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Wenn Du nur da bist

718.  Wenn Du nur da bist

Mein Jesus, mein Alles, wie habe ich Dich vermißt. Doch nun bist Du spürbar da. Welche Seligkeit, die alles Schlimme vergessen läßt. Die Gebrechen des Körpers ließen nicht zu, daß ich mich in die Tiefe zu Deiner Quelle schleppte, auf halbem Wege bin ich erschlafft. Doch Du kamst mir nun entgegen, gewährst mir Erquickung, Labsal und Freude. Bleibe bei mir,  Herr, verlaß mich nicht sobald wieder. Aber ach, ich kann Dich ja nicht festhalten. Wenn wir Dich erkennen, entschwindest Du wieder unserem Erkennen. Doch zehren will ich von Deiner liebenden Gegenwart. O, wenn ich diese Augenblicke doch festhalten könnte.

Mein Kind, auch ohne Worte erreichst du Mich in der Tiefe, der Stille in deinem Herzen. Ich bin immer bei dir, auch wenn deine Sinne für Mich verschlossen sind und dir alles wie tot und leer erscheint. Das geistige Licht blendet dich dann. Die lichtlosen Augen ertragen die Stärke des geistigen Lichtes noch nicht. Sei ruhig, ganz ruhig in Mir. Dein Vater kann dich ja nicht verlassen, so wie Ich keines Meiner Kinder je verlasse.
Amen

FG. 28.1.11,  12.30-14.08

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