Empfangen vom Herrn durch J. Lorber, am 20. Nov. 1841
Habe Nichts zu besorgen darum, so du tatest, was schon lange des Rechtens gewesen
wäre.
Siehe das alte und neue Testament, was da heißt: Sein Ein Fleisch, – (Eigen- und Nächstenliebe?) –
Kann’s aber füglich sein, wie Ich bildete Zwei aus Einem aus der ewigen Ordnung heraus, aus Dreien dasselbe machen wollen? – (Eigen- und Nächstenliebe Eins mit der Gottesliebe?) –
Die Nächsten-Liebe aber besteht nicht in den Augen, noch im Wuchse, noch im Tone der Rede, oder noch in was immer gefällig Ansprechendem und sich gegenseitig außengeistig oder naturgeistig Vergnügendem, sondern sie – die wahre Nächstenliebe beruht und besteht lediglich im Wohltun, besonders gegen Solche, von denen an keinen wie immer gearteten Gegendienst zu denken ist.
Wo immer die Liebe einen anderen Nebengrund noch hat, da hört sie auf, reine wahre Nächstenliebe zu sein und ist gleich einem gewässerten Weine, in dem keine Kraft mehr innen ist, kein Äther des Lebens mehr, sondern er ist ein Panschicht, eine Ware schlechter Gastwirte! – Verstehe es! –
Wer aber kann Zweien dienen? – Denn siehe, Ich und die Welt sind äußerst scharf begrenzte Zwei; daher lieber Mir dem Einen ganz, da Ich durchaus keinen Nebenbuhler dulde!
Daher sorge dich nicht, so du Recht getan hast, dass darunter jemand leide. Wohltun ist schon recht, aber nur in Meiner Ordnung, wohlverstanden!
Amen!
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