Empfangen durch Kath. Michel-M. (Triest), am 17. Juli 1871
Dieser deiner Schwester, die glaubt, sich gegen Mich verfehlt zu haben, sage: „ihre Fehler seien schon lange in Sand gegraben, damit selbe verweht werden.“ –
Für jetzt heißt es, die Probe zu bestehen, das Vertrauen auf Mich gerichtet! so kann und wird nichts (Schlimmes) geschehen; der Gegner wird weichen in Meinem Namen, wann du ihn (Meinem Namen) rufst mit unerschütterlichem Vertrauen; ohne diesem kann nichts gelingen; daher „nur zum Kreuze kriechen“ heißt es da, auf Golgatha wird das Opfer vollbracht! auch du, Mein Kind, kannst selbem Wege nicht ausweichen, der obwohl dornig und bitter, doch nicht verschmäht werden darf; daher mutig! sonst kannst auch du unterliegen, denn der wahre Liebe und Vertrauen hat, wird an jedem Orte den Feind besiegen; daher nur zu Mir! wenn man selbe (Liebe und Vertrauen zum Herrn) aber nicht erfassen kann, da ist es wohl traurig; der Feind lauert Tag und Nacht und wird nicht abziehen, bis das Ärgernis gut gemacht und ausgebessert wird.
Eine andere Hilfe kann Ich dir nicht schicken als pur reines Vertrauen, wo selbes nicht beachtet wird, es auch nicht erfüllt werden kann. Auch P. muss selbes haben, in Hinsicht auf den weltlichen Verlust, ohne selbes auch (ihm) kein besseres Resultat herauswachsen kann. Der lebendige Glaube ist schon das ganze Vertrauen, das sagt dir dein lieber Vater mit dem Segen.
Amen!
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