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Zur Auferweckung des Lazarus und vom Herrn des Lebens (Joh. 11.)

467.  – 9. August 1885 Zur Auferweckung des Lazarus und vom Herrn des Lebens (Joh. 11.)     

Liebe Kinder!

Die Auferweckung des Lazarus ist eine Bestätigung Meiner Gottheit; denn nur Gott kann Leben geben, weil Er allein der Urheber alles Lebens ist. Und wenn es auch den Anschein hat, als ob das Leben durch die Gesetze der Natur bedingt wäre, so bin ich dabei doch der Gesetzgeber, und kann allein verfügen über das Leben, nach Meinem Wohlgefallen.

Dafür gibt die Erde seit ihrer Entstehung Zeugnis, aß kein Mensch, keine Macht, kein Kraut und kein noch so geschickter Arzt im Stande ist, das Leben – sowohl im Menschen als in einem sonstigen Lebewesen – zu fesseln; denn dieses hab ich Mir aus Liebe vorbehalten, um Meine geschaffenen Kinder dadurch mehr Selbst zu erziehen. Es soll ihnen dies der stärkste Beweis sein, dass sie von Mir abhängen, und dadurch sollen sie sich angetrieben fühlen sich an Mich zu wenden, besonders in solchen Fällen, in welchen es sich um die Erhaltung des Lebens handelt.
Würden die Menschen bedenken, wie viel Gefahren das Leben ausgesetzt ist, woran die täglichen Vorkommnisse sie erinnern sollen, so würden sie es höher achten, Mich zum Beschützer und Erhalter zu haben, und würden darum mehr suchen sich enger mit Mir zu verbinden.

In dieser Ansicht über das Leben herrscht eine große Gleichgültigkeit, aus welcher oft erst der Tod die Menschen aufrüttelt; Viele denken bei ihren Sorgen und Handtierungen gar nicht daran, dass sie jede Minute nicht sicher sind, ob sie dieses Leben mit einem andern vertauschen müssen, und bemühen sich gar zu wenig, für das ewige Leben sich vorzubereiten, und sich dafür tüchtig zu machen; denn obgleich sie dasselbe zwar nicht durch ihre eigene Kraft empfangen können, so ist doch ihr Streben danach und ihr Zutun dabei erforderlich, um sie zu den Seligen einst einreihen zu können.

Der Glaube an Mich und Meine Allmacht muss die Seele erheben, dass sie beim Gefühle ihres Kranksein, ihrer Mattigkeit, und auch ihres oft fast gänzlich abgestorbenen freien Willens zum Guten, durch Meine Liebe wiederum erweckt und tüchtig gemacht werden können, das ewige Leben zu erlangen.

Gleichwie Martha sprach: „Herr, wärest Du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben!“ also sollet auch ihr euer ganzes Vertrauen auf Mich setzen, sowohl beim Anblicke leiblicher Krankheiten, als bei der Beobachtung eines geistigen Absterbens, sowohl an euch, als an Andern, und sollet euch an Meine Verheißungsworte halten, die Ich aussprach: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an Mich glaubt, der wird leben. ob er gleich stürbe!“  

Euer Vater Jesus.

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