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Noch ein Wörtlein des himmlischen Vaters über das „Recht“

Empfangen durch Jakob Lorber, Graz, am 28. Mai 1840

O seht! Ich gebe euch einen Tropfen Weisheit geniessbar durch Meine ewige Liebe für euch endliche Geschöpfe, denn als Gott habe Ich keine Kinder, als das alleinige ewige Wort in Mir, welches ist der alleinige Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe; aber im Sohne bin Ich auch euer Vater, und habe Wohlgefallen an euch (Galat. 4, 6.).), so ihr diesen Meinen lieben Sohn aufgenommen habt in euch, und somit auch Meine Heiligung durch Ihn; aber dieser Tropfen fällt auf den heißen Sand der wüsten Erde, da ihr damit wohl bereichern könnt euer Wissen, aber außer, Stande seid zu handeln danach, was doch die Hauptsache ist, da nur die Handlung, nie aber das Wissen das ewige Leben bedingt.
Sehet, all euer politisches „Recht“ beruht aus lauter Falschem und Bösem der Eigenliebe, welche abgemarkt hat die Erde mit Grenzsteinen, darauf überall steht Mein und niemals Dein, aus welchem unvertilgbaren Irrtume zumeist euere Vergehungen herrühren, und deshalb auch ganz widerrechtliche Gesetze mussten erfunden werden, die dann Jedem sein eingebildetes Eigentum durch Gewalt unerhörter Strafen, ja selbst durch den Tod sichern müssen; während Ich die Erde, wie die Luft, wie das Wasser, wie den Regen und der Sonne Strahlen für Alle gemeinschaftlich erschaffen habe, und von Mir keinem irgend ein Vorrecht eingeräumt wurde.
Nun aber ist die Erde abgezirkelt, wie die Hölle, da jeder seinen bestimmten unverlassbaren Platz hat, somit kann auch nur eine solche Rechtspflege, und demgemäß auch nur ähnliche Strafen als Grenzen der Bosheit gesetzt sein, und so können dann die Strafen, wenn sie der Bosheit angemessen sind, nicht anders als rechtlich sein, aus der Hölle (Eigenliebe) betrachtet, da Alles, Ich sage es euch, wortgetreu aus ihr entnommen ist, so die Grenzsteine, so die Gesetze, und so auch die Strafen.
Sehet, bei solchen Umständen ist schwer zu raten aus den Himmeln, da Einer hat Alles für Alle, und Alle Alles für Einen, aus Liebe, was euch lehrt das Evangelium, da man zum verlangten Mantel noch den Rock geben solle, um allen Streitigkeiten auszuweichen.
Und so ein Jeder täte ein Gleiches, wie in den Himmeln, dann wären keine neue Höllengesetze von nöten, da dann Keiner etwas besäße, und somit auch frei bliebe vor jeder Beraubung oder Bestehlung.
Nun habe Ich euch gezeigt in aller Kurze wie die Sachen stehen; aus solchem Grunde sollt ihr auch nicht nötigen in die Rechtshändel der Hölle eueren Vater, und dadurch kränken Seine Langmut und große Geduld, im Angesichte solcher Gräuel und Frevel, und das um so mehr da Ich ohnehin schon bewaffnet an der Türe stehe, um den letzten Rechtsspruch über die Erde hinzudonnern, damit der ganze Höllenplunder über den Haufen geworfen werde, dahin, da dessen Verfasser lange schon seine bleibende Wohnstätte aufgerichtet hat.
Beherziget wohl diese Meine Worte und handelt aus Liebe dabei, und es wird sich dereinst zeigen, wieviel Goldes in dem Kehricht der Hölle anzutreffen sein wird. Amen. Ich Jehova, der heilige.
Amen!

(Vor der göttlichen Wahrheit der ewigen Liebeordnung kann die jetzige Weltordnung nicht anders als verkehrt erscheinen, möcht’s bald besser werden! D. Hsg.)

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