← Zurück zu „Heft 1“

Wo zwei, oder drei in Meinem Namen versammelt sind

637. Wo zwei, oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin Ich mitten unter ihnen

Genügt es nicht, daß ihr alleine zu Mir betet, sagte Ich doch: "Wer den Vater in Meinem Namen um etwas bittet, dem wird es gegeben" – und "Ihr sollt in eurer stillen Kammer zu Mir beten" –  und "Von nun an wird Gott nicht mehr im Tempel zu Jerusalem angebetet, noch auf dem Berge Garizim, sondern alleine im Geiste und in der Wahrheit." Welche zwei oder drei sollen dann miteinander beten und wann und wo? Zunächst einmal zwei: Vater und Mutter, Mann und Frau, Liebe und Weisheit, Körper und Seele. Ich aber komme dann dazu mit Meinem Heiligen Geist, Der alles befruchtet und erfüllt, um alles weiß und die Dreiheit vollendet. Drei: Vater, Mutter und die Frucht ihrer Liebe, das Kind. Mann und Frau in ihrer Liebe, Weisheit und Kraft oder als Vater (Gott), Sohn (Mensch) und Geist (die Kraft aus beiden), denn alles in eurer Welt ist trinitarisch, so auch Körper, Seele und Geist, auch wenn ihr die Frucht aus den ersten beiden nicht ausbildet, zur Vollkommenheit gehört immer die Dreiheit. Wenn ihr also in eurem stillen Kämmerlein eure Hände im Gebet zu Mir empor hebt, seid ihr zunächst als Körper und Seele vereint. Ich aber, euer göttlicher Geist in euch, komme dann zu euch und bin eure Erfüllung.

Diese eigentliche Bedeutung des Themas bedeutet nicht, daß ihr in Gemeinschaft der Heiligen, d.h. der gläubigen Gemeinde, nicht miteinander zu Mir beten solltet, um eure Herzen gemeinsam zu Mir zu erheben, damit Ich in eure Mitte trete mit Meinem Frieden und all Meinen guten Gaben. Dies heißt aber nicht, daß ihr in Kirchen oder Tempeln rituelle Zeremonien durchführen sollt oder Meßfeiern oder Gottesdienste, denn dies machen auch die Heiden und erfüllen darin Menschensatzungen, sondern eure höchste Form der Anbetung sei die Erfüllung Meiner zwei Gebote: Liebe Gott und deinen Nächsten, wie dich selbst! Also Gott lieben und aufsuchen in der stillen Verbindung im Herzen und Seine Anbetung in der Liebetat am Mitmenschen.

In den zeremoniellen Gemeindeversammlungen ist eine freie Meinungsäußerung eurerseits nicht möglich, werdet ihr vom Vorsteher der Liturgie gesteuert und von der Abfolge der Riten gezwungen, euch in ein gemeinsames Lippengebet einzufügen, bei dem das Herz ganz eigene Gedanken entwickeln kann und sich die Automatik und Mechanik des Angelernten von den eigenen Gedankengängen trennt. Diese Dinge aber sind Mir zuwider, da sie die Vereinigung in der Dreiheit von Herz (Liebe), Verstand (Weisheit) und Tat (Kraft) verhindern. Ihr könnt Mir nichts bringen, da Mir alles als Schöpfer angehört, als lediglich eure Zuwendung durch die Liebe zu Mir in eurem Herzen, in das ich hinein sehe und der Erfüllung Meiner Gebote aus dieser liebevollen Zuwendung heraus und in dieser Liebe eure Mitgeschwister in fördernder Liebe in allem Guten und Wahren unterstützt.

So erhebet eure Hände in der Stille eurer Kammer und betet zu Mir im Geiste und in der Wahrheit, und ihr seid Mir wohlgefällig und als euer mächtiger Vater werde Ich euch alles hinzugeben, was ihr benötigt.
Amen

FG. 12.04.2010, 6.00-6.50 Uhr

← Zurück zu „Heft 1“