← Zurück zu „Der Bräutigam kommt“

Das dürre Laub fällt ab – Das Böse nimmt zu

Wahre Kinder Gottes machen sich heute viele und ernste Gedanken über diese Zeit. Sie forschen in der Schrift und betrachten diese Zeit und ihren Ablauf anhand des Wortes Gottes, der heiligen Schrift. Kinder Gottes wissen, daß das Zeitgeschehen und ganz bestimmte Zeichen der Zeit mit der Regentschaft Gottes in ursächlichem Zusammenhang stehen. Sie wissen auch um die Auseinandersetzung zwischen Licht und Finsternis. Und sie wissen weiter, daß diese Auseinandersetzung letztlich auf dieser unserer Erde ausgetragen wird. Das auf Erden begonnene Werk der Erlösung wird und will auch auf Erden vollendet werden. Das geht nicht ohne Widerstand von seiten der Finsternismacht und der ihr ergebenen Masse der Menschen ab. Der lebendige Gott in und durch Jesus Christus hat Zeit und Stunde gesetzt, Seinen Sieg am Kreuze von Golgatha in ganzer Kraft und Macht, in seiner ganzen Herrlichkeit herauszustellen. Kinder Gottes messen deshalb diese Zeit nicht mit menschlichen Maßstäben, nicht mit politischen Gesichtspunkten, sondern mit dem Maßstab Gottes; sie beurteilen diese Zeit nicht nach eigenem Gutdünken, auch nicht nach vorabgefaßten Meinungen, sondern mit und nach den Aussagen der heiligen Schrift.

Kinder Gottes in dieser Zeit wissen, daß sie in der Endphase der Endzeit leben, daß der Herr nahe ist. Verschiedene Schriftstellen wollen zu uns reden und uns über diese Zeit, diese Endzeit, mit den verschiedenen herausragenden Erscheinungen, etwas sagen. Wir sind eingeladen, darüber ernstlich und ernsthaft nachzudenken. Es hängt sehr viel davon ab, daß wir diese Zeit auch recht erkennen. Denn nur durch ein rechtes Erkennen können auch die rechten und richtigen Entscheidungen für unser ewiges Heil getroffen werden. Und dies eine ist und tut besonders heute not! „Lasset euch durch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und offenbar werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also daß er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott. Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden; und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der Herr umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und wird durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen, ihm dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaften Kräften und Zeichen und Wundern und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden.

Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge, auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit." 2. Thess. 2,3-4,7-12 „Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten werden etliche von dem Glauben abtreten und anhangen den verführerischen Geistern und Lehren der Teufel durch die, so in Heuchelei Lügen reden und Brandmale in ihrem Gewissen haben." 1. Tim. 4,1 und 2 „Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen. Denn es werden Menschen sein, die viel von sich halten, geizig, ruhmredig, hoffärtig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, ungeistlich, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, wild, ungütig, Verräter, Frevler, aufgeblasen, unkeusch, die die Wollust mehr lieben denn Gott, die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; und solche meide. Aus denselben sind, die hin und her in die Häuser schleichen und führen die Weiblein gefangen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben, lernen immerdar und können nimmer zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." 2. Tim. 3, 1-7 „Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden; sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, die ihnen passen und nach denen ihnen die Ohren jucken und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren." 2. Tim. 4,3-4 „Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er’s mit ihnen verziehen? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze! Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?" Lukas 18,7-8

„Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und wie auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt!" Matth. 24,21-22. Nach diesen Schriftstellen wird ganz besonders deutlich:

1.      Der große Abfall vom Glauben

2.      Die Zunahme der Bosheit

3.      Die Abkürzung der Gnadenzeit

In der heutigen Zeit kann man vielfach das Wort und den Begriff „Prioritäten setzen", hören und lesen. Man meint damit, unter vielen Aufgaben und Zielsetzungen, unter verschiedenen Erfordernissen Vorrechte und Vorzugsrechte schaffen und einräumen. Man sucht und wägt ab und räumt dann den am wichtigsten erscheinenden Dingen und Aufgaben den Vorrang ein. Im Massenbereich gesehen soll dies wohlwollende Grundsätze herausstellen, gute Eindrücke vermitteln und möglichst viel Anerkennung verschaffen. Und wie viele lassen sich von diesen rein irdischen Zielsetzungen begeistern und berauschen, auch wenn sie – wie ja in der zu menschlichen Geschichte reichlich oft geschehen ist – nicht immer erfüllt und eingelöst werden! Auch Kinder Gottes messen solchen Versprechungen oft mehr Bedeutung bei, als den Verheißungen Gottes, der Wahrheit des Wortes Gottes!

Welchen Erstansprüchen des Wortes Gottes sind wir gefolgt oder auch nicht gefolgt, sind wir nachgekommen oder auch nicht nachgekommen, haben wir aufgegeben und verlassen? Haben wir bei allen Notwendigkeiten des täglichen Lebens dem Anspruch Gottes und den Forderungen Seines Wortes den Vorrang eingeräumt, haben wir dieses Vorrecht in der Tat gelten lassen? Wir kennen doch alle zu gut das Wort, das der Herr über den Sorgen über das Leben, über Essen und Trinken, über des Leibes Kleidung ausgerufen hat: „Sollte Er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Auf das alles ist Sinnen und Trachten der Heiden gerichtet; Euer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet! Trachtet am ersten (zuerst, vor allem, zu allererst, als erstes) nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen (hinzugegeben werden)!" Matth. 6, 31-33

Die heilige Schrift sagt hier ganz eindeutig: Trachtet am ersten … Der lebendige Gott in und durch Jesus Christus hat diesen Vorrang gesetzt. Und wir, die wir geistlich sind, wir wissen, daß dies in dem Streit zwischen unserem Fleisch und dem Geist diesen Vorzug, dieses Vorrecht haben muß. Wir wissen, daß das ewige Leben vor dem vergänglichen zu stehen hat; wir wissen, daß der Geist Vorzug vor dem Fleische hat. Wer nun dieses auch weiß oder gewußt hat und die von Gott gesetzten Werte und Maßstäbe umdreht, sie ins Gegenteil verkehrt, die Rangfolge ver- und abändert, sich dem Sinnen und Trachten der Heiden oder Weltmenschen anschließt, am ersten nach Wohlleben trachtet, die von Gott gesetzte Genügsamkeit (vergleiche auch 1. Tim. 6, 6-10) überschreitet, dann so nebenbei und nebenher, der Form und des Scheines halber, das Reich Gottes noch ein bißchen mitnehmen will, der hat den Weg des Abfalls beschritten, der tritt vom Glaubensweg ab, der gleitet ab, geht zum Unglauben über, wählt sich Mißtrauen und Zweifel. Der betritt einen Weg, der auch mit Sünden reich besät und gepflastert ist; von dem es oft keinen Weg mehr zurück gibt, weil der immer und immer wieder mahnende heilige Geist fortgesetzt betrübt und beleidigt und so die Verstockung besiegelt worden ist.

Man hat die von Gott wohlweislich gesetzten Grenzsteine eigenmächtig versetzt und die von Gott gezogenen Linien rücksichtslos verwischt! Man hat sich letztlich irdische Ziele gesetzt und dabei das himmlische Ziel aus den Augen verloren. Obwohl man weiß, daß wir hier kein bleibendes Zuhause haben, sucht man sich mit viel Mühe und Anstrengung bleibend einzurichten; obwohl man genau weiß, daß wir aus diesem Leben nichts Irdisches mitnehmen können, richtet man viele Koffer her auf die letzte Reise. Obwohl man weiß und gewußt hat, daß nur in der Gottseligkeit, in der Genügsamkeit zu gewinnen ist, bereitet man sich durch fromme Gottlosigkeit Schaden und ewigen Verlust! Sind wir nicht durch das Wort des Herrn aufmerksam gemacht und hinreichend gewarnt worden: „Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele!"? Matth. 16,26. Denken wir nicht an diese Beschwernis und gilt das Wort des Herrn nicht mehr, das uns deutlich ermahnt: .Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnell über euch; denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen!"? Lukas 21,34-35

Diese Zeit ist gekennzeichnet durch Abfall aus den Reihen der Gläubigen. Abfallen kann ja nur der, der einmal geglaubt hat. Lassen wir uns deshalb von dem da und dort vorherrschenden Schein eines gottseligen Wesens, von der oft frommen Betriebsamkeit, dem religiösen Vergnügen nicht täuschen! Die Kraft verleugnen sie! Täuschen wir uns nicht über die ausgetrockneten und verdorrten Reben am Weinstock, über die saftlosen und dürren Blätter am Baum! Der Saft und die Kraft des Weinstocks fließt nicht mehr zu, der Saft des Baumes dringt nicht mehr in das Blatt. Sie machen und hinterlassen noch den Eindruck, wie wenn da noch eine Verbindung bestünde; doch sie sind bereits abgestorben. Es bedarf nur noch eines leichten Druckes, eines mehr oder weniger starken Windes und sie sind restlos gelöst und abgefallen. Sehen wir die Dinge recht! Sehen wir sie so, wie sie ein rechter Winzer und ein rechter Gärtner sieht! Die Hauptsache im Leben, den Erstanspruch Gottes an unser Leben, zur Nebensache machen, heißt, sich unendlichen Verlust und Schaden zufügen. Alle jene Lehren; die in Heuchelei, in Scheinglanz dargestellt und ausgebreitet werden, die Nebensächlichkeiten des menschlichen Lebens zur Hauptsache machen, den göttlichen Erstanspruch zur Nebensache herabziehen, müssen unter die verführerischen Lehren der Geister und Teufel eingereiht werden. Sie haben ganz eindeutig zum Ziel, die Lehre Gottes zu verfälschen, das Wort Gottes zu mißachten und abzuändern, den Willen Gottes zu entwürdigen!

Sehen wir es doch richtig: Es wird der Lüge mehr geglaubt, es wird vom Glauben abgetreten. Wir leben in der Zeit des Abfalls. Sehen wir deshalb diese Zeit  mit den Augen Gottes und im Spiegel des Wortes Gottes! Wir sind schon in der Zeit des großen Abfalls! Täuschen wir uns nicht darüber hinweg! Auch wenn diese Zeit noch durch mancherlei Segnungen und Erweckungen durchbrochen wird, der Herr in der noch bestehenden Gnadenzeit retten will, was sich retten läßt, – der Herr will ja, daß alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen; und wir sind ja besonders aufgerufen, dafür vermehrt gerade in dieser Zeit zu bitten – so ist doch die Zeit des Abfalls da! Messen wir den Abfall nicht nur am Rückgang der Kirch- und Gemeinschaftsgänger, messen wir den Abfall am fehlenden Gehorsam zu Gott und seinem Wort und Gebot! Wie viele sind es noch, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor dem Gott und Fürsten dieser Welt? Betrachten wir uns die zunehmende antichristliche Zeit in ihrer ganzen Tiefe! Sehen wir uns doch den aufgestiegenen, machtvoll zunehmenden antichristlichen Geist mit seiner weiten Auswirkung einmal näher an! Sehen wir denn nicht, wie dieser Geist sich im Tempel Gottes häuslich niederläßt, sich einrichtet, seinen herrschenden Thron darin aufrichtet? Sehen wir denn nicht, wie er seine Regentschaft von diesem Tempel aus ausübt, wie er sich schon als Gott ausgibt?

Hören wir doch diese Gotterklärungen in den Aussagen und im Verhalten derer an, die sich zu einer unumschränkten Freiheit bekennen und die sagen, daß sie sich selbst allein vorschreiben, was sie lassen und treiben wollen, die nur tun, was ihre eigene, persönliche, höchste Instanz befiehlt. Eine darüber stehende Autorität gibt es nicht, am wenigsten wird die Autorität Gottes über sich anerkannt. Diese Menschen stellen sich doch schon jetzt als eine Gottheit dar. Haben wir doch in der heiligen Schrift die Worte des heiligen Geistes gelesen: „Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid?" 1. Kor. 3,16 „Denn der Tempel Gottes ist heilig, – und der seid ihr!" 1. Kor. 3,17 „Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes!" 2. Kor. 6,16  In diesen Tempel Gottes setzt sich der Widersacher und überhebt sich über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt. Göttliche Gesetze und göttliche Gebote werden von da her abgeändert und verändert, auf teuflische Maßstäbe und teuflische Zerstörungen, Greuel und Verwüstungen zugeschnitten.  Wir hörten, daß sich schon zu Paulus` Zeiten das Geheimnis der Bosheit regte. Nun, wir können heute von keinen Regungen mehr sprechen, sondern wir müssen die gewaltigen Kraftanstrengungen der Finsternis sehen und erleben. Von kleinen Regungen ist es zu großen Bewegungen gekommen.

Sehen wir das oder können wir das nicht sehen? Wer abgefallen ist, sich der Welt gleichgestellt hat, Bestandteil und Wesen dieser Welt und ihres Geistes geworden ist, der vermag es nicht zu erkennen, der hat kein Unterscheidungsvermögen, der hat kein Empfinden mehr. Er unterscheidet sich ja nicht mehr. Und er ist ja mit den Geistern in der Luft, dem Fürsten dieser Welt ein Herz und eine Seele geworden, mit dieser Welt gleichförmig geworden. Nur wer Abstand vom Wesen dieser Welt gewonnen hat, wer sich in das göttliche Wesen hineingestalten lassen hat auf dem Wege der Heiligung durch den heiligen Geist, der vermag zu sehen, zu erkennen, zu glauben, zu hoffen, zu warten auf die Stunde des Herrn, getrieben durch den heiligen Geist. Es ist bei den in dieser Jetztzeit, in diesem Heute, in den von uns zu treffenden Entscheidungen sehr verhängnisvoll, auf Dinge und Stunden zu warten, die bereits vorüber sind, ohne daß wir sie gemerkt haben, weil wir ihre Bedeutung verkannt haben und sie auch nicht in ihrer wahren Gestalt und Aussehen erkannt haben. Wir haben heute schon den großen Abfall zu sehen, und wir müssen leider sehen, wie sich der Teufel schon weit verbreitet in diesem Tempel Gottes festgesetzt hat. Wenn er sich dann noch in einem steinernen Tempel krönen lassen sollte, das wäre dann in der Gesamtentwicklung nur das Tüpfelchen auf das bereits geschriebene i. Und was ist bis dahin an geistlichem Gut im Menschen verloren gegangen und wie viele sind bis dahin, weil sie nicht aufgemerkt haben, unter die Verlorenen zu rechnen?

Ist diese Ausdehnung und Festsetzung im Tempel Gottes im Menschen nicht eines der untrüglichsten Zeichen der Endzeit? Dieser Abfall vom Glauben, die Aufkündigung des Gehorsams gegen Gott, gegen Gottes Gebote, das Herrschenlassen des Antichristen im Tempel Gottes im Menschen, zeigt das diese Zeit nicht ganz deutlich auf? Der Abfall vom Glauben hat die Zunahme der Bosheit in gewaltigem Umfange eingeleitet. Das ist nicht zu verkennen. In diesem vom Antichristen gesteuerten Lebensbereich herrscht die Ablehnung der göttlichen Gesetze, das Auflehnen und Abschaffen der göttlichen Gebote, herrscht die Auflehnung gegen jegliche Autorität und Ordnung, erstlich der Autorität und Ordnung Gottes. Und dies alles wird diese große Trübsalszeit verstärkt und in ausgeprägterem Maße mit sich bringen, von der der Herr in Matth. 24,21-22 geredet hat. Einen Vorgeschmack haben wir ja schon da und dort.

Die Gottesverächter und die Lauen – Letztere werden ja den Ersteren hinzugetan werden, wenn sie nicht noch zur Buße und Umkehr kommen – können sich jetzt schon auf diese Trübsalszeit vorbereiten. Mit der „Absetzung" Gottes werden sie zwar einen kurzen, dafür bösen Ruhm und mit der Ablehnung des Wortes Gottes in der Tat eine kleine Zeit scheinbaren Erfolg haben. Durch die Zulassung Gottes werden sich ihre Bemühungen und Bestrebungen auszuweiten suchen, bis zu der von Gott gesetzten Zeit und Stunde. Dann wird ihre ohnmächtige Machtdemonstration, ihre eingebildete Herrschaft ein jähes Ende finden durch das Erscheinen des Allmächtigen in Kraft und Herrlichkeit. Diese Trübsalszeit und Sein Erscheinen kommen mit Riesenschritten herbei. Der Herr sagt es deutlich! Sehen wir uns doch diese antichristlichen Menschen etwas genauer an, sehen wir doch, wie sie sind und wie sie sich geben! Sind es nicht die, die so viel von sich halten, die sich so hoffärtig, so überheblich benehmen, die sich so selbstgefällig, so leistungsbewußt darstellen, die so aufgeblasen einhergehen, so ruhmredig tun, so viel Wirbel und Wesen um sich machen? Sehen wir doch auch diese anderen, diese ungeistlichen, ungehorsamen, sich auflehnenden, diese wollüstigen, diese wilden und brutalen Horden: Vor der Beschädigung von Sachen und Menschenleben scheuen sie nicht zurück. Mit brutaler Gewalt wollen sie sich durchsetzen, ohne Rücksicht auf ihre Umwelt.

Sehen wir uns doch diese Verleumder, diese Lästerer an! Betrachten wir uns doch diese Frevler – oft auch aus den Reihen der Gläubigen -, diese Frevler an der Sache und den Zielen des Erlösers und der Erlösung! Sehen wir sie uns alle genau an, sehen wir sie uns richtig an! Sehen wir uns doch auch diese nach der Freßwelle, der Bauwelle und nach der Reisewelle hervorgetretene Sexwelle einmal genau an. Ist dies nicht auch ein besonderes Kennzeichen dieser Endzeit:  „Sie lieben die Wollust mehr denn Gott!" Betrachten wir uns doch dieses antichristliche Werk, diese antichristliche Regentschaft im Tempel Gottes im Menschen. Auch wenn es uns mit Wehmut erfüllt, so müssen wir, um diese Zeit herauszustellen, feststellen, daß dieses Werk des Antichristen schon einen gewaltigen Umfang angenommen hat. Und dieser Geist macht vor Kirchen und Gemeinschaften keinen Halt. Wir müssen uns fragen: Wer untergräbt denn gerade in diesen Reihen das göttliche Wort und die Wirkungen des heiligen Geistes? Doch jene Theologen und Prediger, die vom kern- und wesenhaften Evangelium abweichen, ein anderes, ein antichristliches Evangelium predigen. Es sind doch jene, die die Lüste des Fleisches verherrlichen, die Sünde verniedlichen, sich im Prinzip von der Wahrheit entfernen, eigene, mit dem Wort und den Zielsetzungen Gottes unvereinbare und unverantwortliche Maßstäbe setzen. Sie bereiten den Weg des Antichristen. Sie befleißigen sich zu sagen, daß Gott tot ist, damit ihr Herr dann zu seiner Zeit sich göttliche Ehren geben lassen kann, sich in der Glorie eines Gottes Huldigung zuteil werden läßt. Sehen wir denn diese Vorbereitungen nicht?

Warum ist denn das Verlangen nach großzügigen und freizügigen Predigern so groß? Die Wahrheit will man nicht leiden, darum jucken die Ohren nach „tragbaren" Predigern! Sehen wir doch auch das mit geöffneten Augen! Wenn wir es nicht sehen können, kaufen wir uns doch beim Herrn die angebotene Augensalbe! Offenbarung 3, 18

In diesem Tempel Gottes richtet der Antichrist seine Macht auf und entfaltet seine teuflische Herrlichkeit, macht sich dann letztlich zur Krönung offenbar. Machen wir uns ja nichts vor! Wir werden nur bewahrt, wenn der Feind keinerlei Recht und Macht an uns hat, wenn wir uns ganz dem Herrn hingegeben haben und völlig mit Seinem heiligen Geiste erfüllt sind. Dann kann Er sich an uns verherrlichen, Seine ganzen Verheißungen an uns erfüllen und einlösen, wenn Seine Stunde gekommen ist. „Sie lieben die Wollust mehr denn Gott!" An anderer Stelle haben wir auf ein Wort des Herrn aufmerksam gemacht, das verdient, an dieser Stelle und in diesem Zusammenhang noch einmal erwähnt zu werden. Als die sogenannte „freie Liebe" geduldet und auch gepredigt worden ist, hat der Herr im Jahre 1938 das folgende Wort gegeben: „Ihr Meine Kinder, es wird eine Zeit kommen, da, so wie dereinst die Erde mit Wasser überschwemmt worden ist, eine Flut aufkommen wird, eine Sündflut über die Erde gehen wird voll Hurerei und Ehebruch. Und die Ehe, die als heilige Ordnung von Mir eingesetzt, wird keinen Damm mehr setzen können gegen diese Flut. Ich aber muß es zulassen, um die Menschen aufs neue zu überzeugen, wo man hinkommt und welche Folgen es zeitigt, wenn man Meine Gebote verachtet und aus der heiligen Gottesordnung fällt.

Wehe, wenn diese Saat, die jetzt gesät wird, aufgeht! Es wird eine schreckliche Ernte werden. Darum, ihr meine Kinder, bleibet fest an Meinem Worte und laßt euch helfen! Denn es kommt die Zeit, wo allen, die jetzt nicht ernst machen, die Festigkeit fehlt, die sie brauchen, um in dieser Zeit bestehen zu können. Auf der einen Seite wird es eine böse, arge Zeit werden; aber auf der anderen Seite ist es eine hohe, heilige Zeit der Zeiten, wo Meine Kinder können eine Reife erlangen und einen Überwindergrad, wie nie zuvor und nie nachher es mehr möglich sein wird. Für die, die nicht gefestet sind, wird es eine verhängnisvolle Zeit. Sie werden abfallen wie dürres Laub von den Bäumen. Die Zeit, die jetzt kommt, duldet keine Halbheit und keine Lauheit, sondern fordert eine volle Entschiedenheit: Die Zeit der Wortmacher ist vorbei. Jetzt bedarf es der Kraft, der Ausrüstung mit Meinem heiligen Geiste!" Betrachten wir uns kurz zusammengefaßt die Zielsetzungen des Wortes und des Willens Gottes! „Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt Lüsten und Begierden." Gal. 5,24 „Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei und ein jeglicher wisse sein Gefäß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Brunst der Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen." 1. Thess. 4,3-5  „Wer überwindet … " so entnehmen wir es aus den 7 Sendschreiben in Offenbarung 2 und 3.

Dem gegenüber steht heute die Belehrung und Förderung der Lustempfindung und Begierdenerfüllung sehr offen und freizügig in Bild und Wort. Sie werden als sehr erstrebenswerte Dinge hingestellt, und der Makel der Sünde wird ihnen genommen. Bei vielen hinterläßt dies den Eindruck, daß sie Versäumtes nachzuholen haben; bei anderen wiederum entsteht eine gewisse Torschlußsituation, ja nichts zu versäumen. Sie drängen und drängeln sich nur so danach. Und hier scheiden sich die guten und bösen Geister. Hier der Ruf zur Kreuzigung der Lüste und Begierden, die Einladung zu einem Leben unter der Regentschaft des Geistes Gottes, zum Überwinden – dort die Einladung zum Verlassen des schmalen Weges, zur fleischlichen Freiheit in allen Dingen. Wer denkt noch an den hohen, göttlichen Schöpfungsauftrag? Wer denkt noch daran, daß es dabei gilt, Menschen aus den Gefängnissen und Bindungen des Fleisches, aus der Knechtschaft Satans befreien zu helfen und ihnen ein Leben zu ermöglichen, das von der Gnade und Liebe Jesu ergriffen wird, das aus dem Tode zum ewigen Leben geleitet werden soll?

Die Kraft des Evangeliums wird, ohne daß sie erprobt worden wäre, geleugnet. Die Kraft des Blutes, die Kraft des Kreuzes, die Kraft der Auferstehung und die Kraft des heiligen Geistes werden verleugnet! Steht nicht geschrieben: „Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünschet!"? Psalm 37,4 – Ist dies nicht das beste Mittel, die vielen Wünsche des Herzens zu stillen? Ist dies nicht auch ein gutes Mittel gegen Überdruß, Abscheu und Selbstmordgedanken? Betrachten wir an dieser Stelle nur eine Seite sexueller Erscheinungen, den sogenannten Exhibitionismus. Man versteht darunter einen krankhaften, abartigen Trieb, vor anderen die Geschlechteile zu entblößen. Wissenschaftler sehen darin eine Geschlechtsbefriedigung, die durch und über die Reaktion des zum Ansehen genötigten Teils ausgelöst wird. In der Hauptsache ist dies bekannt, wenn diese Handlung von Männern weiblichen Personen gegenüber ausgeübt wird.

Sexualwissenschaftler sind aber auch der Meinung, daß die Entblößung der Frauen, beispielsweise auch in der heutigen Mini-Mode, unter diese Abart einzureihen, dem Exhibitionismus zuzurechnen ist. Hinzu kommt aus der Sicht der heiligen Schrift und der Sicht gebundener Menschen, daß diese Art zu Gedanken und Taten der Unzucht, der Wollust, zur Appetitanregung zum Geschlechtsverkehr, zu Ehebruch (Matth. 5,28), zu Selbstbefriedigung und vielem anderem mehr anreizt und verführt. So gesehen muß hier gesagt und gefragt werden: Wo sind die sogenannten Kinder Gottes, die Gläubigen, hingeraten und gelandet?! Wer darin wandelnd gefunden wird, möge doch eilend den Weg der Umkehr beschreiten! Wenn man diesen Sex-Thron sieht, von dem aus heute diese Zeit beherrscht wird, dann muß man unwillkürlich in der Geschichte zurückblättern und sich die Reiche ebensolcher unsittlichen Zeiten vor Augen führen. Wie sind damals blühende Völker erniedrigt, gedemütigt und gezüchtigt worden! Einstmals feste und uneinnehmbare Reiche sind zu Fall gebracht und zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken, wegen ihrer sittlichen Verwahrlosung.

Man fragt sich bei diesem Erinnern, was sich wohl in unserer Zeit tun wird? Wird sich ähnliches ereignen? Können wir bei dieser sittlichen Auflösung und Verwahrlosung das Aas erkennen, über dem schon die Geier schweben? An ein Wort des Herrn werde ich erinnert, das Er vor mehr als hundert Jahren gegeben hat: „Aber so sind die Menschen und zwar zuerst die Weiber. Durch den zweiten Mißbrauch ihres freien Willens sind sie in alle Sinnlichkeit versunken, haben ihren teils schöneren Leib in Hülle und Fülle aufzuputzen  angefangen und sind stolz und unwillig aus ihrer Selbstsucht geworden. Wehe aber der Welt, wenn die Weiber sich wieder zu putzen und zu schmücken anfangen und auf dem Thron sitzen werden; dann wird die Erde durchs Feuer gelassen werden. Sie sollen sich vor allem in der rechten Demut üben. Sie sollen rein, aber nie geputzt und geschmückt sein; denn der Weiber Putz und Schmuck ist des Menschen Grab und Untergang in allem.  Wie aber da ist ein reines, wohlgesittetes, demütiges Weib ein rechter Segen eines Hauses, so ist ein geputztes und dadurch stolzes Weib ein Fluch über die ganze Erde und ist also ein Satan in kleinster Gestalt unter den Menschen und gleicht völlig einer Schlange, die durch ihre geilen Blicke des Himmels Vögel in ihren giftigen und tötenden Rachen lockt.

Laßt euch darum nicht verlocken von den blinden und trügerischen Reizen der Welt, sondern seid allezeit nüchtern und schätzet den Wert der Welt richtig; gebet nicht Gold und Perlen, die ihr aus den Himmeln empfangen habt, für die Torheiten der Welt, so werdet ihr untereinander stets Frieden haben und den Himmel vor euch offen sehen! Werdet ihr aber euch wieder von den Reizen der Welt gefangennehmen lassen, so werdet ihr es euch selbst zuzuschreiben haben, wenn der Himmel vor euch fester und fester sich verschließen wird. Denn es ist nicht möglich, daß jemand, der mit Wohlgefallen in was immer an der Welt hängt, zu gleicher Zeit stehen könnte in der segnenden Verbindung mit dem Himmel. Denn ein jeder Mensch ist also erschaffen und eingerichtet, daß er Böses und Gutes, Falsches und Wahres nicht in einem Herzen nebeneinander ertragen könnte; entweder das eine oder das andere, aber nie beides zugleich. Im Herzen kann nur entweder das eine oder das andere als Lebensgrund weilen!"

Es ist eine Zeit, in der das Wort von der Heiligung ganz besonders herausgestellt werden muß. Wie steht es doch geschrieben!: „Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen wird, und sehet darauf, daß nicht jemand Gottes Gnade versäume!" Hebräer 12,14 und 15 – Daß niemand Gottes Gnade versäume! Und dies ist besonders wichtig in dieser Zeit, wo die Heilszeit plötzlich ihrem Ende entgegengehen, die Gnadenzeit vorübergehen kann. Bislang konnte man sich noch auf das Wort stützen: „Der Herr verzieht nicht mit der Erfüllung seiner Verheißung, wie das einige meinen, sondern zeigt nur seine Langmut gegen uns. Denn er will nicht, daß jemand verlorengehe, sondern daß alle zu einem Gesinnungswechsel kommen. Die Langmut Gottes achtet als eine Zeit des Heils." 2. Petr. 3,9 und 15. Diesem Wort stehen nun eindeutig die Zeichen der Endzeit gegenüber, die uns aufzeigen, daß der Herr kommen will, daß diese Langmut ihrem Ende entgegengeht.

Wir vernehmen immer wieder, wie Kinder Gottes durch diese antichristlichen Erscheinungen dieser Zeit in arge Bedrängnis geraten und nach dem Herrn rufen und schreien. Wie viele fühlen sich belästigt und in der fromm scheinenden Umgebung nicht mehr wohl! Und der Herr wird die Seinen – wie es die Schrift sagt und wir auf dem Wege der Nachfolge unter mancherlei Nöten und Schwierigkeiten erfahren haben – nicht dem Rachen der Hölle überlassen! Nie und nimmer! Wie viele rufen in dieser argen Bedrängnis: Komm Herr Jesu, komme bald! Stellen wir uns ganz und gar darauf ein, daß wir in der Zeit angelangt sind, die Zeit nahe ist, wo der Herr die Seinen aussucht, die Zeit der Seinen auf Erden verkürzen wird, um Sein Gericht auf dieser Welt auszuüben, diesen Zeitabschnitt zu beschließen und abzuschließen und die wartenden Verheißungen zu erfüllen! Wachen und warten auch wir auf die Stunde des Herrn und machen wir uns bereit! Lassen wir uns loslösen von den Dingen und dem Wesen dieser Welt! Wer noch an irgendetwas gebunden, nicht wirklich frei ist, der lasse sich befreien!

Verfolgen wir aufmerksam die Zeichen der Zeit, wie sie uns der Herr selbst gegeben hat! Das hilft auch unserem Wachen und Warten auf, und wir finden darin die belebende Grundlage. Wir wissen, daß der Zeitpunkt Seines Kommens von der Zusammenballung zwischen Licht und Finsternis abhängig ist, die sich auch auf Erden darstellt, von dem Griff nach den Auserwählten, die Sein plötzliches Kommen und Eingreifen erforderlich machen. Lassen wir den Herrn zu uns reden in den folgenden Weissagungen:

„Meine Kinder, ja tut, wie euch Mein Wort sagt und wie ihr von Mir gehört habt! Denn mit Riesenschritten kommt es auf euch alle zu. Da gilt es, in der Waffenrüstung bleiben und so zu tun, wie euch gesagt worden ist, damit Ich dann auch an euch tun kann, wie ihr’s gehört habt. Ja, es gilt nun, sich immer mehr zu verschließen vor dem, was von unten kommt; und immer mehr sich auszustrecken zu dem, was von oben kommt, was Ich euch bereitet habe. Tut nach dem, wie Ich zu euch geredet habe, damit Ich an euch tun kann, wie es für euch not (tut), und wie ihr so gerne möchtet. Ihr sehet diese Endzeit ja vor Augen, und ihr wisset, was Ich euch darüber schon gesagt habe. Die Hauptsache ist nun, daß ihr fest und treu zu Mir stehet und an Meinem Worte festhaltet. Das andere werde Ich dann tun. Es sind große und gewaltige Kämpfe zwischen Licht und Finsternis im Gange. Die Auswirkungen sind schon und werden noch mehr spürbar und sichtbar, so, daß es auch sogar die, die nicht Mein Wort lesen und sich darin überzeugen könnten, fühlen und wissen, daß es um große Entscheidungen geht.

Ich habe es euch ja in einer Meiner letzten Botschaften ganz klar gesagt und es auch niederschreiben lassen: Und nun bist du auf den Plan getreten, aber auch Ich! Und an all dem, was jetzt geschieht und was noch weit mehr hervorkommen und geschehen wird, erkennet ihr, wie wahr Ich geredet habe. Ihr werdet auch die Wichtigkeit erkennen, so zu tun, wie es euch Mein Wort sagt, wie Ich es auch in den Botschaften deutlich gesagt habe. Beachtet eins ganz besonders: Jetzt in dieser Zeit, gerade jetzt wird es sich klar herausstellen, wer Mein Kind ist und nicht. Denn die Aufrichtigen überwinden in allem weit, weil Ich ihnen zur Seite stehe! Die Halben und die Unentschiedenen, sie werden fallen; denn ihnen fehlt das, was Meine Kinder besitzen dürfen und an das sie sich jetzt festhalten. Sie sind es, die sich bemüht haben, das auszuleben, was ihnen gegeben worden ist. Jetzt ist die Zeit herbeigekommen, von der Ich auch geschrieben habe, daß ich die Bäume rütteln und schütteln werde, daß alles dürre Laub abfällt. Nur das saftige, grüne Laub wird dem Schütteln und Rütteln standhalten und festhalten.

Die Meinen, die sich von ganzem Herzen zu Mir halten und sich bereit machen lassen, werden täglich immer lauter rufen, je mehr es hier drunter und drüber geht: Herr Jesu, komme bald! Je mehr sich die Bosheit hervorhebt, je mehr es vom Erschrecken ins Wundern, vom Kopfschütteln ins Entsetzen geht, je mehr steigert sich bei den Meinen das innige Verlangen nach Meinem Kommen. Und je mehr ihr innig zu Mir rufen werdet, je mehr werdet ihr auch zu Mir hinanreifen. Es werden noch große Prüfungen kommen, vor allem auch für die Meinen. Denn das sind und werden die Gelegenheiten, wo sie nun beweisen dürfen, ob sie Mein sind oder nur so geschienen haben. Denn das Echte wird sich vom Unechten scheiden müssen. Es wird eine Zeit der Siebung sein. Zu was braucht man denn ein Sieb? Doch um den Weizen vom Spreu und Unkraut zu säubern! Und so wird diese Zeit zu einem Menschensieb. Da kommen die Echten ans Licht, aber auch die Unechten; die Echten werden sich beweisen, die Unechten sich als solche herausstellen. Es wird sich zeigen, wer nur den Schein gehabt, wer und was das Falsche und Unbrauchbare für das Reich Gottes ist. In dieser Meiner Stunde wird sich beweisen, wer zu Mir kommen kann und wer von Mir weichen muß.

Meine Getreuen werden Mich kommen sehen, wie Ich damals emporgefahren bin und werden sich freuen; die anderen aber werden wehklagen und schreien. Bei Meinem Kommen und Nahesein werden sie sich umso mehr erkennen und sie werden versuchen, sich zu verstecken und werden’s nicht können. Da werden viele rufen: Ihr Felsen und Berge fallet über uns und bedecket uns! Vor Angst und Schrecken werden sie fliehen wollen und nirgends eine Deckung vor Mir finden. Die Zeit wird sich noch mehr verschlimmern und so ausprägen, daß Ich die Tage verkürzen muß, um der Meinen willen. Diese Zeit fordert von euch und all den wahren Meinen ein aufrichtiges Wollen, eine völlige Übergabe, eine völlige Entscheidung: Entweder ganz für Mich oder gegen Mich!

Alles andere hilft nicht mehr!

Mein Frieden und Segen sei mit euch. Amen.«

Werden wir denn nicht im Glauben und Vertrauen gestärkt, werden wir denn nicht von Seiner väterlichen Liebe und Güte umsorgt? Er will, daß wir das Ziel erreichen, an Seinem Tag nicht vor verschlossener Tür stehen müssen. Öffnen wir doch unsere Herzen weit Seinem Wort! Wollen wir zu denen gehören, von denen gesagt wird: „Sie wollten’s nicht glauben"? „Meine Kinder, ja, ihr tut gut daran, wenn ihr in all dem Geschehen, was vor euren Augen ist und was noch kommt, euch fest an Mich haltet. Ich habe euch nicht im Unklaren gelassen über diese Zeit. Und ihr seht an dem, was da und dort hervortritt, daß es euch nicht fremd ist; sondern ihr wisset, daß Ich euch längst darauf vorbereitet und euch unterwiesen habe. Und ihr wisset weitcr, daß auch all das Geschehen offenbar werden mußte und noch mehr muß. Daran dürft ihr erkennen, wie wahr Ich geredet habe und wie wahr Mein Wort ist. Mein Wort ist und bleibt Mein Wort. Und Ich, der Ich gesagt habe, daß Himmel und Erde vergehen werden und Mein Wort bestehen bleibt, Ich stehe zu Meinem Wort.

Ihr dürft nun erkennen, wie all das Offenbarte hereinbricht, und so ihr von ganzem Herzen an Mir bleibt und gehorsam seid, so wird sich für euch noch viel mehr das erfüllen, was Ich euch und all den Meinen verheißen habe. Darum seid getreu! Stehet fest! Denket in diesen Stunden daran, daß euch dies alles gesagt worden ist, damit ihr nicht Opfer der Angst und Furcht, der Not und Unruhe werdet, sondern euer Glaube umso mehr erstarke in dem heiligen Wissen und in der Erfahrung: Er, der uns auf das alles hingewiesen, uns das alles zuvor gesagt hat in voller Wahrheit, der hat aber auch gesagt, daß Er der Seinen Sicherheit und Zuflucht ist, die Seinen zu beschützen weiß und bewahren will!

Denket doch auch zurück an die vergangenen Zeiten! Habe Ich euch da nicht auch alles vorher gesagt und gesagt, wie es auch gekommen ist? Denket doch auch an die Trübsale und Nöte, an die Verfolgungen, an die Gefängniszeiten! Habe Ich euch da nicht hindurchgebracht und Mich an euch verherrlicht, als Meine Stunde gekommen war? Wie oft ist doch die Vernichtung angedroht worden! Und wo sind sie geblieben, die solches androhten? Und so ist und wird es auch jetzt sein! Ich habe noch weit mehr Mittel, den Meinen zu helfen. Ich kann auch dann noch helfen, wenn die Hölle ihren Rachen auftut, um die Meinen zu verschlingen. Ja gerade dann, wenn dieser aufgerissene Rachen sich schließen möchte, gerade dann, in diesem Augenblick, kann Ich wie der Blitz die Meinen in Sicherheit bringen! Lernet das bedenken! Darum rufe Ich euch zu: Sorget nicht, sondern vertrauet Mir von ganzem Herzen! Ihr, die ihr’s miterlebt und durchlebt habt, ihr wisset, daß Ich heute noch Derselbe bin, Der bin, Dem kein Ding unmöglich ist.

An euch ist es, daß ihr tapfer und treu und gehorsam bleibt; das ist die Hauptsache. Ich habe euch schon lange zuvor gesagt: Es wird eine böse Zeit, eine schwere Zeit kommen, wie ihr sie jetzt schon sehen und erleben müßt; und es wird noch viel schwieriger werden. Zu Beginn dieses Jahres habe Ich es euch schon gesagt, daß Ich euch nicht mehr offenbaren kann, um der Schwachen willen unter euch; denn ihr würdet vor Angst und Grauen vergehen. Aber immer wieder kann Ich euch nur das eine (zu)rufen und sagen: Haltet stand! Denket daran, was es heißt, Kinder Meines Geistes zu sein oder sein zu wollen und zu Meinen Getreuen zu gehören! Was will Ich euch damit sagen? Den Aufrichtigen, den Getreuen lasse Ich es gelingen. Wer freudig nach Meinem Worte tut und in Meiner reinigenden und heiligenden Liebe wandelt und sich daran hält und Täter wird und bleibt, braucht sich nicht zu fürchten noch zu entsetzen; er darf Mir trauen und umso mehr sich an Mein Wort und Meine Wahrheit halten.

Diese Zeit ist eine besonders böse Zeit. Für die Meinen eine heilige, hohe Zeit; denn es wird ihnen Gelegenheit gegeben, ihre Treue zu beweisen. Meine wahren Kinder, die sich jetzt in dieser Zeit gehorsam an Mein Wort halten und danach tun, die dürfen eine Reife erlangen, wie sie selbst sich nicht vorstellen können. Diese Zeit ist ja geweissagt und geprophezeit, und es wird das alles hervortreten und sich erfüllen. Es wird eine Zeit, wo sich die Geister trennen; die einen zur Rechten, die anderen zur Linken. Da wird das Licht mächtig siegreich sein über die Macht der Finsternis, und das Licht wird seine Siege feiern und wird hindurchdringen durch alle Finsternis. Da gibt es nichts, was sich vor Meinem Lichte verstecken könnte. Da wird das Echte und Wahre in wunderbarem Glanze und Schönheit sich beweisen und die Finsternis unterliegen. Es wird sich in Fülle bewahrheiten, wie es auch geschrieben steht, daß Ich ein Herr über alles bin. Darum erschrecket nicht vor all dem Kommenden, sondern denket daran, daß diese Zeit zugelassen ist, damit sich die wahren Echten beweisen können und herauskristallisiert werden; daß aber auch die Heuchler, die Scheinheiligen, die Lügner und Betrüger zu offenbar werden in ihrer Falschheit, in ihrem Scheinwesen und ihrer Heuchlerart! Wohl aber all denen, die ernster und freudiger denn je sich nach der wahren Heiligung ausstrecken und sich als herrliche Sieger und Überwinder bewähren!

Die Meinen dürfen mit Mir eingehen dorthin, wo eine überschwengliche Herrlichkeit für sie bereit ist. Die Halben und Weichlinge aber werden das Reich Gottes nicht gewinnen. Denket daran, daß es ein Kampf zwischen Licht und Finsternis ist und daß auch das alles zugelassen ist und wird, um Meinen Sieg umso deutlicher herauszustellen! Und da und dort will das Licht auch seine Siege feiern in den Meinen, bei den Echten und Wahren, bei Meinen ganz Getreuen. Strecket euch umso mehr nach dem aus, was droben ist, – so wie es euch Mein Wort ganz klar und deutlich sagt: Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere zufallen! Haltet fest an Meinem Wort! Bewahret euch ein reines Herz, in dem Mein Geist wohnen und alles durchdringen und hinwegtun kann, was Meinem Siege in dem einen oder anderen noch hinderlich und hemmend im Wege steht! Denn das ist sehr wichtig. Ja, diese böse Zeit, die noch weit stärker hereinbrechen wird, ist auch zugelassen zur Bewährung; sonst könnte sich ja keine Seele bewähren und hätte keine Gelegenheit, sich für das eine oder andere zu entscheiden. Und ihr tut gut daran, wenn ihr aufrichtig nach Meinem Wort tut. Schaffet aus euren Herzen und Sinnen, auch unter euch alles hinaus und hinweg, was euch, zum heiligen Siege und Ziele zu gelangen, im Wege steht! Legt all das ab und tut das hinweg und hinaus, was nicht ins Licht taugt, damit das Heilige, das Reine sich immer mehr herauskristallisieren kann!

Seht, den Aufrichtigen lasse Ich es gelingen! Ja, wohl all denen, die aufrichtig sind und nur das Eine wollen: Das Ziel, den Sieg erlangen!

← Zurück zu „Der Bräutigam kommt“