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Zur Verklärung Jesu

436. -18. Januar 1885  Zur Verklärung Jesu

„Und es begab sich nach diesen Reden bei acht Tagen, dass Er zu Sich nahm Petrus, Johannes und Jakobus, und ging auf einen Berg, zu beten. Und da Er betete, ward die Gestalt Seines Angesichts anders, und sein Kleid ward weiß und glänzte u.“  (Luk. 9, 28 – 31.)

Liebe Kinder!

Diese Stelle im neuen Testament ist abermals ein Zeugnis von Meiner Gottheit in Jesus Christus; denn es strahlte dieselbe durch den Leib in ihrer ganzen Herrlichkeit. Da Ich betete und so Meine Seele völlig Eins mit dem Geiste ward, so wurde auch der Körper davon durchdrungen und leuchtete in Klarheit, wie es auch Meine Jünger erschauen durften; denn ich öffnete Ihnen die (geistigen) Augen und Ohren, dass sie den ganzen Vorgang begreifen und vernehmen konnten. Es war dies eine Vorbereitung auf Meine Leidenstage, woran die ganze Schar der Himmel Teil nahm, und diese drei Jünger waren die Repräsentanten der Menschen auf Erden; darum auch sie von einem wonnig beseligenden Gefühle überfallen wurden in der Nähe solcher Geister, die vereint mit Mir fürbittend die ewige Liebe lobpreisten.

Darum Petrus zu Mir sagte: „Meister, hier ist gut sein, lass uns drei Hütten machen, Dir eine, Moses eine, und Elias eine.“   (Luk. 9, 33.) Petrus ist hier wieder ein Bild des schwachen Glaubens, welcher in solchen Augenblicken, in welchen er mehr beeinflusst wurde, und daher auch in eine Freudigkeit sich verwandelte, sogleich diese ergreifen möchte, um so darin fortzuleben; aber diesem Glauben eines Menschen fehlt die richtige Unterlage, auf welche er sich stützen kann: (V. 33.)

Petrus wusste nicht, was er redete. Da er aber Solches redete, kam eine Wolke und überschattete sie, und sie erschraken, da die Wolke sie überzog. Und es fiel eine Stimme aus der Wolke, die sprach: „Dieser ist Mein lieber Sohn, Den sollt ihr hören!“ Darum kommt stets wieder eine Zeit, wo eine Wolke den Menschen umgibt, und der klare Blick in die Herrlichkeit Meines Wesens demselben wieder genommen ist; aber dabei auf die Stimme hingewiesen wird, welche aus dieser Wolke spricht: „Dies ist Mein lieber Sohn, den sollt ihr hören!“ Diese Stimme soll in jedem gläubigen Herzen stets vernommen werden, um sich nach dem gehörten Worte im Leben und Wandel zu richten. Wenn euch ein Innewerden zu Teil wird, welches euch Beweise gibt von dem göttlichen

Nahesein Meiner Liebe, so freuet euch! Aber lasst euch nicht damit genügen, als ob ihr nun Alles getan hättet und des Himmelreiches versichert wäret; denn es kommt immer wieder eine Wolke, die euch verkünden soll, dass es nur Meine Worte sind, auf welche ihr hören sollet und darnach tun; denn der wahre Glauben besteht nicht allein im Fühlen, sondern auch im Ausüben. So liegt auch in diesem Akte Meiner Verklärung eine Entsprechung für den geistigen Entwicklung – Gang einer Seele.

Euer Jesus. Amen!

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