374. – Christfest 1883 Ein zeitgemäßer Weihnachts-Brief
Meine lieben Kinder!
Kommet herein in die Bethlehemsgrotte, und sehet was dort vorgeht; denn es ist ein unerforschliches Ereignis für den Menschenverstand.
Selbst Diejenigen, welche in dieses Wunder mit verflochten waren, konnte nur die Liebe und der Glaube an ihren Gott und Herrn stärken, dass sie tüchtig wurden, den wahren Segen davon zu erhalten. Während die Menschen Mich über allen Himmeln suchten und anflehten, lag Ich in ihren Armen, umgeben von Millionen von Geistern, die Mir Lob- und Danklieder darbrachten, dass sie Meine Diener sein durften.
Dieses Ereigniß ist der Anfang zur Gründung eures Glaubens, und somit der Grundstein, worauf das ganze Lehrgebäude des Evangeliums ruht; es ist unerlässlich und nicht zu verleugnen von allen Dienern Meiner Kirche, dieser Beweis Meiner herablassenden Liebe, welche sich in Fleisch und Blut hüllte, um ihren geschaffenen Kindern dienen zu können; denn es ist ein Offenbaren Meines Wesens, welches in tiefster Erniedrigung und Demut dem Verlorenen nachgeht.
Und doch wird dieser Beweis heutzutage geleugnet, und gar Wenige sind es, die noch glauben, dass Ich es nicht verschmähe, um Seelen zu retten, bald da bald dort das Organ eines Menschen zu benützen, oder Mich abermals durch Fleisch und Blut kundzugeben.
Es ist dieses jetzt ebenso nöthig, wie vor fast 2000 Jahren, weil die Menschen wieder in gleich versunkenem Zustande sich befinden, so dass sie nicht mehr allein durch die allgemeine Kirchenordnung, (welche nun eben meistenteils nur äußerlich gepflegt wird) angetrieben werden geistig zu suchen, zu forschen, und um den h. Geist zu bitten, sondern ihre Gebete gehen meist nur dahin, Mich um ihr Wohlergehen im Äußern zu bitten.
Geistigarm sich Fühlende gibt es Wenige, während doch beinahe alle Menschen sehr arm am Geiste geworden sind, was davon herrührt, dass die Beschäftigung mit dem h. Geiste oder das innere Gespräch (Herzensgebet) fast gänzlich nun bei den Menschen aufgehört hat. Es sind nur noch einige Minuten oder wenn es hoch kommt, ist eine Stunde des Tages dazu bestimmt, zu Mir zu beten, und oft auch dies nur der Form nach; aber solches sind seine Werte, die ich als eine Frucht der Liebe zu Mir segnen kann; daher komme Ich jetzt zum Zweitenmale, und zwar in eine noch viel dunklere Höhle, als es in Bethlehem der Fall war, wo doch zwei herrliche Lichter in Liebe und Glauben Mich umgaben, Maria und Josef.
Ich komme nun aber dessen ungeachtet doch mit vieler Liebe, wenn Ich nur wenigstens dann aufgenommen werde.
Darum schicke Ich nun auch überallhin himmlische Boten aus, die es den Menschen verkünden sollen (durch geistige Beeinflussung), dass Ich im Anzuge bin, damit dieselben sich bereiten können; auch habe Ich Mir unter den Menschen Werkzeuge erwählt, gleichwie Ich es vor Meiner Geburt tat, indem Ich eine Elisabeth, einen Zacharias, Simeon, Maria und Josef zuvor ahnen ließ, was geschehen solle!
Wohl Solchen, die es nicht allein bei ihrer Berufung bewenden lassen, sondern die sich selbst bestreben, Erstlinge zu werden, welche Mir mit Freuden entgegeneilen, um Mich zu empfangen! Ich werde dieselben segnen, gleichwie Ich Meine Pflegeeltern segnete – mit verborgener Liebe, welche sie ernst, dtark und geistig groß machte, allen zu widerstehen, was Meinem Einzuge hinderlich war. So nehmet auch ihr diese Winke als eine willkommene Weihnachtsgabe an von eurem treuen Vater Jesus.
Amen!
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