737. Der Vater
Entzünde mein Herz, in heißer, inniger Liebe, daß meine Zunge schweige und mein Herz überfließe, zu künden die Wohltaten unseres heiligen, himmlischen Vaters. Ich bin noch nicht fruchtbar, zu zeugen, was alle Engel nicht auszusprechen wagen, ein Wort zu gebären über die Liebe und Herrlichkeit unseres überguten Heiligen Vaters. Ursprung und Anfang alles Seins und Werdens, Erzeuger alles Da-Seins, verliebt und beschäftigt mit den Ideen Seiner Schöpferkraft, zeugend die Wundertaten Seiner Liebe für alle geschaffenen Wesen, besonders aber für Seine Kinder. Keine Sorge treibt Sein Gemüt, denn nichts Unvollkommenes trübt die Strahlkraft Seiner Reinheit und Heiligkeit. Alles aus Ihm ist unantastbar vollkommen. Er entläßt Seine Werke aus der Abhängigkeit und Reinheit Seiner Vollkommenheit in die Selbstständigkeit eigener Existenz, und liebt und umsorgt sie auf dem Weg durch die Dunkelheit ins Licht und wartet geduldig auf die Heimkehr Seiner Werke als freie Himmelskinder von Seiner hohen Abkunft, Ebenbildlichkeit und Gottgleichheit.
Sein höchstes Glück ist die Gemeinschaft seligen Handelns und Schaffens an und mit der Liebesgemeinschaft Seiner Gottesfamilie, deren Seligkeit zu erhöhen, Sein einziger Wille ist, da Er um ihres Daseins Willen alles gemacht hat. Sein ganzes Wesen vervollkommnet sich in Seinen Kindern, sind es doch Seine Anlagen göttlicher Eigenschaften in ihnen, die Ihm von den Wundern Seiner eigenen Werke erzählen. Wie freut sich der Vater an Seinen Kindern und mit welcher Fürsorge und Liebe betreut er die, die noch in den Gotteskinderschuhen stecken. Seine reifen vollendeten Söhne und Töchter aber schaffen Ihm die Freude reinen Vaterglückes, in der Gemeinschaft der Heiligen Söhne und Töchter Ihm zur Ehre, zum Glück und zur eigenen Vermehrung Seiner Glückseligkeit im Fortgang des Schöpfergeschehens.
Amen
FG. 29.5.11, 12.00-14.10 Uhr
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