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Trost– und Lichtwinke von Oben

Empfangen durch Kath. Michel-M.(Triest), am 9. März 1873

Gewiss! dein Verstand kann ihr sicher keine tröstenden Worte stammeln – ohne Meine Beihilfe, also will Ich dir wieder aus der Klemme helfen. (Die Schwester H.H. Erwartet ein Wort vom Herrn, und die Magd des Herrn, Schwester M., wusste nicht, was, noch wie, noch warum, und bat den Herrn, worauf folgende Antwort kam, der Zeuge als – D. Hsg.)
So höre nun, du armes Kind: Du wähntest allein in der Welt zu sein, falls du die Pflegemutter verlieren solltest, weißt aber nicht und ahntest nicht die unsichtbare Hand, welche dich so sonderbar führt, dich gleichzeitig unsichtbar aus den Wellen des Weltwirrwarres leitete, um deine Seele zu retten, und selbe in Meine und deine Heimat zu führen.
Du glaubst bei jedem kleine (Anfechtungs-)Anfall in die alte Nacht zurückzukehren, und willst mehr der Weltfreiheit als Mir angehören, wo du bei Mir doch ganz gewiss nichts verlieren, ja aber nur gewinnen kannst (und fragst in dir:) woher diese finsteren Augenblicke?
Das gänzliche Hingeben in Meine Arme, das volle unerschütterliche Vertrauen auf Den zu festen, Den deine materiellen Augen noch nicht sehen können, ist für dich eine noch unbegreifliche Sache; doch aber – wieder angefacht durch Meine Liebelehre kommt wieder der bessere Gedanke auftauchend, und wieder wird es Heller in deinem Innern, in deiner Seele; doch dann tauchen auch wieder unbewusste Zweifel auf, ohne alle Veranlassung, welches der Gegenpol Meiner Lehre eigentlich ist und sein wird, so lange der Starrsinn keine Umkehr herbeiführen lässt. –
So wache denn neu ermuntert auf! kämpfe! Nur durch Kampf kannst du den Sieg erringen, der Sieg ist des Kampfes wert! –
Bald, ja recht bald werdet ihr den Donner knallen hören, und die Blitze blinken sehen; bewaffnet euch erst jetzt recht, damit der Blitz nicht eure Augen verblende, und zu spät werdet ihr dann das Oel für eure Lampen bereiten wollen; der Bräutigam, der langerwünschte, wird vor der Tür, die Er verschlossen sieht, vorbei eilen, und nicht mehr – wie jetzt so freundlich anklopfen, und euch einladen zu dem Freudenmahle, das schon lange für Meine Kinder bereit gehalten wird.
Nun mache dich und ihr euch Alle auf den Weg zum Empfange des liebenden Bräutigams und Vaters, Der euch Alle mit offenen Armen erwartet; säumet nicht, euch im Vertrauen zu befestigen! Werfet weg das Kleid des Misstrauens! welches euch hindert, auf dem Wege zu Mir zu eilen.
Werfet weg das (stolze Welt-) Kleid der Selbstständigkeit, und bleibet in Meinem Dienste; Der euch den Dienst anbietet, Der wird auch Sich in der Rechnung nicht verfehlen, und Jeden ganz genau nach Verdienst ganz reichlich belohnen. Das sagt dir der liebevollste Vater, Der nie aufhört, Seine Knechte auszuschicken, um Arbeiter für Seinen Weinberg zu sammeln.
Zögert nicht mehr lange, die Ernte ist nahe, wo Alles in Seine Scheunen gebracht werden muss, gut oder schlecht. Sehet zu, dass Meine heilige Lehre euch nicht zum Gerichte, sondern zum Vaterherzen führt. Mit Sehnsucht erwartet euer liebevollster Vater und Bräutigam die Vereinigung im unerschütterlichen Vertrauen in Meine Worte, welche nie trügen; mit dem Segen.
Amen!

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