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Der Geist der Wahrheit mahnt

Empfangen durch Kath. Michel-M. (Triest), am 28. Mai 1871

Du bittest Mich für alle um ein tröstend Wort. Was soll Ich dir geben? Allen Trost kannst du finden in den Handlungen nach dem Gegebenen und Geschriebenen. Meinen Schreiber, welchen Ich euch zum Vorsteher gab, betrübet ihr mir durch Nichtachtung und falsche Mutmaßungen! Wo könnt ihr mehr glückliche Augenblicke genießen, als beim Erklären Meiner Worte, wo Ich täglich, nicht nur gerade heute Meinen Geist sende; aber kaum gelesen nimmt der Weltgeist die Überhand und dann ist es auch schon aus mit dem Kampf und der gute Vorsatz ist verschwunden; das Feld bleibt leer; und wann die Zeit der Ernte kommt, sind die Früchte bitter und unreif, wo dann alles mit dem Unkraut vermischt in den Ofen, statt in die Scheuer zur Aufbewahrung kommen wird! Das ist die Löse (Lese) und der Erfolg für Meine und Meines Knechtes Mühe!
Amen!

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