„Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Geier°`. Dieses Wort aus dem Munde Jesu können wir in Matth. Kap. 24, Vers 28, nachlesen. Dieses Wort steht im Zusammenhang mit der angekündigten Wiederkunft Jesu Christi. Es steht auch im Zusammenhang von mehreren und verschiedenen Zeichen, die diese Wiederkunft Jesu anzeigen wollen. Sehr deutlich reden diese damals ausgesprochenen Zeichen gerade heute zu uns. Sie sind so deutlich herausgetreten und reden so unmißverständlich zu uns, daß sie geradezu verbieten zu schlafen und uns zwingen zu wachen und zu beten; und das mehr denn je! Die Predigt des Evangeliums in der ganzen Welt zu einem Zeugnis für alle Völker (Matth. 24, 14) ist nahezu abgeschlossen. Technische Hilfsmittel, wie Radio, Tonband und Schallplatten, haben diesen Auftrag der Verkündigung sehr und umfangreich beschleunigt. Das Zeugnis ist zu allen Völkern gegangen. Man sucht heute nur noch Teile von Völkern mit dem Evangelium zu erreichen, die eine andere Sprache, einen anderen Dialekt sprechen.
Die Zeit eilt mit Riesenschritten! Kriege und Kriegsgeschrei, Kriegsdrohungen sind trotz Friedensbeteuerungen sehr häufig. Empörungen und Aufruhr, Revolutionen sind reichlich in Erscheinung getreten, Seuchen treten vermehrt auf, von Erdbeben hört man immer wieder. Der Feigenbaum, das wiedererstandene Israel, wird saftig und treibt Blätter und wirft Schatten (Matth. 24, 32). Und wir haben vom Herrn dabei gesagt bekommen, daß dann der Sommer nahe ist. „Wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist." Matth. 24, 33 Alle diese verschiedenen Zeichen kommen gleichzeitig auf uns zu, und wir haben sie heute vor Augen! „Wo ein Aas ist, da sammeln sich auch die Geier«, (Luk. 17,37) und das ist auch ein Zeichen in der Reihe derer, die die Wiederkunft Jesu anzeigen. Es lohnt sich, über dieses vom Herrn angezeigte Zeichen nachzudenken und sich einige Gedanken zu machen und sich durch den heiligen Geist in die Tiefe der Bedeutung hineinführen zu lassen. Es ist sehr aufschlußreich, über das Aas, sein Zustandekommen, seinen vor Augen liegenden Zustand nachzuforschen. Wir können daraus nur gewinnen, wenn wir uns vom Geiste Gottes in die Tiefe der Bedeutung hineinführen lassen.
Wir werden dabei merken, daß es ein wichtiges Zeichen der Zeit ist, das unbedingt zu beachten ist. Wir werden dabei auch merken, daß die Wiederkunft Jesu Christi, aber auch die Gottesgerichte sehr nahe sind. „Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Geier!" Was meint das? Es ist ein Geschehen, das sich täglich im Lebensbereich der Tierwelt ereignet: Eine frei, und doch in mannigfaltigen Ängsten lebende Kreatur wird von einem beutehungrigen Tier gejagt und gerissen und kommt – je nach Art des beutemachenden Tieres – über kurz oder lang zu Tode, wird dadurch zum Aas, zur Tierleiche, wie wir heute zu sagen pflegen. Nach gestilltem Hunger des beutemachenden Tieres bleiben Reste, von denen wir je nach der Liegedauer von einem frischen oder stinkenden Aas reden. Durch Krankheit oder Alter geschieht dies oft gleichermaßen. Um dieses Aas oder auch über diesem Aas sammeln sich ganz bestimmte Interessenten, in gewissen Zonen unter anderem auch die Geier. Sie werden als die größten aller Vögel beschrieben mit einem Schlund, der sich zu einem Kropf von beachtlicher Größe erweitert. Ihre Einordnung in die Gattung der Raubvögel verliert einen Teil ihrer Bedeutung, denn wenige von ihnen und diese auch nur ausnahmsweise, greifen große lebende Tiere in der Absicht an, sie zu töten. Für gewöhnlich sammeln sie einfach das auf, was ihnen da und dort überlassen ist: sie fressen die Leichen, die sie finden. Sie leben in bestimmten Gebieten und führen, außer in der Brutzeit, mehr oder weniger ein Wanderleben. Man sagt von ihnen, daß sie überall und nirgends zu finden sind, daß sie ebenso spurlos verschwinden, wie sie gekommen sind. Nagender Hunger macht sie dreist und furchtbar für die, die sie hindern und sie in ihrem Gewerbe beeinträchtigen wollen.
Beim Fliegen läßt der Geier seinen Blick nach allen Seiten schweifen, bis er seinen Fund entdeckt hat. In einer Schraubenlinie dreht er über seinem Fund und kommt so immer tiefer herunter auf das Aas. Im menschlichen Lebensbereich finden wir etwas durchaus ähnliches. Wie wird man da zum Aas und zu einem Fund für hungrige Geier? Auch der Mensch hat seinen Feind oder seine Feinde, die ihn zu Tode bringen. Das ist oft von einer Tragweite und einer Tragik mit oft sehr traurigen Folgen. Wer mit Menschen und dieser ihrer Not schon zu tun gehabt hat, der weiß davon zu sagen. Auch der freie Mensch wird von seinem Feind gejagt, und wir finden da ein ähnliches Beutemachen, wie im Bereich der Tierwelt. Das beutehungrige Tier im Lebensbereich des Menschen ist das Tier aus dem Abgrund. Es jagt den Menschen und sucht, ihn in seine Gewalt, unter seine Krallen zu bekommen, will ihn reißen und ihm das Leben nehmen. Die Zähne und Krallen dieses Tieres aus dem Abgrund sind die vielfachen und vielfältigen Sünden, die sich festbeißen oder festgegriffen und festgebissen haben am und im Menschen. Und wenn uns nicht ein Stärkerer daraus befreit, gelangen wir über kurz oder lang zu Tode, zu jenem Tode, der uns in Offenbarung 21, Vers 8, genauer beschrieben ist.
Es mutet uns sehr leichtfertig und unverständlich an, wenn eine Maus sich mit ihrem größten Feind, der Katze, in ein Spiel einläßt. Und doch verhalten wir Menschen uns nicht anders, wenn wir uns in ein Spiel mit dem Feind unseres Lebens, in ein Spiel mit der Sünde einlassen. Allein schon das selbstsichere Verhalten, so zu tun, wie wenn es diesen Feind nicht gäbe, wie wenn er gar nicht vorhanden, wenn das alles gar nicht so schlimm wäre, läßt uns dieser Maus gleichen. Das Wort Gottes ruft uns in die Lebensgemeinschaft mit dem Herrn, zu dem ewigen Leben. Ganz deutlich vernehmen wir vom Kreuze von Golgatha her die Worte: „Mich dürstet!" Joh. 19,28 – Auch jenes andere Wort, das der Herr gesagt hat, lädt ein: „Kommet her zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken!" Matth. 11,28 – Diese Worte stehen nach wie vor in Zeit und Raum und bezeugen die Sehnsucht und die Einladung des lebendigen, geoffenbarten Gottes. Die heilige Schrift sagt doch ganz deutlich: „Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben!" Joh.3, 16 – Verloren sein, dem Tode verfallen sein, im Tode bleiben – oder das ewige Leben haben! Das ist die Frage. Unter der Macht des Teufels und der Sünde leben, dem Tode preisgegeben – oder dem Sohn Gottes gehören! Das ist die weitere Frage. Die Frage nach dem Leben oder dem Tod stellt sich nach dem Worte Gottes, das uns gar klar sagt: ,Denn wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht!" 1. Joh.5,12
Leben oder Tod! „Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, daß du das Leben erwählest, daß du und deine Nachkommen leben möget", so läßt uns der Herr wählen, wie wir aus 5. Mose 30,19 entnehmen. Was haben wir erwählt? Haben wir das Leben und stehen damit unter dem Segen oder haben wir den Tod gewählt und stehen damit unter dem Fluch? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Betrachten wir das Leben sogenannter Christen, auch solcher, die angaben, eine Bekehrung erlebt zu haben! Wir müssen dabei feststellen, daß sie sich dem Wesen und Leben dieser Welt gleichgestellt haben und von der Veränderung und Erneuerung des Sinnes, der Heiligung nichts oder nichts mehr wissen wollen. Man fragt sich dann ernstlich: Was ist da von dem von Gott gegebenen und dargereichten Leben noch übrig? So viel etwa, daß es den Herrn zum Ausspeien nötigt? (Offenbarung 3,16)
Die ganze Welt ist durch das Kreuz von Golgatha zum Leben gerufen, aufgerufen, das durch Jesus Christus geoffenbarte Leben zu nehmen, anzunehmen, zu glauben, damit niemand verlorengeht. Viele daraus sind berufen, sind angerufen, sich zu verändern und in der Heiligung zu erneuern durch den heiligen Geist. Was ist daraus geworden, und was damit geschehen, was ist davon übriggeblieben? Etwa ein Lippenbekenntnis? (Matth. 15,8 und Jesaja 29,13) Das Herz aber ist ferne davon! Wo ist die Salzkraft der Christen geblieben, von der der Herr in Matth. 5,13 spricht: „Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm (andere Übersetzung: fade, salzlos) wird, womit soll man’s salzen? (andere Übersetzung: womit soll es wieder salzig gemacht werden)! In Anlehnung an das Wort in 3. Mose 2 Vers 13: „Alle deine Speiseopfer sollst du salzen, und dein Speiseopfer soll nimmer ohne Salz des Bundes deines Gottes sein", sagt der Herr in Markus 9,50: „Das Salz ist ein gutes Ding; so aber das Salz dumm (fade, salzlos) wird, womit wird man`s würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!"
In Matth. 5,13 sagt der Herr dann weiter: (Das dumm gewordene Salz) es ist hinfort zu nichts nütze, denn daß man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten!« Zu nichts mehr nütze! Nur noch zum Wegwerfen, zum Zertreten! Ist und soll das unser Los sein? Habt Salz bei euch, so ermahnt uns der Herr. Was hat nun das Salz für eine Aufgabe? Im Haushalt und bei der Zubereitung der Speisen wissen wir aus Erfahrung, daß das Salz einer Speise erst die rechte Würze gibt, in der richtigen Menge sie erst schmackhaft macht. Bei der Haltbarmachung von Lebensmitteln, insbesondere von Fisch und Fleisch, wissen wir ebenfalls, daß das Salz das Fleisch vor der Verwesung und der Fäulnis schützt. Manche benutzen das Salz als Badezusatz, um der Müdigkeit abzuhelfen; andere wiederum gebrauchen es, um Entzündungen im Hals entgegenzuwirken oder ihnen gar abzuhelfen. Für vielerlei läßt sich das Salz in dieser Weise verwenden. Sind wir ein salziges oder auch gesalzenes Opfer, das durch das Feuer dem Herrn ein angenehmer Geruch ist? Oder sind wir verwesendes Fleisch, in Fäulnis übergegangenes Fleisch geworden? Gebrauchen wir das Salz, auch wenn es bei offenen Wunden ätzend wirkt? Sind wir nicht selbst ein Salz, und wirkt das Salz durch uns nicht, dann werden die Werke des Fleisches offenbar, wie sie in Galater 5,19-21 aufgezeichnet sind. Und diese Werke lassen die Kinder der Welt erkennen und zeichnen sie.
Diese Fäulnis des Fleisches, diese Verwesung des Fleisches in den Gemeinden, dazu die Toten im Unglauben, das ist das Aas dieser Zeit! Menschen, von der Sünde und dem Unglauben zum Tode gezeichnet, prägen ein besonderes Kennzeichen dieser Endzeit. Lebende Leichname! Lebende Tote! Lebendes Aas! Betrachten wir uns doch die allbekannten Alkohol-Leichen, die gefärbten Mode-Leichen! Betrachten wir die neuerdings so zahlreichen und oft so jungen Leichen der Rauschgiftsucht; betrachten wir die Leichen, die durch den Sex gezeichnet und ruiniert sind; betrachten wir diese Wohlstandsleichen, denen das Fressen ins Gesicht und auf den Leib geschrieben ist! Betrachten wir jene, denen die Gier nach Geld und Ruhm anzusehen ist! Betrachten wir die und andere Leichen, damit wir das Aas sehen können. Sehen wir da nicht die zerstörende, zum Tode bringende Macht des Tieres aus dem Abgrund? Das Tier aus dem Abgrund, das die Menschen mit ihrer Hurerei und allerlei Greuel trunken macht, Offenbarung 17,2 und 5. Und gemeint ist hier nicht nur die Hurerei im engen Sinne, sondern die vielfältige Anbiederei und die vielfältigen Anknüpfungen an die Lüste des Fleisches, an die Werke und den Willen der Finsternis! Leichnam! Aas! Tot in Sünden, tot im Unglauben!
Jene, die die Propheten des Herrn verfolgen; jene, die das Evangelium ausrotten wollen; auch jene, die treue Jünger und Jüngerinnen des Herrn verfolgen und meinen, Gott damit einen Dienst zu tun, auch jene sind Aas. Lies dazu auch die Schrift in 2. Könige 9,36 und 37: „Es ist, was der Herr geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Thisbiter, uns gesagt: Auf dem Acker Isebels sollen die Hunde der Isebel Fleisch fressen; und das Aas Isebels soll wie Kot auf dem Felde sein!" Betrachten wir die zunehmende Gottlosigkeit in diesem Lichte, dann erkennen wir auch die abgefallenen Christen darin eingereiht! Wir haben dann das Aas vor uns. Auch die Feinde Israels und die Feinde der Auserwählten sind in der Schrift angesprochen. Das dem Gericht verfallene Ägypten wird den Feldtieren und den Vögeln (Geier!) zum Fraß hingeworfen, daß sie satt werden: „Und will dein Aas auf die Berge werfen und mit deiner Höhe die Täler ausfüllen!" Hesekie1 32,5 Siehe auch Hesekiel 32, Verse 2-5.
Wie zeichnet der Herr durch den Propheten die zum Gericht heraufziehenden Chaldäer: „Ihre Reiter ziehen in großen Haufen von ferne daher, als flögen sie, wie die Geier eilen zum Aas!" Habakuk 1,1-8 Leichen des Fleisches, Leichen der Sünde, Leichen der Gottlosigkeit, Leichen durch Abfall gezeichnet – Aas im umfassendsten Sinne! Es mutet uns eigenartig an, gerade in diesen Tagen in Berichten aus Indien lesen zu müssen: „Geier auf Massengräbern! Die Cholera-Epidemie kostete bislang Tausenden von ostpakistanischen Flüchtlingen das Leben. In Krischnagar, wo in einem nur dürftig zugeschütteten Grab 150 Leichen liegen, sitzen die Geier und die Raben auf den Grabhügeln und versuchen, die Leichen auszuscharren! Während der Nacht rissen wilde Hunde mehrere Leichen aus den Gräbern und schleppten sie fort!" „Die Hunde sollen der Isebel Fleisch fressen". „. . . den Feldtieren und Vögeln zum Fraß hingeworfen«, so sagen uns die Worte in 2. Könige 9, 36 und 37, sowie Hesekiel 32, die Verse 2-5. Dieses Ereignis ist gewiß nicht nur vorausdeutend auf den Tag Seines Gerichts, sondern es sind schon warnend vorauseilende Gerichte in dieser Endzeit. Geier in Indien, die sich an Leichen sattfressen; Hunde, die Leichen wegzerren und fortschleppen; Raben, die Leichen ausscharren und sich sättigen!
Worte aus der heiligen Schrift! Den Feldtieren und den Vögeln zum Fraß hingeworfen, daß sie satt werden. – Diese Zeichen deuten das große Gericht an, von dem uns die Schrift ganz deutlich sagt. „Wo das Aas ist, da sammeln sich auch die Geier!" So sagt uns der Herr, und Er bringt gerade dieses Wort im Zusammenhang mit Seiner Zukunft oder Wiederkunft. „Denn gleich wie der Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Geier!" Dieses Aas vor unseren Augen zieht unweigerlich diese Gerichte an, zieht diese Geier an, so wie wir es aus dem Naturbereich wissen. Die Geier kreisen und schrauben sich immer näher herab. Sie treten da und dort schon auf und verschwinden wieder, wie sie gekommen sind. Wer Ohren hat zu hören, der höre; wer Augen hat zu sehen, der sehe und betrachte es mit offenen Augen! Und wie der Blitz kommt der Herr in diese Zeit!
Wollen wir doch darüber nachdenken und uns prüfen und lesen, was der Herr zuvor noch zu sagen hat! Noch ist Gnadenzeit, noch ist Heilszeit. Wollen wir doch diese Zeit recht nutzen! Lassen wir uns ja nicht vertrösten und einschläfern von den gegenteiligen Beteuerungen dieser Welt! Glauben wir dem Wort der heiligen Schrift; glauben wir mehr denn je diesem Himmel und Erde überdauernden Wort des Herrn! Lassen wir die Aussagen der Schrift wichtiger sein als die Kommentare von Zeitschriften und vieler sonstiger Meinungen! Der Herr will uns durch Sein Wort segnen und stärken. Lassen wir uns segnen, damit das Leben in uns bleiben kann, und wir nicht lau werden oder gar dem Tode verfallen. „Kinder Meiner Liebe! Mehr denn je ist es wichtig, daß ihr die Zeit in ihrer tiefen Bedeutung erkennt. Denn ihr wisset es durch Mein Wort, daß Mein Kommen sehr nahe ist. Und Ich Selbst habe euch nicht im Unklaren darüber gelassen, daß diese Stunde wie der Blitz erscheint. Ihr wisset, daß diese Zeit soweit vorangeschritten ist, daß es jeden Tag sein und werden könnte.
Und für manchen, der sich noch nicht für Mich entschieden hat, könnte es auch das letzte Mal sein, daß Ich bei ihm anklopfe. Ja, noch stehe Ich vor der Herzenstür als Bettler. Noch bettle Ich an den Türen der Herzen. Und wohl dem, der Mir freudig aufmacht und Mich einläßt; wohl dem, der Mich aufnimmt! Ja, wohl jedem einzelnen, der Mir jetzt noch, als dem Bettler vor seiner Herzenstür, öffnet und Mich aufnimmt! Wohl jeder Seele, wohl euch, so dies tief im Herzen bewegt wird! Denn bald werde Ich kommen als Richter und werde Mein Gericht halten in Meiner ganzen göttlichen Vollmacht. Kinder Meiner Liebe, ihr dürft ja durch Meine Gnade und Leitung erkennen, daß die Zeit der Entscheidung da ist. Bald werdet ihr es auch erfahren. Darum nützet die Zeit! Tut, wie Ich zu euch geredet, damit Ich dann an euch tun kann, so wie Ich verheißen habe.
Doch prüfet euch alle, wie es um euch steht, und gebet acht auf euch selbst! Denn mehr denn je ist der Feind hinter euch her und all den Meinen. Denn er weiß, um was es jetzt geht. Darum Gebet acht auf euch selbst! Tut, wie Ich zu euch gesagt habe! Nur so werdet ihr dann rechte Freude in Mir und durch Mich haben. Euch ist viel anvertraut und viel gegeben worden, von euch wird auch viel verlangt. Ihr, die ihr zu Mir gezogen worden seid, für euch gilt es mehr denn je, nicht nur Worte zu machen, sondern nach Meinem Wort und Willen zu tun und zu wandeln. Lasset es deshalb immer in euren Herzen gewahr sein, wie es um euch steht! Und wachet und betet und rufet immer mehr nach Mir! Strecket euch nach Mir und der Heiligung aus! Meine große Liebe ist es, die euch bewahren will, besonders die, die aufrichtig wollen. Oft ist es doch so, daß ihr es vergeßt, daß Ich bewahren will; daß ihr nicht genug wachet und nicht genug acht habt auf euch selbst. Ein manches unter euch würde erschrecken über das, was er da noch im Herzen entdecken muß, wenn Ich Mein Licht hineinscheinen lasse. Bittet um Mein Licht über euch, damit euch recht geholfen werde!
Ja, ihr seid teuer erkauft und innig geliebt! Das verpflichtet. O, ihr Meine geliebten Kinder, freuet euch, wenn Ich euch nun so ausziehe und am Ausziehen bin von allem, was Mir hinderlich ist an euch. Ich will euch durch die völlige Heiligung zum Ziele führen. Und es ist h ö c h s t e Zeit!
Denket daran, daß es Gnade ist; daß es eine hohe Gnade ist! Diese Gnade verpflichtet vor allen Dingen, ein rechtes Vorbild in allem zu sein, seine Aufgabe und Verantwortung n i e außer acht zu lassen, nach Meinem Wort zu wandeln und nach Meinem Willen zu tun. Denn ohne die Heiligung wird niemand zu Mir in Meine nächste Nähe kommen. Bedenket das und lernet daraus! Ich weiß, in welchen Kampf ihr gestellt seid und wie der Widersacher und Feind hinter euch her ist. Ja er weiß, welche Zeit es ist, und er sucht sie auszunützen. Der Feind liegt immer lauernd mit seinen Helfern umher, um gerade Meine begnadeten Kinder in Schmutz und Sünde, in niederträchtige Gedanken zu ziehen. Darum lernet bedenken und erkennen, um was geht! Lernet das treulich verwalten, was euch von Mir anvertraut ist! Ihr wisset, dass ihr Mir teuer und dass ihr sehr geliebt seid. Seid Lichter und Salz! Ja Salz, damit die Fäulnis, wo sie sich ansetzen will, im Keim erstickt, sofort vernichtet wird. Seid Mir Lichter, die klar und rein brennen, damit ihr anderen Wegweiser sein könnt zu dem geoffenbarten Reichtum und Schatz, der in Mir zu finden ist! Laßt euch segnen, damit ihr ein Segen sein könnt, wo ihr geht und steht! Verwaltet das euch Anvertraute treu! O, ihr Meine geliebten Kinder, lasset eure Herzen fest werden, welches geschieht durch Gnade! Werdet immer tüchtiger und geschickter in Meiner Nachfolge! Lasset eure Lampen hell brennen! Mein Frieden und Segen sei mit euch! Amen.
d. K. P.
Wenn wir diese Zeit betrachten, dann erkennen wir und wir hören es ja auch immer und immer wieder, daß sie von den Bemühungen um höheren Lebensstandard, um besseres, noch besseres Wohlergehen geprägt ist. Wie viele haben sich diesem Streben verschrieben, und wie viel mehr hangen diesem Sog an und folgen mit Lust und Begierde nach! „Aber gleichwie es zu der Zeit Noahs war, also wird auch die Zukunft des Menschensohnes sein. Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sündflut – sie aßen, sie tranken, sie freiten und ließen sich freien, bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging; und sie achtetens nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin -, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes!" Matth. 24, 37-39 Sie essen und trinken! Der Speisezettel und die Speisekarte warten mit immer noch besseren Dingen auf. Von der Genügsamkeit weg geht es zu noch genußreicherem Leben – ohne Dankbarkeit! Sie freien und lassen sich freien. Sie heiraten sich und scheiden sich; von einem zum andern wird gewechselt. Sie freien, verheiratet und unverheiratet; sie freien vielfach auch gleich-geschlechtlich!
Und nichts scheint diesen Gang der Dinge aufhalten zu wollen. Das war ja immer schon so. Man sagt: Das Alte ist verstaubt und überholt. Angestrengt wird nach Neuem, nach Besserem gesucht; freizügig und ungebunden, ohne Vorschriften will man leben und sich nicht dreinreden lassen. Nichts scheint das aufhalten zu wollen. Doch! Die Predigt vom Ende sagt es. Doch wiederum: sie achtens nicht, wie einst bei Noah! Kinder Gottes wissen, daß dieser jetzigen Zeit ein Ende gesetzt ist. Das Wort sagt es uns, und der Herr macht dies Sein Wort durch die Weissagung deutlich und unmißverständlich, Er offenbart die Zeit! Sie achteten’s nicht – ist eine Mißachtung des Worts. Achten wir auf das Wort der Schrift und das Wort des Herrn? Lassen wir uns nicht einlullen vom Geist der Zeit und mitreißen vom Strom der Zeit! Wir aber wollen auf das Wort Gottes achten und uns nicht täuschen lassen!
„Meine Kinder, erhebet eure Häupter, denn es nahet sich der Tag! O kaufet diese Zeit aus, die euch noch geschenkt ist! Seht einmal genau hin, wie es auf Erden aussieht! Was für ein Sündenbabel da und dort und überall! Es stinkt überall. Wie sagt euch Mein Wort: „Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Geier!` Und dieses Aas ist schon faul und verbreitet seinen Geruch! Darum gilt es für euch und die wahren Meinen: Erhebet eure Häupter, denn es nahet sich der Tag! Ja, lernet diese Zeit in ihrer ganzen Schwere erkennen und werdet euch des Ernstes der Zeit bewußt! Je mehr ihr feststellen dürft, wie der Unglaube, die Gottlosigkeit, die Unzucht, Hurerei und Ehebruch, Lug und Trug, Raubmord, das Stehlen und Betrügen überhandnehmen, je mehr erkennt ihr auch die Zeit, wo sich die Verheißungen für die Meinen erfüllen werden. Das Schlimme in dieser Zeit ist wohl, daß diese Fäulnis auch der Jugend zugeteilt wird. Ja, man sucht, sie Mir zu entreißen und sie in die dickste Finsternis hineinzustoßen.
Aber was wird das alles noch für markerschütternde Verzweiflungsrufe an den Tag bringen! Und Ich muß es zulassen bis zu einem bestimmten Grad. Sie müssen erkennen, nach was sie sich gesehnt haben und was nun daraus geworden ist. Sie müssen innewerden, daß sie sich von Mir haben wegreißen lassen und in die Hände der Verderber gegeben haben. Und was diese Irreführer säen, das müssen sie dann auch ernten. O, ihr Meine Kinder, könntet ihr mit Meinen Augen hineinschauen und das alles durchschauen bis in die Tiefen, nein, ihr würdet es nicht ertragen können. Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier. Und dieses Aas stinkt schon. Da kommen dann die Gerichte, wie sie schon in der letzten Zeit waren und ganz besonders noch mehr kommen werden. Denn die Menschheit dieser eurer Erde will sich von Meinem Geiste nicht mehr strafen noch warnen lassen. So werden auch die Folgen nicht ausbleiben. Auch viele, die sich Meine Kinder heißen, folgen auch nicht mehr Meines Geistes ernstem Mahnen. Und das beschleunigt das Eintreffen der furchtbarsten Gerichte, die die Folgen solchen Ungehorsams sind.
Die nun immer mehr hereinbrechende und immer schlimmer werdende Trübsalshitze könnt ihr euch nicht vorstellen. Und darum, ihr Meine Kinder, bleibet in Meiner Liebe! Behaltet, was ihr habt, und suchet, es durch Treue und Hingabe noch mehr zu festigen und hinanzureifen im Guten! Die Meinen, die Mir treu sind und für Mich stehen, weiß Ich ja zu beschützen und zu führen. Für sie ist auch das Letzte nicht Leid, sondern unaussprechliche Freude. Ich kann euch nur immer wieder darauf hinweisen: Behaltet, was ihr habt, damit euch niemand eure Krone nehme! Bleibet in Meiner Liebe; denn wer in der Liebe bleibt und ist, der ist in Mir und Ich in ihm. Wohl denen, die nach Meinem Worte tun und sich helfen lassen! Ihnen wird Freude die Fülle. Sie werden reich gesegnet sein für alles, was sie hier drangegeben haben, um bei Mir zu sein; sie werden frohlocken und jubeln und preisen.
Für die anderen aber, die es sich haben nehmen lassen oder sich nicht haben helfen lassen, wird es neben den schlimmen Qualen der Hölle ein unbeschreiblicher Schmerz und eine nicht enden wollende Selbstanklage sein, wenn sie die Freuden der Heiligen und Vollendeten mitanhören und dabei erkennen müssen, was sie sich versäumt haben. Diese Erde ist ja die Stätte, wo aus Sündern durch Meinen Geist und Meine Gnade Gottes Kinder werden. Wohl allen denen, die diese Gnade annehmen und sich erretten lassen, all das Irdische, alle Sünde und böse Lust überwinden und ein Leben zu Meiner Ehre, ein Leben der Heiligung leben! Denn niemand kann sagen, daß er an Mich und Mein Wort glaubt, wenn er noch in der Sünde verloren ist oder droht, verloren zu gehen. Nur die sind die wahrhaft Meinen, die Täter Meines Wortes sind und im Gehorsam diese Wege gehen, wie Mein Wort sie lehrt. Seht, wie ist die Leidenszeit hier auf Erden so klein, verschwindend klein, gegen die Freude und den Frieden und die Herrlichkeit, die bei Mir wartet auf alle, die sich bewährt haben im Glauben, in der Liebe, in der Treue. Sie dürfen dann zu Mir eingehen. Darum tut, nach dem ihr gelehret seid! Mein Wort sagt es euch in ganzer Bedeutung: Wer an Mich glaubt, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht. Wer einen echten und wahren Glauben hat, der kann mit der Sünde keine Gemeinschaft haben und nicht an der Sünde Gefallen finden. Wer aber noch an der Sünde Gefallen hat und sie tut, der wird nie eingehen können in Meine himmlischen Tore.
Lernet das bedenken und lernet es in der Tiefe erkennen! Ihr sehet es an den Zeichen der Zeit, um welche Stunde es ist. Die Zeichen der Zeit sagen und zeigen euch, daß es sehr nahe herbeigekommen ist, was Ich euch gesagt habe. Darum nützet die Zeit aus und freuet euch! Was Meine Getreuen bei Mir erwartet, ist weit mehr als das, was blinde Menschen von Leidenschaften und Begierden erhoffen und erwarten. Mein Geist führt in die Freiheit, in den Frieden und in die Freude; Leidenschaften und Begierden aber führen in die Knechtschaft und in die Sklaverei. Den Leidenschaften verfallen sein heißt, der Finsternis angehören. Und es ist ein großer, gewaltiger, wie Leben und Tod verschiedener Unterschied zwischen dem Reich der Finsternis unter der Gewalt des Teufels und zwischen dem Reich Gottes, dem Reich der Liebe und des Lichts. Mein Reich ist aufs herrlichste und wunderbarste bereitet für die, die Mich lieben und rechte Weltüberwinder werden, die alles wegräumen, was ihnen im Wege steht zu Mir. Ihr seid vor die Wahl gestellt. Es kommt nun ganz auf euch an, was ihr wählet. Ich habe alles für euch bereitet, für die, die Mich lieben.
Bittet immer mehr, daß euch Mein heiliger Geist leiten kann! Und ihr wisset um die kommende Zeit. Ich (möchte) Raum in euren Herzen! Bittet immer mehr um Meinen heiligen Geist! Öffnet Ihm eure Herzen, daß Er Raum in euch bekommt, damit Er wirken und euch in die Tiefe der Wahrheit leiten kann. Und ihr wisset um die kommende Zeit. Ich habe es euch gesagt, damit ihr euch immer mehr bereit haltet und eure Lampen brennen lasset, licht und hell. Euer Ruf soll immer wieder zu Mir entgegengehen:
Ja komme bald, Herr Jesus!
Dieses Mein Kommen ist von verschiedenen Geschehen abhängig und darauf eingestellt. Vor allem ist es unbedingt wichtig, daß Ich euch wachend und mit brennender Lampe, mit liebendem, wachendem Herzen finden mag. O sehet zu, daß keins von euch zurückbleiben muß. Tut, wie Ich zu euch geredet habe! Denn es kommt auf euer Bereitsein an. Es ist vor allem nötig, daß ihr eure Herzen von allem löset, was ihr besitzet, es so besitzet, daß ihr es in jeder Sekunde, in jedem Augenblick drangeben könnt. Euer Herz soll nicht mehr am Vergänglichen hängen, sondern soll von inniger und heißer Liebe und Sehnsucht, von rechtem Heimweh nach Mir erfüllt sein. Und aus diesem Herzen kommt auch der Ruf: Herr Jesus, komme bald!
Alle, die noch mit Irdischem belastet sind und ihre Herzen daran hängen, können nicht mitkommen. Die Erde hält sie noch fest, weil sie sich nicht von all dem haben befreien lassen; sie können sich deswegen nicht aufschwingen zu Mir. Ich will euch nicht verlassen noch versäumen, so ihr tut, wie Ich euch gesagt habe. Seid immer mehr, jeden Tag, jede Stunde in der Wartestellung, denn ihr wisset ja, wie es geschrieben steht: „An dem Tage, wer auf dem Dache ist und sein Hausrat in dem Hause, der steige nicht hernieder, ihn zu holen. Desgleichen wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um nach dem, was hinter ihm ist. Gedenket an des Lot Weib! Ich sage euch: In derselben Nacht werden zwei auf einem Bette liegen; einer wird angenommen, der andere wird verlassen werden. Ich habe euch lieb und will nur euer Bestes. Mein Frieden und Segen sei mit euch! Amen."
d. K. P.
Zwei werden mahlen miteinander; eine wird angenommen, die andere wird verlassen werden. Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird verlassen werden!` Luk. 17,31-32 und 34-36 – Einer wird vom Felde mitgenommen, der andere bleibt; einer wird angenommen, der andere schläft weiter und bleibt zurück! Deshalb muß Ich auch jetzt noch so manches zulassen, damit noch viele Verlangen bekommen, gerettet zu werden; daß die Sehnsucht vieler nach Mir und Meinem Reiche immer größer wird. Auch deshalb muß Ich noch so manches zulassen, damit noch viele erkennen, wie töricht es ist, sich an das Vergängliche zu hängen. Das alles soll sie zu der Erkenntnis bringen, daß sie sich selbst das größte Leid zufügen würden, wenn sie Gebundene bleiben. Ich möchte alle dahin bringen, daß sie sich helfen lassen. Die aber dennoch an dem Irdischen hängen oder hängen bleiben, werden furchtbare Not und Trübsal erleiden, wie es noch nie war und auch nie wieder sein wird. ,Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er`s mit ihnen verziehen?
Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?!" Lukas 18,7-8 – Was wird dann ein Geschrei, ein Rufen, ein Weh, ein Jammern, ein Weinen sein, wenn zu Meiner Stunde die wahrhaft Meinen entrückt werden und die anderen zurückbleiben müssen in der mit Macht hereinbrechenden Trübsal! Für sie wird es dann zu spät sein. Denn sie sind es, die nicht hören und sich nicht helfen lassen wollten; denn sie haben Meine Gnade, Meine Liebe und Hilfe ausgeschlagen. Sie müssen dann sehen, wie es ihnen ergeht. Und bei all den Wehen und der Trübsal, die über die Erde gehen werden, müssen sie innewerden, wie nichtig all das Irdische ist. Darum lasset euch helfen! Löset euch von allem, woran euer Herz hängt! Doch erfüllet eure Pflichten und Aufgaben, die euch von Mir gestellt und aufgetragen sind, treu bis zu Meiner Stunde, bis dieser Augenblick kommt! Bleibet in Mir, damit Ich Mein Werk in euch vollenden kann und ihr dann, wenn Ich die Meinen zu Mir ziehe, dabei sein dürft!
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