← Zurück zu „Vaterbriefe Band 2“

338.  Missionswinke: Ruhe, Mut und Eifer im Gebet

338.
************
29. April 1883
Johs. 19, 38 – 40

Liebe Kinder!
In diesen Versen liegt abermals eine Entsprechung für eine später kommende Zeit, die jetzt eingetreten ist; denn auch in der Jetztzeit gibt es wahre Verehrer von Mir, welche Mich als den "wahrhaftigen Gott" erkennen; es gibt aber auch solche, denen es vor diesem Bekenntnisse bange wird, weil sie ihren eigenen Untergang darin erkennen, und die dazu noch so blind sind, daß sie Mich bitten, Meinen wahren Verehrern ihre Liebe und Ehrfurcht zu Mir zu verwehren.
In diesem Bangesein liegt gerade das Zeugnis für sie, daß sie keinen Glauben haben, von dem sie überzeugt sind, daß es der wahre und richtige ist, sondern sie fühlen das Mangelhafte an demselben, darum fürchten sie eine Niederlage; während Meine wahren Jünger die feste Zuversicht in sich tragen, daß der Gott, Den sie in Mir erkennen, ihre Macht und Hilfe ist, und daß sie durch dieses Vertrauen zu Mir nicht untergehen.
"Ich sage euch, wo diese schweigen, da werden die Steine reden." Diese Worte gelten den Verfolgern der Wahrheit; denn obgleich sie alles anwenden, diese zu unterdrücken, so wird es ihnen doch nicht gelingen; denn Meine Kraft ist groß, und kann alles durchführen, was vor den Augen der Menschen unmöglich scheint; also auch die Steine redend machen, oder solche Werkzeuge wählen, welche vor den Augen der Gelehrten für ganz untüchtig gehalten werden. In dem unscheinbarsten Menschen kann Ich Mir ein Rüstzeug für Meine Sache erwählen; denn wie damals die Pharisäer ihren Groll und Hass gegen Mich fortsetzten, und so Mir eine scheinbare Niederlage bereiteten, so erfahren sie doch zu ihrem großen Schrecken hernach, daß Ich nicht zu vertilgen bin.
In allem was Ich beschließe, und so auch heute wieder, wird Nichts mehr im Stande sein das helle Licht auszublasen, das Ich den Menschen nun anzünde, zur Rettung ihrer Seelen, und je stärker die Verfolgung gegen dasselbe, um so größer Meine Kraft in demselben; denn es muß Mir alles dann dienstbar sein, Freund wie Feind muß dabei tätig sein, und zwar darum, weil Ich sie alle liebe, und oft sogar in einer Verfolgung jedem die größte Gnade erweisen kann.
So wisset ihr nun, daß Mein Wirken unter euch immer dasselbe in gleicher Liebe ist, darum bleibet ruhig, auch wenn ein Anlauf gegen euch gemacht wird, und wenn die Veranlasser solche sind, die da meinen sich auf Mich berufen und euch bei Mir verklagen zu können, denen will Ich Selbst antworten, daß sie ihren Mut verlieren, ferner gegen eine Sache zu streiten, welche ihnen noch dunkel ist, weil eben die Gnadensonne nicht zuerst bei ihnen aufgegangen ist, die aber doch mit diesem Akte den Anfang gemacht hat, ihre ersten Strahlen auch in ihr Herz zu werfen.
Darum seid bei solchen Erfahrungen desto mutiger und eifriger im Gebet, auch für eure Gegner, welche nicht alle gegen Mich stehen; aber auch nicht in der Richtung, wo sie Mich klarer erkennen lernen könnten.
Es ist Mein Plan, allmählich die Meinigen zu sammeln, und dieses soll euch ebenfalls zur Geduld und Ausdauer ermuntern! Amen! Euer Vater in Jesu!

← Zurück zu „Vaterbriefe Band 2“