Liebe Freunde!
‚O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort!‘ (Jer. 22, 29)
Gewaltig tönt die Stimme Jeremia‘s durch das Land. Sie ist nicht nur eine Mahnung vor verstockte Herzen hingeworfen, sie ist ein Ruf von Anbeginn, als Sich der Schöpfer Seine Kinder schuf. Das dreimalige Land — Land— Land — erstreckt sich auf drei Zeitepochen als eine Offenbarung des ‚Ich-war, Ich-bin, Ich-werde-sein!‘
Das erste Land sind die Herzen jener Lichtgeborenen in derem freibewußten Leben. Mit Beginn des Tat-UR-Jahres waren ja die heiligen Bedingungen und das Gesetz der Freiheit als gewaltige Fundamente aufgerichtet worden. In der im Werden einbezogenen großen Schöpfungsfreiheitsprobe erhob sich auch der Drang zum eigenschaffenden Prinzip. Einige Mittätige wollten Selbsttätige werden.
Ihretwegen geht schon an das erste Lichtkind der aufrüttelnde, wundersame Ruf: Land, höre! Doch immer größere Kraftanstrengung ließ den Ruf verhallen, und das erste Land — Sadhana — verfiel seinem selbst heraufbeschworenen Untergang. Das Untergehende konnte aber nicht das Geschöpf betreffen, wodurch es vor der Zerstörung zu bewahren war. Der Funke unter Asche ist zu neuem Feuer zu entfachen. Und GOLGATHA hat diesen Funken neu belebt.
Auch das zweite Land wird, wie beim ersten und beim dritten, stets das Herz des Einzelnen betreffen, mit ihm den heiligen wie auch den materiellen Schöpfungsraum. Zeitmäßig ist das zweite aber schon gebundener als das erste, das nach seinem Untergang das zweite und dritte Land beeinflußt hat.
Der zweite Land-Ruf gilt der werdenden Materie bis zur Zeit, als der Heilige als Mensch mit Seinem Segen auf die Erde kommt. Doch ER SELBER ist der dritte Land-Ruf, von dem ab keine weiteren Stimmen rufen, wie vorher geschehen war. Jetzt ruft GOTT, ohne Rücksicht auf den Widerhall. Das ist die Grenze zwischen früheren und kommenden Offenbarungen, die in vieler Hinsicht aber vorbereitet sind.
Diese Vorbereitung ist zugleich der Aufbau für die letzte Offenbarung an die Menschheit und umfaßt eine ungeheure Vorgeschichte, sonst wäre das Gewaltige nicht auszulösen, nämlich: Die Wiederkunft des Herrn!
Jenes Wort, der Ruf ans Land, läßt Fragen offen, deren Beantwortung dem Thema dienen. Die Fragen lauten:
1. Was ist eine Offenbarung?
2. Wie äußert sie sich?
3. An was erkennt man ihre Reinheit?
4. Welchen Zwecken dient sie?
Eine Offenbarung ist ein ‚Sich-erkennen-geben‘, die Enthüllung des Verborgenen. Sie äußert sich hauptsächlich durch das Wort, durch geistige Bilder oder andere Erscheinungen. So hatte — als Beispiel eingefügt — Saulus eine himmlische Erscheinung, die Irdisches nach sich zog: die Erblindung, wodurch seine Seele sehend ward.
Die Reinheit einer Offenbarung läßt keine Frage zu, ob es etwa unreine gäbe. Eine Offenbarung selbst ist immer rein, weil sie dem Himmlischen entspringt; aber ihre Wiedergaben können unklar sein. Ein unbestechlicher Gradmesser ist ihre Durchschlagskraft, die freilich nicht an einer Zeit zu hängen braucht. Ihre geistig logische Folge, die stets ein Raum und Zeit umspannende Hilfeleistung trägt, ist das hohe Maß ihres Wertes.
Der Zweck einer Offenbarung zeigt sich für zwei Wege, die neben- und ineinander verwoben sind. Zuerst dient sie dem Einzelnen oder einer Gruppe. Ihre Wesensart, vom Weltverstand zumeist belächelt, wird obendrein bekämpft. Der zweite Weg geht über Einzelne und über Gruppen als ‚Mund des Herrn‘ — wenn Er auch nicht Selber redet —‚ um Erkenntnisse den Menschen zu vermitteln, damit sie ihre weltliche Vergänglichkeit in ewige Beständigkeit verwandeln können. Das ist das Fundament der Offenbarung an die letzte Zeit.
Der erste Land-Ruf gleicht einem roten Faden, der durch Gottes ganze Offenbarung läuft, während der zweite mit vier Zeiten und der dritte mit drei Zeiten mancher Hinweise bedürfen. Nebenher sind die vier und drei Zeiten ein Spiegel der vier und drei Gemeinden in der Offenbarung des Johannes. Sie bringen manches bittere Bergab, hernach ein weit schwereres Bergauf.
In der ersten Land-Ruf-Epoche, vor Sadhanas Fall, war die Offenbarung die ‚Anschauung der UR-Person‘. Denn vor der Materie, als pures Licht beim Lichte wohnte, war GOTT zu schauen. Wie hätten sonst die ersten Geistgeborenen erprobt werden können? Wo wären damals Liebe und Barmherzigkeit gewesen, wenn diese reinen Kinder, weil noch ohne Offenbarungsschau, in eine Gottesferne hätten fallen können oder müssen? — ?
Solch eine Folge wegen einer Gottverhüllung wäre ungerecht. Und obendrein ein gegenpolarisches Geschöpf zu schaffen, um an ihm die eigenen Kräfte zu erproben, verzerrt den hehren GOTT-Begriff! Nur mit Sadhanas Abwendung ward für sie und ihre Schar die UR-Gottheit verborgen, und das zum Heil der Hingestürzten.
Über alle Begriffe herrlich ist während des zweiten Land-Rufes Gott sogar in der Materie zu sehen. Die sieben Offenbarungszeiten auf der Welt beweisen es. Von Adam bis Joseph erscheint Gott personhaft und im Traum. Unter vielen Stellen sei eine hervorgehoben: ‚Und die Männer, nämlich die Engel, wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom; aber Abraham blieb stehen vor dem HERRN‘ (1. Mo. 18, 22).
Es war also eine wirkliche Erscheinung, auch beim Hochpriester Melchisedek und König von Salem. Wer die Heilsgeschichte offenen Gemütes liest, erkennt, daß bis zur gegebenen Wendezeit Gott Sich zeigt, sowohl den Engeln wie den Menschen; denn es wäre paradox anzunehmen, daß bloß Abraham die Gnade hatte.
Allein, die Menschheit fiel in immer größere Tiefen ab. Deshalb erscheint Gott in der zweiten Offenbarungszeit von Mose bis nach Josuas Tod bloß den Getreuen, dem Volke unpersönlich in der Wolke oder Feuersäule. Trotzdem bleibt es allgemein bei der persönlichen Wort-Offenbarung, die in unaussprechlicher Gnade ihre Schöpferhände unter das Fallwerk schiebt.
In diese zweite Zeit fällt eine vierfache Entscheidung, von Josua dem Volke abverlangt. Die zweite Zeit stellt sinnfällig die beiden Schöpfungsfundamente dar. Noch ist das Volk über Josua und die Ältesten mit dem wenn auch unsichtbar gewordenen Gott verbunden und bleibt in dieser Zeit so ziemlich treu.
Aber abwärts geht der Weg, von göttlicher Erbarmung oftmals aufgehalten. Der ‚Fall‘ verliert sich in die Gottesferne, weshalb in der dritten Offenbarungswelle, die ab den israelischen Richtern bis zu Samuel reicht, Gott fast nur noch Seine Engel sendet oder Seinen Willen durch gewisse Zeichen zu erkennen gibt.
In den beiden ersten Intervallen, innerhalb der Materie, kommt UR-Gott Selber sichtbar und im Wort, in dem dritten und vierten wirken Seine Boten, zuerst die Engel, dann die Propheten. Die Richterzeit ist eine Übergangsepoche vom ‚Selbstwort‘ zur Wortverkündigung. Der Unterschied trübt zwar GOTTES WORT nicht, aber in der Wiedergabe durch den Menschenmund kann auch manches unklar kommen.
Bei den Engeln bleibt es rein. Auch hier ein Beispiel: Gideon, der Richter Judas, ist über einen Engel ein Vermittler Gottes, der das WORT im Herzen deutlich hört. Auch bei ihm das Wunder: er erbittet sich ein zweimaliges Zeichen vom Herrn (Ri. K. 6). Noch ein Zeichen:
Ein Engel kündet Simsons Geburt dem Weibe des Manoah an. Als sie dafür opfern, fährt der Engel in des Feuers Lohe auf. Da wußten beide, daß ‚einer vom Licht‘ mit ihnen geredet hatte (Ri. K. 13).
Diese Reichskunde versinkt mit dem um sich greifenden Götzenkult. Ja — zuerst UR-Gott sichtbar und dann im Wort; hernach die Engel sichtbar, später inkarniert in den Propheten. Das entfällt allgemein in die Zeit der Könige als eine dritte große Gnadenzeit. Das Volk fällt aber immer weiter ab, weil die Tötung der Propheten Gottes Gnadenquell verstopft.
Aber welche Kraft liegt in der Lehre, durchgeführt mit aller Unerschrockenheit, mit dem unbedingten: ‚So spricht der Herr!‘, womit sie sich samt ihrem Auftrag selbst bestätigten. Ihre Offenbarung hat daher den gleichen Wert wie jener bei Adam und Eva, die sich nach dem Ungehorsam ‚vor dem Antlitz Gottes‘ zu verbergen suchten.
Diese dritte Zeit eröffnet Gottes Lichtfürst Michael als Elia, mit machtvollem Wort und Werk. Bescheiden schließt sie mit Maleachi ab, der Gottes KOMMEN als letzte Mahnung ausposaunt, dazu den Trost:
‚Euch aber, die ihr Meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.‘ (Mal. 3, 20 )
So wird mit einem letzten Hinweis ‚Gottes Türe‘ wieder zugemacht. Aber rund vierhundert Jahre, bis zu JESU, läuft die vierte Gnaden Spanne. Man kann merken, wie Gott Seine Offenbarung mehr und mehr verhüllt. In dieser Finsternis wenden viele Leute sich vom ‚Ein-Gott‘ völlig ab. Sie dienen ihren Götzen, die nichts anderes als ihre Triebhaftigkeiten sind, wie auch diese Götzen heute noch den weitgespannten Machtumfang besitzen.
Das zweite ‚O Land‘ mit seinen vier Zeitepochen ist fast ungehört vergangen. Das dritte ‚O Land‘ erscheint in Gewalt (Luk. 1, 51), um die Umwendung herbeizuführen, die aus Bedingungen und freiem Willen den ‚Satansfall‘ zu seinem Herrn erhebt. Deshalb kommt zur fünften Folge, die mit der sechsten und der siebenten bis zur noch zu entschlüsselnden Endzeit reicht, als höchste Darstellung, die es gibt,
die Offenbarung der Opferung!
Da der Tiefststand eingetreten war, mußte es ‚im Ablauf heiliger Bedingung, einen Wiederaufbau geben. JESU wundersame Offenbarungszeit schenkt uns dafür den Beweis. Denn der dritte Land-Ruf, Gottes Menschwerdung, wie sie in bezug auf Menschen klarer nicht geschehen konnte, prägt keinen demütigenden Charakter, sondern offenbart Gottes UR-Allmacht. Darum die Konzentrizität des göttlichen Gedanke-, Wort- und Tat-Reichtums im Menschensohne JESU, der schon aus diesem Grunde unbedingt der ‚Ein-Gott‘ Selber ist!
Die größte Macht, die Gott hier zum Ausdruck brachte, waren Seine Heilandsrufe: ‚O Land, Land, Land!‘ Sie wurzeln ferner in Seinem ‚Kommt, die ihr mühselig und beladen seid; Kommt, Ich gebe euch das Brot und Wasser Meines Lebens; Kommt, Ich decke eure Sünden zu; Kommt, folgt Mir nach!‘ Eine kleine Auslese von dem allen, was das Kinderland in unsagbarer Liebe lockt.
Die Offenbarung bleibt auch hier die gleiche wie im Lichte für das Schöpfungskind, die Eigenschaftsträger und für alle Geistgeborenen. Bloß zugedeckt ist URs Heiligkeit. Erst später sieht Johannes, Gottes großer Künder, Ihn in seiner Patmos-Schau wieder so, wie Er vor dem Schöpfungsfall gesehen worden war.
Diese Darstellung erfolgte als ein ‚Mensch unter Menschen‘, jene Verkörperung in der Materie, auf die die Wesen sinken konnten, wie auch alle Geistgeborenen freiwillig diesen Stand erwählten. Die menschliche Berührung Gottes mit den Menschen ist der neue Akt aus dem dritten Ruf ‚O Land‘.
Wird außerdem bedacht, daß die vier ersten Offenbarungszeiten für unsere Welt sich in den bestimmenden Eigenschaften Ordnung, Wille, Weisheit und Ernst spiegeln, so ist um so leichter zu erkennen, daß mit dem Menschtum Gottes, mit der Offenbarung Seines Opfers, zuerst die GEDULD die Bahn betritt und nun die Heilandszeit erfüllt. Mit welcher Geduld der allmächtige Gott das törichte Menschengeschlecht erträgt, wird in Markus dargetan. Da sagt der Herr:
‚O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll Ich bei euch sein? wie lange soll Ich euch tragen?‘ (Mark. 9, 19)
Dem Menschen muß ein Schauer durch die Seele jagen, denkt er über diese Worte nach. Keiner möge sprechen: Das hat der Heiland damals zu dem blinden Volk gesagt. Wir glauben ja! Was wird geglaubt? Das Rätsel kann sich jeder selber lösen.
Die fünfte Zeit, von göttlicher Geduld bestrahlt, erhält ihr Ende mit Luthers Reformation. Zwar sinkt im Weltgetümmel Glaubenskraft und Offenbarung weiter ab; aber nicht aus Gottes Reich. In Wirklichkeit geht es bergauf! Der Höhepunkt der sechsten Zeit, getragen von dem UR-Geist Liebe, ist die Wiederoffenbarung des Heilandweges, wodurch weiterhin der dritte Land-Ruf seine Stärke steigert.
Der Mensch verliert zwar öfter Maß und Ziel, was die Offenbarung aber nicht berührt. Nur Törichte schütten das Kind mit dem Bade aus und nennen alles falsch, weil neben der wieder sprudelnden Gottesquelle auch das Unkraut blüht. Darunter eines: Viele Freunde müssen durchaus ‚Vaterworte‘ schreiben. Eine Stufe tiefer geht es nicht!
Manche Botschaft brachte viel Verwirrung; denn wenn auch Gottes Liebe diese sechste Offenbarungszeit durchpulst, ist trotz der hohen Liebepflicht doch die Prüfung durchzuführen (1. Thess. 5, 21). Es ist nicht immer Liebe, die die Mängel deckt, nicht nach Gottes hehrem Grundgesetz, weil Er ja alle Mängel sieht. Und es gibt auch keine Abrechnung, ohne daß die Bücher aufgeschlagen würden. (OJ. 20, 12)
Hingegen haben viele Freunde Gottes Wieder-Offenbarung sehr gut aufgenommen. Wie die vier ersten Zeiten im Bedecken ein Bergab ergaben, so die drei letzten Zeiten das Bergauf. Es tritt tatsächlich aus dem erst verborgenen himmlischen Wahrheitslicht wieder Gottes Offensichtlichkeit hervor, wie es einstens vor dem Abfall jenes ersten Kindes schon gewesen war.
Das setzt voraus, daß Gottes Menschwerdung überhaupt das tiefst Verhüllte an Ihm war. Zugleich war sie der urgewaltige Viadukt, der dem armen Diesseits eine Rückkehr zu dem reichen Jenseits bot. Und wie Gott in der Person das Wort und dann die Sendlinge folgten, so nach JESU, Sender und Sendung zugleich, erst das Wort — in äußerer Gewalt durch. Luther, in innerer durch Lorber und andere Seher —‚ und als Letztes wieder die Person (OJ. 22, 20). Denn der Engel kündet:
‚Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen, wird kommen, wie ihr Ihn gesehen habt gen Himmel fahren.“ (Ap.G. 1, 11)
Vom sechsten Abschnitt sei noch einiges gesagt. Wir stehen heute nicht als freiwillig Gekommene hier, wenn es auch den Anschein hat; sondern GOTTES GEIST hat uns getrieben; der GEIST ist der Offenbarer dieser Zeit! Wer das nicht anerkennt, der achte auf den großen Ruf:
‚O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort!‘
Die letzte Finsternis schlägt allerdings mit ihren Pranken tot, was ihr in die Krallen kommt. Hüten wir uns, diesem Weltmachttier (OJ. K. 17) zu dienen! Was lebensmäßig nötig ist, das ist auch zu tun. Doch die Trennung zwischen diesem Soll und der Begehrlichkeit ist meist des Menschen bitterster Kampf. Noch härter ringt er sich zum Geiste durch oder gar zur neuen Offenbarung, die — in der sechsten Zeitepoche herschenkt — als ‚Person-Wort‘ aufzunehmen ist. Es jedoch in vielen Phasen selbst zu spiegeln, heißt, das heilige Gewand des Herrn zu teilen, wie es unterm Kreuz geschah.
Wird Gott Selbst Sein Werk vollenden, dann ist zuletzt bloß eine Offenbarungsstimme möglich, die Seinige in Person und in der Tat! Das schließt nicht aus, im Herzen Seine Stimme zu vernehmen; doch dieses Herzhören ist dann kein Vermittler mehr für andere, dessen es neben Christi glorreicher Erscheinung nicht bedarf.
Es gibt auch nur einen Mittler! Dessen letzte Zeit, der Übergang von der sechsten zur siebenten, nämlich zum vierten Ruf, war schon bei den Propheten das ‚Hören des HERRN Wort‘! Ernste Kämpfer stellen sich der ‚Vermittlerwelle‘ mit aller Kraft entgegen. Wenn in unsrer Richtung hierin die Erkenntnis nicht zum Sieg gelangt, so werden sich die irdischen Träger dieser Himmelswahrheit nicht bewähren.
Es kommen Boten aus dem Jenseits, die kein Phantasma sind. Doch man muß bedenken, daß manche Botschaft, manch Vermittler Ungenaues bringt. Soll man es als Schuld bezeichnen?, sollen wir es dulden — ? Genügt es nicht, die Wieder-Offenbarung des All-Heiligen UR beseligt aufzunehmen, IHN, den Heiland aller Welten?!
Bei dem Wieder-Auftun Himmlischer Herrlichkeit bringt UR ganz allein Sein Wort! Wird auch die große Vorschau, um alle Kinder an die Gott-Schau zu gewöhnen, durch einige Vermittler überbracht, so nicht mehr in der Ich-Wortform, sondern einfach aus dem Geist, weil das ‚ICH-BIN‘ der Hohe Herr SICH vorbehalten hat! Es ist Sein heiliges Gewand, das Seine UR-Person zum Heile aller Menschen trägt.
Wie wunderbar der gewaltige Weg vom Schöpfungsanfang einer Kindwerdung bis über unsre Zeit hinaus zubereitet wurde, das Zu- und Wiederaufdecken des Ewig-Heiligen, Ewig-Einzigen und Wahrhaftigen, genauso herrlich und erhaben ist auch Seine Offenbarung. Es gibt einen unbestechlichen Gradmesser, der auf jede Wiedergabe anzuwenden ist, mit dem man echt und unecht sieht; und dieser lautet:
‚Wo die größte Barmherzigkeit ist, da ist Wahrheit!‘
Ist dort Wahrheit, wo Menschen einen schrecklichen Gerichtsakt, eine ewige Verdammnis lehren? Wo das geschieht, da ist‘s der Mensch allein, der solches kündet. Die BARMHERZIGKEIT lehrt:
Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet! (Matt. 7, 1)
Wer keine Sünde hat, der nehme den ersten Stein! (Joh. 8, 7)
Ihr richtet nach dem Fleisch, ICH richte niemand! (Joh. 8, 15)
Gott sandte Seinen Sohn nicht in diese Welt, daß Er sie richte, sondern daß sie durch Ihn selig werden! (Joh. 3, 17)
Darum ist die letzte Offenbarung keine andere als die einer urheiligen Barmherzigkeit, einer völligen Erlösung! Inwieweit einst das Gericht ein Akt des Zornes oder der Erbarmung wird, ist Gottes Sache ganz allein! Wer sich für den Zorn entscheidet, dem wird Zorn geschehen, wie geschrieben steht:
Was du säest, das wirst du ernten!
Wünschen wir Verderben, so ernten wir auf unserm armen Herzensacker keinen Weizen; säen wir Geduld, Liebe und Barmherzigkeit, die sich nicht im Mängel-Zudecken erschöpfen, dann wird unsere Ernte eine himmelsreife sein. Das Gericht der Heiligkeit ist folgendes:
– das richtig machen, was vorher krumm war;
– das wieder aufrichten, was gefallen war;
– dem Kindwerk wieder die Richtung geben;
– das Wieder-Heimbringen aller Verirrten!
Das allein bringt uns die letzte Offenbarung aus dem hohen Himmel:
O Land, Land, Land, höre des HERRN Wort!
Amen
NEUOFFENBARUNG