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337.  Vom wahren Vertrauen zum hl. Vater

337.
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22. April 1883

Liebe Kinder!
Ihr sollet das wahre Vertrauen zu Mir immer mehr euch aneignen, und euch damit beruhigen können, daß all euer Denken und Handeln nach Meinem Willen eingerichtet ist.
Dies scheint euch zwar jetzt noch eine gar schwere Aufgabe, weil ihr noch gar weit zurück seid in solcher Lebensweise, und sozusagen immer wieder zu Mir zurückkehren müsset, (von unserer Exkursion aufs eigene Feld!), weil ihr zuerst mit dem Verstand gegangen (ihm gefolgt) seid, und dann erst wieder an die vielen Worte euch erinnert, die Ich als Vater euch zukommen lasse.
Würdet ihr nur die Worte: "Ohne Mich könnet ihr nichts tun" euch recht ins Herz schreiben, so würdet ihr nicht so gar viel hin und her zu sorgen haben, sondern ganz deutlich eure innere Anleitung herausfinden.
Jetzt, da ihr so voll willens seid, ganz für Meine Reichssache zu leben, seid ihr darin schon mehr vorwärts gekommen – bei Mir zuerst anzufragen, ehe ihr etwas für Mich unternehmen wollet; aber weil Ich euer Vater im ganzen Sinne bin, und auch also von euch anerkannt sein will, so sollet ihr auch wagen, selbst in euren äußeren Angelegenheiten zuerst Mich zu fragen, jedoch nicht erwarten, daß ihr die Antwort durch die Feder, d.h. von außen erhaltet, sondern in euch selbst, denn Ich möchte Mich dadurch noch näher mit euch verbinden.
Wenn ihr so euch kindlich froh auf Mich verlasset, so werden euch noch manche bange Sorgenstunden erspart bleiben, und ihr könnet dadurch auch euren Mitmenschen zeigen, daß ihr einen guten himmlischen Vater habt, Welcher die Seligkeit nicht erst im Jenseits Seinen Kindern zuteilt, sondern dieselben schon auf Erden wahrhaft glücklich macht.
Darum haltet euch in allen Fällen an die Worte der Verheißung: "Was ihr den Vater bitten werdet in Meinem Namen, das wird Er euch geben!" Aber in Meinem Namen, nach Meinem Sinne sollet ihr bitten, immer wieder hinzusetzend:
"Dein Wille geschehe!" Weil ihr begreifen sollet, daß Mein Wille nur das (wahre) Gute will, und deshalb soll euer Vertrauen nicht schwanken, wenn die Erhörung eurer Bitten eurem Hoffen und Gutachten gerade entgegengesetzt ausfällt.
Wer sich einen Ratgeber oder "Pfleger" wählt, der tritt demselben seinen eigenen Willen ab, weil er weiß, daß er für sich zu schwach und unvermögend ist, seine Sache selbst auszuführen; wenn nun schon im Äußern solch ein Vertrauen stattfindet, wo doch nur schwachen Menschen, die selbst fehlerhaft sind, eine Leitung übertragen wird, um wie viel mehr kann Ich als uneigennütziger und weiser Vater Anspruch darauf machen, auf Meine wahren Kinder Mich in ihren Angelegenheiten Selbst ordnen lassen, ohne Mißtrauen.
Es will ihnen zwar, weil Ich oft unerforschlich handle, die Zeit manchmal zu lange werden, bis sie Meine Hand erkennen, und hierin muß es auch bei euch noch besser werden; ihr sollet nur dafür sorgen, daß ihr euch nach Meinem Willen richtet, und das andere mit Ruhe Mir überlassen.
Ich will euch keine speziellen Fälle hierbei anführen, aber euch darauf aufmerksam machen, daß ihr in jedes eurer Worte Meinen Willen legen und stets bedenken sollet, ob ihr dieselben mit Liebe nach Meinem Sinn aussprechet; in alles, alles sollet ihr Meinen Willen, welcher Liebe ist, legen, und dann werde Ich euch schon überall Selbst belehren, ob dieselbe im einzelnen Falle sich in Ernst oder Freundlichkeit, im Denken (Stillehalten und Fürbitten) oder im Handeln äußern soll; ja Ich will bei euch sein und bleibe alle Tage, und durch euch und mit euch wirken, wenn ihr treu bleibet in solcher Übungsschule, welche nötig ist, euch auf den Standpunkt einer innigen, kindlichen Verbindung mit Mir (Re-ligio) zu bringen, welches dann der Anfang der Seligkeit ist, die immer größer wird, je mehr ihr euch an Mich anschließet! Amen! Euer treuer Vater

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