Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
“Und wenn die Tiere Herrlichkeit und Ehre und Danksagung gaben” bedeutet das göttlich Wahre und das göttlich Gute, und die Verherrlichung. Dies erhellt aus der Bedeutung der Herrlichkeit und Ehre, wenn vom Herrn die Rede, sofern es das göttlich Wahre und das göttlich Gute ist: Herrlichkeit das göttlich Wahre und Ehre das göttlich Gute, worüber folgt; und aus der Bedeutung der Danksagung, sofern sie die Verherrlichung bezeichnet.
Im Wort wird öfter Herrlichkeit und Ehre genannt, und überall bedeutet die Herrlichkeit das Wahre und die Ehre das Gute. Daß diese zwei miteinander genannt werden, hat den Grund, weil im einzelnen des Wortes eine himmlische Ehe ist, nämlich eine Verbindung des Wahren und Guten. Der Grund, warum diese Ehe im einzelnen des Wortes ist, liegt darin, daß das Göttliche, das vom Herrn ausgeht, das göttlich Wahre ist, vereinigt mit dem göttlich Guten; und weil dieses mit jenem den Himmel macht und auch die Kirche macht, darum ist im einzelnen des Wortes jene Ehe; somit ist auch im einzelnen des Wortes das Göttliche vom Herrn und der Herr selbst. <EKO 288>
“Und Ehre und Herrlichkeit” bedeutet, daß Sein ist das göttlich Gute und das göttlich Wahre. Dies erhellt aus der Bedeutung der Ehre und Herrlichkeit, wenn vom Herrn die Rede, sofern es das göttlich Gute und das göttlich Wahre ist. <EKO 339>
“Und Ehre und Herrlichkeit” bedeutet, daß Sein allein sei alles göttlich Gute und göttlich Wahre, und daher alles Gute der Liebe und alles Wahre des Glaubens, woraus alle Weisheit und Einsicht stammt, welche die Engel und Menschen haben. Dies erhellt aus der Bedeutung der Ehre und Herrlichkeit, wenn vom Herrn die Rede ist, sofern sie das göttlich Gute und das göttlich Wahre bezeichnen; und weil durch die Ehre und Herrlichkeit, wenn auf den Herrn sich beziehend, das göttlich Gute und das göttlich Wahre bezeichnet wird, darum wird, wenn auf den Menschen bezogen, durch die Ehre und Herrlichkeit alles Gute der Liebe und Wahre des Glaubens bezeichnet, woher die Engel und Menschen alle Weisheit und Einsicht haben. <EKO 345>
“Und Danksagung und Ehre” bedeutet, dieses vom göttlich Guten, das vom Herrn ausgeht, in den drei Himmeln. Dies erhellt daraus, daß, wie Segen, Herrlichkeit und Weisheit von der Aufnahme des göttlich Wahren gesagt werden, so Dank und Ehre von der Aufnahme des göttlich Guten gesagt werden; denn es sind zwei Dinge, die vom Herrn ausgehen, aus denen alles in den Himmeln und auf Erden (sein Dasein hat), nämlich das göttlich Wahre und da göttlich Gute. Das göttlich Wahre ist es, aus dem alle Einsicht und Weisheit kommt bei den Engeln und Menschen, und das göttlich Gute ist es, aus dem alle Liebtätigkeit und Liebe bei ihnen ist. Diese zwei gehen vereinigt aus vom Herrn, so daß sie im Ursprung selbst eins sind, aber bei den Engeln und Menschen, die sie aufnehmen, sind sie zwei, aus dem Grund, weil zwei Aufnahmegefäße des Lebens bei ihnen sind, die Verstand und Wille genannt werden. Der Verstand ist das Aufnahmegefäß des göttlich Wahren, und der Wille das Aufnahmegefäß des göttlich Guten, oder was das gleiche, der Verstand ist das Aufnahmegefäß der Weisheit vom Herrn, und der Wille das Aufnahmegefäß der Liebe vom Herrn. Inwieweit aber diese zwei, das göttlich Wahre und das göttlich Gute, und daher der Verstand und der Wille eins sind bei den Engeln und Menschen, in so weit sind sie in der Verbindung mit dem Herrn; und inwieweit
sie nicht eins sind, in so weit sind sie nicht in der Verbindung. <EKO 466>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 16 →
NEUOFFENBARUNG