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1. April 1883
Lukas 20, 26
"Und sie konnten sein Wort nicht tadeln vor dem Volke, und verwunderten sich seiner Antwort, und schwiegen stille!"
Liebe Kinder!
Die vorhergehenden Verse dieses Kapitels beschreiben euch, wie die Pharisäer und Schriftgelehrten sich alle Mühe gaben, aus Meinen Worten Anlaß zu bekommen, Mich als einen Irrlehrer *) und Aufwiegler zu beschuldigen, aber auch wie Ich dabei alle äußeren Einrichtungen und die Ordnung, welche die Menschen einsetzten, sogar respektierte, so lange dieselben mit des Vaters Willen vereinbar waren.
Es hätte Manches anders gehalten werden sollen, auch gegenüber den Römern, welche die Juden in damaliger Zeit sehr bedrückten; allein weil nach göttlicher Ordnung auch die Übelstände, sowohl im Einzelnen als im Ganzen, nur nach und nach beseitigt werden sollen, so hielt Ich es eben so; denn all Mein Tun und Wirken sollte den Stempel von dem Wesen des Vaters haben, so auch die Langmut und Geduld; denn ein einziges Wort, von Meiner Macht gesprochen, hätte oft soviel Erfolg gehabt, als später bei Meinen Aposteln ihre mühselige Arbeit ganze Jahre hindurch, um für Mich Nachfolger zu gewinnen. (Daher gehört das Wort Jesu: Johs. 14, 12.)
In diesem Punkte liegt wiederum Meine große Liebe zu denen verborgen, die in Meinen Dienst treten; denn sie sollen den vollen Lohn ihrer Arbeit erhalten dadurch, daß derselbe durch ihre Aufopferung erhöht wird; aber Mein Zutun dabei soll verborgen bleiben; nur eine Bedingung knüpfe Ich daran, daß sich solche nach Meinem Beispiele auch im Äußern richten, und gleichwie Ich Mich solchen weltlichen Anordnungen unterzog, die den Seelen keinen Schaden, aber oft im Äußern ungerechten Verlust bringen, so haltet auch ihr fest an dem Glauben, daß was ihr auf diese Art verlieret, euch sogar äußerlich wieder ersetzt wird.
Durch dieses Festhalten an dem Gesetze, wie es die Weltmenschen aufstellen, ist denselben viele Gelegenheit zur Anklage gegen euch abgeschnitten, wie es von Mir heißt: "sie konnten seine Worte nicht tadeln usw. – und schwiegen stille."
Auch jetzt ist die Zeit gekommen, wo abermals vieles gegen Mich unternommen wird, und daher gebe Ich abermals nun Worte, die sie nicht tadeln können, und worüber sie stille schweigen müssen; um so mehr werden sie euch zu verfolgen suchen, und in eurem Lebenswandel etwas aufzufinden trachten, das euch vor euren Mitmenschen verdächtig machen solle.
Deshalb seid wachsam und vorsichtig! Auch in Dingen, die sich vor Mir oft mehr entschuldigen lassen, als es die Menschen tun; übet euch – ein musterhaftes Beispiel zu geben im guten, damit die Wirkung eurer und Meiner Lehre dadurch gepriesen wird, und auch von euch gesagt werden kann: "und sie konnten nicht tadeln, und schwiegen stille!"
Was sie aber gegen diese Meine neu gegebenen Worte hervorbringen wollen, das werde Ich Selbst mit ihnen ausmachen; sowohl der Widerspruch in ihnen selbst als wiederum gegeneinander solle ihnen beweisen, daß sie zu ohnmächtig sind, um sich gegen Meinen Reichsplan zu stemmen.
So, liebe Kinder, haltet euch immer mehr an Mich und Meine Worte, und Ich will Mich zu euch halten
als liebender Vater! Amen!
*) Was sie doch eigentlich selbst waren. D.Hsg
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