698. Tod, wo ist dein Stachel?
Mein Kind, dein Leib welkt dahin. Er ist im Abbau begriffen und in der Umwandlung vom Tode ins Leben. Was ist darunter zu verstehen?
Du bist heimgekehrt, heimgekehrt an Meine Vaterbrust. Du hast deinen Geist in dir erweckt und ihn zum Herrscher in deinem Haus erhoben, damit hast du ihm die Herrschaft gegeben über deine Seele und deinen Leib. Ich habe dir die Schlüssel des Himmelreiches gegeben, damit du die alte Ordnung des Himmels, die du verloren hast, wieder herstellen kannst. Du hast alles Alte, die adamitische Eva [siehe HGt.01, Kap. 8, 05-12], abgelegt, hast einen Schnitt gemacht und hast dich mit all deinen Kräften Mir, dem Geiste Gottes in dir zugewendet, um Mich, den größten Schatz zu erringen. Ich habe Mich in der Fülle der Liebe, Weisheit und Kraft bei dir niedergelassen, und Ich habe die Wohnung gänzlich eingenommen, und aus Alt habe Ich Neu gemacht. Doch so ein Umbau kann nicht ohne Folgen sein, daher wurde die alte Hütte für dich ungemütlich und du wußtest oft nicht, wo du noch heimisch sein kannst. Doch allmählich nimmt der Neubau Gestalt an, und zuletzt erstrahlt alles im neuen Glanze, denn siehe, es ist die "Hütte Gottes" unter den Menschen. Und die Vollkraft des Geistes ertönt von deinem Thron, und der Geist spricht: "Siehe, Ich mache alles neu!" Daher siehe, Mein Kind, stehst du in der Vollkraft des Lebens, weil in Mir. Und wo ist nun der Stachel des Todes, sein Schrecken?
Lebst und handelst du ja schon hier und jetzt in Meinem Himmelreich und sitzest zur Rechten des Vaters und regierst mit Ihm aus dem Zentrum deines Herzens die neue Welt, die neue Eva, die Gottesgebärerin, denn du gebierst in dir Mein Wort, das in die Welt gesprochen ist. So stehe still und fest, denn für dich gibt es kein Diesseits und kein Jenseits mehr, nur noch das Hier und Jetzt eines jeden Augen-blicks auf Mich, ob nun in dieser oder in einer anderen Welt, da gibt es keine Differenz mehr. Du lebst das Leben aus dem Geiste, das wirkliche, wahre Leben mit und aus Mir. Wo sollte da je noch ein Tod hervorleuchten?
Wo nur Leben ist, kann das Leben sich nur noch vermehren, ausfalten. In Mir ist kein Tod, kein Schatten, keine Finsternis. Bist du also in Mir und Ich in dir, stehst du im Sieg Meines Lebens, Meiner Auferstehung. Daher sei Vorbild, Mein Kind, damit du viele Nachahmer erweckst, die an dir erkennen, daß der von dir zurückgelegte Weg, der Weg der Stille ins Innere des Herzens vor Meinen Thron, der einzige gangbare und sichere Weg ist zurück zu Mir an Meine Vaterbrust. Leuchte, erstrahle in Meinem Licht, lebe aus Meiner Kraft und Allmacht und Uns wird nichts widerstehen. Hilf, heile, rette, weise den Weg, und sei Mir in dieser finsteren Welt der Beweis Meiner Wiederkunft im Menschen. Das irdische Ableben, wenn deine Zeit gekommen ist, ist dann nur eine Umwandlung des schon vergeistigten Fleisches in die Reinheit und Einheit des Gott-Menschen, eingehend in eine höhere, geistige Sphäre, in Meine Himmel.
So siehe, Mein Kind, bist du am Ziel, bist auf dem Berge Tabor, wo du nun mit Mir deine Hütte aufschlagen kannst und dein Leben täglich entfalten darfst im Hin- und Auf- und Einblick zu Mir in der Einheit mit Vater, Sohn und Geist. Trage Mich, strahle Mich in die Welt aus, sprich Mein Wort, handle nach Meinem Willen. Nichts wird Uns mehr voneinander trennen können.
Amen, freue dich, Mein Kind, Amen
FG. 11./12.11.10, 23.00-1.30 Uhr
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