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Von Verheißungen und den Bedingungen dabei

376.  Neujahrsfest 1884  Von Verheißungen und den Bedingungen dabei  (Luk. 9. )                                                                                                  

Liebe Kinder!

Am heutigen Tage, wo ihr euch bemühet, im vollen Vertrauen euch Mir zu übergeben, um sowohl eure Berufung, als euer Schicksal von Meiner Hand leiten zu lassen, weise Ich euch hin auf Meine ersten Jünger, wie Ich dieselben aussandte, welche Verheißungen Ich ihnen gab; aber auch welche Bedingungen dabei! –

Es war dies nötig für dieselben, weil sie um Meinetwillen Alles verließen, und so hatten sie heimlich doch mit der Sorge um ihre irdischen Bedürfnisse zu kämpfen, weil auch sie noch nicht stark genug im Glauben waren, dass Ich mit Meiner Macht sie überallhin begleiten w3ürde; denn ihr Sinn war redlich und gut, und sie glaubten mehr Nachfolger für Mich zu gewinnen, wenn sie, statt von ihnen Wohltaten anzunehmen, denselben Wohltaten oder vielmehr Gaben geben könnten. Wohltaten ihren Schülern zu erzeigen, rüstete Ich sie mit Geisteskräften aus; darum bestanden diese in Heilung der Kranken, und in reicher Lehre, deren Befolgung beglückt; aber materielle Güter würden ja ganz den Zweck Meiner wahren Nachfolge verfehlen; denn gekaufte Jünger haben keinen Werth vor Mir, und können Meiner Verheißungen nicht teilhaftig werden!

Sehet, darum sollten Meine ausgesandten Jünger durch ihr Erscheinen und Auftreten Jedem sogleich klar machen, dass hier wenig für das Materielle, desto mehr aber an geistigen Gütern erobert werden könne.

Darum muß Ich es auch fast überall bis auf den heutigen Tag ebenso mit Solchen halten, die Mir aus Liebe dienen; meistens sind sie in ihren äußeren Verhältnissen so gestellt, dass diejenigen, welche bloß suchen, an solchen Meinen Dienern sich im Äußeren zu bereichern und deren Liebe auszunützen, welche ihnen angeboten wird, wenig dabei finden; und dies ist gleichsam die Bewahrungsmauer für Meine wahren Diener, weil sie die Herzen nicht ergründen können, und oft erst durch traurige Erfahrungen dieselben kennen lernen, was freilich öfters vorkommt; aber doch nicht so häufig, als es mit dem Missbrauche der Fall wäre, wenn dieselben durch materielle Güter ihre Liebe Andere fühlen lassen könnten.

Sowohl für Meine Diener selbst, als auch für ihre Schüler hat darum Meine Weisheit gesorgt, dass sie treu bleiben in der Lehre; deshalb können aber die Worte der Aussendung nicht darauf bezogen werden, als ob Ich eine ganz besondere persönliche Aufopferung und Armut Meinen Jüngern auferlegen wollte, sondern es war eben nötig in jenem Zeitgeiste, wo Alles nach Materiellem suchte und jagte, auch durch die äußere Armut dieselben nicht stören kann. – So sind diese Worte auch euch als Winke gegeben, warum Ich oft gegen Meine Liebe eure Bitten nicht erhören kann, wenn ihr zu Mir kommet und um schnelle Ausbreitung Meiner Wahrheit bittet.

Ich regiere stets ordnungsmäßig; oft verziehe Ich lange, weil es die Verhältnisse der geistigen Zustände so erfordern; aber oft mache Ich Mich auch schnell auf, über alles Hoffen und Erwarten. Darum, Meine Lieben, die ihr Mir dienen wollet, werfet euer ganzes Vertrauen auf Mich; Ich werde Alles zu eurer Freude und zu Meiner Ehre hinausführen; auch in künftigen Zeiten. 

Amen! Euer Vater in Jesus.

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