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362.  Aus dem hohepriesterlichen Gebet – Gerechter Vater!

362.
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7. Oktober 1883
Johannes 17
(Nach dem Liebesmahl gegeben)

Liebe Kinder!
Ihr habt soeben das hohepriesterliche Gebet gelesen, um – gleich wie Ich dort – mit dem Vater in Verbindung zu kommen, als Ich in Meinem Fleischleibe diese Worte an die ewige Liebe aussprach, nachdem Ich Mich so innig mit Meinen Jüngern verbunden hatte, weil sie Mich mit wirklich uneigennütziger Liebe liebten.
Das beglückende Gefühl in ihnen, welches hervorgerufen wird, durch Mein Wort und Meine Lehre, machte sie so ergeben und dankbar gegen Mich.
Doch einige Worte in diesem Kapitel sollet ihr recht bedenken, sie heißen (Vers 25):
"Gerechter Vater! die Welt kennt Dich nicht, Ich aber kenne Dich, und diese erkennen, daß du Mich gesandt hast!"
Hierin liegt ganz deutlich die wahre Beschaffenheit Meiner Liebe, es ist diese eine gerechte Liebe, und um gerecht zu sein, muß (behufs deren Erlangung) eine Bedingung erfüllt werden, worauf der Eine dieselbe erhalten kann, der Andere aber wenig davon oder oft gar nichts; darum muß diese (Bedingung) erkannt werden, und zwar so, daß wenn sie erkannt ist, Meine Kinder durch ihr Streben, dieselbe zu erfüllen, suchen derselben teilhaftig zu werden, als eines köstlichen Gutes.*)
Die Welt, oder die Menschen, welche weltliches Besitztum höher achten, kennen dieses köstliche Gut nicht, darum können sie es auch nicht genießen, ehe die Gnade ihnen den hohen Wert desselben aufdeckt.
Aber Meinen Kindern wird die wahre Erleuchtung zu Teil, sobald sie ein Verlangen nach dieser Liebe und Verbindung mit Mir haben; darum sagte Ich: "diese, welche Du Mir gegeben hast, erkennen dich", und ebenso alle, welche durch Mein Wort und Meine Lehre zu dem (wahren) Glauben an Mich gelangen, nämlich – daß Ich (Gott) Mich in Jesu geoffenbaret habe, um euch Meine Vaterliebe mehr zugänglich zu machen (und also nun wieder im neuen Wort).
Diese können sich die Worte aneignen, worin es heißt:
(Vers 26) "Und Ich habe ihnen Deinen (Vater-) Namen gegeben, und will ihnen kund tun, daß die Liebe, womit du Mich liebst, sei auch in ihnen und Ich in ihnen!" das heißt:
Es wird diese Liebe bei allen denen Wohnung nehmen, von welchen sie verlangt wird, und der heilige Geist wird solche in alle Wahrheit leiten!
Und so seid auch ihr eingereiht zu denen, die da suchen und finden, und Ich will Mich mit euch auch heute wieder aufs Neue verbinden, und euch geistig und leiblich segnen, damit ihr eure Bitte an Mich um immer innigere Vereinigung mit Mir niemals zu bereuen habt. Amen!
Euer euch segnender Vater, als – die ewige Liebe in Jesu!
*) Siehe das Gleichnis von der großen Perle, wer erhält diese? Der alles daran gibt. (Matth. 13. 46)

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