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Vom Gegensatz zwischen Verstand und innerem Wort

471.   –  6. September 1885  Vom Gegensatz zwischen Verstand und innerem Wort

„wer Mich verachtet, und nimmt Meine Worte nicht auf, der hat schon Der ihn richtet; das Wort, welches Ich geredet habe, „das wird ihn richten am jüngsten Tage“ u.s.w. ( Joh. 12, 48.)

Liebe Kinder!

Wer Mich verachtet, indem er die hl. Schrift nicht als ein Buch göttlicher Offenbarungen anerkennt, sondern einen Gott leugnet, wie es leider heutzutage eine große Zahl solcher Menschen gibt, die Alles, was auf dem Erdboden vorkommt, seien es Elementar-Ereignisse oder sonstige Erscheinungen in der Natur, als auf dem Gesetze beruhend hinzustellen suchen, und ihre Mitmenschen dadurch in Zweifel und Unruhe über ihren Glauben bringen, der betrügt sich selbst, und Solchen wird es nicht gelingen ihre Ansichten mathematisch zu beweisen, sondern sie werden oft sagen müssen: „Hier ist Gottes Finger!“ und werden sich zu ohnmächtig fühlen, den Natur-Ereignissen mit etwas anderem entgegen zu wirken; auch reiben sich solche Menschen auf, durch ihr vieles (Grübeln und) Denken, worüber ihr Geist krank und verwirrt wird.

Sind etwa (in dieser Zeit des Verstandeskultes) nicht Beispiele genug in den Irrenhäusern anzutreffen, wo hauptsächlich die so genannten Gelehrten die Mehrzahl bilden; sie sind dem Gerichte durch ihren Unglauben verfallen; denn an ihnen wirkte der Gnadengeist ganz besonders, um sie vor dem Untergange zu retten; aber sofort missbrauchen solche Menschen ihr besseres Wissen und Erkennen, und statt dieses zur weiteren geistigen Ausbildung anzuwenden, prahlen sie vor der Welt mit ihrer Vielwisserei, und sinnen auf „neue Entdeckungen“, wie sie es heißen, während Ich der alte Gott bin, und stets ganz einfach regiere, auch den Menschen deshalb einfache Gesetze gab, welche sowohl die weiseren, als die einfältigen Menschen begreifen und befolgen können, und dadurch selig werden.

Nun aber hat die Welt, und besonders die Christenheit, mit vieler Mühe einen himmelhohen babylonischen Turm gebaut, und die Sprachen sind so verwirrt (Ich meine nicht die Nationalsprachen, sondern die Auffassung Meines Bibelwortes), dass nur noch solche Menschen geistig etwas gewinnen können, welche auf die Stimme des Innern noch etwas halten, und darum auf dieselbe aufmerken, und also sich mit Mir darüber beraten. Solche werden dann den Willen Meiner Liebe befolgen, und sind dadurch auf dem richtigen Wege, der zum ewigen Leben führt; sie erkennen wie arm die Seele ist, ohne einen Gott, Welcher Sich ihrer annimmt, und väterlich sie erzieht, und sind freudig bei der Wahrnehmung, dass sich Meine Liebe und Macht oft in großen Natur-Ereignissen beweist, während die Gottesleugner zittern, und keinen Trost finden, in ihrem Unglücke; denn – sie sind gerichtet! Darum tuet Fleiß, dem Glauben an Mich und Meine Worte dadurch den Stempel der Göttlichkeit aufzudrücken, dass ihr sie befolget, damit Ich euch so leiten und segnen kann, dass eure Mitmenschen ein Beispiel an euch nehmen können, und sie sich dadurch gleichfalls zu Mir wenden!

Amen! Euer Gott und Vater.

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