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63. Der Empfang Dr. Martin Luthers vor dem Neuen Jerusalem

(Martin Luther verkündet der Gesellschaft, dass die göttliche Verehrung dem Vater Jesus gilt, der ihr bisheriger Führer war, worauf auch sie brausende Hosianna- und Halleluja-Grüße spricht und dann in Demut aufs Antlitz fällt. Der Vater Jesus lässt sie aufstehen und beheißt, den Martin Luther als Wiederbegründer der christlichen Religion würdig zu empfangen. Die Vorstellung der Großen des Neuen Jerusalems, die dem Martin Luther die Bruderhand reichen.)

In diesem Moment trat Martin Luther vor die Gesellschaft, die betroffen schaute, wem das auf dem Antlitzliegen gelten solle, und sagte:

„Liebe Brüder und Schwestern! Ich weiß, ihr seid erstaunt über die unerwartete Erscheinung, dass ganz Neu-Jerusalem vor uns niederfiel und damit eine göttliche Verehrung erwies. Ihr sehet an der Herrlichkeit ihrer Gestalten wie ihrer Kleidung, die unsere weit übertrifft, dass dies nicht uns gelten kann, sondern unserem Anführer, welcher Gott und Vater Jesus Selber ist. Daher erhebet mit mir eure liebenden Herzen zum Vater Jesus und saget mit mir: Hosianna unserem Gott und liebevollem Vater Jesus! Halleluja Ihm, der als unser Seelenheiland und Erlöser uns so geduldig unterrichtet und Selbst durch Seine gnadenreiche Führung ins Neue Jerusalem zum Throne Seiner Liebe, Herrlichkeit und Heiligkeit gebracht hat!“

Ein brausendes Gutheißen und Loben und Preisen Meiner Person war die Folge dieser kurzen Aufklärung, worauf auch die ganze Gesellschaft aufs Antlitz fiel und stillschweigend die weiteren Befehle erwartete.

Nun hieß Ich alle aufstehen und den Martin Luther, dessentwegen der große Fischzug unternommen wurde, würdig zu empfangen. Denn durch ihn (wie Ich Mich ausdrückte) hat Meine Religionslehre wieder das Antlitz der ursprünglichen gewonnen, soweit dies die veränderten Zustände und Weltanschauungen zuließen.

Als Ich diesen Meinen Willen kundgab, erhob sich ein alter Mann der Würde nach und sagte: „Lieber Vater! Sollen wir ihn mit Sang und Klang in Neu- Jerusalem einführen?“

“Jawohl! Und stellet euch vor, wer ihr seid, damit er weiß, wen er vor sich hat.“

Sogleich bildete sich ein großer Engelschor samt Musikanten auf verschiedensten Instrumenten, wovon manche auf Erden noch ganz unbekannt sind. Nun traten die Honoratioren oder Würdenträger vor, worunter Moses, Elias, David, Salomon, Adam, Noah, Joseph der Nährvater, Abraham, Isaak, Jakob, Joseph der Ägypter, Josua, Samuel, die Patriarchen, Propheten und Apostel und eine Menge anderer, die im Geisterreich groß und mächtig sind, und stellten sich vor ihn, um ihm die Bruder- und Freundschaftshand zu reichen.

Nach diesen folgten die großen Frauen des Himmels als: Maria die Leibesmutter, Eva, Noahs Mutter Ghemela, Sara, Rebekka, Rachel, Anna, die Leibesmutter der Maria u.a.m., alle ihm freundlichst die Hand reichend und Liebesworte sagend.

Als dies alles beendet war, ordnete sich der riesengroße Zug nach der üblichen Ordnung, wobei die Erzengel sangen und die besten Musikanten sie begleiteten. Mir zur Seite ging Martin Luther und neben und hinter uns die Großen des Himmels.

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