Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen
Joh. 10,30 Ich und der Vater sind Eins
Das Streitgespräch beim Tempelweihfest
Um diese Zeit fand in Jerusalem das Tempelweihfest statt. Es war Winter, und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab.
Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen!
Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht.
Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab; ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört.
Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir.
Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen.
Ich und der Vater sind eins.
Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen.
Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen?
Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.Jesus erwiderte ihnen: Heißt es nicht in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann, dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott – weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn?
Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht.
Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin.
Wieder wollten sie ihn festnehmen; er aber entzog sich ihrem Zugriff.
JOHANNES 14,6 ICH BIN DER WEG DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN
In meinem Garten steht ein großer Walnussbaum. Die Nüsse, die im Herbst in großen Mengen vom Baum fallen erinnern mich immer wieder an das Wort Gottes in der Bibel. In ihm ist wie in einem Kern verborgen die ewige Wahrheit enthalten. Bleibt so eine Nuss den Winter über liegen, kommt es vor, dass sich kleine Wurzeln ins Erdreich graben und es würde wieder ein neuer großer Nussbaum entstehen, wenn ich ihn lassen würde. Aber das geht nicht, der Platz ist begrenzt. Die Nüsse verschenke ich zum allergrößten Teil. Es sind einfach viel zu viel. So erscheint mir auch das Wort Gottes durch Lorber und Dudde empfangen als ein unendlich großer Reichtum den man nur verschenken kann, weil es für einen allein zu viel ist. So habe ich nun folgende „Nuss“ zu knacken versucht. Es ist für mich die größte; wichtigste „Nuss“.
Maria
In Johannes 10,30 ist sie noch vollkommen verschlossen:
ICH UND DER VATER SIND EINS
Durch Jakob Lorber bekommen wir nun eine sehr ausführliche Beschreibung dieses Satzes, der uns im Johannes gegeben ist:
Großes Evangelium Johannes, empfangen durch Jakob Lorber
[GEJ.08_027,03] Dieser Mein Leib ist sonach die verherrlichte Gestalt des Vaters der Menschen und Engel wegen, damit Ich ihnen ein begreiflicher und schaubarer Gott bin, und ihr könnet Mich nun schauen, hören und sprechen und doch leben dabei! Denn ehedem hieß es, daß Gott niemand sehen und dabei leben könne. Ich bin denn nun durchgängig Gott; in Mir ist der Vater, und die von Mir nach Meiner Liebe, Weisheit und nach Meinem allmächtigen Willen ausgehende Kraft, die den ewig endlosen Raum allenthalben erfüllt und auch überall wirkt, ist der Heilige Geist.
[GEJ.08_027,04] Ich, wie ihr Mich nun als Gottmenschen unter euch sehet, bin mit Meiner ganzen Urzentralwesenheit sicher vollkommen und ungeteilt unter euch hier in diesem Speisesaale auf dem Ölberg und befinde Mich darum als ein wahrster Gott und Mensch zugleich nirgends anderswo, weder auf dieser Erde und noch weniger auf einer andern; aber durch die von Mir ausgehende Kraft, die da ist der Heilige Geist, erfülle Ich wirkend dennoch alle Himmel und den irdisch materiellen und endlosen Raum. Ich sehe da alles vom Größten bis zum Kleinsten, kenne alles, weiß um alles, verordne alles und schaffe, leite und regiere alles.
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