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Winke zur Mission

besonders bei (eifernen mathematischen) Gelehrten (d.h. Verstandesmenschen)

Empfangen durch Jakob Lorber, am 14. Januar 1841

Bitte: O Herr, Du heiliger Vater, der Du bist voll Liebe, Geduld und Erbarmung, so es Dein heiliger Wille wäre, möchtest Du uns nicht allergnädigst anzeigen, ob dem Verlangen dessen, den Du wohl kennst, zu willfahren sei oder nicht? Doch nur Dein heiliger Wille geschehe allezeit.
Amen!

Da sage Ich, so ihr wollt, so könnet ihr es ja tun, aber es wird ein hartes Stück Arbeit werden, den, der zu seiner Rechnung sich eiserne Zahlen verfertigt hat, auf des Geistes zarte Bahn zu setzen.
Denn sehet, es gibt manche Gelehrte, die da härter sind, denn der Stahl, und (solche) trauen am Ende ihren eigenen Sinnen nicht mehr, und um so weniger erst den fremden, die ihnen als null und nichtig erscheinen, weil sie eben nicht auch aus der gelehrten Eisen-Rüstkammer sind, da (wo) die ihrigen durch Feuer und Wasser zum Stahle gehärtet worden sind.
Wenn irgend eine Wand ist aus Wolle, da werden die hineingeworfenen Steine zwar wenig Lärm machen, aber picken werden sie auch nicht bleiben, da die Wolle bei einem Zwange spannkräftig wird, und alsbald wieder zurückwirft, das an sie geschleudert wurde; da heißt es sich dann Zeit nehmen, und die Gegenstände langsam in selbe verwickeln, so werden sie dann wohl behalten, so lange die Wolle Wolle bleibt, ob mit Nutzen oder Schaden? das ist dann freilich wieder eine andere Frage! –
Wenn aber irgend eine Wand ist von weichem Lehm, seht, da wird zwar Alles dann picken bleiben, das ihr hineinwerfen möget, aber fraget euch selbst – wozu nütze? – denn da wird der Lehm bleiben wie zuvor, und die haftenden Gegenstände ebenfalls unverändert. –
Und ist eine Festungswand von Eisen und Stahl, höret, da wird selbst ein anhaltendes grobes Geschütz keine bedeutenden Spuren zurücklassen, und die Schützen werden sich wohl
fein in Acht zu nehmen haben, dass sie nicht Schaden leiden von den oft gewaltig zurückprallenden Kugeln; da heißt es dann klug die rechte Fernhaltung beobachten. –
Ganz anders verhält es sich mit einer Feuerwand, da Alles angenommen wird, und dann geläutert, auf dass es werde ein feuerbeständiges Ding; wenn aber die Wand Feuer ist, so geht die Sache von selbst; ist aber die Wand Eisen, höret, da muss ein tüchtig Feuer hinzukommen, damit die Wand gleich dem Feuer wird! daher wird auch hier viel Feuers erfordert werden, bis diese Wand flüssig wird in eine andere beugsamere, sanftere Form!
Daher kann der Versuch schon geschehen; aber mit feuriger Klugheit und leuchtender Sanftmut! An der Zeit ist wenig gelegen; doch geht der Morgen vor dem Abende, und die Frühzeit vor der Nachtzeit! Es ist aber dem Schützen wohl gut, dass er nicht schussallwissend ist, und nicht weiß die Wege seiner abgeschossenen Pfeile; denn sonst wäre er entweder kein Schützte mehr, oder er hätte das Wild schon lange vernichtet, dessen Zweck und Ordnung ihm unbekannt ist.
So sollet ihr euch auch nicht des Gelingens kümmern, da ihr ja wisst, dass Ich der Herr alles Gelingens bin; daher tut ihr nur das Eurige, und Ich werde das Meinige tun; machet euch wenig daraus, wenn das (in rechter Weise begonnene) Unternehmen oft eurem Sinne nicht entspricht; sondern erwäget, dass Mein Sinn schärfer ist, denn der eitrige!
Und so ist die Arbeit euch nun gegeben, und das Gelingen aber bleibt bei Mir; und so wird am Ende jeder Arbeiter seinen Lohn finden – nach der Arbeit; ist (oder war) die Arbeit gut, so wird das rechte Gelingen nicht ferne bleiben, wie (auch) der Lohn; und wenn die Arbeit schlecht ist, da wird es wenig Wolle geben, wohlgemerkt und verstanden; denn das sage Ich, euer lieber Vater, Amen, in dem Alles Gelingen ruht lebendig.
Amen, Amen, Amen!

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