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85. Hinweis aufs Gottvertrauen und Vorhersage über das Ende Ostrazines

  01] Und weiter redete Cyrenius: »Freund, wahrlich, hier wird ein guter Rat sehr teuer!
  02] Hast du in der lebendigen Kammer deiner echten göttlichen Weisheit einen Rat dafür, so gib mir ihn!
  03] Denn wahrlich, je mehr ich nun über diese Sache nachdenke, desto kritischer und verwickelter wird sie!«
  04] Und Joseph sprach darauf zu Cyrenius: »Höre mich an, edelster Freund! Aus dieser Verlegenheit kann dir sehr leicht geholfen werden!
  05] Ich will dir dafür einen guten Rat geben, der dir das Rechte zeigen wird, was du zu tun haben sollst bei dieser Gelegenheit.
  06] Siehe, du bist nun in deinem Herzen meines lebendigen Glaubens und liebst und ehrst samt mir den einig wahren Gott!
  07] Ich sage dir aber: a Solange du dich sorgen wirst, so lange auch wird Gott nichts tun für dich! {a mt.06,25; lk.12,22}
  08] Wie du aber alle deine Sorgen auf Ihn legst und a dich um nichts anderes kümmerst und sorgst als darnach nur, eben diesen wahren Gott stets mehr zu erkennen und stets mehr zu lieben, {a mt.06,33; lk.12,31}
  09] da wird dann Er dir in allem zu helfen anfangen, und alles, was du heute noch krumm ersiehst, wird morgen gerade vor dir stehen!
  10] Laß du daher diese Stadt nur da vom Schutte reinigen, wo allenfalls unter demselben Menschen begraben sein möchten, was soeben geschieht.
  11] Alle anderen Tempel, unter deren Schutte sich nichts als höchstens einige sehr plumpe, wertlose, zertrümmerte Götzen befinden, aber laß als Ruinen liegen!
  12] Denn, was Elemente zerstören, gilt diesem blinden Volke so viel, als hätten es die Götter zerstört.
  13] Es wird sich daher auch gar nicht darum bemühen, diese Tempel selbst wieder aufzubauen;
  14] denn es fürchtet sich, daß es wider den Willen der Götter dadurch tätig wäre, was ihm eine große Strafe zuziehen könnte.
  15] Priester aber, die das auf eine erdichtete Aufforderung von Seite der Götter durch die Hände und Mittel des Volkes zu ihrem Besten unternommen hätten, sind nicht mehr, –
  16] und die noch da sind, werden nimmer Tempel für Götzen erbauen!
  17] Also kannst du darob ganz ohne Sorge sein; der Herr Himmels und der Erde wird das Beste machen für dich und fürs ganze Volk!
  18] In dieser Zeit aber wird ohnehin mehrere Städte ein ähnliches Los treffen, daß sie verschüttet werden hier und da; und so wird es wenig auffallen, so diese alte Stadt in zehn Jahren gänzlich zur Ruine wird!«
  19] Diese Rede Josephs tröstete den Cyrenius, und er kehrte wieder ganz wohlgemut mit Joseph in die Wohnung zurück.

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