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42.- Verhaltungswinke bei Bestehlung

42.- Verhaltungswinke bei Bestehlung.

 
Den 14. September 1884.
 
Mein liebes Kind!

Fürchte dich nicht vor dem Überfalle der bösen Geister, welche dich überrumpelt haben und dich umlagern (sie fühlte sich so an Kopf und Brust beklommen, daß sie das Schlimmste fürchtete – den Verstand zu verlieren); sie haben einen Augenblick dazu benützt, in welchem du mehr für sie als für Mich zugänglich warst. *) Sobald du aber nach Meinem Sinne handelst bei diesem Vorkommnisse, so kann dasselbe dir zu großem geistigem Segen werden; bete für Solche, die dich berauben (wie Maria tat), als für solche Sünder, welche der Gnade nicht zugänglich sind, und darum großes Mitleid verdienen, bete, daß die Gnadenzucht ihnen zu Teil wird, und es wir dir reichlich ersetzt werden an geistigem Gewinn; so aber, wenn du dich ärgerst, verlierst du nicht allein Materielles, sondern du lässest die eigentlich weniger Feinde gegen dich sind, sondern von ihren Leidenschaften angetrieben, es eben nicht genau mit dem Stehlen nehmen; es ist nun dieses Übel an ihnen gezeigt worden, darum komme um Abhilfe zu Mir, daß es Meiner Gnade möglich ist, sich ihnen zu nähern, und sie zur Umkehr zu veranlassen; ist dieses geschehen, o so ist dein Verlust gering gegen den Wert eine Seele gebessert zu haben, und auch deine Brüder (und Geschwister) werden Teil an dem Segen haben, welcher eurer Fürbitte folgt.

So jetzt sei wieder ruhig über deine Enttäuschung, und vergieb von ganzem Herzen, so wirst du deinen unsichtbaren Feinden die größte Niederlage bereiten. Es ist gegen Meine Ordnung, Meine Naturgaben hinter Schloss und Riegel zu verwahren vor den Bedürftigen; weil nun aber leider die Verderbnis zu groß ist, und daher die Menschen leiblos genug sind statt einander zu bitten und zu helfen, jedes sichs aneignet auf eine Weise wie es eben geht, so kann Ich es Niemand als Sünde anrechnen, wenn es sich verwahrt aus Vorsicht; dagegen ist es auch keine Sünde, sondern bloß ein Schade, wenn Jemand nicht verwahrt und dann bestohlen wird; siehe, also hast du nicht gesündigt, bist aber doch beschädigt worden, und wenn du diesen Verlust so trägst, wie Ich schon sagte, d. h. mit christlicher Liebe, und für Solche bittest, die sich an dir versündigt haben durch einen Schaden an euch, so wird es dir tausendfältig gesegnet werden. Dein h. Vater.

*) zufolge des Ärgernisses und Rachegefühles, diejenigen amtlich für diese Dieberei zu belangen u., die nur Wohltaten von ihr empfangen hatten.  D. Hsg.

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