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„Im Vertrauen auf Meine väterliche weise Liebe festhalten.“

182. – 27. Juni 1880 "Im Vertrauen auf Meine väterliche weise Liebe festhalten."
 
Meine lieben Kinder!
Es ist für euch eine Zeit angebrochen, wo ihr einsehen sollet, daß Ich überall, auch in den kleinsten Vorkommnissen mitwirke, wenn Meine Kinder auf den Standpunkt gekommen sind, daß sie willenlos auch da stille halten, wo ihnen nichts geboten ist, sowohl für Mein Reich, als für Mich zu arbeiten, sondern fast ein Gefühl sie beschleichen will, als seien sie von Mir versäumt oder hintangesetzt.
 
So Meine Kinder dennoch im Vertrauen auf Meine väterliche weise Liebe festhalten, dann geht es endlich – ihnen Geschäfte nach Meinem Willen zu überlassen, und zwar anfänglich in ganz unscheinbarer Weise, welche sich dann nach und nach zu Großem entfalten werden. Gerade in dieser Weise sollet ihr es auch Mir nachmachen, und dazu habt ihr so viele Belehrung über Meine Weltregierung erhalten; denn Ich sagte zu Meinen Jüngern: "so ihr nicht werdet wie die Kinder, könnet ihr nicht in das Himmelreich kommen."
 
Gleichwie ein Kind seine Leistungen dem Vater gegenüber nicht hoch berechnet, sondern froh ist, wenn es mit einem guten Gewissen zum Vater kommt, daß es nicht streitig im Folgen war, wenn auch kleine Abweichungen von Seinen Befehlen mit unterlaufen; so sollet auch ihr zu Mir kommen im Vertrauen, daß Ich euch dennoch annehme, und sollet fortwährend das Streben in euch bewahren – es noch besser zu machen.
 
Ich habe euch letztes Mal das Beispiel eines leiblichen Vaters und Sohnes gegeben, und euch den listigen Anlauf des Feindes gezeigt; nun hat derselbe aber auch in dem Punkte viel Gewalt, wenn ihr an euch selbst verzaget, weil ihr den Erfolg eurer Bemühungen zu wenig bemerken könnet, Ich Selbst mit Meinen Bemühungen kann denselben (Erfolg) auch nicht nach Wunsch sehen, sondern muß Meine Langmut bis in die Ewigkeit hinausdehnen; aber dennoch was Ich tue, bleibt ewig gesegnet.
 
Deshalb ist es auch so bei Meinen Kindern; denn was sie in Meinem Namen reden, tun und unternehmen, das bleibt ewig gesegnet, wenn gleich es für sie oft als Gegenteil dasteht.
 
Durch solche Einrichtung und Ordnung Meiner göttlichen Weisheit ist es Mir möglich, den Menschen ganz fürs Geistige zu gewinnen; denn wie könnte ein Mensch noch in das Himmelreich aufgenommen werden, wenn Ich ihm nicht durch Meine Gnade jeden Seufzer, jedes Wort, jeden guten Willen – für Mich etwas zu tun, als unendlich gut in das Buch des Lebens eintragen würde?
 
Sehet, so rechne Ich, als der große Rechenmeister, Dessen Griffel Erbarmung heißt, damit die Summe zu eurem ewigen Wohle beitragen hilft; aber Mein Gegner rechnet auch genau, und stellt große Schuldbriefe über euch aus; er steht immer auf der Lauer, für sich eine Beute zu machen.
 
Darum wachet! betet! denn dann muß er auf eine zeitlang abziehen, wenn Ich mit euch reden will und euch aufmerksam mache, wie ihr in diesem oder jenem Falle nach Meinem Willen tun sollet. Darum – immer mehr im Verkehre mit Mir zu bleiben – ist Meiner Kinder Pflicht, und auch der sicherste Wege, nicht irre zu gehen. Haltet ihr es jeden Tag mehr also, und wir bleiben vereint als Vater und Kinder! Amen!

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