So komme Ich zu dir, Meine liebe Tochter: [nach einem Gebet für Feinde und die, die den Herrn ablehnen] Du bereitest Meinem Herzen Freude, und all deine Bitten werden zur rechten Zeit erhört werden. Lass nur nicht los, in Liebe für sie einzustehen, so wirst du dann auch am Mahl teilnehmen, das ihnen bereitet wird, wenn sie als verlorene Söhne und Töchter heimkommen zu Mir. Mit dieser Liebe, die Ich auf Golgatha bewiesen und mit der Ich jetzt neu dein Herz erfülle, wirst du sie alle besiegen. Wenn du in Geduld harrest und nicht nachlässt, zu bitten und zu segnen, werden auch die Steine weich; denn Ich habe viel Zeit und viele Schulen.
Aber alle Gebete Meiner Kinder müssen ja erhört werden, wenn sie in Meinen Willen hineinbeten, auf dass dann ihre Freude vollkommen werde.
All der Segen, den du weiter verschenken möchtest, ohne an dich zu denken, wird dennoch dein Herz erfüllen und als ein Vorrat in dir bleiben. Gedenke dieser Stunde, wo Ich dir so nahe bin, und bleibe in Mir, gestärkt und getröstet und geborgen als ein Kind, das den Allerhöchsten in sich trägt als Vater und Geliebten. Denn alles, was Ich in deinem Fleische getan habe, wofür du Mich gerühmt hast, ist nur ein kleines Teil von dem, was noch an dir geschehen wird. An Meiner Hand geht es von einer Herrlichkeit in die andere.
Aus dem ewigen Lichte bin Ich getreten ins Fleisch, um ein schau-und liebbarer Gott zu werden denen, die berufen sind, Meine Kinder zu sein.
Und so bin Ich, wenn auch im geistigen Leibe geblieben, ein schaubarer Gott, denen die Mich lieben, und habe dennoch der Erde gegeben, was von ihr war, indem Ich ihre Kinder annahm und ihnen gab ewiges Leben. So ist Meine Liebe, die sich verströmt, ohne etwas zurückzubehalten, gleich Meinem heiligen Blut. Und dieses Blut ist geblieben auf dieser Erde als eine Kraft für alle, die schwach und müde geworden sind, für alle, die in Meinen Diensten stehen, zur Stärkung und Heiligung, den Schwachen und Elenden zur Vergebung der Sünden. Auch du, Mein Kind, sollst allzeit trinken von dem Kelch, der da gefüllt ist aus dem Heiligtum, auf dass du ganz zum Überwinder werdest und in der Freude Deines Herrn ein brauchbares Werkzeug für Mich.
Schaue nicht auf Menschen, sondern auf Den, Der gekommen ist und gelitten hat und an dir gehandelt hat, als wärest du das einzige Wesen, das er liebt.
So sage Ich dir noch, Meine Tochter: Was da deine Frage betrifft über die Messe und den Gebrauch der Gaben, die diese bereithält: Dem Reinen ist alles rein, und wer aufrichtigen Herzens sie benützt, dem wird daraus viel Segen. Aber wer da von Mir aus auf eine bessere Weide geführt wurde und am Herzen des guten Hirten als Sein Lämmlein weidet, der sehnt sich nicht mehr zurück auf die Weiden im Tal. So verhält es sich auch mit dem Mahl in der Kirche. Den aufrichtig Suchenden begegne Ich auch da, denen aber, die nach mehr verlangen, begegne Ich auf wunderbare Weise – wie jetzt dir. Und sie finden volles Genüge in Mir Selbst, ohne all das andere Beiwerk, das da oft mehr ablenkt als zu Mir hinführt. Wohl ist auch die Kirche gerichtsreif, aber wehe dem, der den ersten Stein erhebt. So überlasset das Gericht Mir und wirket segnend überall hinein, so werden Seelen noch herausgeführt auf eine höhere Ebene, wo sie mehr sehen und finden in dem Herrn des Lebens Selbst, Der ihnen nachgeht und Der auch sie hineinnehmen möchte in die Gemeinschaft mit Ihm Selbst. So dürfet ihr alles genießen, aber ihr müsst es nicht. Ihr dürfet alles segnen, aber ihr braucht euch nicht binden zu lassen. Bleibet frei in Mir als dem Geliebten eures Herzens, und ihr werdet am besten fahren. Amen.
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