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Mein Vater

736.  Mein Vater

Mein Vater, der Du meine einzige Freude, meine Hoffnung, mein Halt, mein Himmel bist. Verborgen und dennoch gegenwärtig suche ich Dich unter Schmerzen, Trauer und Tränen. Doch nicht jede irdische Freude ist dahin, umgibst Du mich doch mit Deiner Liebe und Geborgenheit in den Bedingungen der Pflegesituation, umsorgt von meinem lieben Mann, den Besuchen am Krankenbett.
Die herrliche Strahlkraft des Morgens erhellt meine betrübte Seele im Kontrast des tiefblauen Himmels und den weißen, wattigen Schönwetterwolken, durchstrahlt vom Glanz der Morgensonne. Wie gerne schwinge ich mich ein mit meinem Loblied in den Gesang der Vögel, die keinen Tag beginnen, ohne ihren Schöpfer zu preisen. Die vom Tau der Nacht benetzten, duftenden Rosen verströmen ihren Duft zu meiner Freude und erinnern meinen Wunsch, daß ich Dir erblühen möge und fruchtbar sein möge, wie diese, Deine Geschöpfe in ihrer Pracht.
Ich gedenke der Menschen auf dieser Erde, die alle die Wohltaten, die Du mir noch  gewährst, entbehren müssen durch Armut, Krieg und Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und bitte Dich darum, ihnen zu vergelten, daß wir in unserem Luxus auf ihre Kosten und zu ihrem Schaden leben. Ich rufe Deinen heiligen Namen: Jesus Christus, über die ganze Menschheit aus, damit unter Deinem Namen alles im Menschen licht und hell werde und die herrliche Sonne der Liebe überall zum Durchbruch komme. Wie trostvoll ist es, zu wissen, daß Du der Weltenherrscher bist und Dir nichts entgeht und Deine Zulassungen zum Besten der Menschheit gereichen. Deshalb geschieht allüberall im Chaos und im Glück Dein Wille, und Du benutzt alle unsere Irr- und Umwege, um uns letztendlich doch ins Gelobte Land heimzuführen. Stärke uns durch Dein lebendiges Wort, das Du uns so reichlich zur Verfügung stellst, durch die Ausgeburt in unseren Herzen, durch die Kraft und Gegenwart Deines Heiligen Geistes, durch den Du uns in alle Wahrheit einführst, wie Du es verheißen hast. Auf diese Weise führst Du uns fest an Deiner Hand über alle Klippen und Gefahren des Lebens, daß wir nicht in den Tod hinabstürzen und Dein Leben versäumen.
So gilt es unter Tränen und Nöten Dir immer wieder zu danken und Dich zu loben und zu preisen. Vollende Du unser Leben nach Deiner Vorsehung und Deinem Willen.
Amen

FG. 22.5.11,  13.00-14.00 Uhr

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