu Aharon”, 2.Mose 32/1, bedeutet, es habe sich zu den äußeren Dingen des Wortes, der Kirche und des Gottesdienstes gewendet, die getrennt sind vom Inneren. Dies erhellt aus der Bedeutung von versammelt werden, sofern es heißt, sich wohin wenden; und aus der vorbildlichen Bedeutung Aharons, sofern er hier das Äußere des Wortes, der Kirche und des Gottesdienstes darstellt, das getrennt vom inneren. Daß dieses durch Aharon hier vorgebildet wird, beruht darauf, daß er das Haupt jener Völkerschaft in Abwesenheit des Mose war, und durch Mose, der abwesend war, das Wort vorgebildet wird, aus dem die Kirche und der Gottesdienst hervorgeht, sowohl im inneren, als im äußeren Sinn. Daß solches durch Aharon vorgebildet wird, erhellt aus allem und jedem, was über Aharon im Folgenden erwähnt wird, daß nämlich er es war, der das Kalb machte und ein Fest ausrief und das Volk zügellos machte, das alles paßt zum Äußeren des Wortes, der Kirche und des Gottesdienstes, das getrennt ist vom Inneren. Wer das Innere des Wortes, der Kirche und des Gottesdienstes vom Äußeren trennt, der trennt das heilige Göttliche davon, denn ihr Inneres ist ihr Geist, das Äußere aber ist der Leib dieses Geistes, und der Leib ohne Geist ist tot; etwas Totes verehren heißt daher, einen Götzen verehren, und hier, ein goldenes Kalb verehren und ihm ein Fest ausrufen und so das Volk zügellos machen. <HG 10397>

“Da entbrannte der Zorn Moses”, 2.Mose 32/19, bedeutet die Abkehr jener Völkerschaft vom Inneren des Wortes, der Kirche und des Gottesdienstes. Dies erhellt aus der Bedeutung vom Entbrennen des Zorns, wenn vom Herrn die Rede ist, sofern es die Abkehr des Menschen von den inneren, somit von

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den göttlichen Dingen bezeichnet. Das gleiche wird durch das Entbrennen des Zorns bezeichnet, wenn es von Mose gesagt wird, weil durch Mose das Wort oder das göttlich Wahre vom Herrn, oder, was dasselbe ist, der Herr in Ansehung des göttlich Wahren vorgebildet wird. Es wird gesagt vom Inneren des Wortes, der Kirche und des Gottesdienstes, denn wer vom Inneren des Wortes sich abwendet, der wendet sich auch ab vom Inneren der Kirche, wie auch vom Inneren des Gottesdienstes, weil das Innere der Kirche und das Innere des Gottesdienstes aus dem Inneren des Wortes stammt; denn das Wort lehrt, wie der Mensch der Kirche oder wie die Kirche beim Menschen beschaffen sein muß, und auch, wie der Gottesdienst beim Menschen der Kirche beschaffen sein muß; denn das Gute und Wahre der Liebe und des Glaubens ist es, was die innere Kirche, wie auch den inneren Gottesdienst macht. Dieses lehrt das Wort und dies ist der innere Gehalt des Wortes. <HG 10460>

Bücher, die zum Wort gehören

Bücher, die den inneren Sinn nicht haben, gehören nicht zum Wort. Bücher des Wortes sind: Im Alten Testament die 5 Bücher Mose, das Buch Josua, das Buch der Richter, die zwei Bücher Samuels, die zwei Bücher der Könige, die Psalmen Davids; die Propheten Jesajas, Jeremias, Klagelieder, Hesekiel, Daniel, Hosea Joel, Amos, Obadja, Jonas, Micha, Nahum, Habakuk, Zephanja, Haggai, Sacharias und Maleachi. Im Neuen Testament die Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes und die Apokalypse (Johannes Offenbarung). <HG 10325>

Der Charakter der Schriften der Apostel

Was die Schriften des Apostel Paulus und der übrigen Apostel betrifft, so habe ich sie nicht aufgeführt, da sie bloß Lehrschriften und nicht in der Schreibart des Wortes geschrieben sind wie die Schriften der Propheten, des David, der Evangelisten, und die Offenbarung des Johannes. Die Schreibart des Wortes besteht durchaus in Entsprechungen, und bewirkt dadurch eine unmittelbare Gemeinschaft mit dem Himmel; aber die Schreibart dieser Lehrschriften ist ganz verschieden, da sie zwar in Gemeinschaft mit dem Himmel steht, aber nur in mittelbarer oder indirekter Weise. Der Grund, warum die Apostel in diesem Stil schrieben war, daß die neue christliche Kirche damals ihren Anfang durch sie nehmen sollte; und somit die Schreibart, die im Worte gebraucht ist, nicht geeignet gewesen wäre für solche Lehrpunkte, die eine deutliche und einfache, der Fassungskraft aller Leser angemessene Sprache erforderten. Nicht desto weniger sind die Schriften der Apostel sehr gute Bücher für die Kirche, da sie auf der Lehre von der Liebe und dem daraus hervorgehenden Glauben ebenso strenge bestehen, wie der Herr selbst in den Evangelien und in der

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 1 →

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