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14. Oktober 1883
Johs. 21, 12
Spricht Jesus zu ihnen: "Kommet und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern durfte Ihn fragen: Wer bist Du? Denn sie wußten, daß es der Herr war!"
Liebe Kinder!
So wie es einst bei Meinen Jüngern war, daß sie Mich sogleich erkannten, wenn Ich zu ihnen kam und sie zum Mahle einlud, so sollte es auch jetzt unter den Christen sein. Ein jedes sollte Mich an der Einladung erkennen, welche Ich an alle Menschen ergehen lasse; denn Ich will ja ein Mahl mit denselben halten, damit sie die Freude und Wonne mit Mir genießen, welche aus der Liebe entsprießt.
Mein Erscheinen bei ihnen sollte denselben einen Genuss bereiten, der sie stärkt zu weiterem Fortschritte; aber ehe dieses stattfinden kann, müssen die Menschen Mich gleichfalls so erkennen, wie Meine damaligen Jünger; diese erkannten Mich sogleich, als Ich am Ufer stand, und ihnen einen reichen Fischfang bereitete, sie gaben Mir die Ehre, beim Erfolge ihrer Arbeit.
"Es ist der Herr!" sprach Petrus und stürzte sich ins Meer, um Mir entgegen zu eilen; sein Vertrauen war groß zu Mir, er achtete weder Gefahr noch Spott, und wollte nur recht bald bei Mir sein; darum Ich auch ein Mahl der Freude mit ihnen feiern wollte, und Meine sorgende Liebe – in der äußeren Entsprechung Brot und Fische – gab sich dadurch ihnen zu erkennen.
Ebenso sollte es heutzutage sein, wenigstens bei solchen, die sich nach Meinem Namen nennen, und Meine geistigen Kinder sein wollen; ihr Glaube sollte so beschaffen sein, daß sie jede Annäherung von Mir sogleich erkennen, und lieberfüllt Mir, der ewigen Liebe, entgegen eilen, welche immer wieder ausgeht, ihre Kinder aufzusuchen und sie zum Mahle zu laden, wie Ich schon bei dem Gleichnisse sagte, wo der König zur Hochzeit laden ließ, es ihm ein Bedürfnis war, die tische voll zu sehen; darum er den Knechten den Auftrag gab, alle, alle ohne Unterschied einzuladen, um sich am Mahle der Liebe zu stärken.
So stehe Ich auch für euch stets am Ufer, auf daß ihr zu Mir kommen sollet, und euch stärken an dem Mahle, da Ich stets bereit halte für die Meinen, und wenn ihr euch überzeugt habet, daß Ich es bin, so folget dem Petrus, d.h. stürzet euch ins Meer der Wahrheit, und achtet der Gefahr nicht, die damit verbunden ist, wenn auch euer eigenes Leben dabei unterzugehen droht, (wenn nämlich eure Existenz in der menschlichen Gesellschaft, sowohl im Ansehen als im Besitze gefährdet scheint); sondern bewahret den Petrusglauben, welcher nichts im Auge hatte, als so schnell als möglich bei Mir zu sein; darum Ich auch den Petrus fragte: "Simon Johanna, hast du Mich lieber denn diese Mich haben?" und ihn noch besonders berufen habe: "Weide Meine Lämmer!"
Machet euch darum immer mehr klar, ob Ich oder ihr es seid, welche beim Fischen das Netz füllen, und ihr werdet erkennen, daß nur die Verbindung zwischen uns die Hauptbedingung dabei ist; ihr sollet den guten Willen haben, das Netz auszuwerfen, aber dabei auch überzeugt sein, daß Ich Selbst am Ufer stehe und Meinen Segen dazu gebe, sobald eure Liebe so beschaffen ist, wie die Meiner damaligen Jünger, deren Freude groß war, als sie Mich erblickten; also ist denn auch euch das Mahl bereitet, und Ich rufe euch hiermit zu: "Kommet und haltet das Mahl" – mit eurem Jesus! Amen!
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