← Zurück zu „Heft 4“

Markt der Religionen

697.  Markt der Religionen

Das Leben in der Welt ist bestimmt von kaufmännischem Denken. Gebe ich dir etwas, gibst du mir etwas. Der Einsatz der Kräfte muß einen Gewinn einbringen. Wer sich diesem Gesetz nicht unterwirft, ist ein Tor, ein Narr, von der Welt verachtet, ausgestoßen. Dieses Gesetz beherrscht nicht nur die materielle Welt, es beherrscht auch die Geisterwelt der niederen Sphären und die Vielzahl der irdischen Religionen. Gibst du mir, gebe ich dir! Wenn der Taler in dem Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt. Wenn ich eine Pilgerreise antrete, bringt dies mir eine Gebetserhörung. Eine Wallfahrt zur Mutter Gottes, zu bestimmten "Heiligen", auf den Berg Ararat oder auf einen anderen "heiligen" Berg, bringt mir einen Gewinn, tausendfach bekundet in Dankestafeln, weggeworfenen Krücken und Ähnlichem. Die Welt braucht handfeste Beweise, und die Religionen brauchen ihre "Wunder und Heilige", diesseitige und jenseitige. So ist das Volk zufrieden, tut was für die "heiligen" Helfer und erhält von ihnen etwas zurück. Ein wahrer Jahrmarkt religiöser Gebräuche, magischer Riten, Amulette und Medaillen, "heilige" Wässer, Gebetsmühlen und Rosenkränze usw.
Und am Ende der Tage fahren die Seelen Lebens- und lichtlos wenn nicht in die Hölle, so doch in den Abgrund der Finsternis, denn Satan sitzt auf den Altären gleich welcher Religion und belohnt seinen Anhang fürstlich, um ihn am Ende seiner Herrschaft zu unterwerfen.

Mein Reich ist nicht von dieser Welt! Immer wieder sagte Ich dies und sage es wieder. Mein Reich ist ein Reich des Geistes und wird mit dienender Liebe am Mitmenschen aus selbstlosem Antrieb gebaut, aus den jeweiligen Taten der Liebe und wächst und entsteht im Herzen eines jeden Menschen, der aus Gottesfurcht nach besten Kräften seine Mitmenschen unterstützt und über die Liebe zum Mitmenschen zur Gottesliebe findet oder den direkten Weg zu Mir in der stillen Zuwendung im eigenen Herzen findet. Wer sucht, der findet, wer anklopft, dem wird aufgetan!

Ich habe nie eine irdisch-weltliche Kirche gegründet gleich welcher Art. Ich habe Meine Jünger ausgesandt, die wahre Lehre vom Reiche Gottes zu verkünden. Ich habe ihnen versprochen: Ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt! Meine wahren Anhänger wissen, wo sie Mich jederzeit finden können, und daß Ich Wort gehalten habe. Ich habe die Menschen nie verlassen, sie Mich aber wohl. Ich brauche nicht äußerlich wiederzukommen, da Ich der Lebensgrund in jedem Menschen bin, und der Mensch ohne Mich nicht existieren kann. Doch die Menschen nehmen ihre Verkehrtheit, ihren Wahn, ihre falschen Vorstellungen und ihren irrtümlichen Glauben mit ins Grab und finden dann nicht, was man ihnen versprach und befinden sich in der finsteren Welt von Irrtum und Lüge, die auch im Jenseits keinen Bestand hat. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer an Mich glaubt und Mir folgt, wird nicht in die Irre gehen. Ich aber gab euch ein leichtes Gebot: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und liebe Gott, Der dir die ganze Schöpfung zu deiner Verfügung gestellt hat.

Doch ihr fahrt lieber nach Rom oder ins "Heilige" Land. Suchet den lebendigen Gott bei den toten Menschen und Orten und laßt euch lieber betrügen und nehmt statt Brot Steine und sucht darin das Leben und beißt euch doch daran die Zähne aus und seid am Ende die Betrogenen. Suchet zuerst das Reich Gottes und alles andere wird euch dazugegeben werden. Daher, Meine Kinder, suchet ernsthaft nach der Wahrheit. Verwerft alles, was ihr mit eurer Überzeugung nicht in Einklang bringen könnt. Prüfet die schönen gleisnerischen Worte in euren Kirchen und verlangt ernstlich die Beweise, und laßt euch nicht mit einem Jenseitslohn abspeisen, denn ich bin da, hier und heute der Lebendige, der wahre Gott und will endlich Umgang pflegen mit Meinen Kindern im Geiste der Wahrheit und in der Macht und Kraft Meines schon heute und immer gegenwärtigen Reiches.
Amen

FG. 09./10.11.10, 23.05-1.15 Uhr

← Zurück zu „Heft 4“