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346. Leider wird der geistig blinde Zustand von gar wenigen erkannt und gefühlt

346.
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17. Juni 1883
Matth. 9, 26

Liebe Kinder! Diese Geschichte erzählt euch, wie zwei leiblich Blinde zu Mir kamen und Mich baten, sie sehend zu machen, und wie Ich dieselben nochmals zuvor fragte: "Glaubet ihr, daß Ich solches euch tun kann?" um sie darauf hinzuweisen, daß nur wo ein volles Vertrauen zu Mir sich findet, Ich helfen will und kann; denn hier gilt das Gebot in tieferem Sinne: "Ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine andere Götter neben Mir haben!"
Auch muß der Hilfsbedürftige überzeugt sein, daß Meine Allmacht und Liebe ausreichen, Hilfe zu schaffen.
Gleichwie Ich dort einst zu den leiblich Blinden sprach: "Euch geschehe nach eurem Glauben!" so nehme Ich Mich jederzeit um alle an, welche ihr ganzes Vertrauen in Mich setzen, sowohl in äußerer Not, hauptsächlich aber in geistiger Hinsicht.
Auf geistigem Gebiete ist es ganz besonders die Blindheit, welche so viele Seelen unglücklich macht; leider wird aber dieser blinde Zustand von gar wenigen erkannt und gefühlt; darum muß Ich mit Meiner Hilfe verziehen, welche Ich stets wieder anbiete, hauptsächlich auch durch das (neue) Licht, oder das Wort der Wahrheit, damit die Seelen ihre Nacht und Unwissenheit erkennen sollen; denn auch hier gelten die Worte an die Blinden: "Glaubet ihr, daß Ich solches tun kann?" und "euch geschehe nach eurem Willen!"
Ein gläubiges Verlangen ist nötig von Seite des Menschen, wenn ihm geholfen werden soll, und wenn er mit solchem an Mich sich wendet, so ist die Hilfe gewiß.
Heutzutage gehe Ich an gar vielen geistig Blinden vorüber, um in ihnen das Verlangen nach Hilfe zu wecken; aber sie bleiben stumm, und wollen Mich nicht erkennen, sondern blind bleiben, obgleich Ich überall Gelegenheit schaffe ihren Zustand mehr zu fühlen; sie lassen Mich vorüberziehen und glauben nicht, daß Ich helfen will und helfen kann.
Dieser Zustand der Seele ist der traurigste, darum sollen solche, die durch die Gnade sehend geworden sind, ihren Mitmenschen dadurch zu Hilfe kommen, daß sie ihnen zur eigentlichen Wahrheit und zum geistigen Lichte verhelfen, sei es durch mündlichen Verkehr, oder durch Taten, oder auch durch Schriften das Verlangen nach besserem geistigem Verständnis in ihnen zu erwecken.
Dies ist die Aufgabe Meiner wahren Kinder; aber dieses Verlangen dann zu stillen, ist Meine Sache.
Darum führet sie zu Mir, und glaubet selbst, daß wenn der Schaden oder die leibliche oder geistige Krankheit noch so groß ist (Jerem. 30, 12), Meine Liebe und Macht doch noch weit größer sind, um dieselben zu heilen, und also auch, wenn ihr im Anblicke der großen Blindheit der jetzigen Christen mutlos werden wollt, so frage Ich auch euch: "Glaubet ihr, daß Ich solches (Übel zu heilen) tun kann?" Und wenn ihr den Glauben habt, so werdet auch ihr die Erfüllung der Worte erfahren dürfen: "Euch geschehe nach eurem Willen." Amen!

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