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Lebenswinke für Frauen

Empfangen durch Kath. Michel-M.(Triest), am 5. April 1873

So schreibe nun für diese vermeintliche unglückliche Schwester im Herrn, die in allem ihrem großen Überfluss der weltlichen Glücksgüter so gequält ist, dass sie sich gar nicht „wo aus noch wo ein“ finden kann, und nur in den gewöhnlichen Weltmitteln ihre Hilfe ergreifen will.
Daher sagte Ich ihr, sie sollte aufhören mit all ihren Launen und Lamentationen, und sollte ihr Häusliches – was einem Weibe geziemt, mit aller Liebe und Sanftmut gegen alle ihre Umgebung, vorzüglich gegen ihren Mann ausführen; wo dann der häusliche Friede ganz gewiss hergestellt wird, und niemand glücklicher als ihr Mann im Hause sich befinden wird, wo er ganz gewiss nichts anderes als die Glückseligkeit und Freude ihr wünscht.
Sie sollte ihm mehr und mehr mit fröhlichem Gemüte, anstatt mit Eigennutz, mit mehr vergnügtem als unvergnügtem Gesichte begegnen, dann werden die häuslichen Freuden wieder hergestellt werden, was lediglich von ihr allein abhängt.
Das Weib muss gehorchen, und der Mann als Mein Ebenbild gebieten, dann wird Mein Segen nicht ausbleiben; wo aber das Weib gebieterisch auftritt, und ihre Laune dem Manne aufs Äußerste fühlen lässt, sage, wo soll da der Segen von Oben und die Ruhe im Hause zu erwarten sein?!
So geht es fort und fort, das Weib will herrschen, wo sie gehorchen sollte; und der Mann muss schweigen anstatt sprechen, und so wird die Welt immer verkehrter und verkehrter, wie ihr nun sehet, bis Ich mit Meiner Langmut auch zu Ende kommen und ein solches Weib wirklich strafen muss; wo es dann freilich nicht gar so fein und gelinde abgeht, und das nur zu ihrer Heilung der Seele, (der Herr als Vater züchtigt ja nur zur Besserung. D. Hsg.) bis selbe ganz befreit wird von vielen Eitergeschwüren, womit die Seele behaftet ist, die selbe sich lediglich selbst zugezogen hat, und wobei ihr die bittere Arznei ganz gewiss nicht gut munden wird.
Deshalb rufe Ich auch ihr zu: „Wache auf von dem übermütigen Schlafe und kehre dich zu deinem Gott und Vater und Schöpfer! – Er allein wird und kann dich von deinem Taumel, in dem du dich befindest, retten! Er lässt keines Seiner Kinder verschmachten, wann sie sich Ihm anvertrauen! –
Lege ab alle weltlichen phantastischen Liebeleien; kehre dich zu deinem Vater, Der dich mit offenen Armen erwartet; verscherze diese Gnadenaugenblicke nicht, denn sie kommen nicht jeden Tag; suche zu verscheuchen, was dir den Weg mit Dornen vertritt, dann wird Ruhe und Friede in dein Herz wiederkehren, und du wirst diese wenigen schattenwendigen Augenblicke in Ruhe und Frieden mit Mir, deinem Vater, verleben können; die Disteln und Dornen werden den Weg dir nicht mehr verrammeln, und in Meiner Gnade und Liebe wirst du die Welt, deine vermeintlichen Leiden und Kummer mit ganz anderen Augen vergnügt betrachten können.
Das sagt dir, Der dich von Anbeginn leitete, führte und liebte; verschmähe seinen Mahnruf nicht, es ist für dein ewiges Heil notwendig.
Bedenke, wer Der ist, Der dir aus Seiner übergroßen Barmliebe das zukommen lässt, mit dem väterlichen Segen.
Amen!

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