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316.  Winke zur Weihnachtsfeier

316.
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17. Dezember 1882
Winke zur Weihnachtsfeier

Liebe Kinder!

Wenn ihr unter euch oder in einer Familie einen Geburtstag feiert, so erhält derjenige, dessen Tag es ist, viel Aufmerksamkeit und Geschenke; denn die Liebe sinnt auf allerlei, demselben eine Freude zu bereiten, (es ist hier das Beispiel einer solchen Familie genommen, in welcher die Liebe vorherrscht), und schon viele Tage zuvor nimmt euch der Gedanke darüber in Anspruch.
Welch große Freude wäre es für Mich, wenn auch Mir das Los einer solchen Feier zuteil würde, wie z.B. einem Familienvater (zu seinem Geburtstage) von seinen lieben Kindern; aber sehet, im Vergleiche mit Solchen bin Ich oft weit verkürzt.
Es ist im Allgemeinen jetzt so, daß man Mich – Selbst diesem Feste – als Jesuskind in Windeln gewickelt ruhig liegen läßt, und lieber sich untereinander nach dem Weltsinne durch allerlei Dinge beschenkt, die vor Meinen Augen ein Gräuel sind, weil durch dieselben oft die Putzsucht, die Habsucht, der Neid und viele andere Leidenschaften am meisten unterstützt werden, und somit Sinn und Gemüt ganz von Mir abgezogen, statt zu Mir hingewiesen werden. Meistens ist der Tumult an diesem "Heiligen Abend", wie die noch Besserseinwollenden Meinen Geburtstag nennen, so groß, daß da Meine Stimme von der Mehrzahl gar nicht vernommen werden kann.
Viele haben gar keinen Begriff von einer geistigen Geburt im Herzen, und begnügen sich mit der äußeren hergebrachten Form, welche auch äußerliche Vorteile bietet, während Ich doch besonders an diesem Tage überall um Einlaß bitten möchte, und alles aufbiete, doch einige günstige Augenblicke bei einer Seele zu gewinnen, um segnend auf dieselbe zu wirken.
Daher auch in einem Kreise, wo noch Einige sind, die Mich suchen, oft eine besondere Rührung stattfindet; denn an diesem Tage benützen die seligen Geister alle Mittel (hier besonders ein feinfühlendes Innere oder Gewissen), um auf die Seelen einwirken zu können. Freilich geschieht dieses mehr durch ein unbewusstes Gefühl, weil eine allgemeine  Mediumschaft (d.h. es werden alle Menschen von der Geisterwelt in ihren Gedanken und Gefühlen beeinflußt, doch zumeist unbewußt. (Hebr. 1, 14 – Ephes. 6, 12, -d-Hsg) noch nicht anerkannt ist, und doch möchten die seligen Geister überall das: "Friede auf Erden, und Ehre sei Gott" in die Herzen hineintönen lassen!
Darum, du kleiner Kreis Meiner lieben Söhne und Töchter, machet ihr eurem Vater eine wahre Geburtstagsfreude dadurch, daß ihr in dieser Zeit, wo überall Schall und Jubel in äußerlicher Weise herrscht, euch im Gebet um Mich scharet, und eure Herzen als Wiegen Mir freudig darbringet!
Daher könnet ihr es nach außen halten wie ihr wollt, und sogar Teil nehmen an einem äußeren Festabende; es werden euch viele von den (seligen) Meinigen dorthin begleiten, und eure Anwesenheit als Mittel benützen, um auf die Übrigen einzuwirken; nur vergesset dabei ob der äußeren Anstandsformen und der weltlichen Freuden euren himmlischen Vater nicht, Dem doch das Fest gewidmet sein solle, und Er wird dann auch euch nicht vergessen, sondern Jedem in Seiner Weise ein Geschenk nach Bedürfnis austeilen.
So soll ein Jedes unter euch diese Worte festhalten, gleichsam als Programm fürs kommende Fest, Ich werde alle segnen, und erwarte dazu von euch einen würdigen Empfang als euer liebvollster Vater.

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